Life is Strange 2: Episode 3 (Wastelands) – Test zur Halbzeit des Adventures

Life is Strange 2: Episode 3 (Wastelands) im Überblick

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Life is Strange 2 - Episode 1 | PC Download - Steam Code
  • Die preisgekrönte Life is Strange-Reihe wird mit diesem langerwarteten Sequel von DONTNOD Entertainment fortgesetzt.
  • Die Brüder Sean (16) und Daniel (9) Diaz sind nach einem tragischen Vorfall gezwungen, vor der Polizei Richtung Mexiko zu flüchten, während sie versuchen, eine mysteriöse, übernatürliche Kraft zu verbergen.
  • Das Leben auf der Straße ist hart und Sean, jetzt ganz für seinen viel jüngeren Bruder verantwortlich, erkennt, dass seine Entscheidungen ihr Leben für immer verändern werden.

Releasedatum: 9. Mai 2019

Genre: Adventure

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Square Enix

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One

Es ist Halbzeit bei Life is Strange 2. Die dritte Episode von fünf heißt „Wastelands“ und setzt die Geschichte der flüchtenden Diaz-Brüder fort. Diese scheinen an keinem Ort sicher zu sein und so wird die Idylle, in der wir zu Beginn dieser Episode sind, wohl nicht von Dauer sein. Wie bei jeder Review eines episodischen Spiels gilt: Wer die ersten Episoden nicht gespielt hat, dem sei hier eine Spoilerwarnung erteilt, da wir ansonsten die Story nicht besprechen könnten.

 

Das ruhige Hippie-Camp

Immer noch auf der Flucht nach den Geschehnissen in Episode 1, sind die Brüder Sean und Daniel Diaz in der zweiten Episode bei ihren Großeltern gelandet. Doch auch dort währte der Frieden nicht lange und nachdem sie von der Polizei entdeckt wurden, mussten sie erneut die Beine in die Hand nehmen. Nach einer Runde Trainhopping landen die beiden schließlich in einem Camp, in dem sie auch ihre Bekanntschaften Cassidy und Finn aus Episode 2 wiedertreffen. Dieses Treffen passiert allerdings Offscreen, die Episode beginnt zunächst einmal mit einer Rückblende, als die Welt noch in Ordnung war und setzt uns dann in das Camp, als Sean und Daniel bereits 2 Monate dort untergebracht sind. Während die beiden die Bewohner dieses Örtchens also bereits kennen, müssen wir sie als Spieler neu kennenlernen. Da wären neben Cassidy und Finn die etwas schroffe Hannah, der ausgeflippte Penny, der in seinem Glauben enttäuschte Jacob und die beiden schwedischen Backpacker Ingrid und Anders. Diese Gruppe lebt friedlich im Wald, in aufgebauten Zelten, komplett mit Wassertanks, einer funktionierenden Dusche und Toilette. Geld wird bei der Arbeit auf einer illegalen Marihuanafarm verdient, geleitet vom exzentrischen Merril. Bewacht wird das Ganze von Big Joe, einem bärtigen Riesen mit Sturmgewehr. Das ist also das Setting, in welches Episode 3 von Life is Strange 2 uns wirft.

Hoffentlich mögt ihr dieses Camp, ihr werdet es die meiste Zeit sehen.

 

Fühlt sich lang an, ohne dass viel passiert

Obwohl auch die dritte Episode von Life is Strange 2 ungefähr die gleiche Spielzeit hat wie die beiden vorherigen Episoden, fühlt sie sich aus irgendeinem Grund viel länger an. Und dies ist der Fall, obwohl so gesehen gar nicht so viel in dieser Episode passiert. Fokus liegt vor allem auf Daniel, welcher sich immer mehr von Sean entfernt. Er ist frustriert, dass sein großer Bruder nun öfter mit diesen Gleichaltrigen herumlungert und ihm, obwohl er diese mächtigen Kräfte besitzt, immer noch sagt was er zu tun und zu lassen hat. Der Konflikt der beiden Brüder wird in dem eben erwähnten Flashback eingeleitet, wo ein nichtssagender Streit der Brüder im Vordergrund steht. So realistisch der Konflikt der Beiden auch ist, so ist es ein wenig seltsam vom Spiel, uns vorzugaukeln, wir könnten die Sache entschärfen. Entscheidungen sind zwar ein Bestandteil der Life is Strange-Spiele, doch man braucht uns keine Entscheidungen vorsetzen, wenn wir schon von vornherein wissen, dass Daniel schnippisch reagieren wird. Das „Brüder-Feature“ fühlt sich somit auch ein wenig sinnlos an. Eigentlich sollte es so sein, dass Daniel von euch und aus seinen Fehlern lernt, doch die Story muss vorangetrieben werden und dazu sind Daniels Gefühlsausbrüche notwendig. Insofern werden vorangegangene Entscheidungen ignoriert und Daniel verhält sich ärgerlich oft stur und nörgelig.

Abgedrehte Charaktere wie Finn sind die Stärke von Episode 3.

