Leo’s Fortune – Review zum Jump ‘n’ Run mit dem bärtigen Fellball

Der Jump ‘n’ Run Puzzler Leo’s Fortune, der bereits im letzten Jahr für iOS und Android erschien, findet nun auch seinen Weg auf PS4 und Xbox One. Der Titel wurde dabei mit allerhand Lob überschüttet, nicht zuletzt wegen seiner Optik und dem Gameplay. Ob der bärtige Fusselball auch auf den Konsolen zu Hause ist, erfahrt ihr im Test.

 

Wie gewonnen, so zerronnen

Im Fokus steht der Erfinder Leo und sein Vermögen. Von vielen Leo der Glückliche genannt, hat er sich mit seiner Frau niedergelassen und führt ein zufriedenes Leben. Als eines Tages jedoch sein gesamtes Vermögen gestohlen wird, sieht er sich gezwungen den Dieb zu stellen und sein Gold wiederzubeschaffen. Eilig hinterlässt er seiner Frau Mathilda einen Brief, um sie wissen zu lassen das er bald schon mit seinem Vermögen zurück sei. Leo ist dabei recht zuversichtlich, das sein Vorhaben erfolgreich sein wird. Der Dieb hat nämlich anscheinend nicht sehr viel Erfahrung und zudem noch löchrige Taschen denn er verliert überall Goldstücke. Diesen folgend hofft Leo schnell dem Dieb auf die Schliche, zu kommen. Dabei geht es über und unter Wasser, durch Wälder und Piratenschiffe sowie Feuer und Schnee. Die Spur führt euch letzten Endes zu Leuten, die ihr nicht im Verdacht hattet.

Leo kann in diesem Zustand über Abgründe schweben.

Leo kann in diesem Zustand über Abgründe schweben.

 

Altbekannt und reinterpretiert

Das Gameplay von Leo’s Fortune ist nichts Neues. Im Grunde schnappt man sich Nintendo’s Klempner, entfernt alles bis auf den Bart und tauscht den Körper gegen einen Fellball aus. Die Stages selbst sind dann ein Mix aus Badland und Sonic. Das heißt im Klartext über Rampen und durch Engpässe sausen, um die verlorenen Münzen wieder aufzusammeln und dabei immer wieder mal kleinere Schalter und Plattform Rätsel lösen. Anstatt aber wie Badland auf verschiedene Physik basierte Fähigkeiten zusetzen, gibt sich Leo’s Fortune mit nur zwei grundlegenden Mechaniken zufrieden. Leo kann sich komprimieren, um dadurch kleiner, schwerer und schneller zu werden. Ideal um zu beschleunigen und fix durch die Kurven zu schießen. Leo kann sich allerdings auch wie Kirby größer machen. In dieser aufgepusteten Form kann er über Abgründe schweben, Plattformen umstoßen oder Schalter drücken. Pro Level könnt ihr drei Sterne verdienen, je nachdem ob ihr alle Münzen gesammelt hat, ohne zu sterben durch gekommen seid und wie lange ihr gebraucht habt. In jeder Welt gibt es einen Bonus Level, den ihr mit den verdienten Sternen erst freischalten müsst. Sollte euch das noch nicht Herausforderung genug sein, könnt ihr ja noch nach den goldenen Zahnrädern Ausschau halten. Solltet ihr allerdings kein gutes Auge für versteckte Wege haben, werden euch wohl einige der Zahnräder entgehen. Für alle, die dann noch eine finale Herausforderung brauchen, gibt es noch den Hardcore-Modus, in dem ihr auf Speicherpunkte verzichten müsst. Solltet ihr also sterben, müsst ihr von vorn beginnen.

Leo will sein Gold wieder und ihr müsst ihm dabei helfen.

Leo will sein Gold wieder und ihr müsst ihm dabei helfen.

 

Stylish

Wer Badland und Rayman kennt, wird sich sehr zu Hause fühlen in der Welt von Leo’s  Fortune. In dieser Version kommt das Spiel in 1080p was in meinen Augen allerdings kein großes Plus ist da die Auflösung, zum Beispiel auf einem iPad, deutlich höher ist als 1080p. Das bedeutet jedoch keinesfalls das Leo’s Fortune schlecht aussieht. Die Hintergründe sind toll und abwechslungsreich designt und geben ein gutes Setting ab. Leo selbst ist ebenfalls sehr charismatisch gelungen, nicht zuletzt wegen seinem Super Mario Gedächtnis-Schnauzbart. Stimmungsvolle, ruhige Musik untermalt das Geschehen und rundet alles ab.

Leo mit seinem übergroßen Schnauzbart.

Leo mit seinem übergroßen Schnauzbart.

 

Fazit:

Leo’s Fortune zeigt deutlich seine Wurzeln, die in Genre Klassikern wie Super Mario, Kirby und Sonic liegen, ohne sich dabei zu oft direkt aus deren Repertoire zu bedienen. Obwohl das Gameplay an sich sehr simpel gehalten ist, braucht es doch immer wieder ein gutes Auge und Geduld, um auch das letzte Zahnrad zu erwischen. Für 6,99€ erhält man etwa 3 Stunden Gameplay. Wie bereits bei anderen Vertretern, die von Mobile zu Konsole portiert wurden, muss ich aber auch sagen das Leo’s Fortune nicht unbedingt auf eine Konsole passt. Spiele wie dieses sind besser aufgehoben auf Smartphones und Tablets, wo man sie als vollständigere Spiele wahrnimmt. Auf Konsole fühlen sie sich selbst im Vergleich zu manchen Indie Titel einfach zu klein an.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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