Just Dance 2017 – Test zum alljährlichen Tanzvergnügen

Natürlich darf kein Jahr fehlen, in welchem kein Ableger der Just Dance-Reihe auf den Markt kommt. Aktuell wurden wir wieder mit Songs von Justin Bieber, PSY und Co. versorgt, zu denen wir tanzen und singen können. Ausgeklügelte Choreografien sollen uns dabei helfen, nicht wie ein Tanzanfänger auszusehen. Ob der Spielspaß im Vergleich zum letzten Jahr zugenommen hat, könnt ihr in folgendem Test nachlesen.

 

Little Swing

Nachdem ihr eure Dancer Card mitsamt Gesicht und Hintergrund erstellt habt, geht es wieder an die Qual der Controllerwahl. Dabei stehen wie schon im letzten Teil die PlayStation 4 Kamera, der PlayStation Move Controller und euer Handy zur Auswahl. Der Vorteil vom Handy ist, dass ihr statt mit vier Tänzern sogar zu sechst das Tanzbein schwingen könnt. Allerdings gibt es an den meisten Handys keine Schlaufe zur Befestigung am Handgelenk, weshalb mein Handy mir viel zu schade, zum Tanzen war. Dementsprechend tanzte ich im gesamten Spiel – wie auch im letzten Jahr – mit dem PlayStation Move Controller, da der Platz in meinem Wohnzimmer für die Ansicht der Kamera zu klein ist und somit nicht alle Bewegungen im Ausschnitt waren und erfasst konnten. Habt ihr ein großes Zimmer zum Tanzen, sollte die Kamera eure erste Wahl sein, da die Aufnahme der Bewegungen im sichtbaren Bereich super gelingt.

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Bis zu sechs Spieler können gleichzeitig vorm TV tanzen

 

I love Rock’n’Roll

Nachdem ihr euch für ein Tanzgerät entschieden habt, könnt ihr das Spiel mit seinen Modi erkunden. Neu ist, dass bei jedem Modus ein Balken von 0-100% zu finden ist. Zunächst dachte ich, dass dieser den Status eures Fortschrittes anzeigt. Doch was soll der Balken bei einem Modus, in dem ihr euch lediglich Videos anschaut? Zurück zu den Modi: Der ganz normale Modus, in denen ihr zu allen neuen und alten Songs tanzen könnt, hat den simplen, aber treffenden Namen Just Dance. Im Duell oder Koop könnt ihr Sterne oder Juwelen sammeln und so die verschiedenen Songs durchtanzen. Am Ende eurer Performance erwartet euch sogar ein kleines Video eures Tanzes, wenn ihr die Kamera eingeschaltet habt. Dieses kann gespeichert oder mit Freunden (sogar auf Facebook) geteilt werden. Im Vergleich zum Vorgängerjahr gibt es keinen bestimmten Künstler, der in der Songauswahl oft vertreten ist. Hier wurde auf Ausgewogenheit der verschiedenen Stilrichtungen geachtet, sogar japanische Songs finden hier eine Plattform. Im Vergleich zum Vorjahr wurden auch viel mehr aktuellere Songs ins Spiel eingebaut. Dieses Mal befinden sich etwa 15 Songs aus dem Jahre 2016 in der Tracklist, was eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Ein neuer Spielmodus ist die Just Dance Machine. Dahinter verbirgt sich eine bizarre Story: Aliens betreiben ihr Raumschiff mit Tanzenergie. Als sie an der Erde vorbei fliegen, zeigt der Tankstand einen leeren Tank an. Euch bleibt nichts anderes übrig, als den Aliens zu helfen und ihren Tank mit Tanzenergie zu füllen. Dabei müsst ihr innerhalb von wenigen Sekunden bestimmte Tanzstile wie Twerking oder Flamenco nachtanzen, die in einer beliebigen Reihenfolge vorgesetzt werden. Der Modus bringt etwas Abwechslung im Vergleich zu denjenigen, die man schon aus den Vorgängern kennt. Euch stehen mehr Tanzstile zur Auswahl, wenn ihr das Just Dance Unlimited Abo abgeschlossen habt.

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Einige Tanzstile stehen euch nur mit einem Unlimited-Abo zur Verfügung

 

