MAGIX Video deluxe 2014 Premium – Review zum Videobearbeitungsprogramm

Ein Video zu bearbeiten kostet nicht nur viel Zeit, sondern ist auch sehr aufwendig. Damit dies schnell und einfach von der Hand geht, gibt es viele Videobearbeitungsprogramme, die einem dabei helfen sollen. Allerdings darf der User nicht zu sehr überfordert werden. Des Weiteren sollte die Computerhardware mit der Bearbeitung zurecht kommen. Doch welches Programm soll ich nun für eine gute und einfache Videobearbeitung nehmen? Wir haben uns das Top-Produkt von MAGIX einmal genauer angesehen und sagen euch, ob es sich lohnt, das Programm zu kaufen.

 

Jedes Mal die neue Hoffnung:

Der Entwickler und Publisher MAGIX bringt, wie in den letzten Jahren einen neuen Teil ihres Videobearbeitungsprogrammes auf den Markt. Dieses Jahr heißt die Version Video Deluxe 2014 und kommt gleich in mehreren Versionen daher. Zum einen gibt es die ganz normale Version, die die grundlegenden Inhalte bietet und für den Hobbycutter geeignet ist. Die Plus-Variante bietet zusätzlich noch einige Effekte, mehr Video- und Audiospuren, MultiCam-Editing (für zwei Kameras), erweiterte Nachvertonung etc. Der Unterschied zwischen der ganz normalen und der Plus Version ist wirklich gewaltig. Nicht ohne Grund ist es auch für “Das perfekte Videostudio” gedacht. Zur guter Letzt gibt es auch noch die Premium-Ausstattung. Inhaltlich ist diese identisch mit Video Deluxe 2014 Plus, mit einer großen Ausnahme: Die Zusatzprogramme proDAD Heroglyph V4 und Pro NewBlue ColorFast sind bereits mit im Paket enthalten (der UVP Preis liegt bei knapp 450 Euro, laut Hersteller). Doch was hat sich im direkten Vergleich mit dem Vorgänger großartig verändert? Eines müssen wir allerdings direkt vorweg aufklären. Alle Nutzer von MAGIX Video Deluxe werden wahrscheinlich hoffen, dass in der neuen Version die vorhandenen Fehler und Bugs aus den letzten Versionen endgültig entfernt wurden. Leider enthält auch die 2014-Variante noch etliche bekannte Probleme und fügt zudem noch neue hinzu. Trotz der zum Teil großen Bugs, die einen so manches Mal den Nachmittag versauen können, ist die Performance noch mal um einiges gestiegen. So lassen sich kurze Videos schneller und nun noch einfacher rendern. In Windeseile erstellt das Programm die Projekte als Video auf dem PC. Beim ersten Rendern für unsere Videos, haben wir uns direkt mit einer wichtigen Neuerung auseinandergesetzt. Was die Konkurrenz bereits seit einigen Jahren mit sich führt, bringt MAGIX endlich auch in die Video Deluxe-Reihe. In den vergangenen Versionen wurde der Render-Status immer in der untersten Zeile des Programmes angezeigt – bis jetzt! Nachdem man die Videoeinstellungen vorgenommen hat, öffnet sich ein kleines Fenster, in dem der aktuelle Status der Videobearbeitung zu sehen ist. Zudem wurde ein “Pause”-Button, sowie ein Button für “Abbrechen” eingeführt. Die Restzeit, sowie die aktuell verstrichene Zeit, werden ebenfalls angezeigt. Wer zusätzlich sehen möchte, wie weit das Video bereits gerendert ist, kann optional das Vorschaubild anzeigen lassen. Alleine für diese Neuerung sollte sich jeder Videobearbeiter die aktuellste Version anschauen.

