HDPVR 2 Gaming Edition – Technikreview zur kleinen Aufnahmebox

Wer kennt es nicht auch, man möchte gerne seine aktuell erspielten Fähigkeiten aus Call of Duty oder GTA der ganzen Welt präsentieren, hat aber keine Möglichkeit dies am PC oder Laptop zu spielen und aufzunehmen? Einige Youtube-Videos entstehen deshalb dadurch, dass die User ihren Bildschirm in mieser Qualität abfilmen. Doch wie kann man es schaffen, dass das Gameplay gestochen scharf auf die Festplatte kopiert wird? Ein Videograbber hilft uns dabei und schleift das Video-, sowie Audiosignal auf die Festplatte. Wie genau das funktioniert und ob die HDPVR 2 ihre Arbeit gut erledigt, erfahrt ihr jetzt bei uns im Test.

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Viele kennen genau das Problem: Überall sieht man gestochen scharfes Gameplay und man fragt sich, wie bekommen die das nur hin? Dies ist ziemlich schnell beantwortet. Man nehme 150-180€ und bestellt sich einen Signaldurchschleifer. Mehr ist die HDPVR im Grunde genommen nicht. Sie sorgt dafür, dass das Video- und Audiosignal von der Konsole, auf den PC übertragen wird. Mit Hilfe des dazugehörigen Programmes, kann man auf dem PC das Videosignal aufzeichnen. Hört sich relativ einfach an, ist es aber leider nicht ganz.

 

Der Lieferumfang:

Im Lieferumfang der von uns getesteten HDPVR 2 GAMING EDITION findet man folgenden Inhalt: Stromkabel (6V / 1.6 A-Netzteil), Verbindungskabel für den PC, zwei HDMI-Kabel (vergoldet), eine Kurzanleitung, die entsprechende Software/Treiber und die Hardware selbst. Das Einzige was das Wort “Gaming Edition” ausmacht, ist das dort exklusiv beigelegte Component-Kabel für die Playstation 3. Dieses wird nämlich benötigt, um das Videosignal von Sonys Konsole abzufangen. Was mit der Gaming Edition nicht möglich ist, ist die Aufnahme für das optische Audiosignal. Um den optischen Ton mit aufnehmen zu können, braucht man allerdings die HDPVR 2 Gaming Edition Plus. Deren Preis liegt bei knapp 50€ mehr und bietet die gleichen Funktionen, wie die normale Gaming Edition. Die Verarbeitung der Box, sowie der Kabel ist hochwertig. Alle Kabel kommen mit einer Vergoldung daher und bieten somit die bestmögliche Übertragungsrate. Die Kabel stecken fest in der Box drin und bilden somit keine Wackelkontakte. Einzig das Component-Kabel hat eine Clipfunktion, die leider nicht direkt zu sehen ist. Ansonsten gab es keine Probleme mit dem Lieferumfang.

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Die verschiedenen Steckmöglichkeiten:

Die HDPVR 2 Gaming Edition verfügt über einen ganz normalen HDMI-Input, sowie Output, einen USB-Anschluss, einen Stromanschluss und den Anschluss für das Component-Kabel. Auch eine kleine Power LED-Leuchte zeigt, ob die Box an ist oder nicht. Für jede aktuelle Konsole ist eine Anschlussmöglichkeit vorhanden, auch für die Wii oder Wii U. Wie es mit den Next-Gen Konsolen aussieht, kann man bislang nur mutmaßen. Nachdem man die Konsole mit der HDPVR verbunden hat, muss diese ebenfalls mit dem Fernseher verbunden sein. Ansonsten seht ihr das Videosignal nur auf dem Computer und nicht gleichzeitig auf dem Fernseher. Damit das Bild auch am Computer richtig ankommt, muss die HDPVR mit Hilfe des USB-Kabels angeschlossen werden. Das Programm erkennt die kleine Box direkt und installiert die letzten Treiber (Vorausgesetzt Windows 7 dient als Betriebssystem). Jetzt kann das Aufnehmen beginnen.

