DiRT Rally 2.0 – Test zum Rallyspektakel

DiRT Rally 2.0 im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

DiRT Rally 2.0 Day One Edition [PC]
  • Der langersehnte Nachfolger des von den Fans heißgeliebten DiRT Rally!
  • Über 50 Original-Fahrzeuge aus unterschiedlichen Fahrzeugklassen
  • Das offizielle Spiel der FIA World Rallycross Championship
  • 6 atemberaubende Rallye-Umgebungen: Neuseeland, Argentinien, Spanien, Polen, Australien und USA
  • Herausgeber: Codemasters

Releasedatum: 26. Februar 2019

Genre: Rennsimulation

USK: ab 0 Jahren freigegeben

Publisher: Codemasters

Plattform: PlayStation 4, Xbox One, PC

Gut drei Jahre ist seit dem letzten und ersten Teil der DiRT Rally Reihe vergangen. Von Codemasters entwickelt und veröffentlicht ist ein weiteres Rennspektakel zu erwarten. Denn seit Mitte der 80er sind die Entwickler für Sport und vor allem Racing-Spiele bekannt. Ob DiRT Rally 2.0 in diesem Jahr ebenfalls überzeugen kannm lest ihr bei uns im Test.

 

Hobbyschrauber aufgepasst!

Die Rennsimulation DiRT Rally 2.0 besteht hauptsächlich aus Rally und Rallycross Wettkämpfen, in denen ihr über mehrere Etappen versucht, im Gesamtranking auf Platz 1 zu fahren. Das Wetter spielt dabei oft eine entscheidende Rolle. Schnee, Regen, Nebel oder Sonnenschein machen jedes Rennen zu einem einzigartigen Erlebnis. Während ihr bei Sonnenschein lediglich mit den unterschiedlichen Bodenarten zu kämpfen habt, verstärkt der Regen jedes Rutschen so immens, dass man häufig nur im gefühlten Schritttempo ans Ziel kommt. So werden vor allem die ersten Runden zu einem Kampf mit Petrus. Wie aus dem Vorgänger und den geistigen Vorgängern der Colin McRea Rally Reihe ist neben dem Wetter der Untergrund oft entscheidend für den Ausgang eines Rennens. Vor jedem Rennen wird euch angezeigt, aus welcher Bodenart die Strecke besteht und ihr könnt euren Boliden in der Werkstatt entsprechend anpassen. Die Möglichkeiten überfordern einen dabei am Anfang recht schnell und wir haben gemerkt, dass vor allem zu Beginn des Spiels die Einstellungen vernachlässigt werden können. So fuhren wir mit den Standardeinstellungen Rennen auf unterschiedlichstem Terrain und und bei unterschiedlichem Wetter, kamen dabei aber immer auf sehenswerten Tabellenplätze. Sollt ihr jedoch die Muse und das Feingefühl haben, habt ihr diverse Einstellungsmöglichkeiten, so zum Beispiel: Die Übersetzung der einzelnen Gänge, den Radsturzwinkel oder der Federrate eurer Stoßdämpfer. Frei nach Michael Schuhmacher müsst ihr euer Popometer entscheiden lassen, um die beste Einstellung für die entsprechende Situation zu finden. Dabei stehen euch rund 50 Boliden zur Verfügung. Vom Old-Timer bis hin zum aktuellen PS-Monster. Eingeteilt werden die Fahrzeuge dabei in unterschiedliche Klassen, welchen im entferntesten Sinne auch als Schwierigkeitsstufen angesehen werden können. Denn je mehr Leistung euer Wagen, umso schwerer ist er auf den kurvigen Strecken zu steuern. Ein Old-Timer, der über die Strecke tuckert, lässt euch viel mehr Zeit, um auf die kommende Situation zu reagieren als ein hochgezüchteter Neuwagen.

Eine kleine Übersicht der Einstellungsmöglichkeiten.

