Kill La Kill IF – Test zum Anime-Arena-Brawler

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Switch KILL la KILL - IF (PEGI) [ ]
  • KILL la KILL - IF - Von den Machern von Dragonball FighterZ und dem ursprünglichen Autor des Anime, Kazuki Nakashima
  • Erlebe The Anime - Battle Systeme, um die verschiedenen erhitzten Szenen im ursprünglichen Anime wieder aufleben zu lassen! Spielen Sie Ihre Lieblingsszene nach Herzenslust ab!
  • Ubungsmodi in Hülle und Fülle!

Releasedatum: 25. Juli 2019

Genre: Kampfspiel

USK: Keine Einstufung

Publisher: PQube

Plattformen: Nintendo Switch, PC, PS4

Studio Trigger ist in der Anime-Community dafür bekannt, dass ihre Serien abgefahren und actionreich sind. So auch Kill La Kill aus dem Jahre 2013, in welchem die Austauschschülerin Ryuko Matoi auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters ist. Die Serie ist voller ausgefallener Charaktere und brachialer Kampfaction, eigentlich perfekt für ein Kampfspiel. Grund genug für Kampfspielveteran Arc System Works, sich genau an dieses Projekt zu wagen. Wir haben das dabei entstandene Produkt Kill La Kill IF für euch ausprobiert.

 

Was wäre, wenn…?

Wenn ihr den Storymodus von Kill La Kill IF spielen wollt (und das MÜSST ihr, doch dazu kommen wir später), dann setzt das Spiel voraus, dass ihr den Anime kennt. Die Story wird zwar grob nacherzählt, setzt jedoch in der Mitte der Geschichte an und überspringt viele wichtige Details. Dazu kommt, dass die erste Kampagne eine alternative Geschichte aus der Sicht von Satsuki Kiryuin erzählt. Diese diente als Antagonistin von Ryuko, steht nun jedoch im Mittelpunkt. Erst nachdem ihr ihre Story durchgespielt habt, schaltet ihr eine Kampagne mit Ryuko frei. Erzählerisch bietet die alternative Story aus der Satsuki-Kampagne nicht viel Neues, hier und da andere Ansätze und neue Gegner, die Story des Animes wird aber nicht nennenswert „verbessert“. Erzählt wird die Geschichte in animierten Zwischensequenzen, alle mit den originalen Stimmen aus der Serie, sowohl die englischen als auch japanischen Synchronsprecher sind alle am Start. Wer die Story nicht aufsaugen möchte, der kann diese Sequenzen auch überspringen. Die Kämpfe in der Kampagne sind recht abwechslungsreich. Mal kämpft ihr ganz traditionell eins gegen eins, dann im Team gegen einen extrastarken Gegner, dann gegen eine Armee von Feinden. Es ist ein kurzweiliger Spaß, nach gut 3 Stunden hab ihr beide Storys durchgespielt. Das ist auch gut so, denn andere Modi im Spiel werden erst mit jedem Kapitel der Satsuki-Kampagne freigeschaltet. Eine etwas fragwürdige Entscheidung, denn viele Spieler wollen sich gerne direkt ins Training und den Online-Modus stürzen. Ja, der Story-Modus ist kurz, man hätte die Spieler aber dennoch nicht unbedingt zwingen müssen, ihn zu spielen.

Ja, solche Kamerawinkel gibt es auch im Spiel, wie die Serie arbeitet auch das Game mit einigen, ähem, schlüpfrigen Elementen.

