Maneater – Test zur spielbaren Haifisch-Dokumentation

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Maneater Day One Edition (Playstation 4)
  • Erkunden Sie 7 große Regionen, darunter die Golfküste, die Strände des Resorts, die Industriedocks, das offene Meer und vieles mehr
  • Hunter Parties und Bounty System - die Menschen wehren sich! Kämpfen Sie gegen verschiedene Jäger, von kleinen Booten bis hin zur Küstenwache
  • Erleben Sie eine lebendige Welt mit dem Tag / Nacht-Zyklus
  • Die Day One Edition enthält zusätzlich zum Spiel auch den DLC "Tiger Hai Evolution"

Releasedatum: 22. Mai 2020

Genre: Open World Action RPG

USK: Ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Tripwire Interactive

Plattformen: PC, PS4, Xbox One, Switch

Die Dokureihe „Tiger King“ eroberte Netflix im Sturm und zeigt das extravagante Leben von Privatbesitzern von Großkatzen und ihre Kleinkriege. Insgeheim gibt es allerdings noch eine Dokumentation über wilde, gefährliche Tiere und sie heißt „Maneater“. Der Unterschied ist, dass diese ein spielbares Erlebnis ist. Und wir spielen auch nicht extra einen Menschen auf der Jagd nach den riesigen Fischen, wir SIND der Hai. Wir haben die Weltmeere erkundet und verraten euch, ob es Spaß macht, als großes Raubtier auf Jagd zu gehen bzw. zu schwimmen.

 

Shark King

Wie bereits erwähnt ist Maneater wie eine Dokureihe aufgezogen. Im Fokus steht ebenfalls eine exzentrische Figur, ganz wie Joe Exotic in Tiger King. Unser Joe Exotic heißt Scaly Pete und ist Haien auch nicht freundlich gesonnen, sondern ganz besessen von der Jagd nach ihnen. Das Spiel eröffnet mit der erfolgreichen Jagd auf einen Hai. Fies wie Pete ist, schneidet er dem schwangeren Tier das Baby aus dem Bauch und befördert dieses zurück ins Meer, nachdem es ihm zumindest gelingt, Pete einen Arm abzubeißen. Und ebendiesen Babyhai spielen wir. Unser Ziel ist als klar: Uns entwickeln, größer und stärker werden und uns an Scaly Pete rächen. Wir sind immerhin kein normaler Hai, sondern haben die Möglichkeit, zu mutieren. So können uns elektronische Zähne wachsen, wir orten mit einem Radar unsere Umgebung und bekommen Knochen an unseren Flossen als Rüstung. Dies schaffen wir, indem wir Beute jagen und die erhaltenen Rohstoffe wie Mineralien und Nukleinsäuren als Währung für unsere Upgrades verwenden. Währenddessen werden wir natürlich von Haijägern aufgespürt. Wenn wir einen Jäger töten, steigen wir auf die nächste Jagdstufe, wo uns ein gefährlicherer Jäger mit seinen Schergen erwartet. So kämpfen wir uns bis zu Pete vor, der natürlich ständig von der Kamera begleitet wird. Der Erzähler der Doku kommentiert eure Aktionen stetig und mit süffisantem Unterton, wenn ihr zum Beispiel einen Fisch fresst oder eine Sehenswürdigkeit entdeckt, gibt er seinen Senf dazu. Das Ganze als Dokumentation aufzuziehen war eine sehr gute Idee und verschafft Maneater seinen ganz eigenen Charme.

Maneater

Scaly Pete ist echt ein fieser Brocken. Seht nur, wie er skrupellos unsere Mutter aufschlitzt.

 

Friss hier, friss da, friss überall

Zu Beginn macht Maneater wirklich eine Menge Spaß, man schwimmt schnell durch das Meer, frisst kleinere Tiere und wächst nach und nach heran. Sobald man sich jedoch daran macht, die Haupt- und Nebenaufgaben zu erledigen, ist ganz schnell die Luft raus. Man muss nämlich bedauerlicherweise feststellen, dass JEGLICHE Aufgaben im Spiel sich auf eine Sache beziehen: Fressen. Friss 10 Menschen. Friss 10 Zackenbarsche. Kämpfe gegen diesen etwas größeren Fisch und friss ihn. Es gibt leider wirklich keinerlei Abwechslung bei den Quests, dabei ist bei dem Meeressetting und der offenen Spielwelt so viel Potential vorhanden. Es gibt zwar ein paar Sammelobjekte, die bringen jedoch ebenfalls kaum Frische ins Spiel, besonders weil sie schlichtweg keinen Sinn machen. Warum sollte ein Hai aus dem Wasser springen und Nummernschilder einsammeln? Warum sollte er Metallkisten aufbrechen und Rohstoffe herausnehmen? Und seit wann interessiert sich ein Hai für Sehenswürdigkeiten wie Schiffsfriedhöfe oder verlassene Partystätten der Menschen? Maneater nimmt sich die schlimmsten Open World-Klischees zum Vorbild und lässt euch die Gebiete lustlos nach diesen Sammelobjekten absuchen oder ihr macht die vorgegebenen Quests, die wie gesagt recht langweilig sind, da sie nur daraus bestehen, etwas zu fressen. Man kann Maneater also leider durchaus als eines der repetitivsten Spiele der Open World-Kategorie bezeichnen.

