Hatsune Miku Project Diva F 2nd – Das neue Rythmus Game mit Miku im Test

Die digitale Diva Hatsune Miku ist zurück und hat neue Herausforderungen für ihre Fans im Gepäck. Bereits Project Diva F konnte sich einen Namen, im Bereich der Rhythmus Games, machen. Nicht zuletzt wegen des nicht zu unterschätzenden Schwierigkeitsgrades. Miku, die eigentlich als Maskottchen für eine japanische Vocaloid Software erfunden wurde, ist inzwischen zu einem riesigen Popstar geworden. Nicht zuletzt, weil es die Fans sind, die entscheiden welche Songs Miku singt. Die Vocaloid Software bietet die Möglichkeit Miku die verschiedensten Songs in diversen Sprachen singen zu lassen. Und als ob das noch nicht genug wäre, verfügt die Software sogar noch über ein Animationstool mit dem man komplette Musikvideos samt Choreografien für Miku erstellen lassen. Viele diese von Fans erstellten Songs und Videos haben ihren Weg in die Spiele gefunden und können von euch jetzt selbst gespielt werden. Ob sich der erneute Ausflug in die kitschige, Japano-Pop-Welt lohnt erfahrt ihr hier.

 

All about Miku

Auch wenn in Project Diva F 2nd wieder einige von Miku’s digitalen Freunden Songs zum Besten geben, ist natürlich der blauhaarige Popstar der Mittelpunkt des Geschehens. Das lässt euch das Spiel auch zu keinem Zeitpunkt vergessen. Im Fokus des Spiels steht der Rhythm Game Modus. Hier spielt ihr Song für Song und mit jedem den ihr meistert schaltet ihr den nächsten frei. Ihr habt zudem die Wahl die Songs in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielen, easy sollte dabei definitiv die Anlaufstelle für alle Neulinge sein. Danach kann man sich im normalen, harten und extremen Modus versuchen. Im Basisspiel stehen euch etwa vierzig Songs zur Verfügung, die, dank der verschiedenen Vorlieben der Ersteller, ein breites Spektrum an Musikgenres abdecken. Dabei sollte man sich allerdings im Klaren sein, dass man hier keine Musik wie man sie aus den Charts kennt, erwarten darf. Zumindest nicht aus den europäischen oder amerikanischen Charts. Japanische Popmusik bildet hier die Basis, aber auch rockige Klänge oder Elektrobeats sind hier und da zu hören.

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Die digitale Popikone steht hier absolut im Mittelpunkt.

 

How to be a Popstar

Das Spielprinzip ist in der Theorie sehr simpel. Während im Hintergrund Miku, allein oder mit Freunden, ihre Performance abliefert erscheinen die Tastensymbole auf dem Bildschirm, welche dann zum richtigen Zeitpunkt gedrückt werden müssen. Die Symbole selbst verfügen über einen kleinen Zeiger, der wie bei einer Uhr funktioniert. Die beste Punktzahl erreicht ihr, wenn ihr genau dann drückt, wenn der Zeiger auf der Position der Zwölf steht. Müsst ihr eine lange Note spielen, wird euch dies deutlich gemacht, indem die erste Note durch eine farbliche Bahn mit der nächsten Note verbunden ist. Um hier die höchste Punktzahl zu erreichen, solltet ihr die erste Note treffen, wenn der Zeiger auf zwölf ist und dann wieder loslassen, wenn die zweite Note den Zielbereich trifft. Farbige Richtungssymbole eliminiert ihr, indem ihr die entsprechende Richtungstaste sowie die korrespondierende Aktionstaste drückt. Die letzten Elemente, auf die ihr achten müsst, sind Sterne. Diese werden entweder durch Wischen auf dem Touchscreen (Vita) oder durch Bewegen der Analog Sticks (PS3) eliminiert. Sind die Sterne durch Linien miteinander verbunden, so dürft ihr den Finger nicht absetzen und im Stil eines DJ scratchen. Schafft ihr es dabei alle angezeigten Symbole zu treffen, während ihr euch in einer “Technical Zone” befindet, erhaltet ihr Bonuspunkte, mit denen ihr eure Fortschrittsanzeige noch schneller füllen könnt. Was sich sowohl bekannt als auch recht einfach anhört, ist in Wirklichkeit recht hart. Da die Symbole verteilt über den Bildschirm erscheinen, müssen die Augen ständig in Bewegung sein. Zudem müsst ihr diese Reaktionsfähigkeit beweisen, während das Musikvideo im Hintergrund läuft. Bevor ihr auch in den höheren Stufen Highscores knackt, werdet ihr einige Zeit üben müssen, dann ist jedoch jeder Erfolg umso befriedigender.

