MEDUSA XE Stereo Gaming Headset – Review zum Stereo-Wunder

Anfang Januar gab Speedlink bekannt, eine neue Medusa-Reihe auf den Markt zu bringen. Dabei sollen fünf neue Headsets das Portfolio von Speedlink erfolgreich erweitern und für jeden Gamer ansprechender sein. Doch können die neuen Medusas wirklich überzeugen? Wir haben uns für euch zwei der fünf neuen Headsets genauer angesehen und sagen euch nun, warum sich das Medusa XE Stereo lohnt oder ob man lieber zu einem anderen Headset greifen sollte.

 

Der Lieferumfang

Die Verpackung vom ‘Medusa XE’ ist im direkten Vergleich mit dem ‘Medusa 5.1 True Surround’ einfacher und günstiger gestaltet. Die schöne Plastikverpackung, in der man einen ersten Einblick auf die Qualität des Headsets bekommt, wird durch Pappe ersetzt. So kann der Kunde leider nicht sehen, ob es sich qualitativ von seinem großen Bruder unterscheidet. Hier ist das Sprichwort “Katze im Sack kaufen” eher angebracht. Dennoch ist auf der vorderen Seite der Verpackung, Speedlink-typisch, alles an Features beschrieben, was die Hardware auch zu bieten hat. Größter Unterschied dürfte zum einen der 3,5mm Klinkenanschluss und zum anderen die nicht vorhandene 5.1 Surround-Leistung sein. Ansonsten sieht das XE auf den ersten Blick identisch aus. Beim Auspacken gibt es allerdings keine großartige Überraschung. Denn zusätzlich zur kleinen Herstellerinformation plus Anleitung, findet man leider nichts weiter in der Verpackung. Ohrmuschelpolster zum Austauschen gibt es hier leider ebenso nicht, wie eine Treiber-CD für den Computer. Ein entsprechendes Programm für die vollständige Nutzung aller Features braucht man also nicht. Dank der zwei Aux-Klinkenstecker kann ist die Installation auch recht einfach gestaltet. Stecker in den PC oder Laptop und das Spiel kann starten. Generell sind alle Dinge sehr gut verpackt, sodass selbst bei einem schweren Transport nichts mit der Hardware passieren wird.

Das Medusa XE sieht identisch aus, wie das Medusa 5.1 True Surround.

Das ‘Medusa XE’ sieht identisch aus, wie das Medusa ‘5.1 True Surround’.

 

Der Komfort und die Qualität

Beim Design hat sich im Vergleich zum Medusa 5.1 Surround ebenfalls rein gar nichts geändert. Aus diesem Grund haben wir dieselben Worte, wie in unserem Medusa 5.1 Test gefunden. Bereits beim Auspacken kann das schicke Design vom ‘Medusa XE’ überzeugen. Man merkt zwar direkt, dass es sich hierbei nicht um ein Sennheiser-Gerät handelt, dennoch ist die Qualität alles andere als schlecht. Generell wirkt es lange nicht mehr so klapprig, wie die Erstauflage von vor paar Jahren. Die Materialstärke hat ebenfalls etwas zugenommen, sodass es nicht mehr nach “billigem” Plastik aussieht. Die Ohrmuscheln können zusammengefaltet oder zur Seite gedreht werden. Dies funktioniert sehr gut und machte bei unserem Test keine Zicken. Auch nach mehrmaligem Zusammenklappen ist am Headset nichts ausgeleiert. Auch das Mikrofon ist stabil genug, um in jeder Position stehen zu bleiben. Besonders bei Mikros mit Einstellfunktion gibt es oft bereits nach kurzer Zeit Probleme mit dem Halt. Dies ist beim Medusa allerdings nicht der Fall. Die Polsterung ist gelungen und anders, als beim ‘Medusa 5.1’ konnten wir in unserem Test das Headset wesentlich länger ohne Schmerzen tragen. Das liegt an dem geringeren Gewicht. Dadurch, dass in den Ohrmuscheln weniger Technik haust, ist das Headset im Gesamten auch leichter geworden. Dies merkt man beim Spielen direkt. So kann man auch noch Stunden mit seinen Freunden in Skype oder Teamspeak sitzen und reden.Generell lässt sich zum Komfort aber noch sagen, dass die Ohrmuscheln gut auf dem Kopf sitzen und nichts hin- und herrutscht. Durch die verstellbaren Riegel an den beiden Ohrmuschelbügeln kann man passend für die beliebige Kopfgröße den Abstand verstellen. So kann jeder Gamer, egal mit welcher Kopfgröße, erfolgreich bedient werden. Auch diese Funktion ist auch nach mehrmaligem Bedienen nicht ausgeleiert oder angeknackst.

