Mittelerde: Mordors Schatten – Review zum Lord of the Hunt DLC

‘Downloadable Contents’ (DLC’s) sind momentan der absolute Renner im Spiele-Business. Auch Mittelerde: Mordors Schatten bleibt davon nicht verschont. Mit Lord of The Hunt (Meister der Jagd) bekommen wir nun einen DLC vorgesetzt und mit diesem eine kurze Erweiterung der Story. Das Hauptspiel haben wir bereits getestet, aber ob dieser DLC was taugt, oder ob man ihn eher den Raubtieren vorwirft, lest ihr in unserem Test.

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Wir folgen Torvin in die Story.

 

Bestien soweit das Auge reicht

Beim Lord of The Hunt (Meister der Jagd) DLC geht es nicht direkt darum, dass wir wilde Tiere aufspüren und töten. Vielmehr dürfen wir uns um Orks/Uruks kümmern, die sich mit Bestien umgeben.  Also jagen wir doch wilde Tiere. Wir bekommen 5 sogenannte Bestien-Meister vorgesetzt, die uns natürlich ein Dorn im Auge sind. Jeder dieser Schergen von Sauron hat sich seine eigene Spezialisierung zugelegt. Einer reitet auf einem Graug, ein anderer nennt die Ghûle seine Familie und ein Dritter hat es fertiggebracht, alle Caragaths zu unterwerfen und zu zähmen. Unterstützt werden wir dabei von Torvin, einem Zwerg, der einen begabten Jäger darstellt. Dieser zeigt uns, wie wir diese Bestien-Meister finden und besiegen können. Denn diese Häuptlinge laufen nicht frei umher, nein, sie müssen durch bestimmte Aktionen hervorgelockt werden. Hierfür werden wir selbst zu einem Bestienzähmer und gehen somit nicht ganz allein auf die Jagd. Wir genießen also die Anwesenheit von Ghûlen, Caragaths und Graugs. Die Story des DLCs beschäftigt uns zwischen 1,5 und 3 Stunden, möchten wir wirklich alles mitnehmen, können es auch 4 Stunden werden. Wir bekommen eben einige Hauptmissionen zu den Häuptlingen, in denen wir die nötige Vorgehensweise erlernen, dazu gibt es noch ein paar Nebenmissionen und zusätzliche Ziele, wie das Finden von Torvins Tagebuchseiten. Die Story selbst ist aber nicht überragend, obwohl es wirklich viel Spaß macht, die Bestien-Meister mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen.

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Ein paar Ghûle als Haustiere?

 

Lasst mich euch Töten!

Wie bereits erwähnt, müssen wir die Häuptlinge dazu bringen, zu erscheinen. Den Ghûl-Hüter bringen wir dazu herauszukommen, indem wir seine Lieblinge zur Strecke bringen, denn dies kann er nicht auf sich sitzen lassen. Er trifft uns also zum Kampf außerhalb seiner sicheren Höhle, in der er sich verschanzt hat. Gegen uns anzutreten war wohl sein letzter Fehler, auch wenn er durch unsere Angriffe keinen Schaden nehmen konnte. Dafür können wir im DLC ja alle möglichen Kreaturen beherrschen. Nicht nur Ghûle oder Caragaths, nein auch Graugs. Aber hier kommt eine der ersten Neuerungen ins Spiel: Es gibt einen garstigen Graug! Dieser hat zu viele Ghûle verspeist und ist nun so angefressen, dass er Gift kotzen kann. Gerade mit diesem Stürmen wir die Festung, in der sich der Graug-reitende Häuptling befindet. An der grundlegenden Spielmechanik hat sich nichts geändert, funktioniert aber immer noch sehr gut und macht auch hier wieder enorm viel Spaß.

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Der Zähmer der Bestien.

 

Fiese Bosse

Die Häuptlinge bekommen entsprechend des Rufes und Standes einen gut inszenierten Eingang. Sie haben einen zur Fähigkeit bzw. zu den Taten passenden Namen, der beim Erscheinen dann nett ertönt und nach einer Art ‘Anfeuern’ der Untertanen klingt. Dies sorgt dafür, dass die Häuptlinge noch fieser und imposanter wirken. Wie alle Häuptlinge sehen die Bestien-Meister sehr bedrohlich aus, allerdings hatten wir das Gefühl, dass diese einfach generisch erstellt wurden, sondern Accessoires auch entsprechend der Persönlichkeit angepasst worden sind. Stärken und Schwächen besitzen diese Häuptlinge ebenfalls, wobei sie immer bloß eine Schwäche besitzen und eine ganze Reihe Stärken. Diese müssen wir nicht durch Informationen freilegen. In dem Wir die Hauptmissionen spielen finden wir heraus, wer die Bestien-Meister sind, und können direkt deren Informationen betrachten. Das Nemesis-System findet im Lord of the Hunt (Meister der Jagd) DLC keine große Anwendung, lediglich die Übersicht der Gegner ist wichtig und wie wir sie erledigen können. Hier hätte man noch etwas mehr herausholen können. Beispielsweise hätte jeder einen, bis mehrere, Leibwächter haben können, die wir entweder im Vorfeld schlachten müssen, oder durch das Manipulieren von Machtkämpfen, mit einem gebrandmarktem Ork oder Uruk, ersetzen können. So hätte man die Story verbessert, die Spielzeit erhöht und die im Spiel vorhandenen System besser ausgenutzt. Außer den bereits erwähnten Nebenmissionen und Tagebuchseiten warten einige Errungenschaften auf uns, die wir auch nach Beenden der Story sammeln können. Darunter sind “Ich musste ihn einschläfern”, “Ghûle außer Rand und Band” und “Oh Mutter wo bist du?”.

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Torvin und Talion freuen sich über den Sieg.

 

Fazit:

Das Hauptspiel von Mittelerde: Mordors Schatten konnte schon überzeugen. Der Lord of the Hunt DLC kann dort mithalten, auch wenn die Story etwas mau ausfällt. Das Gameplay, die Grafik und der Sound bleiben natürlich gewohnt gut. Die Inszenierung der Bestien-Meister ist aber gelungen und erfreut uns. Im Grunde entspricht der DLC dem Hauptspiel.

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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