Fast RMX – Test zum rasanten Future-Racer auf der Switch

Da soll noch einmal jemand sagen es gäbe keine guten Starttitel für die Nintendo Switch! Mit Fast RMX steht seit dem 03. März 2017 ein digitaler Racer im eShop zum Kauf bereit. Ganz so neu ist dieser nicht, denn bereits auf der Wii U gab es das selbe Spiel unter dem Namen Fast Racing Neo, dennoch kann das Remake durch seinen erhöhten Mehrinhalt auch auf der Switch überzeugen. Wie der Entwickler Shin’en seinen Wipeout-Konkurrenten verbessert hat, verraten wir euch nun in unserem Test.

 

Die Steuerung braucht Eingewöhnung

Fast RMX bietet alle Inhalte von Fast Racing Neo inklusive dem Neo Future Pack. Zusätzlich stehen insgesamt fünf neue Rennflitzer und sechs neue Rennstrecken zur Verfügung. Das Spiel startet ohne ein vorgegebenes Tutorial. Deshalb sollten sich unerfahrene Spieler erstmal an der Meisterschaft orientieren und dort ein paar Runden fahren. Besonders schön ist es, dass man die Tasten individuell nach seinen Vorlieben belegen kann. So ist es für jeden Spieler möglich, eine eigene Steuerung zu erstellen. Generell lässt sich das Spiel im Tablet-Mode aber am besten steuern. Die Joy-Cons einzeln zu benutzen ist allerdings etwas fummelig. Ob dies andere Renntitel besser hinbekommen, wird man spätestens bei Mario Kart 8 Deluxe wissen. Allgemein gilt in Fast RMX aber eine wichtige Regel: die Booststreifen auf den Strecken erfolgreich mitzunehmen. Um den ersten Platz zu erreichen, sollte man im richtigen Moment die richtige Phase drücken. Auf den Strecken sind nämlich immer wieder Booststreifen-, -tore, -schanzen und -strahlen verfügbar, die entweder blau oder orange gefärbt sind. Per Knopfdruck wird die Phase auf die entsprechende Farbe gewechselt, sodass man die Interaktion auch erfolgreich meistern kann. Ist die falsche Farbe aktiviert, wird man langsamer oder kann die Schanze nicht überqueren. Dadurch rast man unmittelbar in den nächstgelegenen Abgrund. Eingewöhnung ist anfangs also das Ein und Alles.

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Auf diesem Screenshot erkennt man bereits die hohe Geschwindigkeit.

 

Genügend Auswahl an Strecken

Kommen wir aber zurück zur Meisterschaft, denn diese ist das Kernstück von Fast RMX. Insgesamt stehen zehn unterschiedliche Cups mit jeweils drei Strecken bereit, gewonnen zu werden. Natürlich kann auch passenderweise einen Schwierigkeitsgrad ausgewählt werden. In Subsonic, Supersonic und Hypersonic unterteilt werden die einzelnen Rennstrecken befahren, wobei bereits Ersteres in einigen Momenten durchaus fordernd sein kann. Denn die gegnerischen Fahrer nutzen die Booststreifen meist im richtigen Moment, was die Sache nicht einfacher macht. Nur selten kommt es zu Fehlern, die man dann am besten für sich selbst nutzt. Besonders auffallend sind aber die Strecken an sich. So geht es mal ins Weltall, in dem u.a. mit der Schwerelosigkeit gespielt wird, in eine futuristische Stadt, in den dicht bewachsenen Dschungel, die kalte Antarktis oder die Wüste mitsamt Pyramiden. Im Vergleich zu der Wii U Version macht Fast RMX noch einiges mehr aus den Szenarien und bindet die neuen Strecken sehr gut in die Cups ein. Um weitere Strecken und Fahrzeuge freizuschalten, sollte man bei jedem Cup mindestens den dritten Platz erreichen. Wer alternativ noch mehr gefordert werden möchte, der sollte sich am Hero-Modus versuchen. Hier gilt es als Erster ins Ziel zu fahren, ohne sich dabei zu zerstören. Ganz so einfach ist dies aber nicht, denn die Turbo-Energie spiegelt gleichzeitig die Schild-Energie wieder. Shin’en legt aber noch einen drauf und spiegelt, wie in Mario Kart, die Strecke, was für erhöhte Anspannung sorgt. Das witzige daran ist, dass jeder Versuch gespeichert und im Hauptmenü angezeigt wird. So ist es vor allem für Freunde eine Herausforderung, die Strecke vielleicht selbst erfolgreich zu meistern. Im Hero-Mode stehen einem ebenfalls die drei Schwierigkeitsgrade zur Verfügung.

