Grow: Song of the Evertree

Test zum entspannenden Aufbauspiel

Grow: Song of the Evertree im Überblick

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Grow: Song of the Evertree - [Nintendo Switch]
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

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Releasedatum: 16. November 2021

Genre: Aufbau, Adventure

USK: ab 0 Jahren freigegeben

Publisher: 505 Games

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch

Schaut man sich den Trailer zu Grow: Song of the Evertree an, kommt man nicht umhin sich etwas an My time a Portia oder Yonder erinnert zu fühlen. Bei letzterem ist es kaum verwunderlich, stammt es doch aus derselben Schmiede wie das neue Projekt rund um den Immerbaum. Das Aufbauspiel ködert mir der Möglichkeit eigene Welten formen zu können und der Umwelt beim Wachsen und Gedeien zuschauen. Nach typischen Simulationsvorbildern und Farminggeschwistern wie die oben genannten oder auch Harvest Moon, Stardew Valley, Rune Factory und co. könnt ihr euch hier austoben und eure Seele baumeln lassen. Wie Entwicklerteam Prideful Sloth es schafft, dass das Ganze trotzdem etwas anders ist und immer unterhaltsam bleibt, erfahrt ihr hier bei uns im Test.

 

Das Lied vom Immerbaum

Eure Welt wird von einem bedrückenden und zerstörerischen Fluch heimgesucht, der sich kryptisch die Dürre nennt. Nicht nur die Natur und Umwelt leidet darunter, auch das Lied des Immerbaums, dem das sognenannte Myora – die Kraft allen Lebens – innewohnt wird davon bedroht. Die Menschen und hier lebenden Wesen vergaßen das Lied und gaben somit auch ihre Umwelt auf. Längst ist alles Leben von eurem Planeten geflohen, lediglich ihr – ein*e junge*r Alchemist*in und eure treuen Gefährten sind noch über und bieten der unheilvollen Kraft die Stirn. Hier beginnt euer Abenteuer.

Bei der Erstellung eures Avatars dürft ihr keinen Editor á la Cyberpunk erwarten, jedoch bekommt ihr hier genretypisch einige Individualisierungsmöglichkeiten geboten. Besonders hervorzuheben ist, dass ihr vor allem was euer Geschlecht und die damit einhergehenden Klischees angeht, unglaublich frei seid. Neben typisch männlich und weiblich, gibt es auch eine neutrale Möglichkeit. Jeder von euch gewählte Körper kann alle Frisuren und Kleidungsstücke tragen, somit sind euch hier, was das angeht wirklich keine Grenzen gesetzt.

Euer Job ist nun, das Lied des Immerbaums wieder erklingen zu lassen und das Leben auf euren Planeten zurückzubringen.

 

Erlebe wie das Leben zurückkehrt

Ihr packt euch also eure Werkzeuge und legt los. Euer blaues, puscheliges Gefährt bringt euch dabei hoch in das Geäst des Baumes, wo ihr euren ersten Samen pflanzt. Dieser schaltet euch nach und nach nun weitere kleine, inselartige Gebiete frei, auf denen ihr euch um die verdorrte Natur kümmern müsst. Dafür müsst ihr je nach vorliegendem Problem ein anderes Werkzeug verwenden – Veteranen des Genres werden sich hier direkt heimisch fühlen. So erledigt ihr euer tägliches Pensum, bis es keine zu erledigenden Punkte mehr gibt, legt euch in eurer Hütte schlafen und am nächsten Morgen werdet ihr feststellen, dass eurer kleines Paradies gewachsen ist.

Das klingt jetzt erstmal, als würde es nach einer Weile eher auf routiniertes Abarbeiten hinauslaufen – dem ist aber nicht so. Denn neben diesen nicht wirklich variierenden täglichen Aufgaben, kommen nach und nach neue hinzu. Seien es kleine Nebenaufgaben aus eurem Tagebuch, das Zähmen von wilden Tierchen, das Erkunden von tiefen Höhlen oder das Entdecken von neuen Gebieten, in denen die Einheimischen eure Hilfe benötigen. Dabei kommen auch notorische Sammler und Gaming-Kleptomanen nicht zu kurz, denn es gibt eine Vielzahl an sammelbaren Dingen, die ihr mittels Alchemie in eurem Häuschen zu neuen Gegenständen formen und daraus neues erschaffen könnt.

Die verschiedenen Aufgaben sind dabei so unterschiedlich und vielfältig, dass man immer wieder etwas bisher unbekanntes entdeckt und somit zumindest für eine sehr lange Zeit keine Langeweile aufkommt. Hinzu kommt, dass man seltenst alle Tätigkeiten schafft, die man sich für den Tag vornimmt, denn die Nacht holt einen schneller ein, als einem lieb ist – wie im echten Leben also.

