Kunai – Test zum neusten Pixel-Art Metroidvania

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Releasedatum: 06. Februar 2020

Genre: Metroidvania

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: The Arcade Crew

Plattformen: PC, Nintendo Switch

Schnelle, actiongeladene Kämpfe, Parcours-inspirierte Geschicklichkeitspassagen und das alles in einer skurrilen Zukunftsversion im Pixel-Art-Stil verpackt. Untermalt mit einem klassischem, 16-Bit Synthesizer-Soundtrack. Kunai verspricht schon so einiges und sieht auf den Bildern wirklich lustig aus. Doch ob das Ninja-Action-Parcours-Metroidvania-Pixel-Art-Abenteuer auch überzeugen kann, erfährst du in den kommenden Zeilen.

 

In einer fernen Zukunft

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert schon lange nicht mehr. Die Menschheit wurde von der bösen K.I. Lemonkus nahezu komplett ausgelöscht. Roboter wandeln frei auf der Erde herum und sind die die dominierende Spezies. Ein Krieg gigantischen Ausmaßes ist entbrannt. Während die meisten Maschinen unter der Herrschaft von Lemonkus stehen, versammeln sich abtrünnige Roboter und gründen einen Widerstand. Doch der Widerstand scheint machtlos der gewaltigen Armee Lemonkus gegenüber. Ein verzweifelter Versuch, das Blatt zu wenden, gelingt. Unter enormen Anstrengungen und mit hohen Verlusten gelingt es einer Guerilla-Truppe, einen Killer-Roboter aus einem geheimen Labor zu stehlen und mit der Seele eines alten Kriegers zu versehen. Kein geringerer als Du schlüpft in die Rolle dieses Kriegers, der auf den heroischen Namen Tabby hört. Wie für dieses Genre üblich, hast du zu Beginn deiner Reise nur sehr eingeschränkte Fähigkeiten. Doch das ändert sich sehr schnell und schon bald bist du ein gefürchteter Widersacher.

Die Geschichte wird in solchen Comic-Strips weiter erzählt. Dabei wird nur auf Text gesetzt.

 

Weapon of Choice

Zu Beginn des Spiels weißt du, wie üblich, erstmal gar nicht, was überhaupt abgeht. Doch das ändert sich recht schnell. Genauso wie die Tatsache, dass du noch komplett unbewaffnet bist. In den ersten Spielminuten erhältst du deine erste Waffe. Ein Katana. Und damit geht die Action auch schon los. Mit ein bisschen Übung schnetzelst du dich durch deine Widersacher. Doch Vorsicht ist geboten! Die verschiedenen Gegnertypen erfordern fast immer eine andere Herangehensweise. Aber dazu später mehr. Du hast dich mittlerweile ein bisschen mit deinem neuen Schwert vertraut gemacht und auch schon ein paar Gegner vom Netz getrennt. Soweit so gut. Doch so richtig fühlt sich das bisher nicht nach Ninja-Action an. Wo bleibt die Bewegungsfreiheit? Keine Sorge. Die kommt schon sehr bald. Denn jetzt bist du erstmal auf der Suche nach den titelgebenden Kunai. Berühmt berüchtigte und vielseitige Wurfmesser. Diese finden sich mit etwas Glück in den verwinkelten, zweidimensionalen Levels recht schnell.

Ausgerüstet mit Katana und Kunai bist du nicht mehr aufzuhalten.

 

Der Kampf beginnt

Ab jetzt geht die Ninja-Action so richtig ab. Doch die Kunai dienen nicht als Waffe, sondern eher als Werkzeug und sind, wie der Titel bereits verrät, eines der Kernelemente des Spiels. Denn nun kannst du dich mit ihnen an Vorsprünge heften und dich wie Tarzan (ja, ich weiß, der war kein Ninja) durch die Levels hangeln. Was auch aufgrund des Levelaufbaus ziemlich häufig notwendig ist. Da haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet. Die Steuerung ist auf jeden Fall schon mal ein dicker Pluspunkt. Sie ist intuitiv und geht flüssig von der Hand. Mit ein bisschen Übung sind auch coole Manöver wie etwa Angriffe aus der Luft oder das Abwehren von feindlichen Geschossen mit dem Schwert kein Problem mehr für dich. Das motiviert und tröstet auch darüber hinweg, dass einige Passagen, insbesondere die Parcours-Elemente, dem Trial-and-Error-Prinzip unterlegen sind. Das ist aber zu verkraften, da die meisten Speicherpunkte recht fair und großzügig verteilt sind.

Wer die Spielmechanik gut beherrscht, der erreicht auch das ein oder andere Versteck und kann sich dann über einen Schatz freuen.

