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Kritik: Dune: Part Two

Das Epos geht weiter

Es ist das Jahr 2021. Corona hält weiterhin die Welt in Atem, das Leben findet immer noch größtenteils in den eigenen vier Wänden statt, und die Streamingdienste feiern einen Erfolg nach dem anderen, während die Kinos nur langsam aus der Trance erwachen und noch immer um ihre Zukunft fürchten. Und dann kommt Dune. Ein Blockbuster, wie er im Buche steht, mit gigantischen Bildern und zur Abwechslung ohne ein großes Franchise dahinter.

Schon damals war schnell klar, dass es nicht bei einem Film bleiben würde. Nun, fast drei Jahre später, ist es endlich soweit. Dune: Part Two erscheint in den Kinos und setzt die große Geschichte fort. Ob Paul Atreides sich einen Platz unter den ganz großen erkämpfen kann, oder seine Geschichte im Nichts versandet, das erfahrt ihr hier.

 

Die Story von Dune: Part Two

Die Überreste von Haus Atreides liegen in Trümmern und Haus Harkonnen hat Arrakis wieder fest in der Hand. Doch Paul und seine Mutter konnten entkommen und reisen nun in Begleitung der Fremen unter der Führung von Stilgar. Unter seiner Führung mausert Paul sich zu einem begnadeten Kämpfer, der die Operationen des Barons Harkonnen massiv stört.

Doch gleichzeitig beginnt seine Mutter Lady Jessica, die Gerüchte um Paul als Messias der Fremen zu befeuern, was Paul gar nicht gefällt. Er will kein Messias sein, nicht wenn das zu dem blutigen Krieg führt, den er in seinen Visionen sieht. Als jedoch der brutale Neffe des Barons das Kommando auf Arrakis übernimmt eskaliert der Konflikt, bis sich der Kaiser persönlich einmischt, und Paul muss sich entscheiden.

 

Unsere Kritik zu Dune: Part Two

Wenn ihr dachtet, der erste Teil sei schon ein gewaltiger Brocken, dann solltet ihr euch gut anschnallen. Damit wir alle nicht den Faden verlieren, gehen wir alles lieber der Reihe nach durch.

Eine Optik von einem anderen Stern

Dune hat vieles zu bieten, aber mit Abstand am beeindruckendsten ist und bleibt einfach die Optik. Die flirrenden, endlosen Weiten der Wüste. Die dunklen Höhlen der Fremen. Der Garten des Kaisers, voller Grün und subtilem Protz. Und dann die schwarz-weiße Heimat der Harkonnens, mit ihren dunklen, bedrohlichen Räumen, und der riesigen Arena. Jeder Ort hat seinen eigenen Flair, und jedes Bild lässt einen die riesigen Weiten oder die bedrückende Enge spüren. Einziger Kritikpunkt an dieser Stelle: Die plötzlichen Schnitte von einem dunklen Raum in die helle Wüste. Das war so gemein wie die Leute, die morgens im Schlafzimmer das Deckenlicht anschalten ohne genug Zeit zu lassen, um sich unter die Bettdecke zu verkriechen.

Mehr Verwirrung als Spannung

Doch wo die Fortsetzung die starken Bilder des Vorgängers aufgreift und sogar toppt, so setzt sie auch die erzählerischen Schwächen fort. Wiedermal passiert sehr viel in diesem Film, und gleichzeitig sehr wenig. Es werden viele Informationen untergebracht, ohne dass sie genug Raum bekommen um sich zu entfalten, oder später nochmal aufgegriffen werden. Gleichzeitig gehen wichtige Informationen schnell unter, sodass man später weniger gepackt von den Emotionen als mehr verwirrt von den Sinneswandlungen ist. Das ist bei weitem kein Dealbreaker, und zu großen Teilen der Buchvorlage geschuldet. Dennoch ist dies eine eindeutige Schwachstelle des Films, für die es definitiv umsetzbare Lösungen gegeben hätte.

So geht Blockbuster

Der teilweise konfusen Geschichte zum Trotz ist Dune: Part Two einfach ein Erlebnis. Bombastische Bilder, packende Kämpfe, und eine epische Geschichte. Das sind die Zutaten eines richtigen Blockbusters, wie es sie inzwischen immer weniger gibt. Dune ist kein Film fürs Fernsehen, oder für irgendeinen Streamingdienst. Dune ist ein Film für das Kino, das das beste aus ihm herausholt und umgekehrt.

Als ich den ersten Teil vor drei Jahren im Kino sah wusste ich sofort, dass diese ganzen Diskussionen über die Zukunft des Kinos hinfällig sind. Solange es Filme wie Dune gibt, geht das Kino nirgendwo hin. Das hat der erste Teil bewiesen, und das beweist auch der zweite Teil. Logiklücken und holperndes Storytelling hin oder her, Dune: Part Two schreit so sehr nach der großen Leinwand, wie es selbst Oppenheimer nicht geschafft hat.

Copyright Beitragsbild: 2024 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved. Legendary Pictures & Villeneuve Films

Informationen zu Dune: Part Two

  • Originaltitel: Dune: Part Two 
  • Laufzeit: ca. 166 Minuten
  • Kinostart: 29. Februar 2024
  • Altersfreigabe (FSK): ab 12 Jahren freigegeben
  • Besetzung: Timothée Chalamet, Zendaya, Rebecca Ferguson, Stellan Skarsgård, Javier Bardem, Dave Bautista, Josh Brolin, Austin Butler, Florence Pugh, Christopher Walken, Charlotte Rampling, Léa Seydoux, Souheila Yacoub, Anya Taylor-Joy

 

Trailer zu Dune: Part Two

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Fazit zu Dune: Part Two

Als großer Film- und vor allem Kinofan ist Dune für mich ein besonderer Film, der das Kino nach einer langen Pandemie zurückgebracht hat. Der zweite Teil hat diesen Bonus nicht mehr, doch der Freude an diesem Kinoerlebnis tut dies keinen Abbruch. Ja, einige Punkte der Geschichte sind schwer nachzuvollziehen, und es gibt berechtigterweise einiges daran zu meckern. Aber lasst euch dadurch auf keinen Fall davon beirren, dass dieser Film ein verdammt guter Blockbuster ist. So ein Erlebnis gibt es nicht mehr alle Tage. Lennart Hoffmann (Redakteur)

Bombastische Optik, die selbst den Vorgänger übertrifft
Eindrucksvoller Cast, der sich ständig selbst übertrifft
Bilderbuch Blockbusterfeeling
Etwas konfuse Story, die viele Emotionen irgendwo versanden lässt

Ab in die Filmsammlung?

Wenn ihr Blockbuster-Fans seid, ist Dune: Part Two Pflichtprogramm. Wartet nicht auf spätere Home-Releases, geht ins Kino! Wer jedoch kein Sitzfleisch hat, oder besonders hohen Wert auf eine absolut schlüssige Erzählung legt, sollte sich vorher warm anziehen.

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