MAGIX Video deluxe 2016 Premium – Review zum diesjährigen Update

Was wäre das für ein Jahr, wenn es kein neues FIFA, Call of Duty, Assassin´s Creed oder eine neue Version von Magix Video deluxe geben würde. Aus diesem Grund kam die Pressemeldung Ende August nicht wirklich überraschend, dass es auch in diesem Jahr mit Magix Video deluxe 2016 im Videobearbeitungsbereich weitergehen wird. Dieses Jahr gibt es 360-Grad-Videobearbeitung, Objektverfolgung, Aktionsvideo-Vorlagen, neue Titelvorlagen und Effektblenden. Dazu wurde das komplette System optimiert und soll nun noch flüssiger laufen. Ob die neue Version wirklich von den Neuheiten profitiert und ob es sich lohnt auf die neue Version umzusteigen, verraten wir euch in unserem Test.

 

Was ist neu in dieser Version?

Der Entwickler und Publisher MAGIX bringt, wie in den letzten Jahren, einen neuen Teil ihres Videobearbeitungsprogrammes auf den Markt. Dieses Jahr heißt die Version erneut Video deluxe 2016 und kommt gleich in mehreren Versionen daher. Zum einen gibt es die ganz normale Version, die die grundlegenden Inhalte bietet und für den Hobbycutter geeignet ist. Großer Unterschied: Funktionen wie die 360 Grad-Videos, dem Aktion-Cam-Support oder der taktbasierte Videoschnitt fehlen hier. Die Plus-Variante bietet zusätzlich zu den nicht vorhandenen Versionen der Standard-Variante noch einige Effekte, mehr Video- und Audiospuren, NewBlue Titler EX, MultiCam-Editing etc.. Der Unterschied zwischen der normalen und der Plus-Version ist wirklich gewaltig. Nicht ohne Grund ist es auch für “Das perfekte Videostudio” gedacht. Zu guter Letzt gibt es auch noch die Premiumausstattung. Inhaltlich ist diese identisch mit Video deluxe 2016 Plus mit einer großen Ausnahme: Dieses Jahr ist nämlich das NewBlue Titler EX und NewBlue ActionCam Package inklusive. Dies sorgt dafür, dass Effekte wie Autokontrast, Bleach-Bypass, Linsenkorrektur, RGB-Verschiebung und Farbtonanpassung die Videobearbeitung noch lebendiger anfühlt. Dank proDAD Mercalli V4 gehören Bildfehler der Vergangenheit an. Die Videostabilisierungssoftware ist nämlich ebenfalls in der Premium-Version inklusive. Egal ob Actioncam-Videos, verwackelte Aufnahmen oder Zittern, alles kann mit Mercalli so verbessert werden, als wären die Fehler im Grunde nie da gewesen.

Dank 360 Grad-Bearbeitung können besondere Aufnahmen noch schöner und spektakulärer aussehen.

Dank 360 Grad-Bearbeitung können besondere Aufnahmen noch schöner und spektakulärer aussehen.

 

