Hood: Outlaws & Legends – Test zum düsteren Raubzug-Multiplayer

Hood: Outlaws & Legends im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

DualSense Wireless Controller Midnight Black [PlayStation 5]
  • Entdecke ein noch intensiveres und fesselnderes Gaming-Erlebnis1, mit dem die Action in deinen Händen zum Leben erwacht
  • Der DualSense Wireless-Controller bietet immersives haptisches Feedback, dynamische adaptive Trigger und ein integriertes Mikrofon – und das alles in einem ikonischen, komfortablen Design
  • Erlebe die verschiedenen Stufen von Kraft und Spannung, wenn du mit deiner Ausrüstung und Umgebung im Spiel interagierst
  • Chatte online mit Freunden, indem du direkt in das integrierte Mikrofon sprichst oder ein Headset an den 3,5-mm-Anschluss anschließt
  • Übernimm die Kontrolle mit einem weiterentwickelten zweifarbigen Design, das ein ikonisches, intuitives Layout mit verbesserten Sticks und einer neu gestalteten Leuchtleiste kombiniert

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 10. Mai 2021

Genre: Action, Multiplayer, Stealth

USK: keine Freigabe

Publisher: Focus Home Interactive

Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 5, Xbox Series, Microsoft Windows

Seit seiner Ankündigung hat Hood: Outlaws & Legends PvP-Fans mit Vorfreude auf neues Futter der Veröffentlichung entgegensehnen lassen. Die Hoffnung auf einen gelungenen Mix aus Assassin’s Creed und For Honor klang nur zu verlockend. Am 10. Mai 2021 war es soweit und der PvPvE-Titel erblickte das Licht (oder die Schatten?) der Welt. Hat sich das Warten am Ende gelohnt? Ist wirklich ein neuer Multiplayer-Stern am Himmel erschienen? Nimmt Hood den Reichen und gibt es den Armen? Das erfahrt ihr natürlich wie gewohnt hier bei uns im Test!

 

Im Namen der Gerechtigkeit?

Die Story, beziehungsweise der Hintergrund des Spiel, ist schnell erklärt, denn so etwas wie einen Story-Modus gibt es nicht. Ihr schlüpft in die Rolle von Robin Hood oder einem seiner Kumpanen Tooke, Marianne oder John und stehlt den Reichen das Geld aus der Truhe, um es den Armen zu geben oder euch selbst in die Tasche zu stecken. Das war’s. Denn der Kern des Spiels liegt hier eindeutig im Gameplay. Dieses besteht aus kurzweiligen Matches, in denen ihr mit eurem Team aus vier Charakteren versucht einen Schatz zu stehlen. Damit das Ganze auch nicht zu einfach ist, wird ein zweites Team exakt dieselbe Mission verfolgen.

Seid ihr gerade nicht im Match, haltet ihr euch für gewöhnlich in eurem Lager auf, wo ihr euren Charakter wählen, Talente kaufen, ausrüsten oder ändern und verschiedene Skins kaufen könnt, solltet ihr die Voraussetzungen dafür erfüllen. Direkt neben eurem Lager findet ihr einen Trainingsbereich, der euch die wichtigste Steuerung noch einmal erklärt und euch die Eigenheiten eures Charakters ausprobieren lässt. Seid ihr mit allem Ausgewählten zufrieden, kann es auch schon losgehen. Im Lagerzentrum oder über das Menü meldet ihr euch entweder allein oder mit Gefährten zu eurem Raubzug an. Im Vorbereitungsmenü könnt ihr dann euren gewählten Charakter jedoch auch immer noch ändern, wenn ihr merkt, dass eine andere Gruppenkonstellation besser passen könnte. Durch die Crossplayfunktion könnt ihr sogar mit Freunden anderer Konsolen oder am PC spielen.

Hood: Outlaws & Legends

Im Trainingsbereich könnt ihr alles austesten.


 

Wie der Schlüssel zur Tür kam

Ein Raubzug verläuft in der Theorie recht simpel: Ihr und eure drei Kameraden werdet auf eine zufällige Karte geworfen und müsst nun zunächst den Sheriff ausfindig machen. Denn dieser hat den Schlüssel, den ihr braucht, um an die heißersehnte Schatztruhe zu gelangen. Jedoch eins nach dem anderen. Je nachdem für welchen Charakter ihr euch entschieden habt, übernehmt ihr einen gewissen Spielstil und eine bestimmte Rolle im Team, denn jeder Charakter bringt wirklich einzigartige Fähigkeiten und Eigenschaften mit sich. Hier ist bei den bisherigen vier Archetypen sicherlich für jeden etwas dabei, womit er oder sie zumindest halbwegs Spaß haben wird. Während ihr euch mit Robin und Marianne im Schutz der Schatten bewegt, bringen Tooke und John einen etwas brachialeren Weg mit sich. Mit einem guten Team und einer gelungenen Koordination wird man hier tatsächlich schnell belohnt.

