MEDUSA 5.1 True Surround Headset (USB) – Review zum neuen Surround-Schnäppchen

Anfang Januar gab Speedlink bekannt, eine neue Medusa-Reihe auf den Markt zu bringen. Dabei sollen fünf neue Headsets das Portfolio von Speedlink erfolgreich erweitern und für jeden Gamer ansprechender sein. Doch können die neuen Medusas wirklich überzeugen? Wir haben für euch zwei der fünf neuen Headsets genauer angesehen und sagen euch nun, warum sich das Medusa 5.1 True Surround lohnt oder ob man lieber zu einem anderen Headset greifen sollte.

 

Der Lieferumfang und die Ohrpolster

Die Verpackung vom Medusa 5.1 ist wirklich extrem schick und sieht zudem auch sehr edel aus. Die halb durchsichtige Umverpackung zeigt bereits eine Hälfte vom Headset, woran jeder Kunde sich direkt einen ersten Einblick der Qualität machen kann. So etwas ist natürlich für den Verkauf eine sehr gute Lösung, da man so nicht komplett die “Katze im Sack” kaufen würde. Auf der rechten vorderen Seite der Verpackung sind, Speedlink-typisch, alle wichtigsten Hardware-Features in kleinen Quadraten gedruckt. Dies ist ebenfalls sehr hilfreich, da man die eigentlichen Funktionen des Headsets direkt zu Gesicht bekommt. Der Kunde soll direkt und auf den ersten Blick erkennen, was er für ein Gerät wohl kaufen wird. Generell ist die Verpackung dem Inhalt gut angepasst und kommt, nicht wie bereits bei anderen Speedlink-Artikeln, in einer Plastik-Verpackung daher. Beim Auspacken gibt es allerdings eine kleine Überraschung. Denn zusätzlich zur kleinen Herstellerinformation plus Anleitung, findet man auch noch zwei austauschbare Ohrmuschelpolster in Rot in der Aufmachung. Diese Ohrposter kann man dann gegen die schwarzen austauschen. Bei unserem Test hat der Wechsel allerdings nicht funktioniert. Dies liegt leider daran, dass die Ersatzpolster etwas zu klein geschnitten sind, um sie komplett um die Ohrmuschel zu kriegen. Nach mehr als zehn Minuten haben wir den Austausch aufgegeben und die schwarzen Polster mit Mühe und Krach wieder an die Ohrmuschel bekommen. Da hilft leider auch die Driver-CD nicht wirklich weiter, die für den Computer mit in der Schachtel liegt. Generell sind alle Dinge sehr gut verpackt, sodass selbst bei einem schweren Transport nichts mit der Hardware passieren wird.

So sieht das Medusa 5.1 ausgeklappt aus.

So sieht das Medusa 5.1 ausgeklappt aus.

 

Der Komfort und die Qualität

Bereits beim Auspacken kann das schicke Design vom Medusa 5.1 Surround überzeugen. Man merkt zwar direkt, dass es sich hierbei nicht um ein Sennheiser-Gerät handelt, dennoch ist die Qualität alles andere als schlecht. Generell wirkt es lange nicht mehr so klapprig, wie die Erstauflage des Medusas 5.1. Die Materialstärke hat ebenfalls etwas zugenommen, sodass es nicht mehr nach “billigem” Plastik aussieht. Die Ohrmuscheln können zusammengefaltet oder zur Seite gedreht werden. Dies funktioniert sehr gut und machte bei unserem Test keine Zicken. Auch nach mehrmaligem Zusammenklappen ist am Headset nichts ausgeleiert. Auch das Mikrofon ist stabil genug, um in jeder Position stehen zu bleiben. Besonders bei Mikros mit Einstellfunktion gibt es bereits nach kurzer Zeit Probleme mit dem Halt. Dies ist beim Medusa allerdings nicht der Fall. Die Polsterung ist gelungen, mehr positive Worte kann man allerdings auch nicht großartig über den Komfort verlieren. Denn durch das recht hohe Gewicht kann es bereits nach knapp einer Stunde anfangen zu drücken. Dies ist für ein Headset solcher Art natürlich ein Todesurteil. Denn wirkliche Gamer sind mehr als eine Stunde am Computer und spielen ihre Spiele. Dies kann also für den ein oder anderen dann doch schnell zum Frust führen. Generell lässt sich zum Komfort aber sagen, dass die Ohrmuscheln gut auf dem Kopf sitzen und nichts hin- und herrutscht. Durch die verstellbaren Riegel an den beiden Ohrmuschelbügeln kann man passend für die beliebige Kopfgröße den Abstand verstellen. So kann jeder Gamer, egal mit welcher Kopfgröße, erfolgreich bedient werden. Auch diese Funktion ist auch nach mehrmaligem Bedienen nicht ausgeleiert oder angeknackst.

