Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer

Test zur verunglückten Videospielumsetzung

Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer

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Releasedatum: 11. März 2022

Genre: Plattformer

USK: Ab 6 Jahren freigegeben 

Publisher: Outright Games

Plattformen: Nintendo Switch, Xbox One, Xbox Series S/X, Playstation 4, Playstation 5, PC

Hachja, Videospiele, die sich einer Filmvorlage bedienen sind, ja immer so eine Sache. Oftmals können diese Spiele den Erwartungen der Film-Fans nicht gerecht werden und handeln sich so zahlreiche negative Kritiken ein. Dass es auch anders geht, stellen unter anderem Spiele wie Marvel’s Spider-Man: Miles Morales oder Batman: Arkham Knight unter Beweis. Nun erschien am 11. März 2022 ein Videospiel zu einer der erfolgreichsten Animationsfilm-Reihen überhaupt: Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer vom Publisher Outright Games hat sich seinen Weg auf den PC und die Konsolen gebahnt. Ob ihr bei der Märchenstunde im Hotel Transsilvanien-Universum bedenkenlos zugreifen könnt oder doch lieber die Finger von ihr lassen solltet, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Märchenstunde für Dennis und Winnie Werwolf

Die Geschichte von Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer ist schnell erzählt. Das Spiel nimmt euch mit auf eine Reise durch die Welt der Märchen. Denn Graf Dracula passt auf seinen Enkel Dennis und dessen Freundin Winnie Werwolf auf und erzählt ihnen eine Neuinterpretation altbekannter Märchen. Die Hauptrollen in den Geschichten übernehmen dabei selbstverständlich entweder Dracula selbst oder seine Tochter Mavis. Mit ihr könnt ihr zum Beispiel die Geschichte von Rotkäppchen durchleben. Mit von der Partie sind weitere bekannte Charaktere aus den Filmen. Frankenstein, Murray die Mumie oder Wayne der Werwolf treten immer wieder in verschiedenen Rollen in Cutscenes auf, können von euch allerdings nicht gespielt werden. Großer Pluspunkt des Spiels: Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer ist in den verschiedensten Sprachen komplett synchronisiert. Das lässt die Märchenstunde definitiv um einiges lebendiger wirken und sorgt mit ein paar Witzen hier und da definitiv für den ein oder anderen Lacher.

 

Repetitives Gameplay mit wenigen Überraschungen

Kommen wir nun zu einer der größten Schwächen vom Hotel Transsilvanien-Videospiel. Das sich immer wiederholende Gameplay, gepaart mit einer ungenauen Steuerung und einem nichtssagenden Leveldesign. Überspitzt dargestellt macht man in dem Spiel stets dieselben drei Sachen in unterschiedlicher Reihenfolge: Man überwindet einen Plattform-Abschnitt, kämpft gegen eine bestimmte Anzahl ungefährlicher Gegner oder sammelt Gegenstände ein. Diese drei Aufträge wiederholen sich innerhalb der in sich abgeschlossenen Areale stetig und sorgen leider schnell für Langeweile. Das geht sogar so weit, dass sich an einer Stelle des Spiels selbst Dracula darüber beschwert, dass er immer wieder Gegenstände einsammeln muss.

Außerdem macht es bedauerlicherweise überhaupt keinen Unterschied, ob ihr Dracula oder seine Tochter Mavis spielt. Die beiden spielen sich nämlich komplett identisch. Auch die drei Spezialfähigkeiten, über die Dracula und Mavis verfügen, sind relativ unbeeindruckend und werden für die generischen Gegner nicht wirklich benötigt. Diese lassen sich nämlich ganz leicht durch wiederholtes Drücken der Schlag-Taste ohne jegliches Nachdenken besiegen. Wie bereits angedeutet, sorgen auch die „verschiedenen“ Level eines Kapitels nicht für die nötige Abwechslung. Diese sehen sich untereinander nämlich so ähnlich, dass man stets das Gefühl hat, durch dasselbe Gebiet noch einmal zu laufen.

