Everybody’s Golf – Test zum ersten PS4 Auftritt des Arcade Golfers

Everybody’s Golf oder Hot Shots Golf, wie es in anderen Teilen der Welt auch genannt wird, ist zum ersten Mal auf der PlayStation 4 spielbar. Der Fun Golfer kommt dabei mit jeder Menge Neuerungen und verspricht dennoch sowohl Fans als auch Neulingen ein spaßiges Golferlebnis. Dabei soll es neben dem Golfen aber auch noch einige Beschäftigungen abseits des Golfplatzes geben. Ich habe mir das Spiel angeschaut und berichte euch jetzt, ob das Spiel hält, was es verspricht.

 

Tausende Gesichter und jede Menge Golf Spaß

Everybody’s Golf fordert euch gleich zum Start erstmal auf ein Alter Ego zu erstellen. Mit dem wirklich umfangreichen Charaktereditor sollte sich jeder ein Ebenbild erstellen können. Je öfter ihr spielt und je mehr CPU Spieler ihr im Duell schlagt, umso mehr Anpassungsmöglichkeiten schaltet ihr zudem frei. Danach müsst ihr euch in einer Reihe von Turnieren beweisen, die euch nach und nach auch neue Golfplätze bringen. Nach einigen bestandenen Turnieren fordert euch ein CPU Gegner zum Duell heraus. Seid ihr siegreich, erhaltet ihr alle “Teile”, aus denen dieser Charakter bestand und könnt diese nutzen, um euren Avatar anzupassen. Zusätzlich wird der CPU Charakter für eure Fangruppe freigeschaltet, die euch während des Spiels auf dem Golfkurs anfeuert. Auf dem Golfplatz hat sich in Sachen Gameplay nicht allzu viel geändert. Wer also schon einmal Everybody’s Golf gespielt hat, sollte sich also sofort heimisch fühlen. Der Arcade Golfer funktioniert nach dem Drei Klick Prinzip, bei dem ihr mit dem ersten das Powermeter füllt, mit dem zweiten die Stärke bestimmt und der letzte Klick bestimmt dann den Abschlag. Dabei solltet ihr natürlich vorher noch den Wind einplanen. Auch, weil nicht sofort alles verloren ist, wenn ihr mal daneben liegt. Für Anfänger ist die Steuerung also super leicht zu verstehen. Wer sich dann aber verbessern will und Birdies und Eagles häufiger sehen möchte, der sollte sich mit Spins beschäftigen. Drückt ihr während des zweiten und dritten Klicks beim Abschlag noch die Richtungstasten, so könnt ihr eurem Ball einen Spin verpassen. Oben für Topspin, Unten für Backspin etc., diese Manöver können euch am Ende den entscheidenden Vorteil bringen. Je nachdem, wie oft ihr weite Schläge macht oder besonders genau zielt, wertet ihr jetzt eure Schläger auf. Wer also einiges an Zeit investiert, steht am Ende mit einem besseren Set von Schlägern da.

Everybody's Golf

Im Singleplayer müsst ihr euch immer wieder mit Computergegnern messen.

 

Das echte Golfclub Feeling

Wirklich neu ist aber der Open World Multiplayer Mode. Hier könnt ihr euch frei auf einem von mehreren Golf Plätzen bewegen und dabei andere Spieler ebenfalls umher rennen sehen. Dabei könnt ihr ganz normal gegen andere Spieler antreten und mit ihnen reden. Oder ihr spielt einfach mit einem Controller mit mehreren Freunden zu Hause, indem ihr den Controller immer weiterreicht. Wollt ihr spielen ohne mit jemanden reden zu müssen, geht ihr einfach auf den Startplatz eines Lochs zu und startet euren Versuch. Habt ihr eingelocht, werdet ihr bewertet und in der Rangliste eingeordnet. Auf diese Weise steigt ihr im Online Leaderboard auf. Danach könnt ihr nahtlos entweder zu Fuß zum nächsten Loch gehen oder mit eurem Golfcart dorthin fahren. Sollte euch aber mal nicht der Sinn danach stehen selbst zu spielen, könnt ihr den anderen Spielern zuschauen oder an einem der Teiche fischen gehen. Zudem findet ihr auf den Plätzen Münzen und Warp Tokens, die ihr einsammeln könnt. Die Münzen könnt ihr im Shop für neue Accessoires ausgeben und Warp Tokens dienen euch dazu, zu den einzelnen Löchern auf dem Platz zu springen. Und das spielt leider eine etwas unschöne Rolle in dem eigentlich spaßigsten Modus im Multiplayer. Der Turf War Mode lässt zwei Teams aus jeweils zwei Spielern gegeneinander antreten. Das Ziel ist es, die Löcher des Platzes mit dem bestmöglichen Ergebnis abzuschließen und noch mehr Zeit vom Zeitlimit übrig zu haben als das andere Team. Hierbei ist es jedoch wichtig zu planen, in welcher Reihenfolge man die Löcher spielen will. Da nicht alle Löcher direkt nebeneinander liegen müsst ihr eine Route planen, die euch schnell von einem Loch zum anderen bringt. Dabei könnt ihr natürlich zu Fuß oder mit dem Cart dorthin gelangen, aber eben auch mit den Warpfeldern. Normalerweise bieten diese nur eine begrenzte Anzahl an Nutzungen, was ok ist, doch leider können Spieler, die diese Tokens gesammelt haben, die Warpfunktion mehrfach nutzen. Dadurch kann es passieren, dass sich ein gegnerisches Team über den gesamten Platz teleportieren lässt, während ihr auf normalem Weg dorthin müsst. Nervig ist zudem auch, dass ihr nur Zugriff auf Kurse im Online Multiplayer habt, die ihr im Singleplayer freigeschaltet habt.