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Die Installation der Hardware:

Damit die HDPVR tatsächlich ihren Dienst absolviert, muss man die beigelegte Software auf dem Computer installieren. Alternativ kann man die aktuelle Version aus dem Internet herunterladen. Hat man dies getan, kann man die kleine Box an den Computer anschließen und die installierte Software findet die angesteckte Hardware automatisch. Um das Videosignal von der Konsole einzufangen, muss die HDPVR, noch mit der Konsole verbunden werden. Hört sich alles sehr leicht an, wenn es auch sofort funktionieren würde. Beim ersten Anschließen hat es eine knappe Stunde gedauert, bis der Computer das Signal übermittelt bekommen hat. Hierzu muss man sagen, dass wir erst die Playstation 3 getestet hatten, bevor wir die Xbox nahmen. Doch was gibt es für einen Unterschied? Die Playstation 3 verfügt über ein verschlüsseltes HDMI-Videosignal. Nur durch ein spezielles Component-Kabel lässt sich dadurch die Playstation anschließen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass man innerhalb der Konsole einige Änderungen vornehmen muss, bevor man mit dem Aufnehmen loslegen kann. Durch die kleine beigelegte Anleitung, kann man die Installation alleine vornehmen und muss sich nicht extra ein Hilfevideo dafür ansehen. Beim ersten Anschließen brauchten wir trotzdem ein paar Versuche, bis alle Signale auf dem TV und gleichzeitig auf dem Computer erschienen sind. Da hat die Xbox 360 einen großen Vorteil und bietet eine schnellere Anbindung. Diese wird nämlich nur mit einem HDMI-Kabel angeschlossen und somit gibt es bei der Übertragung keine großen Probleme. Lediglich ein Signal vom Computer konnten wir nicht aufzeichnen. Dafür gibt es allerdings kleine Hilfsprogramme, wie Fraps oder Gamecam.

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Die Software und Videoqualität:

Die beigelegte Software ist ein einfaches Aufnahmeprogramm, was uns ermöglicht, das aufgenommene Video direkt zu bearbeiten und zu rendern. Zusätzlich hat man vor der eigentlichen Aufnahme noch weitere anpassbare Möglichkeiten (zum Beispiel das Videoformat, die Bildgröße und das Audioformat). Doch hier muss man besonders aufpassen, da nicht alle Formate mit euren Schnittprogrammen übereinstimmen. Arbeitet ihr zum Beispiel mit Magix Videodeluxe 2014, würden wir euch das mt2s-Format empfehlen. Dieses konnten wir nämlich direkt in der Rohfassung in Magix bearbeiten, was mit den anderen Formaten nicht möglich war. Allerdings kann es hier auch zu Problemen führen, wenn man die Rohdatei nicht vorher mit dem mitgelieferten Schnittprogramm einmal durchrendert. Viele Aufnahmen mussten wir mehrmals mit dem Programm rendern, bis wir sie dann in einem externen Videobearbeitungsprogramm einfügen konnten. Wir mussten nach dem Aufnehmen feststellen, dass die Aufnahmen selbst von verschiedenen Videoabspiel Programmen nicht fehlerfrei abgespielt werden konnten. Auch nach mehreren Spielen und Einstellungen gab es die selben Probleme weiterhin. Die Gründe für dieses Problem konnten wir während unseres Tests nicht herausfinden, außer, dass dies ein Massenproblem sei. Denn auch bei Freunden und Bekannten trat dieses Problem auf. In der vorherigen Version der HDPVR gab es dieses Problem nicht. So etwas ist sehr mühseelig und kostet zudem noch viel Zeit. Zusätzlich weiß man nicht, welche Aufnahmen nun fehlerfrei aufgenommen wurden und welche man vorher noch einmal bearbeiten muss. Die Qualität der einzelnen Videos sind qualitativ genauso gut, wie wir das Spiel auf der Konsole sehen. Ob in der vollen Full-HD Auflösung oder in der kleinen 720p Größe, alle Aufnahmen werden in super Qualität aufgezeichnet. Leider kann man die Spiele, durch die oftmals kleinen Auflösung, auch nur in 720p aufnehmen. Dies liegt allerdings nicht an der Box, sondern an den “älteren” Konsolen. Durch die Fehler in den Aufnahmen, die durch die Software entstehen, ziehen wir einige Punkte bei der Software ab.

Fazit:

Die Frage, wie man gute Videos von seinen Games aufzeichnet, habe ich mit dieser Review beantwortet. Allerdings stellte sich beim Test heraus, dass die Idee hinter einer Aufnahmebox doch nicht so durchdacht ist, wie es sich anhört. Die vielen Aufnahmefehler, der nicht vorhandene optische Eingang für das Audio und die lange Installationszeit für die Hardware, machen die HDPVR 2 Gaming Edition leider nicht zum gewünschten Zuel. Wer die Möglichkeit hat, zu einer älteren Ausgabe zu greifen, der sollte besser dies tun.

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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