Dragonball Z: Extreme Butoden – Test zum (erneuten) DBZ-Prügler

Jeder kennt Dragonball. Wirklich jeder, auch jene, die mit Anime und Manga nicht viel anfangen können. Und bei dem Bekanntheitsgrad, den dieses Franchise nun mal besitzt, verwundert es natürlich auch nicht, dass es unzählige Spiele zu Dragonball gibt. Bei der Thematik der Serie macht es weiterhin Sinn, dass die meisten dieser Spiele reine Kampfspiele sind. So auch der neueste Ableger für den 3DS. Wir testen Dragonball Z: Extreme Butoden für euch und verraten, ob das Gekloppe der Sayajins auch im neuesten Handheldteil überzeugen kann.

 

Rollen wir alles noch einmal auf

Muss ich euch jetzt wirklich die Story von Dragonball Z erzählen? Nein, natürlich nicht. Stattdessen werde ich euch erzählen, wie Butoden die Story handelt. Und das ist ganz einfach: Nicht gut. Es gibt einen Storymodus, aber innerhalb von 10 Kämpfen wird die gesamte und wirklich gesamte Geschichte von Dragonball Z zusammengefasst. Erzählt mit Standbildern der Charaktere und Textboxen. Das ist schade, denn auch wenn man die Geschichte schon kennt, wäre es nett gewesen, die Story etwas besser und ausführlicher präsentiert zu bekommen, auch wenn das Hauptaugenmerk auf den Kämpfen liegt. Dieses Problem hatten die meisten Dragonballspiele und so reiht sich Butoden in die Spiele mit dieser negativen Auffälligkeit ein. Hat man die ersten zehn Kämpfe geschafft, werden neue Szenarios freigeschaltet, bei denen es sich um “Was wäre wenn”-Storys handelt, wo die Geschichte von DBZ aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt wird und auch was passieren würde, wenn dieser Charakter hier kämpft, obwohl er in der Serie jemand anderem den Vortritt gelassen hatte. Das ist zwar ganz nett, aber auch nichts Neues, und im Endeffekt läuft es auf das Gleiche hinaus: Es wird gekämpft, und das ist in einem Kampfspiel ja auch die Hauptsache.

Totale DBZ-Action

Totale DBZ-Action

 

Es fliegen die Fäuste

Also, wie spielt sich denn das Kampfgeschehen, was ja natürlich das Hauptaugenmerk ist. Nun ja, es ist halt das standardmäßige Gerprügel, was man von DBZ-Spielen kennt. Es gibt leichte Angriffe, schwere Angriffe, Energiebälle, die man schleudern kann, und natürlich eine Menge Kombos. Ebenfalls mit von der Partie sind natürlich die ganzen aus der Serie bekannten Spezialattacken der Charaktere, und es gibt nichts Befriedigenderes, mit voller KI-Leiste ein Kamehameha oder einen Final Flash auf den Gegner zu schleudern. Natürlich liegt dem ein kleiner Lernprozess bei, ihr werdet nicht von Anfang an die fettesten Kombos vom Leder lassen können. Doch die Steuerung ist relativ einfach, und alle Kombos stehen im Menü genau erklärt, mit ein bisschen Übung kommen auch Kampfspielanfänger schnell rein. Abseits vom üblichen Kampfspielgedöns gibt es in Butoden ein Feature, welches gänzlich neu ist. So könnt ihr viele verschiedene Charaktere als eure Z-Hilfscharaktere einstellen. Entweder ihr steuert bis zu drei Kämpfer selbst und erhöht somit eure Chancen, länger am Leben zu bleiben, oder ihr belegt die Slots der zusätzlichen Kämpfer mit ebenjenen Z-Hilfscharakteren, die ihr ab und an in den Kampf rufen könnt. Jeder Z-Charakter hat einen Effekt, denen er mal eben einsetzt, und dann wieder verschwendet. Nach einiger Abklingzeit, je nachdem wie stark der Hilfscharakter ist, könnt ihr ihn erneut rufen. So nett dieses Feature auch ist, ist es gleichzeitig eine der größten Schwächen von Butoden. Denn viele der Hilfscharaktere sind Figuren, die in einem anderen DBZ-Prügler vollwertige Kämpfer wären. Charaktere wie C17, Tenshinhan oder Omega Shenlong werden somit zu einem Gimmick degradiert, anstatt selbst spielbar zu sein. Damit ist das Roster der spielbaren Kämpfer mit 21 Charakteren (zu Beginn des Spiels) für ein DBZ-Spiel viel zu kurz geraten. Und selbst diese Zahl ist ein wenig geschummelt, denn die Sayajins gibt es immer in mehrfacher Ausführung, einmal in normaler Form, und einmal als Super-Sayajin. Ingame verwandeln ist also nicht möglich, die verwandelten Charaktere sind eigenständig. Es lassen sich zwar noch ein paar Charaktere freischalten, selbst manche richtig Oldschool mit Geheimcode, dennoch ist das definitiv zu wenig. Charaktere wie Chi-Chi oder Bulma sind ja witzig als unterstützende Charaktere, aber manch andere Figuren müssten eigentlich selbst ins Geschehen steigen.