 

Abwechslungsreiche, doch kleine Kämpferriege

Bei Kill La Kill IF handelt es sich auf den ersten Blick um den typischen Anime-3D-Arena-Brawler. Vergleiche lassen sich schnell mit dem kürzlich erschienenen Jump Force oder der Naruto Ninja Storm-Reihe ziehen. Doch schaut man genauer hin erkennt man, dass Kill La Kill IF so manches besser macht. Das Prinzip ist jedoch gleich, ihr seid in einer großen, weitläufigen Arena und könnt euch dort frei bewegen. Die Kamera ist nicht direkt hinter euch platziert und so kann es passieren, dass ihr manchmal hinter eurem Gegner steht. Bei großen Gegnern ist das manchmal etwas ärgerlich, da sie euch komplett die Sicht verdecken, man gewöhnt sich aber recht schnell daran. Jeder Charakter hat die gleichen Eingaben für Angriffe, diese unterscheiden sich aber drastisch und so spielt sich jeder Kämpfer anders. Es gibt Nah- und Fernkampfangriffe, einen Schildbrecher, Ausfallschritte zum Ausweichen, einen Block und einen Näherungsangriff. Natürlich kann man all dies, wie es bei Kampfspielen üblich ist, miteinander kombinieren. Dazu kommen die ebenfalls üblichen Spezialangriffe, die eine gefüllte Spezialleiste erfordern. Man kennt es und Kampfspielfans werden keine zwei Sekunden brauchen, um im Spiel zu sein. Eigenheiten und Abwechslung bringen die Charaktere mit sich. Während Gamagori sich selbst geißelt, um stärker zu werden, schießt Jakuzure aus der Ferne mit pinken Lasern um sich und Inumuta teleportiert sich über das Kampffeld. Das Roster von Kill La Kill IF ist leider mit zehn Kämpfern und zwei DLC-Kämpfern recht mager, doch die Tatsache, dass diese sich so voneinander unterscheiden, lässt einen über diese Tatsache ein klein wenig hinwegsehen. Andere Kampfspiele haben so viele Kämpfer, die einfach nur einen Kostümwechsel vollzogen haben. Nichtsdestotrotz wäre es sicher möglich gewesen, noch einige etwas unwichtigere Charaktere aus dem Anime spielbar zu machen.

Jeder Charakter bringt so seine Eigenheiten mit sich.

 

Wir unterbrechen diesen Kampf für eine Partie Schere-Stein-Papier

Wenn man den Storymodus durchspielt, kommt man größtenteils mit Buttonmashing durch das Geschehen durch, auch wenn einige Gegner da herausstechen. Wenn ihr jedoch nicht vorhabt, gegen menschliche Gegner ordentlich auf’s Maul zu bekommen, dann solltet ihr euch eine Taktik zurechtlegen. Möglichkeiten zum taktischen Kämpfen und kombinieren gibt euch das Spiel genug. So könnt ihr nach langen Schlagsequenzen euren Gegner vielleicht gegen die Wand der Arenen schlagen, um weiter zu kombinieren. Die Arenen selbst unterscheiden sich lediglich von ihrer Größe und vom Aussehen, sind ansonsten aber nicht interessant, sondern nur leere Räume. Hier wäre ein wenig mehr Kreativität gefragt gewesen. An anderer Stelle waren die Entwickler jedoch etwas kreativer, zum Beispiel bei dem Bloody Valor-System. Dieses verbraucht ebenfalls eure Spezialleiste und startet, solltet ihr es auslösen, eine Art Schere-Stein-Papier-Minispiel. Ihr und euer Gegner wählt eine von drei Optionen aus, der Gewinner fügt dem Gegner etwas Schaden zu. Gewinnt ihr dieses Minispiel dreimal hintereinander, könnt ihr einen Spezialangriff ausführen, der euch augenblicklich den Sieg einbringt. Auf den ersten Blick wirkt das Ganze wie ein Glücksspiel mit viel zu starker Belohnung, doch es steckt durchaus Taktik dahinter. Ähnlich wie beim echten Schere-Stein-Papier müsst ihr lernen, euren Gegner zu lesen. Jede der drei Optionen hat nämlich einen Bonus inne, welche dem Spieler verliehen wird. So könnt etwas Lebensenergie wiederhergestellt werden oder die Spezialleiste wird aufgefüllt. Wenn man erahnen kann, was der Gegner gerade benötigt und auswählen wird, kann man gut im Bloody Valor gewinnen. Oder man tippt auf einen Bluff, viele Optionen sind möglich. Das System bringt frische in das Kampfsystem, welches ohnehin schon innovativ ist und Spaß macht.

