Madden NFL 16 – Review zum diesjährigem NFL Ableger

Passend zum Start der neuen NFL Saison schickt auch EA mit Madden 16 den neuen Ableger der Football Simulation in Rennen und läutet damit die Saison der Mannschaftssportarten ein. In diesem Jahr können sowohl Besitzer der Playstation 4, Xbox One und Besitzer der Last Gen Konsolen den virtuellen Football treten. Ob das Spiel mit den Neuerungen genügend Kaufanreiz bietet, erfahrt ihr in unserer Review.

 

Quarterback

In Madden 16 gibt es zahlreiche Modi, die für die NFL Fans bestens geeignet sind, um als virtueller Profi den Super Bowl zu gewinnen. Wer schon mal ein EA-Sportspiel gespielt hat, wird die typischen Modi bereits kennen, jedoch wurde mit “Ultimate Draft” ein komplett neuer Spielmodus ins Spiel integriert. Ultimate Draft wirkt hierbei wie ein abgespecktes und zufallsabhängiges Ultimate Team. Dieser Modus bietet mit seiner Kompaktheit und Zufälligkeit eine große Herausforderung und ist vor allem für die Spieler, die nicht eine oder mehrere ausufernde NFL-Saisons spielen, wollen geeignet. Zu Beginn entscheidet man sich für ein Team, welches jedoch aus Spielern mit mittleren Werten zusammengestellt ist. In insgesamt 15 Drafts wählt man sich einen von insgesamt 3 wählbaren NFL Stars zusammen der das Team verstärkt. Als Erstes entscheidet man sich für einen Trainer, der den Offensiv- oder Defensivfokus der Mannschaft verbessert. Bei den Spielern sollte man darauf achten nicht nur die besten Spieler zu wählen, sondern stets den NFL-Star nehmen, der am meisten dem Team nützt. Soll heißen, wenn ich bereits ein Quarterback mit einer Gesamtstärke von 88 besitze sollte, man nicht unbedingt einen mit einer Stärke von 90 wählen. Vor allem nicht dann, wenn ich einen Receiver mit einer Stärke von 75 habe und im Gegenzug einen mit 84 wählen könnte. Hier sollte stets mit Bedacht und Voraussicht gewählt werden. In dem Modus sind die einzelnen Viertel mit je drei Minuten festgelegt und gehen somit flott von der Hand. Da die Spiele und Saisons recht kurz gehalten sind, darf man sich in diesen keine Niederlagen leisten. Auch schön ist, dass man auch nicht wie in Ultimate Team alle Spiele erfolgreich beenden muss, um Belohnungen zu erhalten. Sondern man erhält auch Belohnungen, wenn man die Saison mit zwei Siegen und einer Niederlage beendet. Ebenfalls neu in diesem Jahr ist der Gauntlet-Modus. In diesem Modus muss man vorgegebene Aufgaben erfüllen. Schafft man es nicht diese erfolgreich zu beenden, verliert man eines von sechs Leben. Sobald alle Leben weg sind, ist das Spiel vorbei. Nach fünf normalen Runden folgt einer schwierige und harte Aufgabe. Im Karrieremodus lässt sich ein komplettes Team aus der Sicht eines Managers steuern, in dem man die Geschicke des Vereins leitet. Dabei können Spieler verkauft und gekauft oder neue Talente gescoutet werden. Zudem muss man mit den Spielern Verträge aushandeln und dabei auf die Finanzen achten. Des Weiteren spielt man eine komplette Saison nach, mit allen Vorbereitungs-, Saison- und Playoffspielen. Bewältigt man diese alle erfolgreich, steht man im Superbowlfinale, die größte Bühne und eine Ehre für jeden NFL-Spieler.

Alle Mannschaften aus der NFL sind spielbar.

Alle Mannschaften aus der NFL sind spielbar.

 

