Mass Effect Legendary Edition – Test zur aufgebesserten Sci-Fi-Trilogie

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MASS EFFECT Legendary Edition - [Playstation 4, kompatibel mit PlayStation 5]
  • Kompatibel mit der neuen PlayStation 5
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 14. Mai 2021

Genre: Action-Rollenspiel

USK: ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Electronic Arts

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One

Ich bin Commander Shepard und das ist meine Lieblings-Videospiel-Trilogie – so oder so ähnlich wäre wohl mein Fazit gewesen, hätte ich bereits Reviews geschrieben, als die Original-Versionen von Mass Effect 1 bis 3 erschienen sind. Bis heute hat insbesondere der zweite Teil einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Jetzt habe ich dafür die Gelegenheit bekommen, die aufgefrischte legendäre Version des Space-Epos auf Herz und Nieren zu testen. Was kann die Neuauflage und konnte BioWare überzeugende Arbeit abliefern?

 

Das volle Paket

Wir schreiben das Jahr 2183. Die Menschheit hat mithilfe von außerirdischer Technologie die Grenzen des Sonnensystem hinter sich gelassen und sich einen Platz in der intergalaktischen Gemeinschaft gesichert. Dabei wird sie allerdings noch mit Argusaugen von den anderen Spezies beobachtet. Als männlicher oder weiblicher Commander Shepard geraten wir in ein Abenteuer, das sich über ganze drei Teile erstreckt. Auf dem Spiel steht dabei mehr als nur die Zukunft der Menschheit, nämlich die der gesamten Milchstraße. Ich glaube, wenn ich sage, dass die Story von Mass Effect ein gelungenes Meisterwerk ist, dann ist dies keine Übertreibung. Umso enttäuschender, was BioWare mit Mass Effect: Andromeda angestellt hat.

Doch nun haben wir die Shepard-Trilogie im neuen Glanz erhalten. Was genau hat sich geändert? Zunächst einmal sollte betont werden, dass die Legendary Edition kein Remake, sondern ein Remaster ist. Neu erfunden wurde die Trilogie also nicht. Das muss sie aber auch nicht, denn sie war bereits vorher hervorragend. Einige Macken hatte sie dennoch und viele von denen wurden jetzt behoben – einige aber leider auch nicht. Besonders visuell wurde nochmal nachgeschraubt und zudem spielerische Anpassungen vorgenommen.

Aber eins nach dem anderen. Mit der Legendary Edition erhalten wir die Ursprungs-Trilogie samt aller DLC – naja bis auf Pinacle-Station. Hier scheint der Quellcode gänzlich verloren gegangen zu sein, weshalb BioWare ihn nicht mit integrieren konnte. Das ist jedoch nicht weiter tragisch, denn hier entgeht euch nicht viel. Der Mehrspieler-Modus aus dem dritten Teil fehlt ebenfalls. Dieser hatte im Original Auswirkungen auf den Ausgang der Geschichte. Die sogenannte Galaktische Bereitschaft wird im Remaster durch eure Entscheidungen im Laufe der drei Teile beeinflusst statt über den Multiplayer-Modus. Ansonsten erhaltet ihr mit dem Remaster das volle Mass Effect Paket. Schauen wir uns einmal die drei Teile einzeln an.

Mit allen drei Teilen und so gut wie allen DLC bekommt ihr das gesamte Mass Effect Erlebnis.

 

Die Sterne strahlen heller

Die größten Veränderungen werden im ersten Teil der Trilogie sichtbar. Schärfere Texturen, neue Lichteffekte und realistischere Schatten heben das Spiel auf eine neue Qualitätsstufe. Visuell macht der erste Teil in der Legendary Edition einen gewaltigen Sprung. Doch auch spielerische Anpassungen machen sich in Mass Effect 1 bemerkbar. So wurden die Shooter-Passagen deutlich an die beiden Nachfolger-Teile angepasst. Die Feuergefechte wirken dynamischer und gehen leichter von der Hand. Zwar wirkt es hier und da noch etwas schwammiger als zum Beispiel im zweiten Teil, aber es ist dennoch eine deutliche Verbesserung.

Ebenfalls verändert wurde die Steuerung des Mako. Das Fahrzeug lässt sich viel angenehmer lenken und die Kamera ist nicht mehr so störrisch wie zuvor. Wer möchte – und masochistisch veranlagt ist-, kann die alte Steuerung in den Optionen auswählen. Erinnert ihr euch noch an die langen Fahrstuhl-Fahrten im ersten Teil? Diese könnt ihr nun schnell überspringen, wenn ihr mögt. Ich bin ja der Meinung, dass sich die Dialoge mit den Crew-Mitgliedern während der Fahrt mehr als lohnen. Es ist dennoch schön, die Option zu haben, die doch teils langen Fahrten überspringen zu können.

Der erste Teil der Trilogie profitiert am meisten von optischen Verbesserungen.

 

Kleine Anpassungen

Spielstände, die ihr in der Mass Effect Legendary Edition anlegt, könnt ihr selbstverständlich wieder übertragen. Entscheidungen aus dem ersten Teil haben also Auswirkungen auf den zweiten und die wiederum auf den dritten. Mass Effect 2 hat ebenfalls einige optische Polituren erhalten. Texturen wurden überarbeitet und sehen um einiges schärfer und detaillierter aus. Ansonsten halten sich die Verbesserungen aber im Vergleich zum ersten Teil eher in Grenzen. Das ist nicht allzu verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Mass Effect 1 2007 erschien und Mass Effect 2 ganze drei Jahre später. Der zweite Teil sah damals bereits schon um Längen besser aus als der erste.

