Die Sims 4: Inselleben – Test zum Add-On mit Urlaubsflair

Die Sims 4: Inselleben im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Releasedatum: 21. Juni 2019

Genre: Lebenssimulation

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: Electronic Arts

Plattformen: PC

Das kleinschrittige Vertriebsmodell von EA’s Kult-Videospiel-Reihe Die Sims kennzeichnet sich seit dem Release im Jahr 2000 durch einen immensen Output an themenspezifischen Add-Ons. Der Themenbereich “Urlaub” feiert hierbei immer wieder sein Comeback. Anfänglich mit Die Sims Urlaub Total über Die Sims 2: Gute Reise bis hin zu Die Sims 3: Inselparadies, überzeugte Entwickler Maxis in jeder Generation aufs Neue mit spezifischen Ferien-Inhalten. Kein Wunder also, dass auch das 2014 veröffentlichte Die Sims 4 das Erweiterungspack “Inselleben” spendiert bekommen hat und damit den Spielern ebenfalls ermöglicht, ihre Reiselust auszuleben. Während PC-Spieler bereits ab sofort auf das Add-On zurückgreifen können, müssen sich Besitzer der Konsolen-Fassung noch bis zum 16. Juli 2019 gedulden. Einen ersten Blick auf die neuen Inhalte in Die Sims 4: Inselleben haben wir vorab bereits geworfen:

 

Unter dem Meer

Anders als in den thematisch-ähnlichen Vorgängern präsentiert euch Die Sims 4: Inselleben keine gänzlich isolierte Urlaubswelt, sondern bietet euch lediglich eine herkömmliche Nachbarschaft namens Sulani, was zumindest dem typischen Urlaubsgedanken etwas entgegensteuert. Sulani macht optisch allerdings einiges her und wartet so mit wunderschönen Sandstränden, türkisblauem Meeresabschnitten und interaktiven Wasserfällen sowie einem aktiven Vulkan auf. Insgesamt besteht die idyllische Welt aus gut 14 bebaubaren Grundstücken, die sich in drei durch Ladebildschirme getrennte Bezirke unterteilen. Grundsätzlich übertrifft die neue Erweiterung damit zwar den Umfang vorheriger Add-Ons, an das in Die Sims 3 vorherrschende Freiheitsgefühl wird man aber auch mit dieser Aufmachung nicht heranreichen.

Die mitunter wohl interessanteste Neuerung des maritimen Inhalts-Updates dürften die neuen Fabelwesen sein. So werdet ihr ab sofort in die Haut einer Meerjungfrau bzw. eines Meermannes schlüpfen können. Während sich diese Sims im Wasser mit einer klassischen Fischflosse fortbewegen, erhalten sie an Land ihre menschlichen Extremitäten zurück. Im Erstelle-einen-Sim-Modus lässt sich die Seewesen-Herkunft direkt zuordnen, im gleichen Atemzug könnt ihr zwischen 4 verschiedenen Flossen-Arten sowie Pupillen-Varianten wählen, die sich wiederum farblich vollständig anpassen lassen. Spielerisch tun sich nun ebenfalls einige neue Möglichkeiten auf. So werdet ihr zukünftig nicht mehr auf das Bedürfnis Hygiene Acht geben müssen, sondern dürft euch lediglich auf die ausreichende Hydration eures Wasser-Geschöpfes konzentrieren. Große Unterschiede zum herkömmlichen Hygiene-Bedürfnis tun sich dabei allerdings nicht auf. Wer ausreichend oft die Dusche besucht oder sich im Meer Abkühlung verschafft, dürfte als Meereswesen zwangsläufig keine allzu großen Probleme an Land besitzen. Viel Spannender: Die Hydration-Anzeige fungiert gleichzeitig ähnlich einer Mana-Leiste. So leert sich diese zunehmend, sobald ihr diverse übernatürliche Fähigkeiten einsetzt. Neben der Möglichkeit andere Sims zu bezirzen oder gar zu verfluchen, könnt ihr euch ebenfalls mit Delphinen sowie anderen Meeresbewohnern anzufreunden.

In Die Sims 4: Inselleben dürft ihr ab sofort zahlreichen neuen Urlaubsaktivitäten beiwohnen.

 

Leben, wo andere Urlaub machen

Nicht nur Meermenschen dürfen in der maritimen Nachbarschaft neuen Aktivitäten frönen, ab der Erweiterung Die Sims 4: Inselleben wird das Meer nämlich ab sofort für alle digitalen Bewohner zugänglich. Ob Schwimmen, schnorcheln oder den Ozean mit Jet-Skis oder Luftmatratzen durchqueren, das kühle Nass wird zum neuen bespielbaren Highlight. Schade nur, dass sich das “Feature” lediglich auf Sulani beschränkt und andere Nachbarschaften weiterhin auf die Nutzung der salzigen See verzichten müssen. Passenderweise wurde im Erweiterungspack ebenfalls die Angel-Tätigkeit stark überarbeitet. So dürft ihr nun auf diverse Fischfallen zurückgreifen sowie euch mit einem Speer auf die Jagd nach den fischigen Meeresbewohnern begeben.

