LEGO Marvel´s Avengers – Test zu LEGOs Marvel Movie Zusammenfassung

LEGO gönnt euch keine Pause. Ob ein Mix der Popkultur der letzten Jahrzehnte verpackt in einem Toys to Life Game oder ein Ausflug in den Jurassic Park. Der Klötzchenmacher versorgt Spieler ohne Unterlass mit neuen Titeln. In LEGO Marvel´s Avengers macht ihr diesmal einen Ausflug in die Geschichten der letzten Marvel-Filme. Ob Marvel Avengers sich genug von Marvel Super Heroes unterscheidet, um zu überzeugen, erfahrt ihr in meiner Review.

 

Movie Mashup

Die Story von LEGO Marvel Avengers ist im Grunde eine Zusammenfassung der letzten Marvel Filme (The Return of the First Avenger, Avengers, Avengers: Age of Ultron, Iron Man 3, Thor: The Dark Kingdom etc. ). Ihr startet dabei mit der Introsequenz aus Age of Ultron und durchlauft dann die Handlungen der Filme in annähernd chronologischer Reihenfolge. So holt ihr die Avengers zusammen, verteidigt Manhattan vor Loki’s Invasion und macht euch dann gleich auf, Ultron den Blechhelm zu verbeulen. Habt ihr die Hauptstory hinter euch, warten dann noch kleinere Abenteuer mit Tony Stark oder Thor. Zwischendurch, und natürlich auch nach der Story, könnt ihr euch dann den Herausforderungen in den Hubwelten stellen. Davon gibt es diesmal mehrere, wie zum Beispiel Manhattan samt Helicarrier, die Shield Basis oder Asgard. Alle Orte könnt ihr über eine spezielle Karte vom Weltraum aus erreichen. Auf diese Art könnt ihr dann nach der etwa zehnstündigen Kampagne auf Sammeljagd gehen, was euch wahrscheinlich noch einmal ein paar Dutzend Stunden zusätzlich beschäftigen wird.

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Es heißt wieder alles zu Kleinholz zu verarbeiten.

 

Altbewährtes Gameplay

Ich denke, dass ich es mir getrost sparen kann, das Gameplay eines LEGO-Spieles groß zu beschreiben. Jeder wird wohl zur Genüge wissen, was er zu erwarten hat, wenn er ein LEGO-Game startet. Aber um es trotzdem kurzzufassen, ihr verkloppt Gegner, haut alles für Studs kaputt, schaltet unzählige Charaktere frei und so weiter. So sehr die Entwickler dieser Formel aber treu bleiben, ein paar neue Features haben es dennoch ins Spiel geschafft. Prominentestes Feature sind die Team Moves. An bestimmten Punkten im Spiel können zwei spezifische Helden eine besondere Attacke nutzen. Die besten Beispiele hierfür sind Thors Hammerschlag auf den Schild von Captain America oder Captain America, der Iron Mans Laserstrahl umlenkt. Diese Moves werden meist dazu genutzt, um große Gegenstände aus dem Weg zu räumen oder um generell eine neue Passage im Level zu betreten. Aber auch im normalen Kampf sind Teammoves möglich. Hierfür müsst ihr durch normale Attacken aber erst eine Anzeige auffüllen und dann nahe genug an eurem Begleiter stehen, wenn ihr die Attacke starten wollt. Wie die Attacke dann ausfällt, hängt davon ab, welche Charaktere ihr kombiniert. Leider gibt es aber in dieses Mal einen Haken, der sich durch das ganze Spiel zieht. Sei es nun bei diesen Kombomoves oder generell in den Levels, das Spiel macht häufig keinen guten Job euch wissen zu lassen, was als Nächstes zu tun ist. Es gab zwei Stellen, an denen ich minutenlang umhergeirrt bin ohne die geringste Ahnung, wie ich weiterkomme. Meistens bringt dann eine Fähigkeit eines Charakters die Lösung mit sich, von der ihr nicht einmal wusstet, dass dieser über die entsprechende Fähigkeit verfügt. Etwas was mir auch negativ auffiel, waren die vielen “unnützen” Charaktere, welche man nach und nach freischalten kann. Ich kann damit leben, dass ein paar davon keinen echten Nutzen haben, aber man hat inzwischen das Gefühl, dass man eine hohe Charakterzahl erzwingen will. Ich hätte ehrlich kein Problem, wenn man von fast 200 Charakteren einfach mal 20 – 30 streicht. Warum ich die Kellnerin aus dem Avengers Film als Figur haben muss, ist mir einfach unklar.

