Little Dragons Café – Test zur Café-Simulation mit Adoptivdrachen

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Little Dragons Cafe [Nintendo Switch]
  • Vom Schöpfer von Harvest Moon
  • Einfaches und attraktives Gameplay für junge Spieler und Fans von Simulationen
  • Ein Hauch von Fantasy und liebevolle Details
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

Releasedatum: 20. September 2018

Genre: Adventure

USK: ab 0 Jahren freigegeben

Publisher: Rising Star Games

Plattformen: Playstation 4, Nintendo Switch

Die Wartezeit, bis neue Ableger von entspannenden und niedlichen Simulationen wie Story of Seasons oder Animal Crossing erscheinen, scheint schier unendlich. Doch diese Wartezeit möchte Rising Star Games mit Little Dragons Café überbrücken. Dieses Mal müsst ihr keine Stadt oder Bauernhof verwalten, sondern managet euer eigenes Café. Doch nebenbei müsst ihr auch noch einen Drachen großziehen. Wie das beides zusammenpassen soll, erfahrt ihr in folgendem Test.

 

Café + Drache = Mutter wiedererwecken?

Die Story von Little Dragons Café ist schnell behandelt. Zu Beginn des Spieles könnt ihr wählen, ob ihr lieber den Jungen oder das Mädchen des Geschwisterpaares spielen wollt. Eure Mutter ist die Leiterin eines Cafés, wobei ihr sie natürlich jeden Tag tatkräftig mit dem Sammeln von Zutaten und Ähnlichem unterstützt. Nach einiger Zeit merkt eure Mutter allerdings, dass es ihr nicht gut geht und so legt sich für eine Weile hin. Doch aus diesem Schlaf wacht sie nicht so schnell wieder auf, denn in ihr schlummert Drachenblut, welches sich mit dem menschlichen Blut nicht so ganz verstehen will. Um eure Mutter wiederzuerwecken, müsst ihr neben der Leitung des Cafés deshalb einen Drachen großziehen. Inwieweit dieser für die Erweckung eurer Mutter beitragen wird, bleibt bis zum Ende des Spieles ein Rätsel. Doch auch die Story an sich wirft mich das ein oder andere Mal aus der Bahn, weil die Sprünge gerade zu Beginn einfach viel zu heftig sind. Wo wir in Spielen wie Harvest Moon behutsam an unseren Bauernhof gewöhnt werden, taucht hier plötzlich aus dem Nichts ein alter Mann auf, der „Papi“ genannt werden will und uns helfen will, unsere Mutter wiederzuerwecken. Natürlich schenkt das Geschwisterpaar dem fremden Mann sofort vollstes Vertrauen und nimmt ihn im Café auf. Das soll schon merkwürdig sein? Es kommt besser! Mit der Zeit erhalten wir innerhalb der nächsten paar Tage drei Gäste, die direkt nach ihrem Besuch in unserem Café beginnen, bei uns zu arbeiten. Die Gründe sind ebenso schräg wie die Tatsache, dass wir plötzlich das Drachenei erhalten und den Drachen großziehen müssen. Positiv ist allerdings der Drache selber, denn der zuckersüße Wonneproppen muss zeitweise gefüttert und geknuddelt werden, um zu einem großen Drachen heranzuwachsen. Des Weiteren kann uns der Drache bei unseren Abenteuern außerhalb des Cafés helfen, indem er Höhlen für uns durchsucht oder wir auf ihm durch die Gegend fliegen. Durch das Essen, mit welchem wir den Drachen füttern, können wir des Weiteren indirekt seine Farbe bestimmen. Doch was am Anfang so schnell und sprunghaft losgeht, nimmt mit der Zeit leider ab.

Das Café ist wirklich liebevoll gestaltet…

 

Der Alltag kehrt ein

Denn mit der Zeit besuchen uns viele Gäste im Café. Leider besteht der Klientel – ebenso wie „Papi“ – meist nur aus alten Säcken, die sich diverse Gerichte in unserem Café bestellen. Nur ab und an besuchen uns spezielle Gäste, denen wir bestimmte Gerichte kochen müssen und die wir zufriedenstellen müssen, damit sie uns verlassen, nur um direkt danach den nächsten speziellen Gast zu erhalten. Die Hintergrundgeschichten der einzelnen Gäste sind leider mehr als flach, sodass mein Interesse an den Zielen der Gäste schnell verloren ging. Doch auch der Rest des Spieles bietet leider keinen interessanten Alltag. Um im Café zu helfen, müsst ihr immer den gleichen Ablauf wiederholen: Aufnehmen der Bestellung, Tragen des Gerichtes zum Gast und das Abwaschen der Teller. Auf Dauer motiviert der Café-Alltag nicht wirklich. Für das Kochen von Gerichten müsst ihr ein kleines Rhythmusspiel absolvieren, in welchem ihr lediglich vier verschiedene Tasten im Takt zur Musik drücken müsst. Keine große Herausforderung, eine Kochanimation wäre hier zudem klasse gewesen. Ein wenig Abwechslung bieten nur die unterschiedlichen Musikstücke, die je nach Gerichtart gespielt werden. Auch die Beschaffung der Zutaten macht nach etwa einer Woche im Spiel keinen Spaß mehr. Ihr müsst ewig das gleiche erledigen: Büsche und Gräser durchsuchen, euren Drachen Fleisch in Höhlen sammeln lassen, Bäume schütteln, Tiere erledigen und vieles mehr. Doch das Störende ist nicht die ewig leichte Aufgabe, sondern die Mechanik dahinter. Denn diese könnte simpler nicht sein, manche Tiere erlegt ihr beispielsweise schon, indem ihr gegen sie springt. Ein bisschen mehr als das simple Drücken von einem Knopf hätte zu etwas mehr Abwechslung beigetragen. Selbst das Fischen besteht einfach nur aus dem Drücken eines Knopfes, kein kleines Minispiel oder Ähnliches, dass das Angeln aufpeppen könnte.

