Hades – Test zum neuen Indie-Rogue-lite

Hades im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Releasedatum: 17. September 2020

Genre: Rogue-lite

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Supergiant Games

Plattformen: Nintendo Switch, PC

Das Studio Supergiant Games hat in der Vergangenheit mit ihren Titeln Bastion, Transistor und Pyre schon viel Lob, Preise und Fans für sich gewinnen können. Alle drei der bisherigen Titel gehören zu den Topvertretern im Indie Bereich. Mit Hades ist Supergiants neuester Titel aus dem Early Access genommen und final für PC und Nintendo Switch veröffentlicht. Wir haben uns Hades angeschaut und verraten euch jetzt, ob es diesmal erneut ein Hit geworden ist.

 

Raus aus der Unterwelt

Auch wenn Hades der Titel des Spiels ist, übernehmt ihr nicht die Rolle des Gottes der Unterwelt. Vielmehr übernehmen wir die Kontrolle über dessen Sohn Zagreus. Der junge Prinz hat die strenge und schroffe Art seines Vaters und die langweiligen Verpflichtungen satt und will dem Reich seines Vaters entkommen. Unterstützt wird Zagreus dabei von der Göttin der Dunkelheit Nyx, die Kontakt mit den griechischen Göttern im Olymp aufnimmt. Während der Fluchtversuche des Prinzen stellen sich die Verwandten aus dem Olymp vor und gewähren Zagreus Fähigkeiten, um sein Vorhaben zu unterstützen. Die Flucht führt Zagreus dabei durch die vier Gebiete der Unterwelt und vorbei an den oft feindlichen Bewohnern dort. Neben normalen Feinden trefft ihr dabei aber auch auf bekannte Namen aus der griechischen Mythologie. Allerdings kommt es, wie es kommen muss, und der Prinz segnet das Zeitliche und wird direkt vor der Nase seines Vaters abgesetzt. Und hier beginnt dann das eigentliche Gameplay. Mit jedem neuen Versuch enthüllt ihr dabei mehr der Geschichte, sprecht mit den verschiedenen Göttern und knüpft Beziehungen. Rogue-lites sind normalerweise nicht dafür bekannt, tiefe Geschichten auf Lager zu haben, doch Hades hat auch jetzt noch lange, nachdem ich das echte Ende erreicht habe, viel mehr zu bieten. Die Charaktere sind alle extrem charismatisch und es macht Spaß, immer wieder mit diesen zu interagieren und vielleicht sogar kleine Aufgaben zu erledigen.

Hades

Zagreus startet seinen Fluchtversuch aus dem Tartarus.


 

Wirklich nur noch einen Versuch

Wie schon erwähnt ist Hades ein Rogue-lite, das bedeutet ihr versucht wiederholt der Unterwelt zu entkommen und besucht dabei die gleichen Areale. Die einzelnen Räume sind dabei aber immer wieder zufällig ausgewählt, ebenso wie die Feinde und Belohnungen, die euch erwarten. Zu Beginn jedes Versuchs wählt ihr eine von sechs Waffen, von denen allerdings die meisten erst freigeschaltet werden müssen. Danach startet ihr und erhaltet gleich euren ersten Besuch von einem zufällig gewählten Mitglied der olympischen Götter. Dieser gewährt euch eine Auswahl an temporären Fähigkeiten. Diese können entweder euren Hauptangriff verbessern, Elementareffekte geben oder eure Verteidigung verstärken. Diese Fähigkeiten sind aber wie gesagt nur temporär und gehen verloren, sobald ihr sterbt. So wird jeder neue Versuch in einen neuen Build enden, da ihr nie wisst, welche Götter ihr trefft und welche Fähigkeiten diese euch zur Auswahl stellen. Habt ihr alle Feinde in einem Raum besiegt, zeigen die jeweiligen Ausgänge an, welche Belohnung im Raum dahinter auf euch wartet. Ich persönlich bin zum Beispiel ein großer Fan von Poseidons Fähigkeit Tidal Dash, und so halte ich immer Ausschau nach einer Tür mit seinem Zeichen. Neben Fähigkeiten sammelt ihr aber auch allerhand an verschiedenen Items wie Nektar, um Beziehungen zu verbessern oder Edelsteine, um die Eingangshalle des Tartarus sowie euren eigenen Raum zu verschönern. Besonders wichtig sind aber auch die Dunkelheitsfragmente, die ihr findet, denn diese könnt ihr verwenden, um an Nyxs Spiegel Rogue-lite typische dauerhafte Upgrades für Zagreus freizuschalten. Dinge wie mehr Schaden oder limitierte Wiederbelebung findet ihr hier. Im späteren Verlauf schaltet ihr zudem noch die Möglichkeit frei, verschiedene Modifikationen für eure Versuche zu vergeben, wie zum Beispiel Feindschaden zu erhöhen oder euch einiger eurer Upgrades zu berauben. Ist euch das Ganze etwas zu schwer, könnt ihr zudem den Gottmodus aktivieren, der hier sehr kreativ gelöst ist. Dieser Modus macht euch weder unsterblich, noch gibt euch mehr Kraft, ihr startet lediglich mit 20 % Schadensreduktion. Jedes Ableben von euch fügt weitere 2 % hinzu, bis zu einem Maximum von 80 %. Im späteren Verlauf und mit negativen Modifikationen werden vielleicht aber auch erfahrenere Spieler auf diesen Modus zurückgreifen müssen. Und dieser Modus sollte nicht zwingend als Easy Mode angesehen werden, sondern als Einstiegshilfe oder auch um wirklich schwere Herausforderungen zu bewältigen. Ich habe inzwischen wahrscheinlich mehr als hundert Versuche hinter mir, mit zahlreichen erfolgreichen Versuchen. Aber auch nachdem ich die finalen Credits gesehen hatte, konnte ich es nicht erwarten, direkt weiterzumachen. Denn selbst nach dem Ende habt ihr wahrscheinlich noch jede Menge Dinge freizuschalten, Beziehungen zu verbessern und mehr. Für ein 25 € Indie Titel ist es wirklich unglaublich, wie viel Unterhaltung und Langzeitmotivation hier geboten wird.