Nun zurück zum Schlüssel. Habt ihr den Sheriff gefunden, müsst ihr ihm den Schlüssel natürlich entwenden. Ob ihr ihn dafür niederknüppelt oder ihm das kleine Ding per Taschendiebstahl entzieht, bleibt euch überlassen. Doch Achtung: Werdet ihr gesehen oder verursacht aus irgendeinem Grund Krawall, wird der entsprechende Bereich, in dem ihr euch befindet, abgeriegelt und unter Alarmbereitschaft gestellt. Das bleibt natürlich auch dem gegnerischen Team nicht verborgen, deshalb solltet ihr jederzeit gut abwägen, was ihr tut. Denn eure Gegner können euch jederzeit ebenfalls das Licht auspusten und sich dadurch zeitweise einen Vorteil verschaffen oder euch bereits erlangte Gegenstände wieder entwenden.

Hood: Outlaws & Legends

Jeder Charakter kommt mit seinen eigenen einzigartigen Fähigkeiten daher – John z.B. kann Tore anheben.


 

Nur die Ruhe an der Truhe!

Habt ihr den Schlüssel in eure Gewalt gebracht, müsst ihr als nächstes die dazugehörige Tür finden. Das gestaltet sich jedoch (leider) sehr leicht, da die Gegend, beziehungsweise das Gebäude, in dem sie sich befindet, am oberen Bildschirmrand angezeigt wird. Alles, was ihr tun müsst, ist einen Blick auf die Karte zu werfen, in das genannte Areal zu laufen und die Tür im Gebäude zu finden. Öffnet sie und ihr werdet reich belohnt –  naja fast. Erstmal müsst ihr dann die Truhe zu einem der sogenannten Extraktionspunkte bringen. Warum die Truhe mit Kurbeln extrahiert werden muss und man nicht einfach mit ihr verschwindet? Nun, keine Ahnung. Auf mich wirkte das Ganze eher, als wäre dem Team nichts besseres eingefallen, um das Match noch etwas in die Länge zu ziehen.

Am Extraktionspunkt angekommen legt ihr die Truhe ab und müsst nun kurbeln was das Zeug hält. Hier lohnt es sich wirklich nicht in Panik zu verfallen und auf Teufel komm raus die Kurbel drehen zu wollen, da man sonst schnell von einem guten gegnerischen Team ausgemerzt wird. Beim Kurbeln gibt es verschiedene Zwischenstufen, die erreicht werden können und euch Gold bringen. Das Match gewinnt dasjenige Team, welches den Balken zum Abschluss bringt, sprich: Selbst wenn ihr bis zum vorletzten Punkt allein rumgekurbelt habt und das Team nicht einmal in der Nähe war, kann es immer noch das Match gewinnen. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet, ist wohl Geschmackssache.

Werdet ihr vom Gegner, ob nun KI oder Mensch, einmal umgenietet, könnt ihr nach einer gewissen Respawnzeit an eingenommenen Eroberungspunkten wieder ins Spiel einsteigen. Diese finden sich immer zufällig irgendwo auf der Karte und können erobert werden, indem ihr euch einfach eine Weile hineinstellt. Das kann der Gegner natürlich auch jederzeit tun, sodass ein einmal eroberter Punkt natürlich nicht für immer der eure sein muss.

Hood: Outlaws & Legends

Da ist sie: Die heißersehnte Truhe voller Ruhm und Reichtum.


 

Wohin mit Ruhm und Reichtum?

Hat euer Team gewonnen oder auch nicht, werden verschiedene Titel für das Match verteilt, die demjenigen, der sie erlangt, extra Erfahrung einbringen. Hat euch jemand besonders gefallen, könnt ihr ihm oder ihr eine Münze eures erlangten Geldes zuwerfen. Im Anschluss könnt ihr entscheiden, wieviel der Beute in eure Tasche geht und welchen Anteil das Volk erhalten soll. Mit letzterem levelt ihr euer Lager auf, wodurch ihr mehr Möglichkeiten erhaltet, eure Charaktere anzupassen.

Und das war es im Grunde auch schon, was ihr im Spiel so tut. Das Ziel ist in jedem Match (zumindest bisher) immer dasselbe. Zwar könnt ihr auch einige Collectibles suchen und freischalten, aber die machen den Braten nun auch nicht mehr wirklich fett. Zwar macht das Prinzip des Spiels an sich wirklich Spaß und bringt ein gesundes Maß an Herausforderung und ein erfrischendes Erlebnis ohne großartig woanders abzukupfern mit sich, jedoch verschenkt Hood leider an vielen Ecken sehr viel Potenzial. Denn nach einigen wenigen Runden merkt man schnell: Man macht im Grunde immer wieder dasselbe ohne einen wirklichen Anreiz zu haben, wofür man das eigentlich tut. Klar, freischaltbare Skins sind nett. Ein paar wenige Fähigkeiten, die bis zu einem gewissen Level freigeschaltet werden auch, aber das war es auch. Da helfen auch die paar verschiedenen Karten, auf denen man sich bewegt, nur wenig. Es fehlt schlicht die Langzeitmotivation.

