Dragon Ball Xenoverse 2 – Test zur Rettung der Zeitgeschichte

Nach zwei Betaphasen war Dragon Ball Xenoverse 2 bereit für das große Publikum. In einem Angespielt zur Beta konnten wir bereits erste Eindrücke zum Spiel gewinnen, sodass wir uns in diesem Test nicht mit den Grundlagen des Spiels befassen wollen, sondern auf die Neuheiten des Spiels eingehen werden. Wie in unserem Angespielt erwähnt, standen uns zur Beta-Phase nicht alle Funktionen des Spieles zur Verfügung. Nun konnten wir in der Vollversion testen, inwieweit diese relevant für das Spiel sind. Außerdem gab es für alle Beta-Teilnehmer ein kleines Dankeschön in Form von Ausrüstung, mit welcher wir unseren Charakter ausrüsten konnten. Ob der zweite Teil der Reihe noch besser ist als der erste und ob die neuen Funktionen etwas Abwechslung in die Prügeleien bringen, lest ihr in unserem folgenden Test.

 

Der Pinke Power Ranger im Ruhestand

Ihr habt es in der Überschrift richtig gelesen, es wurde für mich Zeit, einen neuen Charakter zu erstellen! Diesmal entscheide ich mich für das Volk der Majin, da diese mit hohen Defensivwerten Kämpfe länger überstehen und es mir somit verschmerzt wird, wenn ich mal nicht ausweiche oder blocke. Natürlich wird der weibliche Majin in meinen Lieblingsfarben gestaltet, obwohl man sich bei der riesigen Farbpalette schwer entscheiden kann. Nach der Charaktererstellung sehen wir im Intro zunächst andere Szenen als in der Beta, denn der Anfang variiert je nachdem, welche Rasse man spielt. Als Majin beobachte ich beispielsweise Boo, während ich als Mensch den Saiyaman beim Posing beobachte. Allerdings durchläuft man danach den gleichen Prozess wie in der Beta: Die ersten Missionen bestehen aus dem Erkunden von Conton City, sodass man alle Funktionen des Spiels kennengelernt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass uns die Soldatenakademie und andere Orte, die wir in der Beta nicht nutzen konnten, erklärt werden. Zum Glück können die Gespräche übersprungen werden, was vor allem in Kämpfen nützlich ist, die ihr dank mehrmaligem Sterben erneut bestreiten dürft! Auch die ersten Zeitmissionen, die uns der Kaioshin auferlangt, sind leider dieselben wie in der Beta. Doch es sind nicht nur dieselben Missionen wie in der Beta: Bereits im ersten Teil von Dragon Ball Xenoverse haben wir gegen Radditz, Vegeta und Co. gekämpft.

Der pinke Majin schlägt zu! BAM!

 

Auch Soldaten brauchen ein Training

Um ein wenig Abwechslung zu den PQ und den Zeitmissionen zu bieten, haben sich die Entwickler die Soldatenakademie ausgedacht. Hierbei könnt ihr in Übungskämpfen neue Kombos aneignen, während ihr bei euren Ausbildern (die aus altbekannten Charakteren wie Kuririn, Piccolo und Konsorten bestehen) neue Fähigkeiten erlernen könnt, die wir aus dem Anime kennen. Somit steht euch gegen Ende des Spiels ein riesiges Attackenarsenal zur Verfügung, mit denen ihr euren Kampfstil optimieren könnt. Einen Ausbilder könnt ihr sogar zu eurem Meister machen und eine Freundschaft zu ihm aufbauen, indem ihr regelmäßig mit ihm redet und brav die Kleidung trägt, auf die der Herr so abfährt. Zum Dank erhaltet ihr Items oder Hilfe bei euren Quests. Habt ihr genug Fähigkeiten erlernt und Übungskämpfe bestritten, steigt ihr in eurer Trainingsstufe auf und könnt bei der Soldatenakademie einen Fortschrittstest absolvieren. In diesem müsst ihr – wie sollte es auch anders sein – in verschiedenen Kämpfen Gegner besiegen, um euer Gelerntes zu zeigen. Habt ihr den Test bestanden, erhöht sich eure Stufe und ihr habt mehr Ausbilder zur Verfügung, von denen ihr weitere Fähigkeiten erlernen könnt. Merkwürdig ist allerdings, dass ihr niemals die Akademie betretet, sondern sich alle Ausbilder sowie der Fortschrittstest außerhalb des Gebäudes befinden. Geht man in die Akademie herein, erwartet einen ein fast menschenleerer Raum, der sich nicht erkunden lässt. Generell lassen sich nur wenige Gebäude im Spiel betreten und wenn, lässt sich nicht mit diesen interagieren.