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Endlich mit an Bord: Der Renderdialog

 

Video noch schneller fertig:

Der Texteditor wurde bereits in der Version 2013 durch eine neue Benutzeroberfläche erweitert und stark verändert. Durch die neue Übersicht, sind nun alle Features und Einstellungen für eine Texteinblendung auf der Editormaske enthalten. Um den Text im Video an der richtigen Stelle zu positionieren, reicht eine einfache Bewegung und der eingefügte Text steht an der richtigen Position. Neu ist hierbei, dass man direkt im Videofenster den Titel drehen und wenden kann. Dies erleichtert die Positionierung innerhalb des Videos erheblich. Auch die bereits aus den Vorgängern bekannten Blendendialoge, stehen einem nun direkt im Mediapool zur Verfügung. Dadurch spart man nun nicht nur Zeit, sondern muss sich zusätzlich nicht mehr durch unnötige Untermenüs klicken. Was hier besonders auffiel, die Vorschau der jeweiligen Blenden wird nun flüssig berechnet und direkt auf dem Bildschirm wiedergegeben. Egal ob eine 3D- oder HD-Blende, sogar die Videowiedergabe wird nun komplett in Echtzeit wiedergegeben. Auch die Farbeffekte und Schärfen können dank des Grafikprozessors schneller berechnet werden. Aber nicht nur der Grafikprozessor wird nun mehr genutzt als vorher, auch die Mehrkernprozessoren werden nun effizienter genutzt. Das Bearbeiten von mehreren Videos während unseres Tests, stellte kein Problem mehr dar. Die Werkzeugleiste über der Timeline wurde ebenfalls komplett neu gestaltet, wodurch die wichtigsten Optionen nun direkt zur Verfügung stehen. Mit der Optimierung der Hardware geht MAGIX in die richtige Richtung und bietet endlich auch leistungsstarken Rechnern die Möglichkeit, Videos schnell zu rendern. Aber nicht nur in Sachen Hardwareoptimierung wurde einiges positiv verändert. Wird nun ein Video markiert, zeigt das Programm automatisch den Start und das Ende des Videos in der Timeline an. Eine Lücke zwischen den einzelnen Clips ist somit endlich ausgeschlossen. Insgesamt warten 99 verschiedene Spuren darauf, mit verschiedenen Filmen, Musikstücken und Bildern gefüllt zu werden. Diese Anzahl reicht locker für einen Hollywood-Blockbuster. Stichwort Hollywood: Video Deluxe 2014 bietet das neue 4K Ultra HD-Format als Renderformat an. So schön es sich auch anhört, gebrauchen kann man es leider noch nicht. Dies liegt an zwei verschiedenen Dingen. Zum Einen braucht man Videoaufnahmen, die in 4K aufgenommen worden sind, zum Anderen muss man über die entsprechende Hardware zum Rendern verfügen. Trotzdem wird mit dieser Funktion bereits an die fortschreitende Zukunft gedacht.

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Das Einfügen von Mediendatein verläuft nun einfacher

 

Alte Features werden weiter genutzt:

Warum sollte man alte gute Features nicht in eine neue Version übernehmen? Wer bereits seit einigen Jahren mit MAGIX arbeitet, wird sich auch in der neusten Version direkt gut zurechtfinden. Weder an der Anordnung von den Funktionen, noch an den unterstützten Formaten hat sich etwas geändert. Ebenfalls wieder mit dabei, sind die Videovorlagen, die man zum Beispiel für einen Trailer benutzen kann. Alternativ kann man mit diesen Vorlagen auch seine Videos inhaltlich besser gestalten. Wer seine Videos noch etwas professioneller gestaltet, kann sich auch vor einen Greenscreen stellen und das Hintergrundbild innerhalb der Effekt-Palette individuell gestalten. Jemand der im Dunkeln seine Videos aufnimmt, kann diese auch direkt in MAGIX mit der Farbkorrektur so bearbeiten, dass die Szenen auch im Nachhinein schön aussieht. Ansonsten bietet die Anwendung eine erweiterte Nachvertonung, die für eine professionelle Audiobearbeitung sorgt. Durch verschiedene Klangrestaurationen, kann man aus einer ganz normalen Tonspur, einen 5.1 Surround-Sound erstellen. Selbst für Neueinsteiger sind diese ganzen Features gut erklärt, weshalb auch Anfänger schnell mit dem Programm zurecht kommen werden.

