E.T. der Außerirdische – Retro-Review zum schlechtesten Spiel aller Zeiten

Es ranken sich viele Mythen und Geheimnisse um dieses Spiel. Es wird oft als schlechtestes Spiel aller Zeiten betitelt oder auch das Spiel das den Videospiel Crash ausgelöst hat. Ob das Spiel zum gleichnamigen Film tatsächlich so schlecht ist oder ob das alles nur Mythen und Gerüchte aus dem Internet sind, könnt ihr nun hier in unserem Test lesen.

 

E.T nach Hause telefonieren

Das Spiel beginnt damit, dass der kleine Außerirdische E.T. auf der Erde ausgesetzt wird. Natürlich möchte unser Alien wieder zurück in seine Heimat. Doch er hat ein großes Problem, denn er kann seiner Familie nicht Bescheid geben, da er kein Telefon besitzt. So ist unsere Aufgabe schnell erklärt: Suche ein Telefon um deine Familie zu kontaktieren. Doch dies ist leichter gesagt als getan, denn einige Regierungs-Agenten sind hinter uns her und wollen uns ans Leder.

Am oberen Bildschirmrand sehen wir nützliche Hinweise.

 

Bewege dich kleines Alien

In E.T. Der Außerirdische bewegen wir uns mithilfe des Joysticks über das Spielfeld. Das Spielfeld ist rasterförmig aufgeteilt, ähnlich wie ein Schachbrett. So bewegen wir nun den Außerirdischen über die kleinen Felder um das Telefon zu finden. Um das Telefon zu nutzen zu können, müssen wir drei Telefonteile finden. Diese sind in vielen Löchern im Spiel versteckt, und müssen zusammengetragen werden. Fällt das Alien in ein Loch, so müssen wir um dieses wieder verlassen zu können, den Joystick einfach nach oben drücken. E.T. streckt hierbei seinen Hals in die Länge und kann dadurch nach oben schweben. Warum das Alien fliegen kann, wird uns allerdings nicht erklärt. Am Ende des Lochs gibt es auch schon das erste Problem. Ist man am oben angekommen, müssen wir sofort in eine andere Richtung drücken. Macht man dies nicht, fällt man zurück in das Loch und muss den Vorgang wiederholen. Dies ist extrem nervig und führt zu vielen frustrierenden Momenten.

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Die vielen Löcher rauben einem den letzten Nerv

 

Alles Gerüttel hilft nichts

Zu der miesen Steuerung kommen noch unfaire Gegner hinzu. Erwischt uns ein F.B.I. Agent, so nimmt uns dieser alle bisher gesammelten Telefonteile ab und wir müssen jedes Teil wiederfinden. Schnappt uns einer der Forscher, so verschleppt uns dieser in ein Gefängnis. Allerdings ist dieses nicht als solches zu erkennen, da es optisch eher an die Akropolis aus Athen erinnert. Neben den Gegnern gibt es allerdings einen noch schlimmeren Feind, den Schrittzähler. Dieser zählt unbarmherzig jeden Schritt mit und ist er einmal bei Null angekommen sterben wir. Der Schrittzähler ist somit unser schlimmster Feind, vor allem wenn wir nur noch einige Schritte übrig haben und uns ein F.B.I. Agent die Telefonteile abnimmt, ist das mehr als frustrierend. Neben all den bisher genannten Feinde gibt es noch einen weiteren. Das Spielfeld! Hat man alle Telefonteile gesammelt, muss man das Raumschiff rufen das E.T. abholt. Dies ist allerdings nur an einem bestimmten Punkt möglich und dieser ist so klein, dass er extrem schwer zu finden ist. Hat man es nach einer langen Suche geschafft das Raumschiff anzufordern, müssen wir zurück zum Startbildschirm laufen. Jedoch gibt es hier wieder das Problem mit dem Schrittzähler. Hat man nicht mehr genügend Punkte übrig, stirbt man. Hat man es allerdings doch noch auf die Reihe bekommen den Startbildschirm mit den letzten Schritten zu erreichen, so muss man auch hier einen kleinen kaum auffindbaren Punkt finden um vom Raumschiff mitgenommen zu werden.

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Pixelbrei und kaum erkennbare Figuren

 

Pixelmatsch und schräge Töne

Neben dem extrem schwachen Gameplay hat das Spiel noch mehr zu bieten. Und zwar eine minimalistische Grafik. Wobei das Wort Grafik hier falsch ist. Es ist mehr ein Pixelmatsch, mit zum Teil kaum erkennbaren Figuren. Hinzu kommen die sehr vielen Grafik-Bugs. So zieht unser grünes Männchen immer wieder Pixel hinter sich her, welche stark an Fadenwürmer erinnern. Klar, der Atari VCS 2600 war grafisch nie eine starke Konsole, allerdings gab es so viele Spiele die besser als E.T. aussahen. Auch beim Sound macht das Spiel so ziemlich alles falsch. Nach dem doch halbwegs guten Sound im Startbildschirm, der an die Filmmusik erinnert, enttäuscht der Sound voll und ganz. Fällt man in ein Loch, so hört man immer wieder den selben Soundeffekt, welcher schnell auf die Nerven geht, da man ständig in Löcher fällt.

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Einer der wenigen anderen Bildschirme

 

Fazit:

E.T. das Spiel macht so ziemlich alles falsch was möglich ist. Neben einer grausamen Grafik und einem extrem schlechten Sound, bietet uns das Spiel grottiges Gameplay. Und trotzdem schafft es dieses Spiel, den Spieler in den Bann zu ziehen. Jedoch ist das eher wie bei einem Autounfall, man sollte wegschauen, kann es aber nicht. Und gäbe es nicht diese vielen Sagen um das Spiel, wäre es bestimmt schon längst in Vergessenheit geraten.

Good
  • E.T. der Außerirdische
Bad
  • Grauenhaftes Gameplay
  • Verpixelte Grafik
  • Nervende Soundeffekte
  • Schrittzähler des Todes
8
Thomas Solzic
Written by
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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