Auch Chi-Chi kann helfen

Auch Chi-Chi kann helfen

 

Kaputtgekombot

Also in welchen verschiedenen Modi kann man sich denn nun aufs Fressbrett geben? Nun, da gibt es den eben erwähnten Storymodus. Der zweite Modus ist das Z-Abenteuer. Dieses erzählt eine alternative Story in acht Gebieten, in denen ihr Missionen erledigen müsst. Dies sind einfach nur Kämpfe, die ihr gewinnen müsst, jedoch gibt es auch zusätzliche Missionsziele. Diese reichen von “Gewinne mit 3 Neo-Kombos” bis hin zu “Gewinne mit mehr als 30 Sekunden auf der Uhr”. Im Endeffekt ist das Ziel jedoch nur wichtig, wenn ihr Z-Hilfscharaktere freischalten wollt. Dazu müsst ihr jedoch nicht nur das Missionsziel schaffen, sondern auch noch einen S-Rang hinlegen, welches nicht gerade einfach ist. Wo wir schon mal beim Schwierigkeitsgrad sind: Leicht ist Butoden nicht. Je nach Modus ist es auch egal, wenn ihr im Menü den Schwierigkeitsgrad anpasst, zum Beispiel im Z-Abenteuer ist der Schwierigkeitsgrad von den Missionen abhängig. Der einstellbare Schwierigkeitsgrad ist nur für den normalen VS. Modus wichtig, in dem ihr einfach so mit zusammengestellten Teams kämpfen könnt. Jedenfalls ist Butoden zu Teilen bockschwer, fast schon unfair. Wenn euch euer Gegner an den Bildschirmrand kombot und ihr innerhalb von Sekunden K.O. seid, dann frustet das sehr. Erleichtern könnt ihr euch das im Z-Abenteuer mit kaufbaren Items, die eure KP wieder regenerieren oder eure Attacken stärker machen. Zur Abrundung gibt es noch das Extremturnier, bei dem ihr mehrere Kämpfe hintereinander gewinnen müsst. Im Grunde ist alles, was ihr in den verschiedenen Modi macht, jedoch das Gleiche: Ihr kämpft, bis euer Kontrahent zu Boden geht.

Man kann schon auf die Fresse kriegen, aber auch austeilen

Man kann schon auf die Fresse kriegen, aber auch austeilen

 

DBZ wie es leibt und lebt

Extreme Butoden fühlt sich nicht nur wie Dragon Ball an, es sieht auch wie Dragon Ball aus. Der 3DS ist wahrscheinlich zu mehr in der Lage, doch alle Charaktere sind deutlich zu erkennen und man verliert bei der Action nicht die Übersicht. Benutzt man eine Spezialattacke, dann wird eine kurze bewegte Szene aus dem Anime eingeblendet, schön in das Kampfgeschehen implementiert. Musikalisch hat auch Butoden das gleiche Problem, was alle Dragonballspiele haben: Die Musik aus der Serie werdet ihr nicht hören, stattdessen dudelt generische Rockmusik im Hintergrund. Die Stimmen der Charaktere sind die originalen japanischen Synchronstimmen, auf Englisch oder sogar Deutsch lässt sich nicht umstellen. Also muss man mit den Bildschirmtexten vorlieb nehmen, außer man ist der japanischen Sprache mächtig.

Ginyu Force assemble

Ginyu Force assemble

 

Fazit:

Dragonball Z: Extreme Butoden ist ein nettes DBZ-Spiel für den Handheld und macht kurzweilig sehr viel, langhaltig etwas weniger Spaß. Schlecht ist es wirklich nicht, aber es hat doch mit seinen Problemen zu kämpfen und hechelt Konsolenprüglern deutlich hinterher. Besonders das kleine Roster könnte Fans nicht gefallen, doch nichtsdestotrotz kann man sich durchaus ins Kampfgeschehen stürzen.

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Geschrieben von Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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