Linebacker

Für Neueinsteiger und Footballanfänger bietet Madden 16 nicht gerade den leichtesten Einstieg. Da das Spiel nur mit englischen Kommentatoren und englischen Texten versehen ist. Es gibt lediglich ein deutsches digitales Handbuch. Neueinsteiger werden förmlich von den ganzen Fachbegriffen wie “Interception” oder “Punt-Return” erschlagen. Um als Anfänger alles vollständig zu verstehen, reichen einfache Englisch Grundkenntnisse nicht aus. Hat man erst mal das Problem überwunden und ein Spiel gestartet, erkennt man die vielen taktischen Möglichkeiten, die der Sport bietet. Hierbei machen sich auch die vielen kleinen Neuerungen bemerkbar. So kann man mit einem High Pass den Ball über die Köpfe der gegnerischen Verteidigung werfen. Beim Fangen macht sich der neue Possession Catch bemerkbar. Mit diesem Fangsystem kann der Spieler festlegen, wie der Sportler den Ball fängt. Hierbei kann man Auswählen ob der Fänger sich beim Fangen auf Sicherheit, Risiko oder auf Weiterlaufen konzentriert. Ob der Fang erfolgreich ist, hängt vom Timing ab. Doch nicht nur in der Offensive hat man neue Möglichkeiten, sondern auch der Defense wurden Neuerungen spendiert. So kann man festlegen, ob der verteidigende Spieler eher auf den Mann oder den Ball gehen soll. Geht der spielende Sportler auf den Mann, wird er versuchen den Gegner noch vor dem Fangen des Balles, zu Boden zu ringen oder ihn auf eine andere Art daran zu hindern. Falls der spielende Sportler auf den Ball geht, wird er versuchen den Ball wahlweise, zu Boden zu schlagen oder ihn zu fangen. Ebenfalls wurde das Tackling vereinfacht. So kann man mit Seitwärtsschritten gegnerischen Läufern den Weg versperren. In vergangenen Ablegern hat er sich meistens umgedreht und ihn verfolgt. Unterm Strich wurden der Offensive in diesem Jahr etwas mehr Verbesserungen spendiert als der Verteidigung. Nichtsdestotrotz wirkt Madden 16 mit diesen und weiteren kleineren Verfeinerungen wie optimierte KI, die besser auf Laufwegänderungen reagiert, realistischer und authentischer wie kein anderes Madden jemals zuvor.

Ziel ist es den Ball in die Endzone und zu einem Touchdown zu bringen.

Ziel ist es den Ball in die Endzone und zu einem Touchdown zu bringen.

 

Linebacker

Auf der Playstation 4 und Xbox One ist Madden 16 eine optische Wucht. Die Spiele wirken wie eine Fernsehübertragung aus dem TV. Dies liegt vor allem an der Authentizität und Präsentation. So werden Wappen, Logos, Spielerinformation wie in einer Sportsendung präsentiert. Auch die passende Stadionatmosphäre wird durch das Publikum und den stimmigen Fangesängen bestens untermalt. Im Menü hat EA erneut einen gelungenen Soundtrack aufgefahren, welchen man sich auch über Spotify anhören kann. Doch nicht nur neben dem Platz ist Madden eine Wucht, auch auf dem Platz wird das Spiel bestens präsentiert. Es kommt zu krachenden Tackles in dem mehrere Sportler ineinander rennen. Ebenfalls beeindruckend ist es, wenn man einen 40-Meter Pass geworfen hat und dies zu einem Touchdown führt. Diese beeindruckenden Szenen werden dann noch in stimmigen Replays gezeigt. In diesem Replay merkt man erst, wie gut Madden 16 aussieht. Sportler, die nach einem Tackle mit schmerzender Gestik am Boden liegen oder schwitzende Quarterbacks, die zielstrebig nach den passenden Fängern suchen. Stets wirkt die Grafik extrem detailliert und realistisch.

Selten schafft es ein Spiel die Atmosphäre des Sports in ein Spiel zu transportieren.

Selten schafft es ein Spiel die Atmosphäre des Sports in ein Spiel zu transportieren.

 

Fazit:

Touchdown. American Football ist ein Sport, welcher in Deutschland immer beliebter wird. Denn der Sport bietet einen enormen taktischen Tiefgang, welchen man auf den ersten Blick nicht sieht. EAs Tiburon-Studio hat es geschafft das wohl beste Football Spiel zu kreieren. Große und umfassende Änderungen hat das Studio nicht eingefügt. Vielmehr haben sie kleine und feine Änderungen am Gameplay ins Spiel eingebracht. Doch diese sinnvollen Änderungen haben im Spiel große Auswirkungen, wodurch das Spiel enorm an Authentizität und Realismus gewinnt. Durch diese Punkte und der gelungenen und makellosen Präsentation, die sich durch das komplette Spiel ziehen, bekommt man wohl kein besser präsentiertes Sportspiel. Zudem bietet Madden 16 mit dem Ultimate Draft Mode sinnvolle Neuerungen, die dem Spiel neue Facetten und Abwechslung geben. Somit kann jeder NFL Fan, der bisher noch mit einem Kauf eines Madden Titel der aktuellen Generation gewartet hat, bedenkenlos zugreifen.

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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