 

Eine kleine Weltreise

Argentinien, Australien, Neuseeland, Polen, Spanien oder die USA sind die bisherigen Stationen, um euch als bester Rallyfahrer in DiRT Rally 2.0 zu beweisen. Weitere Stationen wurden aber bereits von Codemasters beworben, so dass keine Langeweile aufkommen wird. Solltet ihr euch als Rallycross-Fahrer versuchen, stehen noch weitere Länder zu Verfügung, unter anderem Schweden, Norwegen oder Portugal. Wo auch immer ihr um den ersten Platz kämpft, begleitet euch die entzückende Stimme eurer Beifahrerin, also des Navis. Denn wie in allen Rallysimulationen gibt es keine Karte, sondern eure Beifahrerin ruft euch anfangs kryptische Bezeichnungen zu. Rechts drei öffnet sich. Links fünf wird zu vier nicht schneiden. Mit der Zeit werdet ihr aber mit den Bezeichnungen warm und könnt euch mit geschlossenen Augen über die Strecke wagen. Denn es ist von großem Vorteil, wenn man nicht jede Wand oder Leitplanke mitnimmt. Schadensmodelle sind in DiRT Rally 2.0 nicht rein optischer Natur, sondern wirken sich zum Teil stark auf euren Wagen aus. Neben der aktuellen Etappe wirkt sich der Schaden auch auf weitere Etappen aus. Zwischen den einzelnen Rennen habt ihr die Möglichkeit, euren Wagen zu reparieren, dabei ist darauf zu achten, dass euer Team nur eine bestimmte Zeit zum Werkeln hat. Solltet ihr diese überschreiten, startet ihr das nächste Rennen direkt mit einer Zeitstrafe. Es werden dabei aber auch nicht alle Schäden behoben, so kam es bei uns vor, dass wir in eine Nachtetappe OHNE funktionierende Scheinwerfer durften. Um auf eure Beifahrerin zurück zu kommen, dies war wirklich eine Fahrt mit geschlossenen Augen. Mit der Zeit lässt sich eure Boxen-Crew aufbessern, dazu benötigt jedoch Credits, die ihr nach jedem Rennen erhaltet. So kann eure Beifahrerin die Zeitstrafe beim Verlassen der Strecke reduzieren, oder eure Techniker benötigen weniger Zeit für die Reparatur von beschädigten Teilen.

Nachts im Dunkeln ohne Licht ist keine gute Idee.

 

Rally oder doch lieber Rallycross?

Neben dem klassischen Rallymodus, in dem ihr alleine auf der Strecke seid und versucht, die beste Zeit heraus zu fahren, könnt ihr auch den Rallycrossmodus wählen. Hier seid ihr mit vier weiteren Kontrahenten auf der Strecke und versucht als erstes den Rundkurs abzuschließen. Zu beachten ist, dass jeder Fahrer einmal pro Rennen einen sogenannten Joker-Abschnitt durchfahren muss, dieser ist etwas schwieriger und meist kurviger. Habt ihr die Runden inklusive die Joker-Runde geschafft, bekommt ihr für eure Platzierung Punkte. Diese werden mit ins nächste Rennen genommen, in dem ihr gegen andere Gegner auf derselben Strecke antretet. Seid ihr gegen alle angetreten, werden die Punkte zusammengerechnet und ihr kommt gegebenenfalls eine Runde weiter. Bis ihr letzten Endes im Finale angekommen seid. In dem Finale zählt dann nur noch das endgültige Ergebnis. Anders als im klassischen Rallymodus seht ihr eure Gegner und könnt euer Fahren so besser bewerten. Die Strecken sind dabei recht kurz und einfach gehalten, denn ihr habt dieses Mal keine Beifahrerin. Lediglich kurze Funksprüche sagen euch etwas zu euren Zeiten oder Platzierung. Anders als die Beifahrerin lässt euch eure Pit-Crew aber nicht im Stich und repariert euren Wagen nach jedem Rennen so gut es geht in der begrenzten Zeit. Beide Modi sind natürlich auch online verfügbar, so dass ihr euch mit Freunden oder Unbekannten messen könnt. Dazu könnt ihr entweder eure eigene Meisterschaft erstellen oder aber einer vorhandenen teilnehmen.

Rallycross, im direkten Duell mit den Kontrahenten.