Hood: Outlaws & Legends

Leider ist der Ablauf der Matches immer gleich – schade.


 

Und in der B-Note?

Das traurige daran, dass das Spielprinzip an sich eigentlich unheimlich cool ist, ist dass dann auch noch Probleme beim Matchmaking herrschen. Zum einen werdet ihr, solltet ihr selbst noch kleiner sein, teilweise Spielenden gegenüber gestellt, die 10 – 20 Level über euch sind. Zum anderen herrscht selbst bei ähnlichem Spielerlevel häufig ein großes Ungleichgewicht, wenn das Charakterlevel des Gegner höher ist, als das eigene. Das große Problem an der Sache ist nämlich, dass man je nach Charakterlevel verschiedene Talente freischalten kann, die einem einen nicht unerheblichen Vorteil verschaffen. Leider wirkt das nicht ganz zuende gedacht.

Ähnliches spiegelt sich auch darin wider, dass die Fernkämpfe beispielsweise ohne Munition größtenteils nutzlos sind, was kein Problem wäre, wenn man dann nicht die halbe Zeit nur nach neuen Munitionskisten suchen würde. Es wäre auch weniger ein Problem sparsam mit der gegebenen Munition umzugehen, wenn das Zielen auf der Konsole etwas angenehmer vonstatten gehen würde, denn das gestaltet sich teilweise etwas träge und ungenau. Generell wirkt Hood an manchen Ecken leider, als hätte das Team irgendwann mittendrin kein Geld mehr gehabt, denn auch einige der Texte sind noch komplett auf Englisch, sodass man sich eher in einer Beta-Version, als in einem vollwertigen Titel fühlt.

Ebenso haben die Karten zwar ein wirklich atmosphärisches und cooles Design, was man jedoch nicht ganz genießen kann, da man weder klettern noch sonst irgendwas beweglicheres kann, als irgendwo nach einer rettenden Leiter zu suchen. Auch soundtechnisch hätte man eine ganze Menge mehr machen können und so verlaufen die kampflosen Phasen der Matches oft sehr still. Das alles sind zwar keine Dinge, die man nicht auch nachträglich noch ändern könnte. Jedoch sind das dennoch leider vertane Chancen, das Spiel direkt zur Veröffentlichung so zu gestalten, dass es auch langfristig fesselt.

DualSense Wireless Controller Midnight Black [PlayStation 5]
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  • Erlebe die verschiedenen Stufen von Kraft und Spannung, wenn du mit deiner Ausrüstung und Umgebung im Spiel interagierst
  • Chatte online mit Freunden, indem du direkt in das integrierte Mikrofon sprichst oder ein Headset an den 3,5-mm-Anschluss anschließt
  • Übernimm die Kontrolle mit einem weiterentwickelten zweifarbigen Design, das ein ikonisches, intuitives Layout mit verbesserten Sticks und einer neu gestalteten Leuchtleiste kombiniert

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Positiv:

Coole Atmosphäre mit abwechslungsreichen Karten
Fähigkeiten der verschiedenen Charaktere lassen sich in einem guten Team super kombinieren
Gute Team-Koordination und schlaues Verstecken und Schleichen werden definitiv belohnt
Hohe Freiheit Mitspieler (im Freundeskreis) zu finden dank Crossplay-Funktion

Negativ:

Unausgegorenes Match-Design mit wenig Langzeitmotivation
Stärken der Charaktere sind auf unterschiedlichen Stufen sehr schlecht ausbalanciert
Große Karten mit viel zu wenig Bewegungsspielraum
Fernkampfcharaktere aufgrund von nerviger Munitionssuche oft sehr im Nachteil
[testimonial_slider arrows=”false”][testimonial image_url=”123432″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Alexander Schürlein, Redakteur”]
“Hood: Outlaws & Legends stellt sich meiner Meinung nach leider selbst ein Bein. Was ein sehr gutes Grundkonzept hat und eine erfrischende Neuerung hätte werden können, ist nun leider nicht viel mehr, als ein Spiel für ein paar Matches zwischendurch. Zwar sind die Charaktere mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten gut ausgearbeitet, jedoch wird das durch die vielen Mängel ziemlich ausgehebelt. Auch hätte man aus dem Robin Hood Hintergrund weitaus mehr machen können, als nur den Titel und die Charaktere zu nehmen. Ich wünsche mir sehr, dass das Spiel in Zukunft noch die Kurve kriegt, da das eigentliche Potenzial im Kern vorhanden wäre, tatsächlich ein neuartiger Multiplayer der anderen Art werden – doch ohne wirkliche Langzeitmotivation und Abwechslung spielt sich das Ganze doch eher wie eine unfertige Beta-Version.”
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Ab in die Sammlung?

Wer auf diese Art Spiele steht und Hoffnung in die weitere Entwicklung steckt, kann beherzt zugreifen und sich dem kurzweiligen Getümmel hingeben.

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Geschrieben von Alexander Schürlein
kämpft als Krieger des Lichts für Eorzea.

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