Everybody's Golf

Auf den Online Kursen könnt ihr euch frei bewegen und andere Spieler treffen.

 

Guter Mix aus Realismus und Mii Style

Wie zuvor präsentieren sich die Charaktere in einem an Nintendos Mii Figuren erinnernden Stil. Der Charaktereditor gibt euch dabei die Möglichkeit trotz des Grafikstils von Chibi bis hin zu realistischen Proportionen alles zu erstellen, was ihr wollt. Die Kurse dagegen setzen auf einen eher realistischen Look. Dabei steht aber immer im Vordergrund, knallige Farben und Kontraste zu präsentieren. Was leider auffällt ist ein leichtes Flimmern hier und da und gelegentlich aussetzende Animationen. Trotzdem ist die technische Seite solide und der optische Mix wirkt stimmig. Wenn ihr dann noch den Schläger zu einem fröhlichen Song im Hintergrund schwingt, passt es einfach perfekt.

 

Positiv:

Durchweg spaßiges Arcade Golf Vergnügen
Umfassender und wachsender Charaktereditor
Schlagsystem ist sehr simpel und bietet trotzdem Kniffe für Profis
Online Multiplayer ist sehr umfangreich und bietet echtes Golfclub Feeling

Negativ:

Levelsystem ist etwas konfus
Golfkurse für den Multiplayer müssen erst im Singleplayer freigespielt werden
Warp Tokens machen Turf Wars etwas unfair
[testimonial_slider][testimonial image_url=”58912″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Marco Schmandt, Redakteur”]

“Der erste Auftritt von Everybody’s Golf auf der PlayStation 4 ist ein Hole in One, wie es im Buche steht. Die etwas schlecht strukturierten Levelingsysteme sind zwar unglücklich, jedoch trübt das den Spielspaß zu keinem Zeitpunkt. Der Singleplayer schickt euch von einem spaßigen Turnier zum nächsten und die direkten Duelle gegen einen CPU Spieler werden immer anspruchsvoller, ohne dabei frustrierend zu werden. Vom Anfänger bis zum Vollprofi hat hier jeder etwas zu lernen. Viele kleine Trickshots und Kniffe geben euch die Möglichkeit in Matches die Oberhand zu gewinnen. Die frei begehbaren Kurse im Multiplayer bringen dann die ultimativen Golf Club Erfahrung. Zu Fuß oder mit dem Golfcart geht es von Loch zu Loch und ihr spielt gegen die Highscores der anderen Spieler. Und da es ein Anpassungssystem mit fast unendlichen Variationen gibt, sieht hier auch kein Charakter aus wie der andere. Der Mix aus Mii ähnlichen Charakteren und realistisch aussehenden Golfplätzen passt dabei hervorragend. Everybody’s Golf richtet sich an ein Publikum, dass Spaß am Golfen haben möchte ohne große Simulation. Der erste PS4 Auftritt ist damit absolut gelungen und sollte in keiner Sammlung fehlen.”

[/testimonial][/testimonial_slider]

Ab in die Sammlung?

Everybody’s Golf gehört in die Sammlung eines jeden Arcade Golfers, insbesondere wenn man gerne mal gegen Freunde spielen möchte.

Share This Post
Deine Meinung?
00
Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.