Modern trifft auf alte Fehler

Doch was hat sich im direkten Vergleich mit dem Vorgänger großartig verändert? Enttäuscht wurden wir in der neuen Version nicht. Fehler und Bugs, die das Programm immer wieder zum Abstürzen brachten, sind erneut mit an Bord. Immerhin wurden einige Fehler aus den vergangenen Versionen entfernt oder durch Neuerungen ersetzt. Als Beispiel: In der Version 2015 wurde erstmals das Anpassen der Lautstärke einer Tonspur einfacher gestaltet. Leider war es damals nicht mehr möglich, mehrere markierte Spuren gleichzeitig anzupassen. Dies wurde jetzt, Gott sei Dank, wieder integriert, sodass man nicht mehr unnötig lange Zeit mit dem Anpassen benötigt. Generell stellt sich aber auch in diesem Jahr die Frage, brauche ich wirklich dringend die neue Version? Ein Upgrade sollte man auf jeden Fall in Erwägung ziehen, wenn man 360 Grad-Videos editieren möchte. Denn Magix Video deluxe 2016 ist als erstes Schnittprogramm auf dem Markt mit dieser Funktion ausgestattet. Panoramaaufnahmen können nun in bestmöglicher Art und Weise so angepasst und bearbeitet werden, dass man sie seinen Freunden und der Welt zeigen kann. Die Objektverfolgung kann ebenfalls ziemlich hilfreich sein, besonders dann, wenn man Autokennzeichen unkenntlich machen möchte oder Gesichter vertuscht. Aber auch für besondere Momente oder gar Intros bietet sich diese Funktion sehr gut an. Schließlich kann man Texte an bestimmte Objekte festnageln, sodass sie sich bei einer Kamerafahrt mitbewegen. Aber auch die neuen Filmvorlagen, Titel, Schriftarten und Übergangseffekte bringen Video deluxe 2016 auf den modernen Stand.

Die Filmvorlagen wurden durch etliche neue Ideen erweitert. Die Bearbeitung geht nun noch einfacher von der Hand.

Die Filmvorlagen wurden durch etliche neue Ideen erweitert. Die Bearbeitung geht nun noch einfacher von der Hand.

 

Haben die überhaupt was verändert?!

Geändert wurde an der Benutzeroberfläche dieses Mal eigentlich nichts. Auf den ersten Blick mag man sogar meinen, dass Magix sich dieses Mal wirklich auf die Neuerungen konzentriert habe. Sobald man sich allerdings mit einigen Funktionen näher auseinandersetzt, wird man merken, dass man zusätzlich noch einige Optionen besser, übersichtlicher und genauer in das Programm integriert hat. Beispielsweise waren die Anpassungsfenster für die Tonbearbeitung in den alten Versionen ziemlich altbackend und zum Teil noch im alten Look gehalten. Dies wurde nun an die aktuelle Benutzeroberfläche angepasst, was zusätzlich eine genauere Bearbeitung möglich macht. So geht das Pitchen und Beschleunigen/Verlangsamen einer Tonspur wesentlich schneller und komfortabler. Diese Kleinigkeiten sollte man wirklich nicht außer Acht lassen, da sie wirklich nützlich sein können. Auch die unterschiedlichen Einfärbungen der Objekte sind wieder mit an Bord, genauso wie die in der Premium-Version verfügbaren 99 Bearbeitungsspuren. Schon in Magix Video deluxe 2015 haben wir gemerkt, dass Magix in vielen Programmteilen Optimierungen vorgenommen haben. Dies bestätigt sich auch bei der 2016er Version. Die Ladezeiten zum Vorrendern wurden enorm reduziert, die im Programm enthaltenen Effekte können fast ohne Ladezeit als Vorschau abgespielt werden und die gesamte Performance wurde nochmals stark verbessert. Dynamische Titel und Bauchbinden können zusammen mit vorgefertigten professionellen Intros und Zwischensequenzen für das eigene Video individuell genutzt und zusammengesetzt werden. 4K-Unterstützung ist ebenfalls wieder dabei. Fast hätten wir eine sehr wichtige Neuerung vergessen: In allen Versionen zuvor musste man die Videoeinstellungen mühselig, nachdem ein Projekt angelegt oder geladen wurde, über das Menü aus einstellen. Jetzt wird beim Erstellen des Projektes bereits gefragt, mit welchen Video-Einstellungen das Projekt bearbeitet werden soll. So lassen sich Bildgröße und Pixel bereits vorm Start der Bearbeitung schnell und einfach einstellen.