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Die Marker vor dem Videohintergrund zu erkennen kann manchmal recht schwer werden.

 

DIY Music Game

Wenn ihr euch durch alle Songs des Spiels gekämpft habt, ist es noch lange nicht vorbei mit dem Spaß. Importiert einfach einige Songs und erstellt dann eigene Kompositionen. Mit einem integrierten Edit Mode könnt ihr eigene Arrangements erstellen. Dabei könnt ihr in verschiedenen Spuren wie in einem Videoschnittprogramm Veränderungen vornehmen, Marker setzen und vorgefertigte Animationen für Miku sowie Hintergründe setzen. Damit lassen sich vollständige Videoclips erstellen und damit neuer spielbarer Content für euch selbst oder auch andere Spieler weltweit. Wie aufwendig und detailliert dieser Editor ist, wird deutlich, wenn man sich die Einstellungen für Miku’s Animationen anschaut. Hier könnt ihr selbst ihren Gesichtsausdruck einstellen sowie viele weitere Details. Die Einarbeitung in die Verwendung wird euch mit einigen Tutorials erleichtert, dennoch solltet ihr einiges an Zeit mitbringen. Seid ihr zufrieden mit eurem Werk, könnt ihr euren Edit hochladen und der Community zur Verfügung stellen. Solltet ihr keine Lust haben selbst Songs zu erstellen könnt ihr euch Hunderte von Songs von anderen Usern herunterladen. Da die Fangemeinde von Hatsune  Miku sehr aktiv ist werdet ihr somit immer mit neuem Content versorgt.

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Der Edit Mode ermöglicht es euch eigene Songs für Miku zu erstellen.

 

Ein Star zum Anfassen

Ein für westliche Spieler etwas seltsames Feature ist wohl der Diva Room. Das ist im Prinzip genau das, wonach es sich anhört, nämlich ein Raum in dem sich Miku aufhält und “lebt”. Hier ist die Aufgabe eure Beziehung zu Miku zu verbessern und ihre Zuneigung zu gewinnen. Das geht auf verschiedene Arten. Zum Beispiel indem ihr Miku im Gesicht berührt und zwar nur da. Macht ihr dies füllt sich ein herzförmiger Ballon in der rechten oberen Ecke. Ihr müsst aufhören, sobald der Ballon komplett aufgeblasen ist, gelingt euch das füllt sich die Sympathieanzeige und Miku ist glücklich. Platzt der Ballon oder will Miku gerade nicht angefasst werden sinkt die Anzeige wieder. Ein anderer Weg führt über Geschenke. Mit erspielten Punkten aus dem Hauptspiel könnt ihr im Laden Blumen, Stofftiere, Accessoires, Kleidung sowie Mobiliar kaufen. Je nachdem wie euer Geschenk ankommt, steigt oder fällt dann eure Anzeige. Hin und wieder lädt euch Miku dann zu kleinen Mini Games ein, wie Schere-Stein-Papier oder ein Klatsch-Spiel,die dann auch wieder Einfluss auf eure Beziehung haben.

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Der Diva Room ist ein eher seltsamer Ort. 😉

 

Wie ein Tag in Akihabara

Project Diva F 2nd ist bunt und poppig, wie alles was mit der Welt von Hatsune Miku zu tun hat. Das gesamte Spiel kann mit typischen Mangazeichnungen aufwarten, die für die Ladescreens verwendet werden. Im gesamten Spielverlauf werdet ihr von Effekten überflutet, an die ihr euch erst mal gewöhnen müsst, um das Spiel zu meistern. In Sachen Musik muss man eindeutig sagen, dass diese reine Geschmacksache ist. Wer von Beginn an weiß, dass Er mit J-Pop nichts anfangen kann, sollte die Finger von dieser Spielreihe lassen. Alle anderen erhalten eine bunte Auswahl aus J-Pop, Rock und Elektrobeats, die von der Community durch viele kreative Spieler stetig erweitert wird. So kitschig und schräg auch mancher Song sein mag schafft es doch manche Melodie sich für Tage in eurem Ohr festzusetzen.

 

 

Fazit:
Hatsune Miku Project Diva F 2nd vereint alle Tugenden des Vorgängers und baut diese konsequent aus. Mit der Möglichkeit selbst Inhalte zu erstellen und Inhalte von anderen herunterzuladen, bekommt man hier ein große Auswahl an Songs geboten. Für Langzeitbeschäftigung ist definitiv gesorgt. Miku und Music Game Fans dürfen hier beherzt zugreifen und sich auf eines der besten Games des Genres freuen.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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