Hunt: Showdown – Test zur Horror-Kopfgeldjagd

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Hunt: Showdown [Playstation 4]
  • Eine wettkampforientierte PvP-Kopfgeldjagd aus der Egoperspektive mit starken PvE-Elementen
  • Die Spannung eines Survival-Spiels verpackt in ein Match-basiertes Format
  • Von den Machern von Crysis
  • Multiplayer für bis zu 10 Spieler

Releasedatum: 27. August 2019

Genre: Ego-Shooter, Survival-Horror

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Crytek

Plattformen: Playstation 4, Xbox One, PC

Kurz nach der gamescom wurde Hunt: Showdown veröffentlicht und ist damit nun endlich aus der Early Access-Phase raus. Wie die Kopfgeldjagd für uns ausging, erfahrt ihr hier im Test.

 

Für eine Hand voll Dollar!

Wer Hunt nicht kennt, hier eine kleine Zusammenfassung. Hunt: Showdown ist eine PvPvE-Kopfgeldjagd in der Ego-Perspektive, in der ihr bestimmte Ziele erreichen müsst, um am Ende die fette Kohle zu machen. Hunt wurde bereits 2014 unter dem Namen Hunt: Horrors of the Gilded Age angekündigt und hatte damals noch ein anderes Spielkonzept. Nach vielen Veränderungen und massig Problemen beim Publisher, wurde im Mai 2017 Hunt: Showdown vorgestellt, so wie wir es heute kennen. Die Story spielt in den Sümpfen von Louisiana, in denen ihr zusammen mit anderen Kopfgeldjägern grausamen Monstern den Garaus machen wollt. Die Story ist dabei aber eher zweitrangig, wie bei diesen Spielen meist üblich. Für euch ist es nur wichtig, die Monster und die anderen Kopfgeldjäger auszuschalten, um die Belohnungen einzusacken.

 

Alles scheint ganz einfach

Im Tutorial werden euch die Basics gezeigt, wie man zum Beispiel Hinweise findet oder sich bei Feindkontakt verhält. Das alles kratzt aber nur an der Oberfläche, denn dieses Spiel ist richtig hart. Im Grunde des Spiels sammelt ihr Hinweise und versucht euch so weit wie möglich von Gegnern fern zu halten. Eure Aufgabe ist es, Spuren mit der Schattensicht zu finden, um ein Ziel-Monster ausfindig zu machen. Die Schattensicht lässt euch zwischen die Welten blicken und zeigt euch grob, in welche Richtung ihr müsst und wo sich Gegner aufhalten, die ein Kopfgeld bei sich tragen. Auch Monster in der Nähe werden damit angezeigt. Jeder Hinweis, den ihr findet, verdunkelt einen Bereich der Map, in dem sich das Ziel nicht aufhält. Sobald ihr vier Hinweise gefunden habt, wird euch der Standort des Ziel-Monsters angezeigt, welches es zu verbannen gilt. Sobald ihr das Monster aufgespürt und besiegt habt, muss es noch verbannt werden. Wenn ihr mit der Verbannung beginnt, wird eure Position für alle anderen Spieler sichtbar und ihr werdet das neue Ziel. Nach der Verbannung müsst ihr noch über einen Ausgangspunkt entkommen, ohne vorher drauf zu gehen. Soweit die Theorie, doch in der Praxis ist das gar nicht so einfach.

 

Metal Gear Showdown. Was war das für’n Geräusch?

Den Großteil der Matches versuchte ich mich schleichend von Hinweis zu Hinweis zu bewegen, um jeder Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Sobald mich ein Zombie, Sumpfgeist oder eine Hexe entdeckt hatte, war das Spiel so gut wie gelaufen, denn selbst wenn man es geschafft hat, den Angreifer abzuwehren, hat man schon die Aufmerksamkeit eines anderen Monsters auf sich gelenkt, welches sich direkt auf euch stürzt. Dann wären da noch die anderen Spieler, die sich über die ganze Map verteilen. Bis zu fünf Zweierteams können gegeneinander antreten, aber auch alleine könnt ihr euch auf die Jagd begeben. Wenn ihr es mal geschafft habt, alle Hinweise zu finden und das Monster zu verbannen, dann hängen euch die menschlichen Gegner im Nacken und es wird spannend. Hier müsst ihr taktischer arbeiten und die Züge eures Gegners vorausahnen, um nicht drauf zu gehen.

 

Kämpfen wie richtige Männer!

Besonders im Koop zeigt Hunt: Showdown seine Stärke, wenn ihr euch mit einem Freund gegenseitig den Rücken stärkt, um euren Gegnern eine Ladung Blei zu verpassen. Ich muss sagen, dass ich besonders zu Beginn mehr Probleme mit den Monstern als mit den Jägern hatte. Jedes Monster ist unterschiedlich und man wartet nur darauf herauszufinden, durch welche Weise man diesmal stirbt. Sobald man aber gezielt um die Monster herum schifft, hat man eine Chance auf das Endgame. Jeder tote Jäger kann gelootet werden, um so ein Kopfgeld zu kassieren und sich vielleicht auch eine bessere Waffe zu besorgen. Waffen und Munition sind rar auf der Map verstreut und bringen nicht immer Vorteile. Oftmals hilft es mehr, den Gegner zu schlagen, als ihn zu erschießen, denn nachladen dauert lange und manche Waffen müssen nach jedem Schuss geladen werden. Die Fäuste sind gerade in engen Bereichen und natürlich im Nahkampf deutlich hilfreicher, zumal sie auch weniger Geräusche verursachen.