Dank des guten Komforts, kann man das Medusa überall mit hinnehmen.

Dank des guten Komforts, kann man das Medusa überall mit hinnehmen.

 

Ein bisschen Treiber muss sein, dann kommt die Kraft von ganz allein

Für die erfolgreiche Bedienung der Lautstärke inklusive des Mikrofons ist eine Fernbedienung direkt am Kabel verbunden. Dies muss nun nicht mehr separat an die Kopfhörer angeschlossen werden. Da es sich hierbei um die USB-Version handelt, muss man das Headset auch nur an den freien USB-Port am Computer anschließen. Der USB-Stecker hat übrigens bei der Auslieferung einen kleinen Plastikhalter erhalten, der dann vor etwas Staub schützt. Ein normaler Windowstreiber macht die Kopfhörer startklar. Doch Achtung: Ohne die offizielle Treiber-CD könnt ihr die Fernbedienung mit samt aller Funktionen nur sehr stark beeinträchtigt nutzen. Erst nach erfolgreicher Installation des Treibers (der Download kann direkt auf der Speedlink-Seite erfolgen) von Speedlink kann man die verschiedenen Einstellungen an der Fernbedienung auch erfolgreich vornehmen. Die Software sieht zwar unglaublich hässlich aus und auch die Funktionen sind für einen Normalverbraucher eher schlecht als recht erklärt. Groß verändern muss man an der Standard-Einstellung aber gar nichts. Unterteilt wird in Front, Rear, Sub und Center. Per Fernbedienung kann man bis zu zehn verschiedene Lautstärken und Stufen einstellen und zusätzlich noch den Windowssound regulieren. Ein Schieberegler kann zudem das Mikrofon auf Mute stellen. Sowohl die Haftung als auch die Qualität dieser Bedienung ist wirklich extrem gelungen, sodass man dies auch schnell und einfach auf den Schreibtisch legen kann. Wer gerne neben dem Zocken auch noch etwas Musik hören möchte, der sollte beim Medusa allerdings keine großen Hoffnungen haben. Man kann zwar dank der Software die einzelnen Bereiche individuell regeln, der Bass ist für Musik aber alles andere als schön. Bei unserem Test haben wir natürlich verschiedene Tracks aus den unterschiedlichsten Genres ausprobiert. Bei bassärmeren Songs fällt es zwar nicht so groß ins Gewicht, doch die Ohren vibrieren mehr, als das wirklich Power aus den Ohrmuscheln kommt. Grundsätzlich merkt man allerdings schon, dass die Games etwas besser klingen, als die Musik – zum Vorteil des “Gaming”-Headsets. Mit einem Sennheiser G4ME kann der Sound jedoch bei weitem leider nicht mithalten. Dafür stimmt die Abmischung auch nach manueller Einstellung leider nicht hundertprozentig. Dafür kostet das Medusa auch nur rund 70€.

Die Fernbedienung ist wirklich gelungen und passt perfekt auf jeden Schreibtisch.

Die Fernbedienung ist wirklich gelungen und passt perfekt auf jeden Schreibtisch.

 

Das Mikrofon im Härtetest

Generell lässt sich über das Mikrofon sagen, dass es eine klare Aufnahme der Stimme erzeugt. Großartige Nebengeräusche oder Rauschen ist nicht vorhanden. Auch wirken die Stimmen einfach voller und nicht dumpf. Im direkten Vergleich mit dem älteren Medusa 5.1 Headset ist das Mikrofon also stärker und erzeugt eine bessere Qualität. Für professionelle Audioaufnahmen würden wir dennoch abraten. Dafür reicht die Qualität natürlich nicht aus – soll es aber auch gar nicht.

Passend zum Mikrofon haben wir eine im Teamspeak 3 aufgezeichnete Audiospur vorbereitet – aufgenommen mit dem Medusa 5.1 True Surround Headset:

 

Fazit:

Wer ein günstiges Headset mit viel Qualität sucht, der kommt um das Medusa 5.1 nicht herum. Für wenig Geld bekommen Gamer hier ein gutes Headset mit einer brillanten Mikrofon-Qualität, die an so manches Studiomikrofon herankommt. Professionelle Aufnahmen für etwa eine Werbekampagne sollte man zwar nicht aufnehmen, für eine klare Stimme ist es aber hundertprozentig, zu empfehlen. Der Tragekomfort macht das schöne technische Bild aber schnell wieder weg. Denn durch das recht hohe Gewicht kann es bereits nach der ersten halben Stunde anfangen zu drücken. Schade, denn ansonsten macht das neue Medusa 5.1 Surround eine gute Figur.

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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