MediEvil – Test zum knochigen Ritter-Remake

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MediEvil - [PlayStation 4]
  • Der PlayStation Klassiker von 1998 remastered für PS4!
  • Erleben Sie MediEvil in 4K Auflösung auf Ihrer PS4 Pro.
  • Lösen Sie Rätsel und nutzen Sie eine Vielzahl an Waffen, um das Land vor dem Zauberer Zarok zu befreien.
  • Jetzt vorbestellen und 10 Avatare für Ihre PSN-ID erhalten.
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Releasedatum: 25. Oktober 2019

Genre: Action-Adventure

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Sony Interactive Entertainment

Plattformen: PlayStation 4

Vor 21 Jahren erschien MediEvil auf der PlayStation und bekommt nach Crash, Bandicoot und Spyro nun ein eigenes Remake für PlayStation 4. Ob das Spiel an den Erfolg der Vorgänger-Remakes anknüpfen kann, erfahrt ihr hier im Test.

 

Kinderfreundlicher Zombie-Spaß mit MediEvil! 

Das Spiel stach damals schon für seine poppigen Farben und schönen Humor hervor, obwohl Untote die Hauptrolle spielen. Anstatt eine düsteres Horror-Game zu erschaffen, wurde ein kinderfreundliches Action-Adventure in Tim Burton Manier kreiert. Das Spiel bekam einigermaßen großen Anklang und wird bei Fans noch hoch gehandelt. Aber können auch Neulinge Spaß mit dem Remake haben? Um das zu klären, fangen wir erst mal mit der Story an. Der Ritter Sir Daniel Fortesque führte die mutigen Ritter von Gallowmere in die Schlacht gegen den Magier Zarok, um seine Schreckensherrschaft zu beenden. Sir Daniel wurde als der Held gefeiert, der Zarok besiegte und ging damit in die Geschichte ein. Na ja so ganz richtig ist das aber nicht, denn der große Held war eigentlich ein Lappen, der als erstes in der Schlacht sein Leben ließ. Eine Helden-Geschichte das nun nicht und wurde daher vom König von Gallowmere etwas aufgepeppt. 100 Jahre später kehrte Zarok zurück und erweckte die Untoten wieder zum Leben, zu seinem Unglück auf Sir Daniel. Dieser kann nun endlich beweisen, dass er ein wahrer Held ist, indem er Zarok wirklich zur Strecke bringt. 

 

Was kann das Remake? 

Auf dem Friedhof sieht man direkt, dass sich grafisch einiges getan hat, denn die Architektur ist zwar grundlegend gleichgeblieben, aber der Rest wurde auf heutige Standards angehoben. Alles wurde schön aufpoliert und wirkt nun so, wie wir es in der Vergangenheit in Erinnerung hatten. Neu hingegen ist eine “Dan Ansicht”, bei der die Kamera besser zu steuern ist, um sich genauer um zu sehen. Da kommen wir auch gleich zum Thema, denn die Kamera ist weiterhin euer größter Feind. Teilweise lässt sie sich nicht manuell justieren oder hängt in Ecken fest, sodass man nicht sieht, wo man hinläuft. Auch das Original hatte mit diesen Problemen zu kämpfen, aber so schlimm wie damals ist es Gott sei Dank nicht. So viel hat sich insgesamt aber nicht geändert, man will ja auch noch das Original wiedererkennen.  

 

Jetzt mal Zombies klatschen. 

Kommen wir erst einmal zur Steuerung. Viel zu sagen gibt es da eigentlich nicht, wir können springen, schlagen, blocken und auch eine aufgeladene Attacke durchführen. Warum man die Taste zum Schlagen nicht doppelt belegt, um seine Attacke aufzuladen, wurde mir jedoch nicht ganz klar. Durch einfaches Button Masching können wir uns durch die Zombies schnetzeln, wobei wir aufpassen müssen, nicht zu viel Schaden zu kassieren. Hier hat sich zu damals auch nicht so viel geändert. Treffer-Feedback ist gleich null und Schlagen fühlt sich etwas klobig an. Neben dem Schwert können auch weitere Waffen wie Wurfmesser, Hammer und Bogen freigeschaltet werden. Wenn ihr genug Mobs killt, erhaltet ihr einen Kelch, der in der Helden Halle in Equipment eingetauscht werden kann. Mit der Dreieck-Taste oder im Menü, können die Waffen gewechselt und als Primär- und Sekundär-Waffe ausgerüstet werden. Durch halten der Kreis-Taste werden die Waffen aufgeladen und entfesseln einen mächtigeren Angriff. Pfeile und Wurfmesser können an Gargoyles erworben werden, die in der Gegend rumhängen. Von Zeit zu Zeit stellen sich euch Bosse in den Weg, die nicht wirklich schwierig, aber spannender gestaltet sind, als noch in der alten Version. Taktisches Geschick ist aber nicht von Nöten und einfaches ausweichen und draufhauen reicht vollkommen aus. 