 

Wenig Abwechslung, dafür gefühlsechte Momente

In „Wastelands“ wird viel geredet, mehr als in den anderen Episoden. Minispiele und Rätselabschnitte gibt es seltener, genauso wie die Verwendung von Daniels Kräften. Es gibt zwar einen Abschnitt, in dem wir mit ihm ein paar Tannenzapfen zerschreddern und Steine über das Wasser schweben lassen, es wird sich aber mehr auf Daniels Gefühlslage und seine Beziehung zu Sean konzentriert. Wie bereits erwähnt gibt es besonders in dieser Episode kaum spielerische Abwechslung. Ein kleines Minispiel, in dem ihr mit dem rechtzeitigen Tastendruck Grasbündel zurechtschneidet, bleibt die Ausnahme. Dass dieses Quicktime-Event sich klobig anfühlt, macht die Sache nicht besser. Wenn spielerisch nicht so viel geboten wird, dann müssen die Dialoge doch wenigstens einwandfrei sein, oder nicht? Nun, im Grunde stimmt das schon. Besonders eine Szene, in der sich die Campinsassen ihre schlimmsten Erinnerungen schildern, geht unter die Haut. So ganz befreit ist aber auch Episode 3 nicht vom Fremdschamfaktor. Es wäre nun mal nicht Life is Strange 2, wenn nicht wenigstens ein paar Dialoge eine grausige Gänsehaut erzeugen würden. Themen wie Sex im Zusammenhang mit Teenagern, mehr muss ich glaube ich nicht sagen.

Ein knisterndes Lagerfeuer und emotionale Gespräche, einfach nur schön.

 

Hoffentlich mögt ihr die Natur

Schauplatztechnisch sieht es in Episode 3 recht mau aus. Im Grunde findet der Großteil der Geschichte nur im Camp statt, welches sich kaum verändert. Nur in der Rückblende zu Beginn, während des Grasschneide-Minispiels und zum Finale wechselt die Location. Das mag vielleicht auch einer der Gründe sein, warum es sich beim Spielen von „Wastelands“ so anfühlt, als ob sich die Angelegenheit ein wenig zieht. Episode 3 ist die Mitte der Geschichte und man wird das Gefühl nicht los, dass man nicht wusste, wie das Mittelstück zu füllen ist. Erst gegen Ende wurde es extrem spannend und die Episode lässt uns mit einem der aufregendsten Cliffhanger zurück, welche die Reihe je zu bieten hatte. Doch der Weg dahin war zugegebenermaßen etwas beschwerlich. Auch die technischen Fehlerchen, welche wir bereits in den vorangegangenen Episoden besprochen haben, machten sich erneut bemerkbar. Charaktere, die während einer Zwischensequenz plötzlich auftauchten oder ein Glitch, bei dem wir fast in einem Truck hängengeblieben sind und uns nicht mehr befreien konnten, sind nur zwei Beispiele. Was wir bislang in den Episodenreviews kaum erwähnt haben, es an dieser Stelle aber stellvertretend mal tun möchten: Der Soundtrack von bisher allen drei Episoden ist spitze, wir kennen es von der Life is Strange-Reihe nicht anders.

Life is Strange 2 - Episode 1 | PC Download - Steam Code
  • Die preisgekrönte Life is Strange-Reihe wird mit diesem langerwarteten Sequel von DONTNOD Entertainment fortgesetzt.
  • Die Brüder Sean (16) und Daniel (9) Diaz sind nach einem tragischen Vorfall gezwungen, vor der Polizei Richtung Mexiko zu flüchten, während sie versuchen, eine mysteriöse, übernatürliche Kraft zu verbergen.
  • Das Leben auf der Straße ist hart und Sean, jetzt ganz für seinen viel jüngeren Bruder verantwortlich, erkennt, dass seine Entscheidungen ihr Leben für immer verändern werden.

 

Positiv:

Viele Charaktermomente
Natürliches Campfeeling und emotionale Lagerfeuergespräche
Spannender Cliffhanger
Super Soundtrack (D.A.N.C.E von Justice geht immer)

Negativ:

Nicht viel Abwechslung, auch vom Setting her
Daniel nervt langsam, Entscheidungen haben kaum Einfluss auf ihn
Immer noch technische Schwächen an manchen Stellen
  • Life is Strange 2
    “„Wastelands“, die dritte Episode von Life is Strange 2, ist definitiv die schwächste Episode. Die Lagerfeuergeschichten und Charaktergespräche sind zwar tolle Momente, dennoch fühlt es sich für lange Zeit so an, als kämen wir nicht vom Fleck. Vielleicht eine Metapher für die Situation, in welcher die Diaz-Brüder sich befinden, dennoch als Spieler etwas frustrierend und langweilig. Vor allem Daniels Charakterentwicklung wird langsam nervig, da wir anscheinend mit unseren Entscheidungen kaum Einfluss auf ihn nehmen können. Doch zwei Episoden kommen ja noch, die Chancen, dass es wieder besser wird, stehen also nicht so schlecht, vor allem aufgrund des Cliffhangers.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wenn ihr bereits 2 Episoden gespielt habt, seid ihr zu tief drin. Episode 3 werdet ihr spielen, auch wenn sie qualitativ nicht ganz mithalten kann.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

1 Kommentar

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