 

Stadtplaner wider Willen

Habt ihr euch mit euren Tätigkeiten als Retter*in und Pfleger*in des Immerbaums eingegrooved, naht auch schon die nächste Aufgabe: Denn ihr macht euren Job so gut, dass die Menschen, die einst geflohen waren, wieder zurückkehren. Doch die Dürre hat sämtliches Bauwerk natürlich total vernichtet und so liegt es nahe, dass ihr neben dem Job der weltbesten Gärtner*in, nun auch weltbeste Stadtplaner*in werdet. Denn irgendwo müssen die Leute ja auch wohnen – und arbeiten – und überhaupt.

Deshalb schnappt ihr euch eure Verbündeten und erbaut nach und nach eurer Traumdörfchen, welches langsam aber sicher nahezu zu einer Stadt heranwächst. Ähnlich wie beim Immerbaum, passieren hier die Änderungen zumeist in der Nacht. Veranlasst ihr also den Bau eines Hauses, wird dieses erst am nächsten Morgen fertig sein. Nach diesem Prinzip baut sich das ganze Spiel auf, sodass ihr mit jedem neu angefangenen Tag wieder neue Spielelemente bedienen müsst und hält euch so bei der Stange. Denn was ködert mehr die Neugier, als die Frage, was als nächstes kommt?

Ebenso wie die immer mehr werdenden Kleinigkeiten, könnt ihr auch immer mehr und mehr Anpassungsmöglichkeiten für euch, eure Bewohner, Haustiere oder Gebäude freischalten, sodass ihr zumindest wirklich lange etwas davon habt, sofern euch das Spielprinzip zusagt. Wem ganz langweilig wird, dem bietet das Spiel auch einen Fotomodus – toll!

Beim Planen eurer Siedlung müsst ihr zwar ein paar Dinge beachten, wie die Veranlagungen eurer Bewohner, diese haben jedoch gefühlt eher wenig Einfluss auf das Spielgefüge, sodass sie ein wenig unnütz wirken. So impliziert Grow: Song of the Evertree zwar ein wenig Simulationsflair, erreicht diesen Status aber eher semigut. Wer allerdings nur etwas entspannend will, für den stellt dieser Umstand natürlich eher einen Vorteil dar.

 

Grafisch eher meh

Auch, wenn es sich hier um ein eher kleines Spiel handelt, dessen Flair irgendwie auch der Look ausmachen soll, wird hier etwas am falschen Ende gespart. Bei unserem Test auf der Nintendo Switch kam es selbst im Handheld-Modus zu Rucklern und auch im Großen und Ganzen wirkte das Bild zuweilen etwas matschig. Hier wäre definitiv etwas mehr möglich gewesen, zumal das Grundprinzip des Spiels Liebhabern des Genres wirklich einiges zu bieten hat. Wo am Bild gespart wurde, wurde aber offensichtlich beim Soundtrack einiges mehr richtig gemacht, denn die Musik passt sich wunderbar dem Gameplay an und lädt zum Träumen und Entspannen ein.  Abgesehen vom Bild sind wir auch bemerkenswert wenigen Fehlern und Bugs begegnet, die nie dazu geführt haben, dass wir das Spiel neu starten mussten oder etwas nicht weiterging.

Abgesehen davon bietet Grow: Song of the Evertree eine gute Grundlage, um sich nach einem harten Arbeitstag eine Runde zu entspannen und den Alltag an sich vorbeiziehen zu lassen.

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Grow: Song of the Evertree - [Nintendo Switch]
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung

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  • Grow: Song of the Evertree – Test zum gemütlichen Aufbauspiel
    Fazit zu Grow: Song of the Evertree

    Zwar hatte ich anfänglich mit diesem Titel meine Startschwierigkeiten, jedoch je mehr ich mich durch den Anfang der wenigen Möglichkeiten durchkämpfte, desto mehr gewann Grow mein Herz. Das Gameplayrad mag hier beileibe nicht neu erfunden werden, jedoch schaffen es Prideful Sloth ein Gesamtpaket zu schaffen, dass seinen Charme hat und eine ganze Weile unterhält. Irgendwie will man ja doch wissen, was die Welt um den Immerbaum noch bereithält. Wer also damit leben kann, dass es sich hier um kein perfektes Spiel handelt, wird daran sicher seine Freude haben.

    Alexander Schürlein, Teamleitung

Positiv:

Toller Soundtrack gekoppelt mit entspannendem Gameplay, das zum Träumen einlädt
Stetig wachsendes Setting hält Spielende längerfristig bei der Stange
Viele Möglichkeiten sich zu beschäftigen

Negativ:

Grafik leider eher matschig und pixelig
Auch im Handheld-Modus der Switch gibt es ab und an Ruckler oder lange Ladezeiten
Zu Beginn wenige Gameplayelemente vorhanden, sodass man erst etwas warm werden muss

Ab in die Sammlung?

Fans von Yonder oder My Time at Portia können fast ohne Bedenken zugreifen, wenn sie mit den kleinen Mankos leben können.

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00
Alex
Geschrieben von Alexander Schürlein
kämpft als Krieger des Lichts für Eorzea.

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