… doch die Welt draußen lädt nicht gerade zu Erkundungen ein.

 

Die Technik ist ein Graus

Leider macht Little Dragons Café, gerade was die Technik betrifft, riesige Abstriche. Das Spiel läuft selten flüssig, in der offenen Welt habt ihr des Öfteren Ruckler, die alleine zu verschmerzen wären. Doch hinzukommen schier unendlich viele Ladebalken, die euch zu jeder Situation im Spiel nerven werden. Startet ihr das Spiel, habt ihr manchmal sogar drei Ladebalken hintereinander! Doch auch, wenn nur ein Dialog startet oder ihr das Café verlasst, bekommt ihr den sich füllenden Balken zu sehen. Doch wofür der Ladebalken? Das ist die große Frage! Das Café ist wirklich toll gestaltet und sieht aus wie gemalt. Die Optik habe ich vorher so in keinem Spiel vermischt mit der 3D Grafik der Charaktere gesehen, was den Ladebalken noch rechtfertigen könnte. Doch so schön das Café von innen gestaltet ist, sieht die Außenwelt eher spärlich aus. Aufploppende Texturen, die miesesten Schatten, die ich jemals gesehen habe und andere Späße machen das Erkunden der Welt nicht gerade zu einem Abenteuer. Beachtet allerdings, dass dies nur für die Nintendo Switch Version gilt. Wie das Ganze letztendlich in der PlayStation 4 Fassung sein wird, bleibt noch abzuwarten. Doch auch abgesehen von den technischen Macken bietet die Welt nicht viel zum Erkunden. Manche Wege sind von Beginn an durch Personen, Hindernisse oder einfach aufploppende Textboxen gesperrt. Mit der Zeit erweitern sich die Areale, die es zu erkunden gilt. Allerdings ist die einzig große Änderung der einzigen Areale ihre Farbe und wenig Flora und Fauna. Etwas mehr Abwechslung hätte der offenen Welt ganz gutgetan, damit diese mich zum Sammeln der unterschiedlichen Zutaten animieren kann. Doch um den Test mit etwas Positivem enden zu lassen, sei erwähnt, dass es sich tatsächlich um eine offene Welt handelt, bei der keine Ladebildschirme zwischen den einzelnen Gebieten aufploppen.

 

Positiv:

Design des Cafés ist wirklich süß
Interaktionen mit dem Drachen sind eine nette Abwechslung
Zahlreiche Zutaten und Rezepte, die ihr ausprobieren könnt

Negativ:

Technisch leider ein Graus (gilt für die Switchversion)
Keine interessanten Charaktere, die auch noch flache Hintergrundgeschichten besitzen
Merkwürdiger und zu schneller Einstieg in das Spiel
Langweilige Umgebung animiert weder zum Sammeln, noch zum Erkunden
  • Little Dragons Café
    “Im Vorfeld habe ich mich wirklich sehr auf Little Dragons Café gefreut, da die Mischung aus dem Managen eines Cafés und dem Großziehen eines Drachen wirklich abwechslungsreich und spannend klang. Doch das Ergebnis ist leider enttäuschend. Technisch gesehen weist das Spiel zahlreiche Negativpunkte auf, die es leider mit dem Gameplay nicht ausgleichen kann. Die ewiggleiche Suche nach Rezepten und Zutaten im immer gleichen Gebiet macht auf Dauer keinen Spaß mehr, auch, wenn sich das Suchgebiet ab und an vergrößert. Denn dann habt ihr einfach eine größere Einöde, in der ihr noch mehr Zutaten und Rezepte sammeln könnt. Keine wirkliche Abwechslung. Auch das Ziel, den Drachen großzuziehen und die eigene Mutter wiederzuerwecken, motivieren nicht genug, um über den drögen Alltag hinwegzusehen. Dieses Problem lösen andere Vertreter des Genres besser, vor allem die soziale Komponente fehlt in dem Spiel gänzlich, da nur eine Handvoll Charaktere zur Verfügung steht und nichts Produktives zu eurer Unterhaltung beitragen kann. Somit kann ich Little Dragons Café eventuell noch dem jüngeren Publikum empfehlen, die über die diversen Negativpunkte hinwegsehen können. Alle anderen müssen sich wohl leider noch gedulden, bis andere Simulationen das Licht der Welt erblicken.”

    Jasmin Paskuda, Redakteurin

Ab in die Sammlung?

Für das jüngere Publikum, die über die vielen Macken hinwegsehen können, könnte der Titel etwas sein. Alle anderen sollten sich besser nach Vertretern wie Animal Crossing, Story of Seasons oder Stardew Valley umsehen.

Geschrieben von
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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