MEDUSA NX 5.1 Surround Console Gaming Headset – Kinofeeling für die Ohren?

Es gibt günstige Headsets, die auf ihrer Verpackung vieles versprechen. Besonders mit etlichen Aufklebern und Symbolen will man die Kunden an das Produkt locken. Speedlink versucht dies mit ihrem Medusa NX 5.1 Surround Console Gaming Headset ebenfalls und protzten mit vielen Features auf der Verpackung. Ob die Features auch wirklich halten, was sie versprechen oder ob man einfach nur die Werbetrommel benutzt, lest ihr jetzt bei uns im Test.

 

Das Äußere und die Verpackung

Das Medusa kommt in einer schicken Außenverpackung daher, die mit vielen Informationen und Features über das Headset versehen wurde. Die Verpackung bietet eine hochwertige Pappe, welche auch nach mehrmaligen Öffnen immer noch stabil ist. Die Hauptfunktion der Verpackung liegt allerdings auf dem Klappmechanismus. Um das eingepackte Headset komplett sehen zu können, muss man die Vorderseite der Verpackung in einer Art Buchform umklappen. Diese Klappe wurde mit einem Magnetverschluss versehen und vermittelt dadurch einen hochwertigeren Eindruck. Auf der Innenseite dieser Klappe stehen weitere Funktionen, die mit dem Headset möglich sind. Doch genau diese Funktionen werden mit kleinen Symbolen erklärt, die nicht nur schick aussehen, sondern auch das Richtige versprechen. Jedes dieser Symbole hat seine Richtigkeit und täuscht den Käufer also nicht. Das Headset selbst wird in einer kleinen Plastikschale innerhalb des Kartons geschützt.

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Diese Features bietet das Headset.

Desweiteren wird man beim Auspacken mit dem Lieferumfang überrascht. Jedes Kabel, welches für eine Verbindung zwischen Konsole und Headset benötigt wird, liegt dem Headset bei. So muss man nicht noch extra Geld in die Hand nehmen, um die benötigten Zusatzkabel zu erwerben. Damit diese auch richtig angeschlossen werden, hilft eine kleine, aber komplexe Anleitung beim Anschließen der Kabel. Besonders bei der PC-Verbindung gab es bei uns einige Probleme, die mit Hilfe der Anleitung aber schnell behoben werden konnten. Einzig die Umstellung innerhalb der Konsole ist etwas nervig, besonders wenn man zwischen Fernsehton und Headset wechselt. Dies ist allerdings ein Konsolenproblem und tritt bei jeder Hardware auf. Durch die vielen anschließbaren Kabel könnte ein kleiner Kabelsalat entstehen, den man nur mit Hilfe von Kabelbindern beheben kann.

Folgende Kabel sind mit enthalten:

  • 5.1 Klinkenstecker für PC
  • optisches Toslink-Kabel für die Konsolen
  • USB-Kabel für die Verbindung / Strom
  • Xbox 360 Chat Kabel

 

Alle Kabel im Überblick.

Alle Kabel im Überblick.


Die Verarbeitung

Das Medusa besteht hauptsächlich aus hochwertigen Kunststoff, wird allerdings mit einer schönen weichen Beschichtung rund um die Ohrmuscheln aufgehübscht. Diese bieten einen schönen Halt und sind zudem sehr angenehm zu tragen. So entstehen auch nach längerem Aufsitzen keine Schmerzen an den Ohren. Die Faltbarkeit der Ohrmuscheln geht ebenfalls leicht von der Hand, da sich diese auch seitlich drehen lassen. Durch die hohe Verarbeitung des Kunststoffes am Faltmechanismus, leiern diese auch nach dem mehrmaligen Nutzen nicht aus. Das Headset lässt sich wie eine kleine Handtasche davon tragen, wenn man es zusammengeklappt hat. Zusätzlich bieten die Bügel eine verstellbare Einstellmöglichkeit. Für jede Kopfgröße ist das Medusa geeignet und rastet nach Belieben in der richtigen Größe ein. Das Mikrofon ist an der linken Seite befestigt und lässt sich flexibel in alle Richtungen drehen. Auch nach häufigen Verstellen des Mikrofones, gab es keine störenden Geräusche. Sowohl die Bügel, als auch das Mikrofon sind solide verarbeitet und halten lange Zockernächte aus. Alle mitgelieferten Kabel sind ebenfalls qualitativ gut und die Anschlüsse sind perfekt mit dem Kabel verschweißt. Die Kabel sollten auch noch in ein paar Jahren gut funktionieren. Lediglich schlecht aufgefallen ist die Füllung des Bügels. Diese bietet zwar eine weiche Polsterung, wirkt aber leicht zu knicken. Dadurch hat man leider das Gefühl, dass die Bügel nach häufigen Gebrauch zusammenknicken. Die Decoderbox ist sehr leicht und fühlt sich wie ein kleines Stück Plastik an. Besonders weil dort alle Anschlüsse vorhanden sind, hätte man eventuell ein härteres Gehäuse benutzen sollen. Ansonsten gefällt das Medusa in seiner gesamten Qualität.

