Dishonored: Der Tod des Outsiders – Test zum Standalone DLC

Dishonored steht schon immer für mysteriöse Kräfte, politische Intrigen und eine Welt voller Attentäter. In Dishonored Der Tod des Outsiders schlüpft ihr diesmal in die Rolle von Billie Lurk, der Kapitänin der Dreadful Whale aus dem zweiten Teil. Mit ihr macht ihr euch auf die Suche nach ihrem Mentor. Ob sich der Standalone DLC mit den Hauptspielen messen kann, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Den Outsider im Visier

Die Story setzt einige Monate nach den Ereignissen von Dishonored 2 an. Emily und Korvo haben Karnaca verlassen und Billie ist wieder zurück auf der Dreadful Whale. Ihr nächstes Ziel ist es ihren alten Mentor Daud, besser bekannt als Knife of Dunwall, wiederzufinden. Nachdem sie einige Informationen gesammelt hat, findet sie Daud und macht sich auf ihn zu befreien. Wieder vereint teilt Daud seinen Plan mit Billie. Er will den vernichten, der für alles verantwortlich ist, den Outsider. Doch Daud selbst kann nicht losstürmen und den Gott des Void töten. Das Zeichen, dass Daud, Emily und Corvo vom Outsider erhalten haben, gibt diesem die Möglichkeit, deren Schritte jederzeit zu verfolgen. Anders sieht es da bei Billie aus, denn ihre Fähigkeiten kommen nicht vom Outsider und so hat sie die Freiheit, unbehelligt auf die Jagd zu gehen und den Plan ihres Mentors umzusetzen. Was stark beginnt und mit vielen Details für Fans aufwarten kann, fällt zum Ende hin dann aber leider etwas ab. Das Ende ist sogar etwas enttäuschend, wenn man die Erlebnisse, die dahin geführt haben, bedenkt.

Dishonored Der Tod des Outsiders

Der Standalone bringt euch an jede Menge interessante Örtlichkeiten mit dem bekannten Stil.

 

Nur eine Hand voll Spielzeuge

Wie in den Hauptspielen gibt euch der Dishonored DLC wieder einige Freiheiten bei der Bewältigung der Missionen. Während Emily und Corvo allerdings auf eine Vielzahl an Fähigkeiten zurückgreifen konnten, muss sich Billie mit weniger zufrieden geben. Mit der Semblance Fähigkeit könnt ihr zum Beispiel die Erscheinung einer anderen Person übernehmen und euch so an andere heranschleichen. Mit Foresight könnt ihr euch in Bereiche projizieren und so Items, Feinde und neue Wege ausfindig machen. Diese Fähigkeit macht sich immer wieder bezahlt und bietet auch einige Kombinationsmöglichkeiten. Mit der Teleportfähigkeit könnt ihr zum Beispiel in einem erkundeten Bereich zielgenau Fallen platzieren und das Schicksal seinen Lauf nehmen lassen. Manchmal helfen euch aber kleinste Hinweise weiter, die ihr euch von den Ratten Karnacas beschaffen könnt. Mit Rat Whisper könnt ihr die Gedanken der hiesigen Ratten hören und so hin und wieder Informationen über Gegner im Gebiet oder Ähnliches erfahren. Diesmal dürft ihr eure Fähigkeiten auch deutlich freier einsetzen, da Mana jetzt automatisch regeneriert. Für die Erweiterung eurer physikalischen Fähigkeiten stehen euch wie im zweiten Teil Bone Charms zur Verfügung, von denen ihr mehrere gleichzeitig ausrüsten könnt. Habt ihr das Spiel dann bewältigt, erwartet euch der Original Game + Modus, in dem ihr die bekannten Fähigkeiten von Emily und Corvo erhaltet, um euch erneut durch die Erweiterung zu begeben.

Dishonored Der Tod des Outsiders

Die Ratten haben manchmal wichtige Informationen für euch.

 

Viele Gelegenheiten für Experimente

Die Void Engine von Arkane hat bereits in Dishonored 2 gezeigt, was sie kann. Insbesondere die Leveldesigner haben die Muskeln spielen lassen. Die Level geben euch auch diesmal wieder die Freiheit, Situationen auf verschiedenen Wegen zu bewältigen. Wer schleichen will, sucht sich einen Weg über Dächer oder durch Tunnel, um unentdeckt zu bleiben. Wer den direkten Weg bevorzugt, sucht sich den effektivsten Weg, um die Gegner schnell auszuschalten. Die Welt beeindruckt dabei wie zuvor mit ihrem Grafikstil und einer ganz persönlichen Note. Die Vertonung der Charaktere steht der optischen Präsentation in nichts nach. Akzente der Sprecher sorgen dabei für echte Tiefe.

 

Positiv:

Setup der Story ist vor allem zu Beginn sehr interessant
Trotz limitierter Fähigkeiten viel Platz für kreative Lösungen
Leveldesign ist wieder erstklassig mit vielen möglichen Routen gestaltet
Foresight ist das "Schweizer Taschenmesser" des Spiels und sehr hilfreich

Negativ:

Story verliert gegen Ende etwas an Dramatik und Eindruck
[testimonial_slider][testimonial image_url=”58912″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Marco Schmandt, Redakteur”]

“Dishonored Der Tod des Outsiders fasst einige lose Enden in der Story der Reihe zusammen und vermittelt vor allem Fans einige interessante Details. Billie Lurk kann in ihrem etwas sieben Stunden langen Standalone Ausflug aber nicht auf die Vielfalt an Fähigkeiten von Emily und Corvo zurückgreifen. Doch die geringe Auswahl reicht dennoch aus, um kreative Wege durch die wieder erstklassig designten Level zu finden und Gegner entweder zu beseitigen oder zu umgehen. Die Story fällt gegenüber dem großartigen Gameplay leider etwas ab und enttäuscht vor allem zum Ende hin etwas. Dennoch motivieren die Level allein genug, um nach dem Ende den Original Game + Modus mit den Dishonored 2 Fähigkeiten noch einmal zu starten. Wie bereits in den Vorgängern kann zudem auch diesmal wieder die KI überzeugen, auch wenn es leider keine Konsequenzen mehr für gewaltsames Vorgehen gibt wie zuvor. Dishonored Der Tod des Outsiders ist ein hervorragender Standalone DLC, der von jedem Fan gespielt werden sollte.”

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Ab in die Sammlung?

Wer von den Hauptspielen schon nicht genug bekommen konnte, sollte hier auf jeden Fall reinschauen.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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