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Lokal kann zu viert an einer Switch gespielt werden.

 

Mehrspieler, das A und O eines Racers

Die Besonderheit der Nintendo Switch, sie unterwegs auch mit Freunden zu benutzen, nutzt Fast RMX sehr gut aus. Im Mehrspieler-Modus werden lokal im Splitscreen bis zu vier Spieler gegeneinander antreten. Über ein lokales Netzwerk können zudem acht Konsolen miteinander verbunden werden. Hierbei muss allerdings jeder eine eigene Konsole und das Spiel besitzen, damit das große Turnier gestartet werden kann. Wer auf das lokale Match keine Lust hat, dem steht der normale Online-Modus zur Verfügung. Wer allerdings mit seinen Freunden ein paar Runden drehen möchte, muss auf den Zufall hoffen. Online-Ranglisten sind ebenfalls nicht vorhanden – schade. Freundesräume gibt es leider genauso wenig wie ein Einladungssystem. Ansonsten bleibt nicht viel zu erzählen: Die Strecken werden online eben mit realen Personen, anstatt mit der KI gespielt. Grafisch wurde der Titel noch einmal verbessert, was das Gesamtbild etwas lebendiger erstrahlen lässt. Die Auflösung ist scharf und hochauflösend, dazu werden fast immer konstant 60 FPS erreicht, was das Spielgeschehen flüssig und schnell darstellen lässt. Um dem ganzen noch den entsprechenden Sound zu geben, werden die Rennen mit Electro-Tracks untermalt.

 

Positiv:

Unglaubliches Geschwindigkeitsgefühl
KI-Gegner sind fordernd, was die Rennen nicht einfach macht
Abwechslungsreiche Rennstrecken mit unterschiedlichen Hindernissen
Lokaler Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler

Negativ:

Präsentation der Rennen und Teams mau
Modi wie Zeitfahren fehlen leider...
...dementsprechend gibt es auch keine Online-Ranglisten
[testimonial_slider][testimonial image_url=”58913″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Tobias Liesenhoff, Chefredakteur”]

“Mit Fast RMX brachte der deutsche Entwickler Shin’en einen großen Paukenschlag auf die Nintendo Switch, an der sich Sony mit Wipeout und Nintendo direkt mit F-Zero eine Scheibe von abschneiden sollten. Die schnellen Fahrzeuge und abwechslungsreichen Strecken bieten vor allem für Fans von rasanten Rennspielen ein tolles Erlebnis. Einzig Kleinigkeiten wie das Fehlen von Zeitrennen und Online-Ranglisten stören leicht, da dies normalerweise Standard-Features eines solchen Genre-Vertreters sind. Wer darüber hinwegsehen kann, der wird mit Fast RMX eine Menge Spaß haben. Der launige Multiplayer ist vor allem lokal eine tolle Erweiterung der sonst sehr schnelllebigen Einzelspielerrennen.”

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Ab in die Sammlung?

Wer ein ultraschnelles Rennspiel inklusive fordernden Gegnern sucht, der wird bei Fast RMX fündig. Einzig die wenigen Modi könnten etwas abschrecken.

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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