Maneater

Wie kann ein Deathmatch zwischen einem Bullenhai und einem Alligator schon langweilig sein? Durch nervige Kamera vielleicht.

 

Warten sie bitte kurz, Herr Alligator, ich muss mich neu orientieren

Wenn Maneater an sich schon repetitiv ist, macht das Schwimmen im Meer als gefährlicher Hai denn wenigstens Spaß? Jein. Man sollte meinen, dass blitzschnelle Bewegungen im Wasser und elegante Sprünge aus dem Meer leicht von Hand gehen und man sich epische Gefechte mit anderen gefährlichen Meeresbewohnern liefern kann. Eine hakelige Steuerung und ungenaue Kamera machen dies allerdings schwer. Zudem setzt vor allem eine Angelegenheit der Spielbarkeit sehr zu. Wenn man sich nämlich der Wasseroberfläche nähert, wechselt der Hai automatisch in einen Schwimmermodus, wo nur die Rückenflosse aus dem Wasser ragt und man sich an der Meeresoberfläche bewegt. Untertauchen kann man nur mit einem Tastendruck. Befindet man sich gerade in einem hektischen Gefecht, ist dieser ungewollte Wechsel besonders ärgerlich, weil man erst wieder untertauchen muss, um weiterzukämpfen. Und nicht nur so verliert ihr euren Gegner ständig aus den Augen, andauernd müsst ihr die Kamera neu fokussieren. Ihr könnt sie zwar immer auf den aktuellen Gegner ausrichten, eine Feststellfunktion der Kamera gibt es aber nicht. Kämpfe arten so gemeinsam mit den vorhersehbaren Angriffsmustern der Gegner in hirnloses Buttonmashing aus. Die Kämpfe gegen menschliche Gegner sind nicht viel besser. Haben sie euch im Visier, könnt ihr zwar mit einer Rolle ausweichen, jedoch haben sie euch STÄNDIG im Visier, selbst wenn ihr noch so tief taucht. Ihr müsst aus dem Wasser auf die Boote springen und die Jäger fressen, während ihr unter stetigem Beschuss steht. Die Kämpfe gegen die speziellen Jäger sind übrigens in keiner Weise speziell, macht deren Boot ausfindig und nehmt euch den Haijäger zum Snack und eure Stufe steigt. Sowohl Kämpfe gegen andere Meeresbewohner als auch gegen Menschen werden bereits nach kurzer Zeit zum Krampf und regen kaum Spielspaß an.

Maneater Day One Edition (Playstation 4)
  • Erkunden Sie 7 große Regionen, darunter die Golfküste, die Strände des Resorts, die Industriedocks, das offene Meer und vieles mehr
  • Hunter Parties und Bounty System - die Menschen wehren sich! Kämpfen Sie gegen verschiedene Jäger, von kleinen Booten bis hin zur Küstenwache
  • Erleben Sie eine lebendige Welt mit dem Tag / Nacht-Zyklus
  • Die Day One Edition enthält zusätzlich zum Spiel auch den DLC "Tiger Hai Evolution"

 

Positiv:

Aufmachung als Dokumentation ist witzig und gut gelungen
Coole Upgrades für euren Hai
Anfangs recht spaßig

Negativ:

Extrem repetitiv
Kamera verliert oft den Fokus
Kämpfe sehr krampfhaft
Haupt-, Neben- und Sammelmissionen ideenlos
  • Maneater
    “Schade, Maneater hatte durchaus das Potential, ein richtig gutes Open World-Spiel zu werden. Stattdessen ist es extrem repetitiv, schickt uns auf belanglose Nebenquests und Sammelmissionen und die Kämpfe sind ein Krampf. Ein kleiner rettender Faktor ist die Art, wie das Spiel präsentiert wird. Die Dokumentation und die Kommentare des Moderators sind die besten Aspekte des Spiels. Leider motiviert das keineswegs, Maneater bis zum bitteren Ende durchzuspielen. Dafür muss man einfach viel zu viel der immerselben Aktionen durchführen. Spielspaß fällt hier leider ins Wasser.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wenn ihr ein richtiger Hai-Fanatiker seid, dann nur zu, vielleicht habt ihr ja ein wenig Spaß mit Maneater. Wer auf der Suche nach Open World-Futter ist, findet etliche bessere Titel.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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