DriveClub Bikes – Test zur Erweiterung des Clubracers

Im letzten Jahr erschien mit Driveclub ein Arcaderacer, der zwar gut aber zum Launch bei Weitem noch nicht fertig war. Erst nach einigen Wochen funktionierten auch die Onlinefunktionen des Spiels vollständig. Doch der Entwickler war in dem Jahr nicht faul, sondern veröffentlichte immer weitere kleinere DLCs zum Spiel. Jetzt erscheint der erste große DLC, der das Spiel um Motorräder erweitert. Wir haben uns die Standalone-Erweiterung angeschaut und sagen euch ob diese, was taugt.

 

Gewohntes Spiel mit neuen Inhalten

Wie schon im Hauptspiel Driveclub muss man verschiedene Veranstaltungen abschließen. Im Menü kann man, nachdem man sich die Erweiterung heruntergeladen hat, auswählen ob man das normale Driveclub oder Bikes spielen möchte. Insgesamt warten im Standalone DLC, welchen man im Playstation Store für 20 Euro herunterladen kann, 48 Veranstaltungen darauf gefahren zu werden. Doch anstatt mit flinken Autos muss man diese nun mit PS starken Motorräder abschließen. Insgesamt gibt es zwölf Motorräder zur Auswahl, unter anderem welchen von namenhaften Herstellern wie KTM, Honda oder Suzuki. Dabei gibt es unterschiedliche Touren und Aufgaben zu bewältigen. Die Veranstaltungen schicken einen an dieselben Orte und Strecken wie beim Hauptspiel. Dementsprechend muss man Veranstaltungen im verschneiten Norwegen, in Indien oder in den trockenen Wüsten Chiles absolvieren. Bei einigen muss man ein Rennen mit elf anderen Fahrern unter den besten drei abschließen, die Strecke in einer bestimmten Rundenzeit beenden oder in einem Sektor eine bestimmte Punktzahl erreichen. Des Weiteren gibt es Zeitfahrten, bei denen man die Strecke allein möglichst schnell abfahren muss. Bei einer anderen Tour muss man eine Strecke abfahren und durch Höchstgeschwindigkeit, Wheele und Stopie möglichst viele Punkte erreichen. Zuerst stehen nur sieben Veranstaltungen zur Auswahl. Um weitere freizuschalten, muss man möglichst viele Aufgaben erreichen. Für jedes Rennen was man bewältigt erreicht man Punkte. Mit diesen Punkten steigt man dann sowohl mit seinem Fahrer als auch mit seinem Club im Rang auf. Mit jedem weiteren Rang, welches man erreicht, schaltet man weitere Fahrzeuge und Designs frei. Die Motorräder lassen sich dann im Menü unterschiedlich mit Farbe und verschiedenen Muster individualisieren. Dabei kann man bis zu vier verschiedene Muster abspeichern und bei jedem Rennen beliebig auswählen. Ab dem 17. November erscheint zudem für Driveclub Bikes die erste kostenlose Erweiterung die das Spiel um sechs neue Events, drei neue Trophäen und zwei neue Bikes (Erik Buell Racing 1190RX sowie dem Erik Buell Racing 1190SX) erweitert.

Die Licht und Schatteneffekte können sich durchaus sehen lassen

Die Licht und Schatteneffekte können sich durchaus sehen lassen

 

Mit zwei Rädern weniger

Der größte Unterschied zwischen den Autos und den Motorrädern besteht zweifelsohne bei der Steuerung. Während man bei den Autos mit Höchstgeschwindigkeit kurz vor der Kurve abbremst und dann die Kurve nimmt, sieht das bei den Bikes anders aus. Denn diese besitzen ein komplett anderes Fahr- und Kurvenverhalten. So muss man bei diesen bei Kurven viel früher abbremsen, um den Scheitelpunkt perfekt zu erreichen. Der Vorteil bei den Bikes ist jedoch, dass diese viel besser beschleunigen. Um auf Höchstgeschwindigkeit zu kommen, brauchen die Bikes nur wenige Hundert Meter. Dieses Fahrgefühl bei der Beschleunigung vermittelt das Spiel hervorragend und kommt gut zur Geltung. Seit dem Launch von Driveclub wurde das Spiel immer kontinuierlich weiter gepacht. Dabei wurde unter anderem auch die Grafik des Spiels stetig weiter verbessert. Schon beim Launch im letzten Jahr punktete das Spiel mit seiner detailreichen Grafik und wunderschönen Lichteffekten. Diese Punkte wurden weiter überarbeitet, wodurch Driveclub und das Add-On Bikes zu den wohl schönsten Rennspielen auf der Playstation 4 zählt. Auch die gelungenen Wettereffekte überzeugen. Wenn man bei Regen über die Piste mit 250kmh brettert und sich in den Pfützen die Sonnenstrahlen spiegeln, dann sieht das einfach traumhaft aus. Die KI der mitfahrenden Motorräder überzeugt auch.Zwar gibt es ein Gummibandeffekt, wodurch man den Gegnern auch ohne Fehler nicht davon fahren kann. Bei einem Unfall hat man diese auch schnell eingeholt. Auch das Strafsystem, wo einem durch Kollisionen, Abkürzungen etc. Punkte abgezogen werden, wurde etwas abgemildert. Das liegt vor allem auch an der Tatsache, dass man mit den Bikes deutlich weniger Kollisionen mit anderen Fahrern macht, als wenn man ein Auto steuern würde. Baut man im Rennen mal ein Unfall oder fährt mit Vollgas gegen eine Wand, setzt das Spiel einen wieder zurück auf die Strecke. Dies hat allerdings bis auf den Zeitverlust keine negativen Auswirkungen. Da jeder Schaden, den man bekommt, sich nur optisch in Form von Kratzern darstellt. Zum Launch von Driveclub waren es die Onlinefunktionen die auch Wochen nach dem Launch nicht funktionierten. Nun bei Driveclubs Bikes funktionieren die einwandfrei. So kann man ohne Probleme Onlineveranstaltungen starten, auch die Bestzeiten und Punkte von Freunden und Clubmitgliedern werden sofort eingeblendet. Dadurch, dass man immer sofort sieht, welche Zeiten die Freunde erreicht haben motivieren einen die Strecke noch mal zu fahren und die Bestzeit zu unterbieten. Obwohl Driveclub online eine Menge Spaß macht und stets motiviert, sieht es offline anders aus. Das liegt vor allem daran, dass es keinen Splitscreen gibt, bei dem man sich von der Couch aus mit Freunden messen kann.

Mit einem Wheelie erhält man mehr Punkte.

Mit einem Wheelie erhält man mehr Punkte.

 

Fazit:

Sinnvolle Erweiterung. Driveclub Bikes bietet durch die Erweiterung der Mottoräder eine perfekte Gelegenheit erneut das Spiel zu spielen. Für 20 Euro erhält man eins der besten Motorrad Arcade Rennspiele, welche man derzeit auf der Playstation 4 bekommen kann. Das liegt zum einen an der mangelnden Konkurrenz, bei dem lediglich Motorcycle Club die Nische bedient. Aber auch an der gelungenen Umsetzung und dem Umfang des Spiels. Bis man alle 48 Veranstaltungen absolviert und alle Bikes freigeschaltet hat, werden einige Stunden vergehen. Wer schon Driveclub mochte, wird auch mit dem Add-On nichts falsch machen. Dementsprechend kann ich Driveclub Bikes jeden Rennspielfan und Motorradfan bedenkenlos empfehlen.

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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