Killzone: Mercenary – Test zum neuen Handheldshooter

Es haben schon viele Spiele versucht den Titel für den besten Shooter auf dem Handheld zu gewinnen. Leider hat dies bislang noch nicht geklappt, da entweder die Technik oder das Gameplay nicht stimmte. Einige Zeit ist bereits vergangen seit dem Release der “PSVita”. Nach über eineinhalb Jahren kommt endlich ein Ableger der “Killzone”-Reihe auf den Markt – und das wurde auch Zeit! Kurz gesagt: Endlich zeigt die “PSVita”, was sie drauf hat. Nach mehr als eineinhalb Jahren auf dem Markt, stößt sie erstmals an ihre technische Grenze, denn genau so muss ein Spiel aussehen! Wir haben das Spiel für euch testen dürfen und sagen euch, was uns äußerst zufriedenstellend gemacht hat und was nicht so toll umgesetzt wurde.

 

Eine Art Killzone 1.5

Im Handheldableger spielen wir Arren Danner, ein ehemaliger UCA-Soldat, der nun als Söldner für die Phantom Talon Corp. arbeitet und dort sein Geld verdient. Diese Corp. nimmt Aufträge der ISA als auch der Helghast an. Dabei geht es nur um den Profit, den das Unternehmen erzielen möchte. Danner ist in seiner neuen Position also nie auf einer festen Seite im Krieg. Geld spielt in Killzone: Mercenary eine große Rolle. Für jede Aktion, die wir im Spielverlauf durchführen, bekommen wir Geld auf unser Konto gutgeschrieben. Bereits im Auftrag wird einem klar, dass es in den insgesamt neun Missionen ordentlich zur Sache gehen wird. Die verschiedenen Aufgaben wiederholen sich innerhalb der Missionen nur selten und bieten somit eine gute Abwechslung im Gameplay. So müssen wir zum Beispiel einen Admiral aus der Gefangenschaft der Helghast befreien, oder uns in die Datenbank hacken, um bestimmte Informationen zu downloaden. Dabei kommt der Touchscreen von der PS Vita oft zum Einsatz. Schleichen wir uns an einen Gegner heran, können wir ihn nicht nur leise umbringen, sondern müssen auch immer mit den Fingern agieren, damit der Kill auch durchgeführt werden kann. So reicht eine Fingerbewegung in die jeweilige Richtung des Bildschirms, um den Gegner außer Gefecht zu setzen. Auch eine Art Minispiel für die Hackerangriffe sorgt für die entsprechende Abwechslung. Die Munition für unsere Waffen ist eher knapp gehalten und so muss schnell für Nachschub gesorgt werden. Hier haben die Entwickler von Guerilla Cambridge mitgedacht und lassen dem Gegner immer eine kleine Patronenhülse nach dem Tod entspringen. Zusätzlich können wir uns an den Black-Jack-Market-Stationen neue Munition und neue Waffen kaufen. Das Geld verdienen wir aber nicht nur durch Abschüsse oder Missionsziele, sondern auch durch Nahkampfattacken, Kopfschüsse und der Zerstörung von Überwachungskameras. Dadurch füllt sich unser wieder Konto schnell und wir können neue Ausrüstungsgegenstände erwerben. Etwa eine schusssichere Weste oder verschiedene Handgranaten.

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Wieder steht ihr den Helgast gegenüber.

 

Gegnermassen sind kritisch

Die feindlichen Truppen sind einzeln nicht sonderlich stark und bieten somit kaum ein Hindernis. Sind es aber gleich mehrere Gegner, die auf uns zulaufen, kann die ein oder andere kritische Situation schnell entstehen. So muss man zum Beispiel, in der Zeit bis zum fertigen Hackerangriff auf eine Datenbank, zahlreiche Gegner eliminieren. Diese Stelle mussten wir während des Spielens öfters erleben, da die Gegner auch schnell zur Granate greifen. Mit der entsprechenden Ausrüstung und einer guten Waffe, war dies aber auch kein Problem mehr. Die Team-KI hilft uns grundsätzlich immer, ab und zu hat diese aber auch ein paar Aussetzer. Die einzelnen Missionen sind alle linear und bieten uns fast gar keine freien Entscheidungen. Dies ist keine schlechte Idee, da die Schlauchlevel auf die großen Umgebungen angepasst sind und wir so immer zum Ziel finden.