 

Alle unterstützten Import-Formate

  • Video: AVI, DV-AVI, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, MTS, M2TS, MXV, MJPEG, QuickTime, WMV(HD), VOB, MKV
  • Audio: WAV, MP3, OGG, WMA, MIDI, Surround-Sound/5.1
  • Foto: JPEG, BMP, GIF, TIF, TGA

 

Alle unterstützte Export-Formate

  • Video: AVI, DV-AVI, MJPEG, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, QuickTime, WMV(HD)
  • Audio: WAV, MP3, 5.1 Surround-Sound
  • Foto: JPEG, BMP

 

Allerdings hätten wir gehofft, dass die groben Fehler während der Bedienung endlich verschwinden. Nachdem das Programm einige Zeit stabil lief, gab es nach einiger Zeit diverse Bugs, die erst nach einem Neustart des Programms behoben wurden. Egal ob beim Bearbeiten, Verschieben oder Importieren von Mediendatein, immer wieder hat sich das Programm in verschiedenen Situationen aufgehängt. Auch nach mehreren Minuten zeigte es keine Reaktion. Dennoch, ein paar alte Fehler wurden behoben und lassen sich nun nicht mehr finden. Dafür sind ein paar Neue hinzugekommen, die während des Abspielens von dem Projekt auftreten. Sobald man das Projekt in der Mitte zur Probe abspielen lässt, springt der Timer nach wenigen Sekunden, auf den Anfang zurück. Dies ist besonders bei langen Videos sehr nervig und kann so manches Mal zum Ausrasten führen. Wer hingegen mit den kleinen Fehlern zurecht kommt, kann sich auf ein umfangreiches Videobearbeitungsprogramm freuen.

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Verschiedene Videovorlagen stehen zur Auswahl

 

Warum sollte ich die Premiumversion kaufen?

In der Premiumversion sind die beiden Zusatzprogramme  proDAD Heroglyph V4 und Pro NewBlue ColorFast bereits enthalten. Diese kann man bei der Installation direkt mit installieren und danach für die Videobearbeitung nutzen. Da diese Programme unabhängig von MAGIX laufen, kann man sie auch für andere Dinge benutzen. Das proDAD ermöglicht euch eindrucksvolle Titelanimationen, welche man zum Beispiel für Trailer oder Introsequenzen nutzen kann. Die Benutzeroberfläche ähnelt sich stark dem Hauptprogramm und ist dadurch ebenfalls schnell verstanden. Wer eine anspruchsvollere Farbkorrektur auf seinen Videos anbringen will, sollte NewBlue benutzen. Nur eine Person mit viel Vorahnung, wird den Zusatzinhalt richtig gebrauchen können. Alle normalen Features von Video deluxe 2014, sind auch in der PLUS-Variante zu finden. Darüber hinaus, sind die MX-Funktionen zum direkten Upload auf YouTube oder auf eine bei MAGIX gehostete Webseite, in jeder Version enthalten. Ein Griff zur PLUS-Version würde also jedem freien Mediengestalter locker reichen.

 

Fazit:

Das erste Videos, welches ich mit der neusten Version von MAGIX Video deluxe 2014 bearbeitet habe, war innerhalb von wenigen Minuten fertig. Nicht nur weil ich bereits einige Erfahrung im Bereich Videobearbeitung habe, sondern weil mir das Programm dabei geholfen hat. Durch die Hardwareoptimierung und die schnellen Benutzungshilfen, konnte ich ohne große Probleme das Video schnell und einfach bearbeiten. Einzig die Programmabstürze und die vielen kleinen Bugs während der Bearbeitung, haben mich das ein oder andere Mal davon abgehalten. Nicht nur für Hobbyfilmer ist Video Deluxe 2014 eine tolle Unterstützung, sondern auch für fortgeschrittene Filmer.

84

Good
  • Guter Workflow
  • Bedienerfreundlich
  • Renderdialog
  • Bereit für die Zukunft (4k)
Bad
  • Viele kleine störende Bugs/Fehler
  • Mittelmäßige Formatunterstützung
84
Tobias Liesenhoff
Geschrieben von
ist bereit für neue Herausforderungen in 2019.

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