Hades

Asphodel bringt einen eigenen Look mit sich.


 

Die Unterwelt war nie schöner

Wie nicht anders zu erwarten, zeigen Supergiant Games auch diesmal wieder ihr großes Talent für wunderschöne Level und toll designte Charaktere. Die Gewölbe des Tartarus, die Lavaseen in Asphodel oder auch die Wiesen im Elysium haben ihren ganz eigenen Stil. Satte Farben und starke Kontraste sind das markante an Hades Optik und ich habe mich auch nach 60 Stunden noch nicht sattgesehen. Darren Korb zaubert zudem mit seinem Mix aus orientalischen Klängen und rockigen Gitarren einen Soundtrack, den ich mir auch gerne außerhalb des Spiels anhöre. Die ausschließlich englischen Sprecher machen zudem einen absolut erstklassigen Job und hauchen jedem Charakter eine echte Persönlichkeit ein. Mein Favorit ist dabei die Sprecherin von Megaera.

 

Positiv:

Motivierendes Gameplay mit viel Abwechslung bei jedem Versuch
Viele kleine Systeme, die das Gameplay erweitern und mit der Zeit freigeschaltet werden
Viele Möglichkeiten, die Herausforderung nach Belieben anzupassen
Charmante Charaktere mit erstklassigen englischen Sprechern
Soundtrack und Optik sind erstklassig
Ihr könnt Cerberus, den Höllenhund, streicheln, so oft ihr wollt

Negativ:

Nur Texte in anderen Sprachen außer Englisch vorhanden
  • Hades
    “Supergiant Games haben bereits mit Bastion, Transistor und Pyre ihr Können bewiesen und haben sich mit Hades sogar noch einmal übertroffen. Jedes der vorherigen Spiele hat sichtbar Spuren in Hades hinterlassen. Hades punktet mit schnellem und abwechslungsreichem Gameplay, das auch nach Hunderten Versuchen noch motivieren kann. Zudem sind die Story und die Beziehungen zwischen den charismatischen Charakteren extrem gut gelungen. Das Rogue Lite System gibt dabei stetig Upgrades, die es erlauben weiterzukommen und nicht den Zagreus, sondern auch die Story weiterzuentwickeln. Begleitet wird alles dabei vom erstklassigen Soundtrack von Darren Korb, der wieder gekonnt orientalische Sounds mit Rock kombiniert. Auch die Sprecher geben hier wieder eine Bestleistung ab. In Sachen Grafik begeistert die Unterwelt mit starken Farben und Kontrasten sowie markantem Charakterdesign. Auch nach mehr als 60 Stunden gibt es immer noch mehr zu entdecken und zu erleben. Mit Hades haben Supergiant Games nicht nur ihr bisher bestes Spiel, sondern auch einen der besten Anwärter auf den Titel Game of the Year.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Hades erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?

Hades ist ein Indie Megahit und ein Anwärter auf die Game of the Year Krone.

Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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