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Voll im Kugelhagel.

 

Passt auf eure Augen und Ohren auf

Kein Spiel sieht so schön auf einem Handheld aus, wie Killzone: Mercenary. Vielleicht hat der Ein oder Andere die Präsentation von “Killzone: Shadow Fall” auf der diesjährigen E3 2013 gesehen. Die beeindruckenden Lichteffekte und tollen Texturen sehen schon jetzt unglaublich gut aus. Allerdings wird das Spiel nur auf Playstation 4 veröffentlicht. Warum sprechen wir nun also von einem kommenden PS4-Titel? Ganz einfach: Killzone: Mercenary sieht genauso grandios aus, wie der PS4-Ableger. Die Grafik stimmt an jeder Ecke. Direkt in der ersten Mission, werden wir von den ersten Lichtstrahlen geblendet und überrascht. Kurz danach sollen wir mit einem Gleitanzug durch die Stadt fliegen. Spätestens an dieser Stelle bekommen die Augen die volle Grafikpracht ohne Ruckler und Kantenflimmern zu sehen. Jeder Schusswechsel und jede Aktion vom Spieler sind flüssig und sehen dabei auch noch klasse aus. Einzig die Texturen sehen vom Nahen etwas matschig aus. Bei mehreren Gegnern und ein paar Explosionen kommt die “Vita” allerdings kurzzeitig nicht ganz mit. In diesen Situationen können kurze und kleine unproblematische Ruckler entstehen, die den Spielverlauf nicht weiter beeinträchtigen. Doch diese seltenen unschönen Momente macht der Sound wieder gut. Dieser ist ebenfalls klasse in das Spiel integriert. Jede Sprachvertonung, Waffe und Explosion hören sich an wie echt und runden die Technik sehr gut ab. Eine dramatischere Sounduntermalung hätte das Spiel perfekt gemacht.

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Ihr bekommt es mit allerhand schwerem Geschütz zu tun.

 

Auch mit acht Leuten ein Spaß

Nach rund 6-7 Stunden Spielzeit mit der Kampagne, steht euch noch ein Multiplayer zur Verfügung. Dieser bietet euch drei verschiedene Spielmodi (Söldnerkrieg, Guerillakrieg und Kriegszone), die ihr mit Freunden oder Spielern aus der ganzen Welt spielen könnt. Inhaber der 3G-Vita-Version können auch unterwegs umfangreiche Multiplayermatches problemlos spielen. Die Karten im Multiplayer lehnen sich alle von der Kampagne an. Da man online nur mit bis zu acht Spielern spielen kann, fallen die Karten dementsprechend klein aus. Das besondere ist die Verbindung zwischen Multiplayer und Singleplayer, da die freigeschaltete und gekaufte Ausrüstung vom Black-Jack-Market in beiden Bereichen benutzt werden kann. Durch die gesammelten Punkte im Singleplayer kann man sich neue Waffen, Granaten, Gadgets und Verbesserungen leisten. Zieht man damit dann in die Onlinewelt, bleibt alles bestehen und man kann mit den Waffen weiterspielen. Dies hat allerdings auch so seine Nachteile. Ist ein Spieler online nicht ganz so der Trefferkönig, kann er durch Erledigen von Aufgaben im Singleplayer, trotzdem an die besten Waffen kommen. Balance-Probleme haben wir im Test allerdings nicht bemerkt.

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Am Stil von Killzone hat sich auch auf der Vita nichts geändert.

 

Fazit:

Unglaublich! Reicht das? Nach nur ein paar Minuten wusste ich , dieses Spiel wird mich in seinen Bann ziehen und das hat es auch. Mit Killzone Mercenary ist das gelungen, was Sony schon lange wollte. Gegenüber dem Nintendo 3DS zeigt die Technik erstmals was sie drauf hat. Tolle Gameplay, aktuelle Technik und ein umfangreicher Multiplayer Modus machen die PS Vita endlich auch für die Core-Gamer ansprechend. Ein wenig mehr Missionen und eine dichtere Story hätten das Spiel perfekt gemacht. Dennoch vergebe ich offiziell einen klaren “Vita-Must-Have”.89

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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