Das war auch im Gameplay bemerkbar. Sowohl die Gegner als auch die Verbündeten verhalten sich hier im Kampf intelligenter und nachvollziehbarer. Was in der Legendary Edition auffällt ist, dass ihr im zweiten Teil viel mehr Munition auffindet. Im Original konnte es durchaus passieren, dass euch diese schneller ausging als euch lieb war. Die Entwickler haben sich diesem Problem offensichtlich nun angenommen und angepasst. Nach wie vor bleibt der zweite Teil mein Favorit der Trilogie.

Die Änderungen in den letzten beiden Teilen sind zwar recht überschaubar, aber dennoch lohnen sich die Spiele.

 

Über 100 Stunden Spielspaß

Drei Teile und zahlreiche DLC’s – zu sagen, dass ihr mit der Mass Effect Legendary Edition lange beschäftigt seid, wäre wohl untertrieben. Der dritte Teil bringt die Geschichte rund um Commander Shepard und seine Crew zu einem Abschluss. Das Remaster kommt mit dem Extended Cut daher. Fans der Reihe werden sich vielleicht noch an die ernüchternde Farbauswahl zum Schluss erinnern. BioWare hatte aufgrund der Kritik zahlreicher Fans das Ende angepasst. Die Anpassung ist ebenfalls im Remaster zu finden.

Ansonsten hat sich im dritten Teil nicht viel verändert. Natürlich sehen die Texturen auch hier besser aus, aber das Game ist 2012 erschienen und sah damals schon nicht schlecht aus. Spielerische Anpassungen sucht man hier jedoch vergebens. Besonders die Animationen und die Mimik der Charaktere wirken in allen drei Teilen steif und veraltet. Hier und da finden sich in der Legendary Edition Bugs, die zwar ärgerlich oder teils sogar witzig sind, aber niemals den Fortschritt vehement verhindern. Am meisten stören in den Dialogen kleinere Aussetzer, die sich eingeschlichen haben. Zumindest in der deutschen Synchro kam es öfter vor, dass Sätze abgeschnitten wurden oder der männliche Commander Shepard plötzlich einen weiblichen Schrei von sich gab. Solche Kleinigkeiten hätte man in einem Remaster vermeiden können.

In Mass Effect 3 ist es dann soweit: Das Finale Grande naht.

 

Immer noch ein gelungenes Epos

Abgesehen von solch kleineren Bugs ist die Mass Effect Legendary Edition ein gelungenes Remaster. Die drei Teile sehen einfach deutlich besser aus und insbesondere der erste Teil hat einen qualitativen Sprung nach vorne gemacht. Spieler, die noch keine Berührung mit dieser tollen Trilogie hatten, sollten unbedingt zugreifen. Wer, wie ich, bereits Fan der ersten Stunde ist und zudem alle DLC’s schon kannte, der sollte abwägen, ob sich das Remaster für den Vollpreis lohnt. Wie bereits erwähnt, sind die Verbesserungen größtenteils optischer Natur. Nur Mass Effect 1 ist nochmal ein anderer Schnack. Wer das Original kennt und bei sich Zuhause stehen hat, der verpasst nicht unbedingt etwas. Nichtsdestotrotz ist die Legendary Edition ab jetzt die beste Collection der Shepard-Trilogie.

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MASS EFFECT Legendary Edition - [Playstation 4, kompatibel mit PlayStation 5]
  • Kompatibel mit der neuen PlayStation 5
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren

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Positiv:

Immer noch eine fantastische Story, die seinesgleichen sucht
Tolle Charaktere mit viel Tiefe und einzigartigen Persönlichkeiten
Zahlreiche optische Verbesserungen, die sich sehen lassen können
Das Remaster von Mass Effect 1 ist eine deutliche Verbesserung zu dem Original
Viele Stunden Spielzeit – alle drei Teile und DLC's sind vorhanden

Negativ:

Die Gesichter der Figuren wirken in den Dialogen teilweise sehr steif und unnatürlich
Einige Bugs sind immer noch vorhanden. Selten kann es auch vorkommen, dass das Spiel neu geladen werden muss
Die deutsche Synchronisation ist nicht zu 100 Prozent stimmig
[testimonial_slider arrows=”false”][testimonial image_url=”101595″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Fabian Konschu, Redakteur”]

“Ich persönlich spiele lieber die Shepard-Trilogie dreimal durch als auch nur einmal Andromeda durchzustehen. Die Mass Effect Legendary Edition ist die bis dato beste Sammlung der ersten drei Teile und lohnt sich meiner Meinung nach für alle Rollenspielfans, die mit der Reihe noch nicht in Berührung gekommen sind. Für Fans der Reihe lohnt sich das Remaster natürlich auch, jedoch bringt es nicht viel Neues mit sich, außer eben optische und technische Verbesserungen. Wer aber seine alten Freunde, wie Garrus, Liara oder Joker wieder treffen möchte, der darf gerne zugreifen.”

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Ab in die Sammlung?

Wem auch nur ein Teil der Trilogie fehlt, der sollte die Legendary Edition in Erwägung ziehen. Stehen die Original-Versionen bereits in eurem Regal, dann müsst ihr selbst abwägen, wie veraltet ihr die drei Teile findet. Eine bessere Version der Kollektion werdet ihr jedenfalls nicht finden.

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Geschrieben von Fabian Konschu
Redakteur im Bereich: Games Hört am liebsten Radio Los Santos
1 Kommentar
  1. Sehr schön geschriebener Test. Da kriegt man schon Lust auf ein weiteres Abenteuer mit der Normandy-Crew, auch mit der klassischen Mako Steuerung. 😀

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