Manchmal ist das Getümmel auf dem Bildschirm etwas unübersichtlich.

 

Das kleine, aber feine Kampfspiel

Mit einer zu hohen Erwartungshaltung, was Spieleinhalte angeht, sollte man an Kill La Kill IF nicht herangehen. Dass der Storymodus etwas kurz ausgefallen ist, hatte ich ja bereits erwähnt. Abseits davon gibt es einen Trainingsmodus, einen Überlebensmodus, bei dem ihr gegen so viele KI-Gegner wie möglich hintereinander antretet und einen Covers-Modus, wo ihr gegen eine Horde von Monstern antretet. Und dann sind da noch die Online-Matches, sowohl im normalen Spielerkampf als auch im Ranglistenkampf. Während unserer Testphase war es etwas schwer, online Gegner zu finden, doch die Kämpfe, die wir dann letztendlich spielen konnten, liefen superflüssig. Lediglich die Charaktervorstellungen ruckelten stark, doch sobald das Gameplay startete, gab es keinerlei Probleme. Getestet wurde übrigens auf eine Switch im Handheldmodus, verbunden mit dem Internet per WLAN, insofern ist es ein deutliches Zeichen, was Kill La Kill IF hier setzt, was Onlineverbindungen angeht. Auch andere Erfahrungsberichte der PS4-Version sagen ähnliches, andere Kampfspiele können sich hier noch eine Scheibe abschneiden. Zu guter Letzt gibt es noch eine Galerie, wo ihr euch Animeszenen, Musikstücke und Galeriemodelle anschauen könnt. Das war auch schon alles an Inhalten, was euch das Spiel bieten kann. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass noch ein klein wenig mehr drin gewesen wäre, angefangen beim kleinen Charakterroster über den kurzen Storymodus bis hin zu den wenigen Spielmodi. Dem Gameplay der Kämpfe tut dies jedoch keinen Abbruch.

Switch KILL la KILL - IF (PEGI) [ ]
  • KILL la KILL - IF - Von den Machern von Dragonball FighterZ und dem ursprünglichen Autor des Anime, Kazuki Nakashima
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Positiv:

Actionreiches Geplänkel mit den Kill La Kill-Charakteren
Interessante und abwechslungsreiche Kampfmechaniken
Alle originalen Sprecher mit dabei
Bloody Valor-System bringt Taktik ins Spiel
Onlinemodus funktioniert einwandfrei

Negativ:

Storymodus recht kurz
Andere Modi hinter Storymodus verschlossen
Relativ kleines Kämpferroster
Kampfarenen etwas einfallslos
Ab und an kleinere Kameraprobleme
  • Kill La Kill IF – Test zum Anime-Arena-Brawler
    “Kill La Kill IF ist in erster Linie ein Kampfspiel für Fans der Anime-Serie, doch sollte aufgrund einiger interessanter Mechaniken auch von Kampfspielfans allgemein nicht unterschätzt werden. Ja, das Roster ist klein, doch die Charaktere unterscheiden sich deutlich. Besonders was die Online-Verbindung angeht zeigt das Spiel Stärke. Auf der diesjährigen EVO ist es vielen Kampfspielprofis bereits ins Auge gefallen und das nicht zu Unrecht, wir haben hier trotz einiger kleiner Macken mal wieder einen richtig guten Anime-Prügler.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Kill La Kill-Fans schlagen ohne weiteres zu, denn hier könnt ihr euch mit euren Lieblingscharakteren auf die Omme kloppen. Aber auch Kampfspielfans im Allgemeinen sollten einen Blick auf diesen Titel werfen.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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