Mit der Erhöhung der Trainingsstufe schaltet ihr neue Ausbilder frei

 

Etwas Abwechslung vom Kämpfen

Während euch die Räume keine wirkliche Abwechslung zum Kämpfen bringen, geben euch die Ausbilder ab und zu kleine Aufträge, wenn ihr sie nach einem ausgelösten Event besucht. Darin müsst ihr kleine Aufgaben wie eine Milchlieferung erledigen, bei denen ihr in einer bestimmten Zeit eine Aufgabe lösen müsst. Bei der Milchlieferung tragt ihr eine schwere Milchkiste, durch die ihr euch nur langsam fortbewegen könnt. Drückt ihr allerdings den X-Knopf im richtigen Takt, hopst ihr voran und kommt schneller zu eurem Kunden an. Auch die neuen Zeitspalten bieten kleiner Miniaufgaben. Jede Zeitspalte beinhaltet ihre eigene Dragon Ball Saga und ihre eigene, charakteristische Musik. Ihr könnt Freezers Armee beitreten, Boo füttern oder die namekianischen Dragon Balls vor Feinden schützen. Je nachdem, welche Rasse ihr gewählt habt, könnt ihr zusätzlichen Inhalt innerhalb der Zeitspalten genießen. Als Majin kann ich Boo so lange füttern, dass er 10 Nachkommen statt der eigentlichen 6 ausspuckt, sodass diese mir mehr Items bringen können. Falls ein Ereignis innerhalb der Zeitspalte auslöst (Namek z.B. angegriffen wird), erhaltet ihr am oberen rechten Bildschirmrand eine kurze Anzeige, sodass ihr immer auf dem neusten Stand seid, in welcher Zeitspalte aktuell was passiert. Um von Zeitspalte zu Zeitspalte zu gelangen, könnt ihr die Teleporter innerhalb von Conton City nutzen und gelangt so ohne lange Ladezeiten von einem zum anderen Ort. Was allerdings stört, sind die sonst sehr langen Ladezeiten vor und nach Quests. Leider hat sich in diesem Punkt seit der Beta nichts geändert, sodass ihr beim Questen eine Menge Geduld mitbringen müsst. Auch die Tonprobleme beim Teleportieren (nach dem Teleport wird es etwas laut) sind nervig. Eine nette Abwechslung ist dagegen der ZP-Medaillen-Laden, der am Wochenende geöffnet hat und euch besondere Items für eure gesammelten Medaillen bietet, die es erst seit Xenoverse 2 gibt.

Die Rettung der namekianischen Dragon Balls ist einer der Nebenaufgaben als Zeitsoldat

 

Viel Recycling aus dem Vorgänger

In Dragon Ball Xenoverse 2 gibt es viele Punkte, die sich seit dem Vorgänger nicht verbessert haben. Dazu zählt nicht nur die lange Ladezeit, sondern auch die dumme KI der Gegner und Verbündeten. Wenn ich beispielsweise tot bin, belebt mich mein Teamkollege nicht wieder – NEIN! Er fliegt schnurstracks gegen eine Wand, statt sich um mich oder die Gegner zu kümmern. Es kommt ziemlich oft vor, dass Gegner an Hindernissen hängen bleiben, was mir einen unverhofften Vorteil verschafft. Doch nicht nur die unvorteilhafte KI ist geblieben, sondern auch ein Punkt, den viele Fans schon im ersten Teil kritisierten: Die unzerstörbare Welt. Trefft ihr mit euren mächtigen Attacken die Umgebung, wird diese kurzzeitig demoliert. Allerdings regeneriert sich die getroffene Stelle innerhalb von wenigen Sekunden, was den Effekt meiner superstarken Attacken lächerlich aussehen lässt. Besonders schade finde ich es, dass es neben dem gleichen Gameplay von Xenoverse keine neuen Rassen gibt. Natürlich hat man mit den vorhandenen schon eine mittelgroße Auswahl, aber dadurch, dass viele Aspekte aus dem ersten Teil recycelt wurden, würden neue Rassen wie Cyborgs oder Formwandler etwas mehr Abwechslung ins Spiel bringen. Die wohl beste Neuerung in Xenoverse 2 sind die Charakterplätze, die von Anfang an im Spiel nutzbar sind. Im ersten Teil musstet ihr die weiteren Charakterplätze noch nur das Spielen der Story freischalten, während ihr jetzt bei unglücklicher Wahl des Aussehens oder Wechsel der Rasse direkt einen neuen Charakterplatz nutzen könnt.

Das Kame House wirkt durch die fehlenden Bewohner leblos

 

Fazit:

Xenoverse 2 trumpft mit einigen neuen Inhalten im Vergleich zum Vorgänger auf, allerdings bieten diese nur sporadisch Abwechslung von den alltäglichen Kämpfen im Xenoverse-Universum, da die Zeitmissionen recycelt wurden. Auch das Interface, die Ladezeiten, das Kampfsystem und vieles weitere wurden aus dem Vorgänger beibehalten, sodass für Besitzer vom ersten Teil der Xenoverse-Reihe kein Pflichtkauf von Xenoverse 2 besteht. Natürlich soll man ein gut laufendes System nicht verändern, die wirklichen Neuerungen im Spiel fehlen trotzdem. Allerdings ist das Spiel an sich eine wirklich tolle Adaption des Animes, sodass Neulinge der Xenoverse-Reihe und Fans von Son Goku und seiner Truppe beruhigt zu diesem Spiel greifen können.

 

75

 

redaktionsbox-jasmin-2

 

Good
  • Gut durchdachtes Kampfsystem
  • Individuell gestaltbarer Charakter im Akira Toriyama-Style
  • Altbekannte Charaktere aus dem Anime
  • Soldatenakademie und Zeitspalten
  • Onlinequests und -kämpfe
  • Viele Fähigkeiten zur Auswahl
  • Mehrere Charakterplätze
Bad
  • Keine bahnbrechenden Neuerungen
  • Viele Missionen aus dem ersten Teil
  • Kaum Abwechslung zu den Kämpfen
  • Keine sichtbaren Schäden der Kämpfer und Umwelt
  • Lautstärkeschwankungen beim Teleportieren und in Kämpfen
75
Geschrieben von
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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