 

Der Sound

Nach dem Anschließen der Kabel kann es auch direkt losgehen. Bereits im Hauptmenü der Playstation 3 sind mir die glasklaren Menütöne aufgefallen. Mit der Fernbedienung hat man die Möglichkeit verschiedene Soundoptionen individuell zu regeln. Alle vier Soundkanäle kann man über die Fernbedienung lauter und leiser stellen:

  • vorderere Lautsprecher (FRONT)
  • hintere Lautsprecher (REAR)
  • Center-Lautsprecher (CEN)
  • Subwoofer (SUB)

Das erste was beim Spielen und Musik hören sofort positiv aufgefallen ist, ist der vorzügliche Bass. Dieser hat einen extrem kräftigen Druck, welcher einem Disco-Besuch ähnelt. So macht das Zocken gleich doppelt so viel Spaß. Das nächste was man sofort beim genauen Zuhören merkt, ist der Surround-Sound. Jederzeit kann man genau hören, wo ein Feind hergelaufen kommt und ihn direkt orten. Auch bei einem Rennspiel hört man deutlich, wie weit der Gegner entfernt ist und ob er mich gleich überholen möchte. Auch das Klangbild ist äußerst gelungen. Dies fällt besonders bei den hohen und tiefen Tönen auf. Wir hatten keine Probleme während des Spieles und konnten alles klar und deutlich hören. Ein Brummen verursachte das Medusa nicht und kann sich somit auch auf Dauer gegen die Konkurrenz durchsetzen. Die eingesetzte Fernbedienung am Medusa bietet die Möglichkeit, den Chat unabhängig vom Sound lauter und leiser zu stellen. Dies hat den Vorteil, dass man auch beim lauten Sound den Partner gut und deutlich verstehen kann. Dank der acht hochwertig verbauten Lautsprecher gibt es keine Probleme mit den verschiedenen Frequenzbereichen. Einzig ein kleines leises Rauschen trat auf, während man mal keinen Ton auf den Ohren hatte. Dies war kaum zu hören und störte somit nicht beim Chatten über Skype und Co..

 

 

 

Das Mikrofon

Die Sprachqualität ist immer klar und für den Chatpartner gut verständlich. Egal welche Stimmlage man anwendet, alle werden ohne Störfrequenzen übertragen. Die Möglichkeit das Mikrofon während des Nutzens auszuschalten ist mit enthalten. So kann man mit der Fernbedienung einstellen, ob man ein Echo erzeugen will oder das Mikrofon gleich ausschaltet. Im direkten Vergleich zu einem Desktop-Mikrofon oder einem Aufnahmegerät, bietet das Medusa eine Aufnahmequalität, die sich auch bei Trailern oder Fernsehberichten nutzen lässt. Lediglich die Lautstärke des Mikrofons verstellt sich automatisch und lässt sich nur mit einer manuellen Mikrofonverstärkung lauter stellen. Diese Möglichkeit bietet allerdings nur der PC mit einer entsprechenden Soundkarte, weshalb die Konsolen hier im Nachteil liegen. Eine kleine Mikrofonlautstärke an der Fernbedienung hätte das Problem schnell gelöst.

 

 

Fazit:

Wer ein richtiges Gamingheadset sucht, welches auch Surround-Sound bieten soll, der kann bei dem Medusa NX 5.1 beruhigt zugreifen. Durch den anpassbaren Sound und den Decoder, ist die Qualität um einiges besser als zum Beispiel bei den Beats von Dr. Dre. Sowohl beim Zocken, als auch beim Musik hören bietet das Medusa einen glasklaren Sound und kann besonders durch die Unterteilung zwischen Chat- und Game-Sound überzeugen. Einzig das Mikrofon ist ein wenig zu leise, besonders wenn man an der Konsole keine Funktion für eine Mikrofonverstärkung hat. Auch der Preis ist im Hinblick auf den gebotenen Umfang völlig gerechtfertigt, da man keine zusätzlichen Kabel für den Anschluss kaufen muss. Ich kann nur sagen: klare Kaufempfehlung!

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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