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Der epische Kampf zwischen Hulk und Iron Man in der Hulkbuster Rüstung ist auch dabei.

 

Kind gerechtes Filmfeeling

Da man sich in Marvel Avengers durch die ganzen Filme arbeitet, die Marvel in den letzten Jahren so rausgebracht hat, wundert es natürlich nicht, dass sich die Macher um ein wenig Hollywood Feeling bemüht haben. Wer die Filme kennt, wird immer wieder Sequenzen erkennen, die direkt aus den Filmen entnommen und nachvollzogen wurden. Natürlich wurde alles mit dem typischen LEGO Humor versehen, wer sich an Quicksilvers Ende erinnert und enttäuscht war, dass dieser so schnell wieder aus dem Film verschwand, wird erfreut sein, dass er hier nur von Speiseeis begraben wird. Allerdings hat man auch beim Leveldesign selbst eine gute Arbeit geleistet, um die Settings aus den Filmen gut rüberzubringen. Schade nur, dass der Sound etwas negativer auffällt. Im Normalfall bin ich immer dafür, wenn man die Originalsprecher ins Boot holt. Das ist auch hier der Fall, allerdings bekommt man hier eine Lektion, wie man es besser nicht machen sollte. Die meiste Zeit hört ihr die Originalschauspieler, deren Stimmen man direkt so aus den Filmen entnommen hat. Hinzu kommen dann Phrasen, die plötzlich von einem anderen Sprecher kommen. Wenn man also zum Beispiel für Iron Man keinen passenden Satz aus den Filmen entnehmen konnte, wurde dieser einfach von jemand anderem eingesprochen und Iron Man spricht auf einmal mit zwei Stimmen. Das ist besonders dann unschön, wenn dies innerhalb eines Gespräches passiert und dadurch noch auffälliger wird. Leider ist das auch nicht das einzige Problem mit dem Sound. Wenn man schon lustige Dialoge im Spiel hat, dann möchte man diese auch hören. Leider hat dieses Mal anscheinend der Praktikant den finalen Sound abgemischt. Es passiert recht häufig, dass Unterhaltungen der Charaktere unter den Geräuschen um euch herum untergehen. Dadurch sind mir auch an manchen Stellen Hinweise entgangen, was als Nächstes zu ist und genau sowas sollte eigentlich nicht passieren.

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Man hat viele Szenen direkt aus den Filmen übernommen.

 

Fazit:

Ich war zuerst wirklich skeptisch, ob sich Marvel Avengers genug von Super Heroes unterscheiden würde, um es empfehlen zu können. Nach einigen Missionen war dann aber schnell klar, dass sich zumindest die Spielmechanik um ein paar Features verbessert hat. Und bis auf Manhattan gibt es nicht allzu viel Recycling im Spiel. Natürlich ist es ein LEGO-Spiel, also gibt kaum generelle Unterschiede zu anderen Titeln in der LEGO Reihe. Die neuen Team Moves und die Fähigkeiten mancher Charaktere bereichern das bekannte Setting aber genug, um einen eigenständigen Titel zu rechtfertigen. Positiv ist vor allem, dass die Entwickler immer weiter an der Steuerung und Kamera feilen und diese nur noch selten für Frust sorgen. LEGO Marvel Avengers ist kein großer Wurf, aber mehr vom Bekannten in gewohnter Qualität, auch wenn man im Bereich Sound etwas mehr Sorgfalt hätte beweisen sollen. Wenn ihr mit anderen LEGO-Games Spaß hattet, werdet ihr auch hier wieder zufrieden sein. Vor allem Kenner der Filme dürfen sich über allerhand Insiderjokes freuen.81

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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