 

Waffen, Werkzeuge, Jäger und und und…

Wem das alles noch nicht genug ist, der wird sich im Menü austoben können, denn es gibt massig Kram einzustellen. Als Anfänger ist man definitiv überfordert und braucht einige Zeit, um sich zurecht zu finden. Jeder Jäger bekommt nach Beendigung eines Matches Erfahrung und Gold gut geschrieben. Je mehr Ziele erfüllt und Monster erledigt wurden, desto fetter wird am Ende die Beute sein. Das Aufleveln geht auch extrem schnell, was auch gut so ist, denn der Tod eures Jägers bedeutet auch den Verlust seiner gesamten Ausrüstung und Level. Perma Death ist nicht immer gern gesehen, ist aber eine sinnvolle Implementierung in das Spiel, um nicht wie ein Irrer über die Map zu rennen. Man muss vorsichtig agieren, um nicht all seine hart erarbeitete Beute an den nächsten Zombie zu verlieren. Das einzige, was euch bleibt, sind die Punkte in der Blutlinie, welche euren Rang in Hunt: Showdown darstellt. Dieser steigt stetig an und ermöglicht euch neue Ausrüstung freizuschalten. Ihr könnt zusätzliche Jäger rekrutieren, welche zufällige Items bei sich tragen. Jeweils ein Jäger ist kostenlos, wobei bei diesem die Ausrüstung nicht verkauft werden kann. Je nach Spielstil solltet ihr eure Jäger so ausrüsten, das ihr den größten Nutzen daraus zieht. Ich bin eher der Nahkämpfer und versuche meine Gegner lautlos zu töten. Eine Axt oder Armbrust sind daher besser für mich geeignet, als mir im Shop eine Schrotflinte zu besorgen. Durch Blutmarken, die durch Echtgeld gekauft werden können, habt ihr die Möglichkeit, Skins für eure Waffen zu besorgen, die rein optischer Natur sind. Auch Verbrauchsgüter wie Gesundheit oder Dynamit als auch Werkzeuge wie Schlagringe und Stolperfallen können im Shop erworben werden. Setzt diese Items klug ein, um sie nicht zu verlieren.

 

Aufgaben und technische Details!

Tägliche Herausforderungen in Hunt: Showdown halten euch bei der Stange und versorgen euch mit zusätzlicher Ausrüstung und sind meist einfach zu erreichen. Ziel könnte es zum Beispiel sein, einen der feindlichen Jäger zu erschießen. Die wöchentlichen Aufgaben sind schwieriger und geben euch ein paar Blutmarken, um eure Ausrüstung zu verbessern oder aufzuhübschen. Vor jeder Jagd können Verträge angenommen werden, die euch Boni und Erfahrung bei Abschluss gewähren. Diese müssen bei jeder Kopfgeldjagd neu gesetzt werden. Besonders zu Beginn gab es viel Kritik darüber, dass das Spiel unsauber läuft und sich viele Bugs eingeschlichen haben. In meiner Session hatte ich keine Probleme mit Bugs, aber öfter Mal mit Abstürzen zu kämpfen. Teilweise hing das Spiel im Ladescreen fest oder ich konnte nichts mehr im Menü auswählen, da eine Fehlermeldung im Hintergrund lief, an die ich nicht heran kam. Sowas ist natürlich wirklich unschön und sollte behoben werden. Vor allem, da das Spiel nun aus der Early Access-Phase heraus ist, sollte ein absturzfreies Spielen ermöglicht werden.

Hunt: Showdown [Playstation 4]
  • Eine wettkampforientierte PvP-Kopfgeldjagd aus der Egoperspektive mit starken PvE-Elementen
  • Die Spannung eines Survival-Spiels verpackt in ein Match-basiertes Format
  • Von den Machern von Crysis
  • Multiplayer für bis zu 10 Spieler

Positiv:

Gute und spannende Atmosphäre beim Spielen
Herausforderndes Gameplay durch Perma Death
Schöne Optik, die sich sehen lassen kann
Viele Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten für euren Jäger
Im Koop noch spannender als im Solo-Spiel

Negativ:

Technisch noch nicht ausgearbeitet, wodurch öfter Mal Abstürze entstehen
Hoher Schwierigkeitsgrad, besonders im Solo-Spiel
  • Hunt Showdown
    “Hunt: Showdown gefällt mir als PvPvE Kopfgeldjagd wirklich gut, obwohl noch kleine Fehler vorhanden sind. Der Schwierigkeitsgrad ist als Solospieler relativ hoch, jedoch ist das Spiel auch eher auf Koop ausgelegt, also sollte man sich lieber einen Partner suchen. Nach ein paar Matches ist man angefixt und möchte mehr erreichen, was einen sehr anspornt. Crytek hat da einen schönen Western-Horror-Shooter auf den Markt geworfen.”
    Tim Makowski, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Gamer, die eine stimmungsvolle Alternative zu den normalen Battle-Royale-Spielen suchen, werden hier ihren Spaß finden. Solo-Spieler, die mehr auf eine gute Story aus sind, sollten lieber die Finger davon lassen.

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