 

So schön und doch so schwer

DiRT Rally 2.0 bietet eine dichte Atmosphäre und ein großartiges Fahrerlebnis. Die Atmosphäre des Spiels lebt aber auch von der Schnelligkeit. Selten habt ihr die Zeit euch eure Umgebung oder euren Wagen in Ruhe anzuschauen. Dies ist auch vielleicht nicht die beste Idee. Wirkt beides im Rennen passend und geschmeidig, sieht man beim genaueren Hinsehen teils platte Grafiken und matschige Umgebungen. Das Lichtspiel lässt sich jedoch jederzeit gerne ansehen. Sei es die reflektierende Strecke während eines Regenschauers, oder bei Nachtfahrten die gut inszenierten Lichtmasten und Zuschauer mit Bengalos. Frühmorgens im Nebel oder mittags bei strahlendem Sonnenschein, neben den Beeinträchtigungen auf der Strecke zeichnen sich sowohl das Wetter als auch die Tageszeit durch stimmige Darstellungen aus. Framedrops oder Ruckler blieben bei uns aus, die ganze Zeit über lief DiRT Rally 2.0 mit soliden Frames. Ein gefühlvolles Betätigen der Bremse und der perfekte Zeitpunkt zum Einlenken sind Tätigkeiten, die DiRT Rally 2.0 ausmachen. Wo man bei anderen Rennspielen häufig mit der Brechstange zum ersten Platz rast, wird hier schnell eines besseren belehrt. Das Fahrerlebnis lebt von der Anforderung der Strecke, dem Wetter und der Tageszeit an den Fahrer. Man kann dieselbe Strecke zehn Mal fahren mit unterschiedlichen Einstellungen und kein Rennen wird sich wie das vorherige Anfühlen. Anfänger können anfangs recht überfordert sein mit diesem Umstand, denn ein Tutorial bleibt uns das Spiel weitestgehend schuldig. In den Einstellungen lassen sich jedoch diverse Hilfen einschalten. Leider gibt es keine Hilfe zu den Bezeichnungen eurer Beifahrerin. Da hilft euch entweder nur das Google-Orakel oder ihr fahrt einfach drauf los und versucht herauszufinden, was zum Beispiel links eins durch Tor bedeutet. Neben dem gegebenenfalls unverständlichen Inhalt fanden wir die Stimme unserer Begleiterin recht anstrengend. Aus anderen Vertretern des Genres ist man eine beherzte Männerstimme gewohnt, welche unserer Meinung nach besser passte. Leider werden die Hinweise mittels Piktogramme manchmal zu früh wieder ausgeblendet, sodass wir in die nächsten Kurven etwas planlos hin rasselten. Was aber dem gesamten Spielgefühl keinen Abbruch tat.

 

Positiv:

Dichte Atmosphäre
50 lizensierte Wagen
Rallycross-Modus
Auswirkungen des Schadensmodells
Realistische Wettereffekte

Negativ:

Tuning für Anfänger zu kompliziert
Boxencrew Verbesserung wirkt aufgesetzt
  • DiRT Rally 2.0 – Test zum Rallyspektakel
    “DiRT Rally 2.0 bietet genau das, was man sich von einer Rallysimulation wünscht. Fordernde Strecken, einen anpassbaren Rennwagen und das Gefühl, dass jeder Fahrfehler entscheidend sein kann. Alles gepackt in einer hübschen Grafik und einer dichten Atmosphäre. Die Verbesserungen zum Vorgänger sind zwar überschaubar, es wurde aber an den richtigen Stellen gewerkelt. Lediglich das Verbessern der eigenen Boxencrew wirkte etwas aufgesetzt. Anfänger werden ihre Schwierigkeiten haben, aber durch die Kampagne wird man langsam an bessere Autos geführt und wird nicht überfordert. Wer sich für Rallysimulationen interessiert, kann beherzt zugreifen. Wer neu im Genre ist, findet hier den perfekten Einstieg, aber sollte dennoch genug Toleranz mitbringen, ein Rennen auch fünf Mal neu zu starten, was bei Rennen von über zehn Minuten manchmal anstrengend sein kann.”
    Kevin Beverungen, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Eine klare Kaufempfehlung für jeden Rally-Enthusiasten und für Neulinge der gelungene Einstieg.

Kevin Beverungen
Geschrieben von
hat immer Hunger!

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