Don’t stop me now

Im World Dance Floor ist es euch möglich, gegen Tänzer anzutreten, die gerade online sind. In wöchentlichen Wettkämpfen könnt ihr in der Community beweisen, dass ihr das Zeug zum weltbesten Tänzer habt. Beim Just Dance TV könnt ihr allerdings entspannen und andere Videos von Tänzern ansehen. Dabei werden die Videos nach Kategorien wie beliebteste Videos geordnet, um euch die Suche zu erleichtern. Die Dance Quest aus dem letzten Jahr ihr genauso geblieben: In drei festgelegten Liedern absolviert ihr eine Quest, indem ihr unter den besten drei Tänzern landet. Dabei könnt ihr allerlei Dinge freischalten. Mit einem Unlimited Abonnement stehen euch mehr Quests zur Verfügung. Der Just Sweat Modus wurde hier in Sweat+Playlists umbenannt: Hier gibt es weiterhin keine Choreografien zu Sportarten, wie es noch vor einigen Ablegern der Fall war. Ihr könnt lediglich Playlists auswählen und zusammenstellen, zu denen ihr tanzen wollt. Der einzige Unterschied ist, dass euch die verbrauchte Kalorienanzahl und die Zeit angezeigt werden. So wie er jetzt ist, ist der Modus eher überflüssig und unnötig, da er kaum Unterschiede zum Just Dance Modus aufweist. Generell wirkt das Hauptmenü ziemlich überladen mit diversen Modi, die man besser an den Rand hätte packen können. Mit dabei wären die Video Challenge, wo ihr ein Video Aufnehmen und als Herausforderung für andere teilen könnt. Hier hätte man den Video Challenge Modus und den Just Dance TV Modus zusammenlegen können, da sich beide mit dem Aufnehmen und schauen von Videos beschäftigen. Ebenfalls als kleines Icon am Rand, hätten der Ubisoft Club und der Just Dance Unlimited Modus gereicht, in denen ihr lediglich Abonnements abschließen könnt. Mit dem Just Dance Unlimited Abo stehen euch über 200 neue Songs zum Tanzen zur Verfügung, des Weiteren habt ihr mehr Quests bei der Dance Quest zur Auswahl. Die Preise sind allerdings human und bezahlbar. Für ein Jahr werden 30 € anfällig, für drei Monate müsst ihr lediglich 10 € bezahlen. Wollt ihr nur einen netten Tanzabend mit euren Freunden verbringen, müsst ihr allerdings 5 € für einen ganzen Monat bezahlen, ein geringeres Abo gibt es hier nicht. Im Gegensatz zum Vorjahr sind die Preise für ein Abonnement drastisch gesunken. Waren für ein ganzes Jahr noch 40 € fällig, musstet ihr für drei Monate 15 € und für einen Monat sogar 7 € bezahlen. Ein teurer Spaß, wie sich Ubisoft gedacht hat, und die Preise mal eben gesenkt hat. Ebenfalls dabei ist wieder eine kostenlose Testzeit, die euch Just Dance Unlimited zur Verfügung steht. Allerdings beläuft sich diese nicht wie beim Vorgänger auf nur einen, sondern gleich auf drei Monate! Sehr kulant!

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Verschiedene Choreografien animieren auch den größten Tanzmuffel

 

Die Tracklist in Just Dance 2017

  • “All About Us” – Jordan Fisher
  • “Bailar” – Deorro Ft. Elvis Crespo
  • “Bang” – Anitta
  • “Bonbon” – Era Istrefi
  • “Cake By The Ocean” – DNCE
  • “Can’t Feel My Face”- The Weeknd
  • “Carnaval Boom”- Latino Sunset
  • “Cheap Thrills”- Sia Ft. Sean Paul
  • “Cola Song”- INNA Ft. J Balvin
  • “DADDY” – PSY Ft. CL of 2NE1
  • “Don’t Stop Me Now” – Queen
  • “Don’t Wanna Know”- Maroon 5 Ft. Kendrick Lamar
  • “Dragostea Din Tei” – O-Zone
  • “El Tiki”- Maluma
  • “Ghost In The Keys” – Halloween Thrills
  • “Groove” – Jack & Jack
  • “Hips Don’t Lie” – Shakira Ft. Wyclef Jean
  • “I Love Rock ‘N’ Roll”- Fast Forward Highway
  • “Into You” – Ariana Grande
  • “La Bicicleta” – Carlos Vives & Shakira
  • “Last Christmas” – Santa Clones
  • “Lean On” – Major Lazer Ft. MØ & DJ Snake
  • “Leila” – Cheb Salama
  • “Let Me Love You” – DJ Snake Ft. Justin Bieber (Ubi Club Reward)
  • “Like I Would” – Zayn
  • “Little Swing” – AronChupa Ft. Little Sis Nora
  • “Oishii Oishii” – Wanko Ni Mero Mero
  • “PoPiPo” – Hatsune Miku
  • “RADICAL” – Dyro & Dannic
  • “Run The Night” – Gigi Rowe
  • “Scream & Shout” – Will.i.am Ft. Britney Spears
  • “September” – Equinox Stars
  • “Single Ladies (Put a Ring on It)” – Beyonce
  • “Sorry” – Justin Bieber
  • “Te Dominar” – Daya Luz
  • “Tico-Tico no Fubá” – The Frankie Bostello Orchestra
  • “Watch Me (Whip/ Nae Nae)” – Silentó
  • “What Is Love” – Ultraclub 90
  • “Wherever I Go” – OneRepublic
  • “Worth It” – Fifth Harmoney Ft. Kid Ink

 

Fazit:

Die Songauswahl in Just Dance 2017 ist dieses Mal gelungener als das Jahr zuvor. Es gibt keine bestimmten Musikrichtungen oder Künstler, denen bevorzugt mehrere Lieder gewidmet wurden. Allerdings wirkt das Menü im Vergleich zu den Vorgängern viel zu überladen und viele Funktionen hätte man zusammenlegen oder sich gleich sparen können. Die Just Dance Machine mit den Aliens zeigt einen erfrischenden, neuen Modus, der weiter hätte ausgebaut werden können. Wirklich positiv ist, dass weiterhin mit anderen Spielern auf der Welt getanzt werden kann, sodass man sich vor seinem heimischen Wohnzimmerfernseher auch ohne Freunde nicht alleine fühlt. Die reduzierten Preise für das Just Dance Unlimited Abo steigern ebenfalls den Spielspaß, da man für sein Geld so eine erhöhte Songauswahl erhält. Insgesamt hält sich Just Dance 2017 mit seinen Stärken und Schwächen auf dem Niveau seines Vorgängers, sodass mit dem Titelkauf nichts falsch gemacht werden kann.

 

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Geschrieben von Jasmin Beverungen
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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