 

Wachse mit deinen Aufgaben

Was Kunai wirklich gut hinbekommt und dich als Spieler auch gut bei der Stange hält, ist das Progressionssystem. Mit der Zeit kannst du neue Fähigkeiten erlernen und so in alte Levelbereiche zurückkehren, um noch verborgene Geheimnisse zu lüften. Anfangs wirkt das Spiel noch etwas unübersichtlich, doch das wird durch ein Kartenupgrade kompensiert, welches du im Rahmen der Story ziemlich früh erhältst. Diese Progression zieht sich so durch das ganze Spiel. An WLAN-Routern hast du die Möglichkeit, natürlich gegen Bares, deine Fähigkeiten und Waffen zu verbessern. Hier kannst du gerade zu Beginn aussuchen, was am ehesten zu deinem Spielstil passt. Die Möglichkeiten sind ziemlich beschränkt, da dir nur eine Hand voll Upgrades und Waffen zur Verfügung stehen, aber viel mehr brauchst du auch nicht. Denn die Spielzeit ist auch nicht sonderlich lang. Wenigstens kannst du dir die Upgrades aussuchen, welche du zuerst möchtest. Das kannst du dann von deinem bevorzugtem Spielstil abhängig machen.

An einem WLAN-Router kannst du dir verschiedene Upgrades kaufen.

 

Die Welt, in der wir leben

Die Spielwelten sind ebenfalls recht abwechslungsreich gestaltet. Vom dichten und verwinkelten Wald, über vertrocknete Wüsten bis hin zu alten Industrieanlagen und sogar einem Luftschiff ist alles dabei. Entsprechend vielfältig sind da auch Lemonkus Schergen. Normale Fußsoldaten, Heckenschützen, Flugeinheiten, Geschütztürme, Krabbelviecher und Sandwespenroboter sind nur einige Beispiele für die verschiedenen Widersacher. Dementsprechend verlangt auch jeder Zwischen- und Endboss eine bestimmte Herangehensweise. Doch die hat man relativ schnell raus. Doch was wäre ein Metroidvania ohne Geheimgänge und versteckte Schätze? Ziemlich langweilig und eintönig. Deswegen sind in den Levels einige Geheimnisse versteckt. Manche sind nur durch Geschick und andere durch reinen Entdeckerdrang zu finden. Auch die Belohnungen sind vielfältig. Mal ist es ein neuer Hut für deine Sammlung (ja, du kannst Tabby im Spiel verschiedene Hüte aufziehen. Bringt zwar nix, sieht aber lustig aus), mal eine Truhe voller Geld, oder auch mal ein WLAN-Router, an welchem du neue Upgrades kaufen kannst. So oder so, die Suche lohnt sich fast immer.

Die Levels sind, trotz der Pastell-Töne, schön und abwechslungsreich gestaltet.

 

Eine Hommage an vergangene Zeiten

Wenn du aufmerksam bist und dich ein wenig mit der Pop-Kultur der letzten dreißig Jahre auskennt, wirst du eine Menge lustiger Anspielungen finden. Viele davon in den Dialogen der NPCs. Was ebenso begeistert wie die kleinen Anspielungen ist die Liebe zum Detail. Die Grimassen von Tabby sind manchmal einfach unbezahlbar. Wenn er zum Beispiel ein neues Item aus einer Kiste bekommt und seine Augen vor Freude strahlen, oder wie er die Zunge raushängen lässt, wenn er an einem Kunai hängt und sich hin und her hangelt. Natürlich sind das nur Kleinigkeiten, jedoch prägen gerade solche Details die Seele des Spiels. Das Ganze ist noch mit einem wirklich tollen Soundtrack untermalt, welcher perfekt auf die Spielerfahrung zugeschnitten ist. Einzig der etwas unausgeglichene Schwierigkeitsgrad kann manchmal etwas trüben. Im Gesamten ist das Spiel ziemlich, ja fast schon zu einfach. Doch die ein oder andere Passage, gerade gegen Ende des Spiels, erfordert neben Geschick auch etwas mehr Disziplin. Aber mit dem Trial-and-Error-Prinzip dürftest du mittlerweile vertraut sein.

 

Positiv:

Einfache und gut funktionierende Steuerung
Fair verteilte Speicherpunkte
Motivierender Spielablauf
Cooler Soundtrack

Negativ:

Kaum Auswahl an Waffen und Upgrades
Im Gesamten etwas zu leicht
Relativ kurze Spieldauer
  • Kunai – Test zum neusten Pixel-Art Metroidvania
    “Kunai macht ohne Frage vieles richtig. Doch leider bleibt das Spiel hinter seinen Möglichkeiten. Die Waffen- und Upgrade-Auswahl ist reichlich bescheiden. Die Spielzeit ist mit knapp 4-6 Stunden relativ kurz und im Großen und Ganzen (abgesehen von Endboss) einen Tick zu einfach. Auch der ein oder andere Bug hat mich hin und wieder zum Neustart gezwungen. Es handelt sich um ein klassisches Metroidvania, jedoch hätten dem Spiel einige Nebenquests wirklich gut getan. Nichtsdestotrotz ist das jammern auf hohem Niveau. Auch wenn das Spiel einige Mängel hat, so sticht es doch aus der Menge heraus und kann durch kurzweiliges Gameplay einem tollen Soundtrack und Liebe zum Detail punkten.”
    Tobias Panten, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer auf Metroidvania im Pixel-Art-Stil steht und die ca. 16 Euro für den Titel locker hat, der kommt schon fast nicht dran vorbei. Auch für Neueinsteiger oder Interessierte lohnt es sich mal rein zu schauen. Aber Achtung! Die meisten Spiele dieses Genres sind in der Regel schwerer.

Geschrieben von
Ist jetzt leider erstmal Offline...

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