Get Even – Test zum mysteriösen Psycho-Shooter

Bandai Namcos neuster Streich sollte bereits im Mai erscheinen – doch anlässlich des Terroranschlags in Manhattan sah man sich gezwungen, den Psycho-Thriller Get Even zu verschieben. In diesem spielt ihr den Protagonisten Cole Black, der mit seinen Agentenfähigkeiten einige Mysterien auflösen muss. Wie uns die Psychospielereien gefallen haben, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Geschichte steht im Fokus

Zu Beginn des Spieles erwachen wir als Cole Black mitten im Nirgendwo auf und können uns dank des Gedächtnisverlustes nicht mehr daran erinnern, wie wir in diese missliche Lage gelangt sind. Das Einzige, was uns einen Hinweis auf weitere Ziele gibt, ist eine Nachricht auf unserem Handy, in der geschrieben steht, dass wir ein Mädchen retten müssen, dass sich in fremder Gewalt befindet. Um dieses zu retten, müssen wir einige Gegner ausschalten, indem wir diese erschießen. Das Mädchen gefunden, bleibt kein Grund zur Freude – denn an ihr haftet eine Bombe mit einem Countdown. Schnell den Code eingegeben, erwachen wir plötzlich wieder in einem merkwürdigen Raum. Auf uns sitzt ein sogenanntes Pandora-Headset, der sich irgendwie nicht entfernen lässt. Zu uns spricht über diverse Bildschirme ein fremder Mann – doch was soll das alles? Fragen über Fragen, die erst im Verlaufe des Spiels beantwortet werden. Denn in Get Even steht neben der Action eindeutig die Geschichte im Vordergrund, weshalb von dieser nicht allzu viel verraten sollte. Neben deutschen Texten erwartet uns eine englische Sprachausgabe, die treffend für die Charaktere gewählt wurde. Auch die Musik ist wirklich gelungen, denn je nach Situation baut sie sich auf und lässt den Spieler die Situation gespannt erleben.

Finger weg von Drogen!

 

Diverse Tools führen zum Ziel

Doch nicht nur die unterschiedlichen Waffen führen uns zu unserem Ziel, auch unser Handy hat mehr auf dem Kasten, als wie zunächst vermuten würden. Über das Steuerkreuz lassen sich die diversen Apps hin- und herschalten, um eine andere Funktion auszuwählen. Je nach Umgebung müsst ihr unterschiedlich reagieren, eine UV-Lampe kann zum Beispiel Fußspuren sichtbar machen, um versteckte Wege zu offenbaren. Andere Apps wie das IR-Licht zeigen uns warme Kabelleitungen in der Wand an. Das Wechseln zwischen den Apps macht einen Heidenspaß und man fühlt sich wie ein echter Agent, der mithilfe der Umgebung Rätsel lösen muss. Dabei entdecken wir auf unserem Weg einige Hinweise wie Fotos, die auf unseren Gedächtnisverlust und das Mysterium hinter das Pandora-Headset hindeuten. Allerdings sind nicht alle Apps ein Augenschmaus, denn vor allem die Karte wirkt sehr unübersichtlich und gequetscht auf dem kleinen Handybildschirm. Auch die Grafik des Spiels lässt sich eher im mittelprächtigen Bereich ansiedeln. Geniale Effekte zaubern dafür die Erinnerungen, die wir im Spiel so manches Mal visualisieren und nacherleben können, um die Story weiter voranzutreiben. Dabei entsteht eine tolle Mischung zwischen den Rätseln, den Dialogen und den Schießereien mit anderen Männern. Am Ende eines jeden Abschnittes erwartet einen dann eine Pinnwand oder ein Tisch, auf dem alle Hinweise noch einmal gezeigt werden, damit der Spieler weiß, ob er nicht doch etwas übersehen hat.

Die vielen Funktionen des Handys sind mehr als praktisch, wenn ihr Rätsel lösen müsst

 

Und was ist daran Psycho?

Direkt zu Beginn des Spieles kann man sich entscheiden, ob man den vollen Psycho-Horror erleben möchte. Denn in der Anstalt erwarten einen so manches Mal verstörende Szenen, die nicht nur weich gekochten Spielern die Knie schlottern lassen. Da kann es zum Beispiel vorkommen, dass wir Räume mehrmals betreten und sich das Mobiliar plötzlich selbstständig macht. Denn wie sollen es Stühle sonst schaffen, sich rudelartig zu vermehren? Je tiefer wir in das Spiel eintauchen, desto skurriler wird das Erlebte. Auch Begegnungen mit anderen Insassen lassen einen innerhalb der knapp zweistelligen Spielzeit nicht kalt. Wirklich gewöhnungsbedürftig ist zudem die Schusstechnik, mit der ihr um die Ecke schießen könnt. Ihr befindet euch somit zwar in Deckung, könnt aber trotzdem in aller Seelenruhe die Gegner mithilfe einer Wärmetönung orten und abknallen. Sehr gewöhnungsbedürftig hält einen allerdings vom schnellen Tod ab. Doch nicht immer ist das Schießen die beste Methode, denn je nachdem, welche Entscheidungen ihr im Spiel trefft, könnt ihr ein anderes Ende erleben.

 

Positiv:

Nutzung der vielen Apps macht Spaß und ist abwechslungsreich
Guter Mix aus Story, Ballereien und Rätseln
Perfekt abgestimmte Soundeffekte und Musik erzeugen spannende Stimmung

Negativ:

Schwerer Einstieg in das Spiel ohne viele Erklärungen
Grafik eher mittelprächtig
Viele textlastige Passagen, die viele abschrecken könnten
[testimonial_slider][testimonial image_url=”58908″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Jasmin Paskuda, Redakteurin”]

“Get Even ist ein solider Psycho-Thriller, der gerade mit seiner fesselnden Stimmung und tollen Soundkulisse für viele Spieler einen Durchlauf wert ist. Der gelungene Mix aus den erlebten Geschehnissen, den Schießereien mit Wachmännern und den Rätseln lädt den Spieler zum Durchspielen ein. Mit einer etwa zweistelligen Spielzeit kann das Spiel schnell durchgespielt werden, allerdings hat es durch die mehreren Spielenden einen gewissen Wiederspielwert. Auch die vielen Funktionen des Handys, mit denen man die unterschiedlichen Rätsel lösen kann, fördern das Agentenspielegefühl ungemein. Wer also das Rätsel um das Pandora-Headset lösen will, kann sich das Spiel anschauen. Spieler, die sich nicht gerne Texte durchlesen und generell einen Hang zur Ungeduldigkeit haben, sind hiermit nicht gut bedient.”

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Ab in die Sammlung?

Eigentlich kann jeder angehende Agent mit Spaß an Rätseln und Schießereien unbedacht zuschlagen, allerdings sollten euch lange Texte und Storypassagen nicht abschrecken.

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Geschrieben von Jasmin Beverungen
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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