 

Das Action-Adventure der alten Schule 

Die Ausrüstung hilf euch auch bei Rätseln! Als Beispiel könnt ihr die Keule nutzen, um damit Steine aus dem Weg zu räumen oder als Fackel zu verwenden, wenn ihr diese im Feuer entfacht. Schlagen, ist aber nicht alles, was ihr könnt. Blocken ist genauso wichtig und vielseitig, da ihr zu einem Schaden von Monstern blocken, aber auch Felsen zerstören könnt die auf euch zukommen. Einige Items findet ihr erst durch genaues Umsehen auf der Map und erhaltet ihr nur, wenn ihr die passenden Waffen bei euch habt. Teilweise werden Items erst in späteren Leveln freigeschaltet und können anschließend in früheren Leveln eingesetzt werden. Kleine “Jump ‘n Run”-Passagen und Schiebe-Rätsel dürfen auch nicht fehlen, sind aber nicht allzu herausfordernd. Dafür können gezielte Sprünge durch die sperrige Kamera und klobige Steuerung zu einer Plage. Teilweise hat mich das ein paar Leben gekostet, weil ich dadurch ins Wasser gefallen und gestorben bin. Im Menü lässt sich neben Ausrüstung noch das Bestiarium begutachten, welches noch zusätzliche Infos zu allen Mobs und Charakteren bereithält.

 

Charmante Charaktere zum Totlachen. 

Bei den Dialogen ist sich das Spiel treu geblieben und wurden zum Glück nicht geändert. Der herrliche Humor in dieser skurrilen Welt ist sehr passend und ließ mich einige Male schmunzeln. Seien es die Gargoyles, die den ein oder anderen lustigen Spruch auf den Lippen haben oder auch die männlichen Ossi-Feen, die durch ihren Dialekt hervorstechen. Das gesamte Spiel ist auf Deutsch vertont und kann man sich ruhig mal geben. Sir Daniel muss hier aber auch einige Male einstecken, da sich jeder über seine Schande auf dem Schlachtfeld lustig macht. Auch im Helden Saal sind alle Statuen schön vertont und machen Spaß zuzuhören. Leider zerstören einige Ton-Patzer das Gesamtbild, denn teilweise sind Dialoge am Anfang abgeschnitten. Hoffentlich kommt dafür noch ein Patch, da es schade wäre, die schönen Dialoge damit zu versauen. 

 

Technisch alles auf dem neusten Stand? 

Den Großteil des Spieles kann man mit runden 60 FPS verbringen, nur selten ist das Spiel unter die Grenze geraten. Die paar Male fiel das aber doch schon auf, könnte aber auch der Slim-Variante geschuldet sein, auf der ich den Test gemacht habe. 4K ist natürlich auch nur mit der Pro-Variante möglich. Der Download von MediEvil ist rund 40 Gb groß, was erstaunlich viel ist für ein Remake. Das Grundspiel war allein 20 GB groß und hatte einen Day-One-Patch der fast genauso groß war. Hier hat sich also noch viel getan. Ansonsten sind mir keine groben Schnitte aufgefallen, was für das Spiel spricht. Leider hätte man aber auch mehr herausholen und die Fehler der Vergangenheit ausmerzen können.  

MediEvil - [PlayStation 4]
  • Der PlayStation Klassiker von 1998 remastered für PS4!
  • Erleben Sie MediEvil in 4K Auflösung auf Ihrer PS4 Pro.
  • Lösen Sie Rätsel und nutzen Sie eine Vielzahl an Waffen, um das Land vor dem Zauberer Zarok zu befreien.
  • Jetzt vorbestellen und 10 Avatare für Ihre PSN-ID erhalten.
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Positiv:

Grafisch schön auf heutige Standards gehoben
Lustige Dialoge und interessante Charaktere
Nostalgie-Feeling garantiert
Frühere Fehler teilweise ausradiert

Negativ:

Dialoge teilweise abgehackt
Kamera wurde zwar verbessert, ist jedoch immer noch die Hölle
Treffer-Feedback ist gleich null
  • MediEvil – Test zum knochigen Ritter-Remake
    “MediEvil ist ein gelungenes Remake, was die Fehler des Originals teilweise ausbessert, aber auch teilweise übernimmt. Die Optik ist gelungen umgesetzt und der Humor ist weiterhin Klasse. Fans des Originals werden damit sicherlich ihren Spaß haben. Neulinge können aber auch mal vorbeischauen. Umhauen wird es aber niemanden. Das Remake ist sehr solide, bedarf aber noch einiger Verbesserungen. 
    Tim Makowski, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Fans von MediEvil werden nicht enttäuscht und können beruhigt zugreifen. Neulinge die das Konzept schon damals nicht mochten, wird es auch jetzt nicht packen.  

Tim Makowski
Written by
Glaubt an das Herz der Karten.

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