Dass Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer allgemein über einen eher niedrigeren Schwierigkeitsgrad verfügt, ist angesichts der Zielgruppe für dieses Spiel völlig in Ordnung. Leider muss dazu angemerkt werden, dass die unpräzise Steuerung sowie die viel zu hektische Kameraführung den wahren Schwierigkeitsgrad dieses Spiels darstellen. Besonders bei den Plattform-Passagen hat mich die Steuerung so einiges an Nerven gekostet.

 

Und was gibt es noch so?

Ich weiß, ich weiß: Das klingt jetzt alles ziemlich ernüchternd. Da der Plattformer allerdings auch mit einem Preisschild von rund 40 Euro daher kommt, muss sich das Spiel hier und da auch ein wenig mehr Kritik gefallen lassen. Jetzt bleibt noch die Frage, was es denn noch so gibt. Welche Aspekte sprechen denn doch noch vielleicht für einen Kauf von Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer?

Nun ja, da wäre zum einen, dass sich Outright Games hier eine echt starke Marke gesichert hat. Hotel Transsilvanien ist ein klasse Franchise mit erfolgreichen Animationsfilmen. Dementsprechend wird es, vielleicht auch nur kurz, jedem Fan Freude bereiten, die beliebten Charaktere in einem Videospiel zu sehen. Leider kam hier das Gefühl auf, dass ein Großteil des Budgets in eben jene Lizenz-Rechte geflossen ist und sich das beim Rest des Spiels bemerkbar macht. Des Weiteren können alle, die Spaß am Sammeln haben, im Laufe des Spiels eine recht anschauliche Kartensammlung vervollständigen. Gameplaytechnisch gesehen waren für mich definitiv die Boss-Kämpfe am Ende einer jeden Geschichte das absolute Highlight. Die haben endlich ein wenig Abwechslung in das ansonsten monotone Gameplay gebracht und versprühten außerdem ein wenig Kreativität. Davon hätte ich mir definitiv mehr gewünscht!

 

Leider muss am Ende festgehalten werden, dass Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer eine eher weniger gelungene Videospielumsetzung geworden ist. Auch wenn es schön ist, die beliebten Charaktere aus den Filmen in verschiedenen Rollen zu sehen, hapert es an der Umsetzung. Dem Spiel fehlt die notwendige Abwechslung und Kreativität, die wir aus den Filmen kennen und lieben. Hier gibt es an einigen Stellen definitiv noch Luft nach oben.

Positiv

  • Vollständige Synchronisation in zahlreichen Sprachen
  • Die kreativen Bosskämpfe sorgen für Abwechslung
  • Man freut sich über die bekannten Charaktere aus den Filmen

Negativ

  • Die ungenaue Steuerung erschwert das Spielerlebnis
  • Das Gameplay ist repetitiv und langweilt schnell
  • Mit knapp 40 Euro ist der Plattformer recht teuer
  • Die Grafik lässt hier und da zu wünschen übrig

Fazit

Ich habe mich wirklich auf Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer gefreut. Ich bin ein großer Fan der Kinofilme und hatte im Vorfeld auf eine ebenso kreative wie unterhaltsame Videospielumsetzung gehofft. Leider hat mich der Plattformer dahin gehend enttäuscht. Das Gameplay ist wenig abwechslungsreich und fällt durch eine ungenaue Steuerung sowie hektische Kamera negativ auf. Ebenfalls schade fand ich, dass sich Mavis und Dracula nicht in ihrer Spielweise unterscheiden. Da wurde enttäuschenderweise einiges an Potenzial verschenkt. Definitiv als Pluspunkt festzuhalten, ist die vollständige Synchronisation in zahlreichen Sprachen. Das hat den Flair der Kinofilme immerhin ein bisschen transportiert. Abschließend muss man aber leider festhalten, dass es für knapp 40 Euro zahlreiche andere kindgerechte Plattformer gibt, mit denen Hotel Transsilvanien: Schaurig-schöne Abenteuer einfach nicht mithalten kann.

Ab in die Sammlung?

Lediglich knallharte Hotel Transsilvanien-Fans sollten über den Kauf nachdenken.
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Geschrieben von Lukas Runde
Redakteur im Bereich: Games, Movies

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