God Eater 2 Rage Burst – Test zum Aragami Hunter Spiel

Auf Handhelds erfreuen sich Hunter Games aller Art großer Beliebtheit. Von Monster Hunter über Freedom Wars bis Toukiden. Viele dieser Titel tummeln sich auf Handhelds. Mit God Eater 2 Rage Burst bekommen wir auch endlich außerhalb Japans wieder etwas aus der Reihe geboten.  Ob die Umsetzungen für PS4 und PS Vita (und auch PC) sich gegen die Konkurrenz behaupten können, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Die Aragami haben noch nicht genug

GE2 Rage Burst setzt die Geschichte um die mysteriösen Oracle Cells fort. Diese Zellen waren plötzlich in den frühen 2050er Jahren aufgetaucht und haben die Menschheit an den Rand der Vernichtung gebracht. Oracle Cells schließen sich zusammen und bilden gewaltige Monster, die leider immun sind gegen konventionelle Waffen. Als die Gefahr aufkam, trat die Fenrir-Organisation in Aktion und gründete die Blood Einheit, deren Mitglieder als God Eater bezeichnet werden. Bewaffnet mit lebenden Waffen gemacht aus Oracle Cells, war diese Einheit imstande die Aragami zu bekämpfen. Nach den Geschehnissen es Vorgängers führt euch die Story zurück zum Hort der Aragami, dem Spiral Tree. Die Blood Einheit rückt aus, um einige seltsame Vorgänge zu untersuchen. Was im Spiral Tree auf euch und euer neues Team wartet, könnte die Welt endgültig vernichten.   

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Nana hat natürlich wieder mal vergessen, was Rüstung bedeutet. (Playstation 4)

 

Genre typisch mit einigen Eigenheiten

Typisch für das Genre und für ein On the go Spiel, ist alles in relativ kurze Missionen unterteilt. Bei der Rezeptionistin könnt ihr neue Aufträge annehmen, die entweder die Story voranbringen oder dringende Aufträge, die spezielle Belohnungen versprechen. Gerade spätere Missionen erfordern logischerweise immer mehr Einsicht in die Mechaniken des Spiels und natürlich auch bessere Ausrüstung. Die Missionen selbst sind dabei leider zumeist sehr ähnlich und bietet keine Vielfalt in euren Zielen. Es überrascht zwar wohl niemanden, dass 99 % des Spiels aus Monster töten bestehen, die eine oder andere Aufgabe zwischendurch wäre aber nett gewesen. Die Kämpfe selbst schwanken zwischen hektischem Chaos und strategischer Auswahl. Im Chaos endet es vor allem am Anfang, wenn ihr noch nicht mit den Mechaniken vertraut seid, als auch wenn ihr euch nicht intensiv darum kümmert, Informationen über starke Aragami zu sammeln, bevor ihr eine Mission startet. In der Datenbank laufen alle Informationen im Spiel zusammen, sei es zu Items, Materialien, Charakteren oder Aragami. Auch wenn ihr technisch gesehen ohne das alles zu studieren weit kommen könnt, solltet ihr doch immer wieder einen Blick hineinwerfen, um effizienter zu werden.

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Die Aragami sind gefährliche Feinde und nur die God Eater können sie stoppen. (Playstation Vita)

 

Auf in den Kampf

Die Missionen selbst finden in sich sehr schnell und vor allem häufig wiederholenden Arealen statt. Eine Map zeigt euch Feinde an, die ihr mit eurem Trupp ansteuert. Haltet ihr L1 kurz gedrückt, schaltet ihr das Ziel auf. Eure Waffe, die God Arc, kann vier Formen annehmen. In der Schwertform schlagt ihr mit Dreieck zu und könnt Kombos ausführen. Sind eure Gegner etwas entfernt oder in der Luft unterwegs könnt ihr zur Kanonenform wechseln, was mit R1 geht. Um euch vor Schaden zu bewahren, gibt es die Möglichkeit die God Arc zu einem Schild zu transformieren. Um die Aragami aber effizienter zu besiegen, müsst ihr, wann immer möglich das Monster in eurer Waffe selbst, herauslassen. Mit R1+Dreieck schnellt das Monster aus eurer Waffe hervor, um sich einen Happen vom Aragami zu gönnen. Die Aragami Teile, die ihr dabei erhaltet, geben euch temporär Zugriff zu stärkeren Attacken und neuen Materialien zum Bauen. Am Ende erhaltet ihr eine Bewertung und entsprechend eurer Leistung, Punkte um eure Truppe zu verbessern. Jeder eurer Truppenmitglieder agiert während der Missionen selbstständig, ihr müsst aber vorher dafür sorgen, dass sie neue Fähigkeiten erlernen und Ausrüstung erhalten. Bevor man erst mal durch alles durchgestiegen ist, vergehen allerdings einige Missionen. Das ganze könnt ihr natürlich auch mit bis zu vier Spielern im Multiplayer erleben. Zurück in der Basis könnt ihr besagte Punkte in neue Fähigkeiten für eure Partner investieren, Waffen aufwerten oder komplett neue Items craften. Das geht soweit das ihr auch eigene Munition und Kleidung herstellen könnt. Bevor ihr alles im Spiel erledigt habt, solltet ihr eine ganze Weile beschäftigt sein.