Die Benutzeroberfläche ist auf den ersten Blick komplett identisch, wie noch in der Version 2015

Die Benutzeroberfläche ist auf den ersten Blick komplett identisch, wie noch in der Version 2015

 

Alle Formate und Systeme werden unterstützt… bis auf den angebissenen Apfel

Bis heute gibt es leider nicht ein Programm aus der Video deluxe Reihe, welches auch auf einem Apple-Rechner / Laptop funktioniert. So war die Enttäuschung groß, als man zwar ankündigte Windows 10 bereits zu unterstützen, aber MAC erneut einfach außer Acht lässt. Doch warum? In der heutigen Zeit sind Apple-Rechner ebenfalls weit in den Haushalten verbreitet, viele steigen bewusst auf die Plattform von Apple um. Außer Adobe Premiere gibt es für MAC kein externes Schneideprogramm in dem Umfang. Marktlücke wieder nicht geschlossen Magix. Vielleicht im nächsten Jahr! Dennoch: Lobenswert ist auf jeden Fall, dass man neben Windows 7 und 8 auch das neue Betriebssystem 10 unterstützt. Auch die angegebenen Systemvoraussetzungen sind gut gewählt. Wir raten mit mindestens 8 GB Ram das Programm zu nutzen, damit alle Funktionen und besonders das Rendern schnellstmöglich funktionieren. Ein guter Prozessor sollte ebenfalls im Gehäuse stecken. An den unterstützen Video- und Audioformaten wurde nicht viel verändert. Neu dabei sind die HEVC-/H.265-Codecs, welche allerdings per Onlineaktivierung zusätzliche 4,99€ kosten. Nachdem man bereits 129,95€ für die Premium-Version ausgegeben hat, soll man zusätzlich für eine Codec-Unterstützung, die als Neuerung betitelt wird, Geld zahlen? Nicht wirklich ein feiner Schachzug, den wir aus der Gaming-Branche leider schon gewohnt sind.

 

Alle unterstützten Import-Formate

  • Video: AVI, DV-AVI, HEVC/H.265 (kostenpflichtig), MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, MTS, M2TS, MXV, MJPEG, QuickTime (MOV), WMV(HD), VOB, MKV
  • Audio: WAV, MP3, OGG, WMA, MIDI, Surround-Sound/5.1
  • Foto: JPEG, BMP, GIF, TIF, TGA

 

Alle unterstützte Export-Formate

  • Video: AVI, DV-AVI, HEVC/H.265 (kostenpflichtig), MJPEG, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, QuickTime (MOV), WMV(HD)
  • Audio: WAV, MP3, 5.1 Surround-Sound
  • Foto: JPEG, BMP
Die Audioeinstellungen wurden besser in das Programm integriert, sodass die Bearbeitung noch einfacher wird.

Die Audioeinstellungen wurden besser in das Programm integriert, sodass die Bearbeitung noch einfacher wird.

 

Fazit:

Video deluxe 2016 ist die bislang beste Version von Magix. Dies liegt nicht nur an den vielen Optimierungen, sondern auch an den modernen Funktionen. Bereits in der letzten Version wurde die 64-Bit-Unterstützung vollständig implementiert, dieses Mal ist es die 360-Grad-Videobearbeitung. Aber auch die neuen Schriftarten, Videoeffekte und Überblendungen machen die 2016-Version zum bislang perfektesten Videobearbeitungsprogramm auf dem Markt. Einzig die immer wiederkehrenden Fehler, Abstürze und Bugs während der Nutzung können einen so manches Mal zur Weißglut bringen. Deshalb folgenden Tipp nicht vergessen: STRG + S ist euer Helfer!

87

Good
  • Guter Workflow mit schneller Oberfläche
  • Tolle Neuerungen, die für ein Upgrade sinnvoll sind
  • Auch für Anfänger sehr bedienerfreundlich
  • Moderne Titelvorlagen mit vielen Bauchbinden und Texten
  • Objektverfolgung für Schwarzbalken vor Gesichtern etc.
Bad
  • Viele kleine störende Fehler und Bugs sind noch immer vorhanden
  • Viele Funktionen der Premium-Version nur für Profis optimal nutzbar
  • HEVC-/H.265-Codecs Unterstützung kostenpflichtig
87
Tobias Liesenhoff
Geschrieben von
ist bereit für neue Herausforderungen in 2019.

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