Auch am Komfort hat sich im Vergleich zum Medusa 5.1 nichts getan.

Auch am Komfort hat sich im Vergleich zum ‘Medusa 5.1’ nichts getan.

 

Ohne Treiber keine Kraft für Power?

Für die erfolgreiche Bedienung der Lautstärke inklusive des Mikrofons ist eine kleine Fernbedienung direkt am Kabel verbunden. Per Fernbedienung kann man so die Lautstärke und die Tonhöhe verändern. Großartige Veränderungen gibt es allerdings nicht. Im direkten Vergleich mit dem ‘Medusa 5.1 True Surround’ ist das XE wesentlich schwächer von seiner Leistung. Die Töne sind alle ohne große Power und generell wirkt alles etwas dumpfer, als beim großen Bruder. Für eine Runde Battlefield wird das XE leider nicht reichen. Einen Orientierungssinn während des Spielens wird man mit dem Medusa XE leider nicht erhalten. Musik und andere Medien können zwar abgespielt werden, wirklich Spaß macht es allerdings nicht. Besonders die Musik wirkt einfach zu karg. Bass ist im Grunde kaum vorhanden, und wenn man mal ein wenig Bass benötigt, fällt dieser extrem schwach aus. Wer also rund 30€ mehr auf den Tisch legt, bekommt mit dem ‘Medusa 5.1 True Surround’ ein wirklich um Klassen besseres Headset geliefert. Für Spieleinsteiger oder Leute, die nur ein Headset zum “skypen” suchen, was recht günstig ist, die können beim XE beruhigt zugreifen. Gamer und richtige Zocker sollten lieber die Finger davon lassen.

Die Fernbedienung bringt uns leider auch nicht die großen Töne.

Die Fernbedienung bringt uns leider auch nicht die großen Töne.

 

Das Mikrofon im Härtetest

Im direkten Vergleich, mit dem ‘Medusa 5.1’ kann man sich auch beim XE nicht über das Mikrofon beschweren. Es wird jederzeit eine klare Aufnahme der Stimme erzeugt. Großartige Nebengeräusche oder Rauschen ist nicht vorhanden. Auch wirken die Stimmen einfach voller und nicht dumpf. Das Mikrofon ist also nicht stärker, aber auch nicht merklich schlechter. Im Gegenteil, denn die Testaufnahme hatte weniger Probleme, als mit dem Medusa 5.1. Für professionelle Audioaufnahmen würden wir dennoch abraten, das Medusa zu nutzen. Dafür reicht die Qualität natürlich nicht aus – soll es aber auch gar nicht.

 

 

Fazit:

Der große Bruder siegt in unserem Test mit einem besseren Sound. Das Medusa XE hingegen kann durch seinen leichteren Komfort länger unterhalten. Gespräche über Teamspeak oder Skype sind sehr gut mit dem XE möglich, und auch wenn der Bass kaum vorhanden ist, die ein oder andere Partie Call of Duty oder Battlefield lässt sich zur Not auch spielen. Generell ist das Medusa XE Stereo aber nur etwas für Leute, die lieber Spiele kommentieren, als selbst in den Genuss zu kommen.

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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