Meine Tierstation im Outback 3D – Review zum Tierarzt-Simulator

Wer schon immer mal verwundeten Tieren in Australien helfen wollte, hat nun die Möglichkeit dazu. Ob der Titel sein Geld auch wert ist, lest ihr in unserem Test.

 

Ein Herz für Tiere

Wir werden sofort in der Tierstation begrüßt und mit knappen Sätzen eingewiesen. Eine konkrete Storyline verfolgt das Spiel nicht. Man soll eben den namenlosen Herren fragen, wenn man etwas wissen möchte… Bevor wir uns überhaupt aufmachen dürfen den verletzen Tieren zu helfen, müssen wir uns fortbilden. Dazu gehen wir an den PC um ein Buch, zu bestellen. Dann gehen wir zum Bücherregal und lesen uns ein. Die Informationen sind zwar sehr oberflächlich, aber zugleich auch wahrheitsgemäß und könnten so in einem Wissensbuch für Kinder stehen. Dann verlassen wir die Tierstation, um auf die Übersichtskarte zu gelangen. Man merkt schnell, dass alles mit dem Stylus gesteuert wird. Die namenlose Protagonistin läuft in die Richtung, in die der Stylus zeigt. Draußen müssen wir auf der Oberweltkarte nun zwischen dem Jeep und der Tierstation wählen. Nach der Wahl des Fahrzeugs stehen uns nun drei Gebiete zur Auswahl, wovon die anderen beiden erst mal nicht anwählbar sind. Im neuen Gebiet erwartet uns eine kleine Karte, die mit Symbolen versehen ist. Ein Ausrufsymbol etwa zeigt ein einzelnes Bild, eines verletzten Patienten. Seltsam ist nur, dass wir dieses nicht gleichbehandeln können. Ein Krankenhauskreuz wiederum stellt ein aktives Spielerlebnis dar. Dort angekommen müssen wir das Tier im Bild erst mal finden, was aber kein großes Problem ist. Draufklicken und auf “weiter” klicken, dann geht es schon los! Nun stehen uns wieder vier Auswahlmöglichkeiten zur Wahl. “Hand”, “Lupe”, “Stethoskop” oder “Thermometer”. Uns wird nicht erklärt, wie wir was zu nutzen haben. Das müssen wir schon selbst herausfinden. Auf dem oberen Bildschirm stehen die Anweisungen unten sehen wir das Tier. Ein Känguru ist beispielsweise in vier Zonen eingeteilt. Kopf, Arme, Beine, Torso. Tasten wir z.B. den Bauch ab, ändert sich die Nachricht oben in “Das Tier hat struppiges Fell”, mit der Lupe erkennen wir, es handelt sich um Flohbefall. Nun wird auch sogleich gesagt, was wir dagegen tun müssen. “Wasser” und die entsprechende “Salbe” muss aufgetragen werden. Nun haben wir wieder vier verschiedene Auswahlmöglichkeiten aus dem Koffer. Die Darstellung des Patienten ändert sich nun auch – sie wird in deutlichen Farben angezeigt. Auch ein Punkt zeigt, wohin wir etwas auftragen sollen. Wird die Reihenfolge nicht eingehalten, tut sich gar nichts. Sofern wir alles richtig machen, bekommen wir Geld, das wir wiederum für neue Medikamente, Bücher usw. ausgeben müssen. Sollte ein Medikament langsam ausgehen, werden wir darauf hingewiesen. Wir haben keine Möglichkeit dessen Füllstand im Koffer einzusehen.

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Wir müssen das Tier erst finden bevor wir es behandeln können

 

Pragmatische Optik

Die kurzen Dialoge werden einem mit Standbildern gezeigt. Das ist genauso durchwachsen wie die hölzerne Laufanimation der Tierhelferin. Man setzt mit den gewählten farben und Formen eher auf Zweckmäßigkeit. Das ist zwar nicht weiter schlimm, doch hätten kurze Beschreibungen für manche Felder uns das Suchen erleichtert. So sind wir dazu gezwungen alles durchzuklicken, bis wir finden, was wir suchen. Die Einteilung in “Körperzonen” macht zwar Sinn, doch reißt das einen ganz schön aus der Atmosphäre. Die 3D-Modelle der Tiere gehen in Ordnung. Hier hätte man sich stärker fokussieren müssen.

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Hier untersuchen wir ein Känguru

 

Australischer Sound

Wir hören zwei Musikstücke. Eins für die Station selbst und eins auf Reisen. Natürlich ist das recht wenig. Doch die Stücke passen zur Atmosphäre und sind ebenfalls in Ordnung – nur eben viel zu wenig. Zumal es fast keine Sounds gibt. Eine Sprachausgabe ist ebenfalls nicht vorhanden.

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In der Praxis (Diese Ansicht haben wir aber nicht gesehen?)

 

Fazit:

Das Gameplay ist sehr undynamisch. Warum muss ich mir am PC ein Buch kaufen, um es dann im Regal lesen zu können? Ich kann anfangs ein Tier pro Tag verarzten, muss dann wieder zurück zur Station, um mich auf die Couch zu setzen und den Tag abzuschließen. Für ganz junge Spieler ist der Titel einen Blick wert, für alle anderen eher nicht.

 

 

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01
Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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