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Ihr könnt euren Kameraden neue Fähigkeiten beibringen. (Playstation Vita)

 

Etwas mehr Mühe geben

God Eater 2 Rage Burst erschien ja ursprünglich ausschließlich für die Playstation Vita und wurde jetzt zusätzlich noch für die PS4 umgesetzt. Dabei muss ich sagen, dass sowohl Resurrection als auch God Eater 2 Rage Burst gut aussehen, versehen mit einem kleinen aber.  Die beiden Versionen hätten auf jeden Fall etwas besser aussehen können. Die Texturen und Designs sehen in vielen Fällen nur lieblos aus. Meist hat man sogar den Eindruck, als hätten die Macher eine niedrig aufgelöste Textur ohne echte Skalierung nur großgezogen. Da die PS Vita Version ja schon existierte verstehe ich, dass man hier nichts überarbeitet hat, bei der PS4 Version hätte man allerdings definitiv mehr rausholen können. Stattdessen ist man den faulen Weg gegangen, dass macht sich auch sehr deutlich, wenn man bedenkt, dass die PS4 Version nur mit festen 30 fps läuft. Etwas schade aber ich hoffe, dass das neue God Eater Projekt mehr aus der Hardware holt.

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In der Basis redet ihr mit eurem Team, sorgt für neue Ausrüstung und neue Fähigkeiten. (Playstation Vita)

 

Ein ganzes Spiel gratis dazu

Enthalten in beiden Versionen ist der Vorgänger God Eater Resurrection enthalten. Der Vorgänger lässt euch dabei direkt erleben wie die Oracle Cells in unsere Welt einfielen und wie am Ende der Spiral Tree entstand. In Sachen Gameplay erwartet euch das Gleiche wie im Nachfolger, daher beschreibe ich es nicht noch einmal extra. Einen gut gemeinten Rat möchte ich allerdings loswerden. Wenn ihr nicht nur an den Kämpfen, dem Craften und ausbauen eures God Eaters interessiert seid, sondern auch an der Story, dann solltet ihr Resurrection auf jeden Fall zuerst spielen. Die technische Umsetzung ist dabei jeweils auf vergleichbarem Niveau mit den GE2 Versionen.

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Der Vorgänger God Eater Resurrection ist gratis mit dabei.

 

Fazit:

God Eater 2 Rage Burst mag vielleicht nicht so ausufernd sein wie die Moster Hunter Originale, genau das macht es aber eine Empfehlung wert. Die Mechaniken erlauben einen schnellen Einstieg und sowohl die Struktur des Spiels als auch der Missionen eignen sich hervorragend, um schnell mal zwischendurch ein paar Monster zu killen. Wer sich dann noch Monster Hunter typisch in die detaillierten Monsterbeschreibungen vertieft und fleißig lernt, wird die Aragami noch viel schneller besiegen. Genau das kann aber für manche vielleicht auch schnell nervig werden. Die Umsetzung für PS4 und PS Vita hätten meiner Meinung nach, optisch durchaus etwas besser aussehen können. Beide Titel sehen nicht schlecht aus, haben aber anscheinend nur das Mindestmaß an Arbeit spendiert bekommen. Dennoch kann ich jedem, der dem Hunter Game Genre etwas abgewinnen kann, diesen Titel ans Herz legen. Und das gilt sogar doppelt, da ihr ja auch den Vorgänger gratis dazu erhaltet. 84

 

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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