Fire Emblem Fates: Kartenset 2 – Test zu den Erben Hoshidos und Nohrs

Mit dem nun zweiten veröffentlichten Kartenset fügte Nintendo sechs weitere Kampfplätze zum bisherigen Spiel dazu. Im Mittelpunkt der Handlung stehen dabei die Kinder der im Spiel vorkommenden Kämpfer, die im Geheimen Reich geboren und aufgewachsen sind. Diesmal sind sie für das Schicksal der Welt verantwortlich und müssen ihre Eltern retten. Dementsprechend könnt ihr nicht auf Einheiten aus dem Hauptspiel zurückgreifen. Lohnt sich der Kampf für die anschließenden Belohnungen? Kann das zweite Kartenset dem Hauptspiel, welches von uns schon getestet worden ist, das Wasser reichen? Das erfahrt ihr in folgendem Test!

 

Ruhmeserben

Wenn ihr alle Karten einzeln für 10,44 €, oder als Pack für 7,99 € erworben habt, könnt ihr die einzelnen Schauplätze im Drachentor spielen. Neben den sechs Karten ist auch ein weiteres Geschenk von Anna dabei, bei welchem ihr einmalig die Items „Stiefel“ (BWG+1) und „Elite“ (ihr erlernt die Fähigkeit Elite) erhaltet. Als Einleitung in jede Karte beginnt ein Erzähler, auf in die Geschichte der kurzen Reihe einzuführen. Die Handlung dreht sich, wie bereits oben erwähnt, um die Kinder der aus dem Hauptspiel stammenden Kämpfer. Jede männliche Figur bekommt – egal, mit welcher weiblichen Figur ihr diesen vermählt – immer das gleiche Kind. So bekommt beispielsweise Keaton immer seine Tochter Velouria, allerdings bestimmen die weiblichen Heiratskandidaten die Haarfarbe der Kinder. Im zweiten Kartenset haben die Kinder ungeachtet dessen, welche Haarfarbe sie in eurem Hauptspiel haben, die Haarfarbe des jeweiligen Vaters angenommen. Doch eben jene Väter sind zu Beginn der Geschichte verschollen, da sie ihre Kinder vor Eindringlingen im Geheimen Reich beschützen wollten. Nun es liegt an den Kleinen, ihre Väter wiederzufinden.

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Auch Anna, die man aus vorherigen Teilen kennt, ist mit von der Partie

 

Welten kollidieren

Jedes der Kinder behält seine charaktertypischen Züge, die man aus dem Hauptspiel kennt. So ist Selkie immer noch ein verspieltes Fuchsgeistmädchen, während Siegbert pflichtbewusst seinem Vater nacheifert. Ein Bezug zum Hauptspiel bleibt auch durch die Waffen erhalten, die die Kinder von ihren Vätern erhalten haben. Kiragi erhält den Fujin Yumi Bogen seines Vaters, während Kana das mächtige Yato erhält und verstärken kann. Im Unterschied zum Hauptspiel könnt ihr eure Einheiten und Positionen zu Beginn jeder Schlacht nicht auswählen, da auf jeder Karte die Spieler festgesetzt sind. Zudem könnt ihr die Beziehungen der einzelnen Figuren zueinander nicht stärken. Nach jeder Schlacht erhaltet ihr in eurem Hauptspiel 1 DAP und könnt somit neue Gebäude setzen oder verbessern. Die Items aus den Kämpfen, die ihr beispielsweise aus Truhen erhaltet, dürft ihr allerdings nicht behalten. Ihr erhaltet lediglich bestimmte Items nach den Schlachten.

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Shiro mit dem Raijinto seines Vaters

 

Gezeitenwandel

Mit dem Fortschritt der Kämpfe steigt auch der Schwierigkeitsgrad. Während euch zu Beginn eine dumme KI erwartet, die immer euren stärksten Kämpfer angreift, erwartet euch zum Finale der Reihe ein schwerer Bosskampf in epischem Ausmaße, dass ich diesen lediglich auf Schwierigkeitsstufe Normal im Modus Phönix (eure Einheiten werden jede Runde neu wiederbelebt) bewältigen konnte. Der Endkampf ist zudem wirklich toll animiert und man erhält rührende Dialoge, wenn man die passenden Kämpfer mit den passenden Gegnern bekämpft. Vor und nach jedem Kampf erwarten euch viel mehr Gespräche und Dialogen, als man es aus dem Hauptspiel gewohnt ist. Die Kämpfe sind für Liebhaber von Schlachten teilweise sehr kurz, wobei nach jedem Kampf eure niedrigste Kampfrundenzahl als Bestleistung gespeichert wird. Die einzelnen Kämpfe bauen storytechnisch aufeinander auf und sollten in der richtigen Reihenfolge gespielt werden. Des Weiteren treffen hier die drei Versionen des Hauptspiels (Vermächtnis, Herrschaft und Offenbarung) aufeinander. Als kleiner Tipp: Spielt das zweite Kartenset nur, wenn ihr alle drei Teile des Hauptspiels durchgespielt habt!!! Es erwarten euch Spoiler, die sich um die Enden der jeweiligen Versionen drehen und einige Dialoge lassen sich nur verstehen, wenn man das jeweilige Finale einer jeden Version gesehen hat.

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In Kämpfen kommen die Stärken und Schwächen der Kinder zu Tage

 

Tosende Wellen

Wirklich traumhaft schön: Das Lied, was Azura im Hauptspiel oft anstimmt, bekommt in diesem Kartenset eine weitere zweite Version, von der ich in diesem Test allerdings nicht zu viel verraten möchte! Und endlich erfährt man, was es mit dem Titelbildschirm von Fire Emblem Fates auf sich hat, in welchem ein Amulett ins Wasser geworfen wird… Außerdem erhaltet ihr als Belohnung für den gewonnen Endkampf wirklich rührende Bilder als Credits, bei denen allein das Spielen sich gelohnt hat! Bugs oder andere Fehler im Spiel sind mir keine aufgefallen, lediglich, das Kana ab und an die Stimme eines Erwachsenen hat, was aber keinen Abbruch zur Bepunktung des Kartensets tut.

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Werden Kana und Kana das Schicksal wenden können?

 

Fazit

Das zweite Kartenset ist für Freunde von Fire Emblem Fates zu empfehlen, die sich mehr für die Geschichte der Kleinen statt für die Kämpfe interessieren. Schade hierbei ist allerdings, dass es nur kleine animierte Zwischensequenzen gibt, aber keine detailreichen Kurzfilme wie im Hauptspiel. Aber für den Preis von 7,99 € könnt ihr mit diesem Kartenset nichts falsch machen, lediglich die Belohnung durch Items fällt etwas mau aus, weshalb das Kartenset kaum Effekt auf euer Hauptspiel haben wird.

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Geschrieben von Jasmin Beverungen
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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