In Kombination mit den Optionen Sandburgen zu erbauen oder einem gemütlichen Sonnenbad zu frönen, sind im Add-On alle stereotypischen Urlaubsaktivitäten mit von der Partie. Bei Letzterem sollte die recht konträre Beziehung zwischen Realismus und künstlich-konstruierten Spielgeschehen dringend noch einmal genauer betrachtet werden. Während die digitalen Bewohner der Urlaubsstadt an Bräune gewinnen können und sogar je nach Kleidungsstil Bräunungsstreifen zurückbehalten, wird das aktive Sonnenbaden dafür allerdings zwangsläufig vorausgesetzt. Kurz gesagt: wer seinem Sim genügend Auslauf verschafft und reichlich Zeit in der Sonne verbringt ohne explizit die Interaktion mit einer Sonnenliege angewählt zu haben, wird keine dunklere Hautschattierung erlangen. Ein Problem, das wiederum nur darlegt, wie kleinere Neuerungen dem ganzheitlichen Spielerlebnis vorgezogen werden.

Abseits davon werdet ihr dank Inselleben zudem auf den neuen Berufszweig des Naturschützers sowie den drei neuen Teilzeitjobs Taucher, Rettungsschwimmer oder Fischer zurückgreifen können – durchweg nette und abwechslungsreiche Tätigkeiten, aber ein kleiner Wermutstropfen bleibt dennoch zurück. So bietet die Umweltschützer-Laufbahn leider nur partiell Anleihen an die beliebten Traumkarrieren. Hier habt ihr zwar die Wahl ab und an von zu Hause zu arbeiten und damit aktiv am Geschehen teilzunehmen, grundlegend wird euer Sim aber dann doch wieder in einem der populären Rabbit-Holes verschwinden. Schade, denn eine eigene Forschungsstation, auf der ihr eigenständig die Natur erkunden und aktiv am Arbeitsleben teilhaben könnt, wäre ja mehr als prädestiniert für die 40 Euro teure Erweiterung gewesen.

Das Add-On kommt natürlich nicht ohne zahlreiche neue Outfits sowie Möbelstücke und Dekoelemente, die den Urlaubsflair perfekt einfangen.

 

Haus auf dem Meer gefällig?

Natürlich bietet euch Die Sims 4 Inselleben ebenfalls ein breites Spektrum an neuen Kleidungsstücken, Frisuren als auch Möbeln. Wenig überraschend wird sich bei der Garderobe vor allem auf neue Urlaubsoutfits fokussiert. Diese passen thematisch sehr gut ins Portfolio, decken aber vorrangig die Freizeitbekleidungs-Nische ab. Elegantere Garderobe werdet ihr hier nicht vorfinden. Im Gegensatz dazu überzeugen die Möbelstücke vor allem durch ihre Varianz und durch den speziellen Urlaubsflair. In fast jeder Kategorie werdet ihr so das passende mediterrane Mobiliar finden können. Transparente Böden sowie Stützenfundamente, die es euch erlauben sogar auf dem Meer ein Haus zu errichten, bleiben dabei ein kleines Highlight der Erweiterung.

Technisch gibt sich das Add-On Inselleben im Übrigen recht bedacht, vor einigen Bugs ist aber auch dieser Zusatzinhalt nicht gefeit. So hängen Sims ab und an stundenlang in der Umgebung fest während andere Objekte gänzlich verschwinden. Ganz so dramatisch wie zum Release des Hauptspiels ist das allerdings nie. Mit dem maritimen, aber auch recht klischee-behafteten Soundtrack schafft es das Spiel dennoch den nötigen Urlaubsflair zu versprühen.


 

Positiv:

Optisch präsentiert sich die neue Nachbarschaft in einem wunderschönen Urlaubs-Gewand
Interessantes Meerjungfrauen/-männer-Konzept
Zahlreiche maritime Möbel- sowie Kleidungsstücke
Viele neue Tätigkeiten, die Geheimnisse verbergen

Negativ:

Schwimmen im Meer ist nur in der neuen Nachbarschaft möglich
Leider keine vollwertige, spielbare Traumkarriere
Kein klassischer Urlaub für Touristen möglich (keine Urlaubswelt)
  • Die Sims 4: Inselleben
    “Die Sims 4 Inselleben bietet ein recht abwechslungsreiches Bild zu den überaus urbanen Anleihen der Vorgänger-Addons. Die Welt wirkt mysteriös genug, um zumindest partiell den Erkundungsdrang zu wecken, scheitert aber vor allem daran, durch kleinere Unebenheiten den einstigen Freiheitsgedanken zurückzubringen. Von den zahlreichen Ladebildschirmen sowie der fehlenden Traumkarriere mal abgesehen, bleibt die Frage zurück, warum Spielelemente des Addons nicht auf das vollständige Hauptspiel ausgeweitet werden. Entwickler Maxis scheint sich davor zu wehren, auch nur einen Gedanken an das Große und Ganze zu verschwenden, was vor allem der innovativen Maxime zu Lasten fällt. Die zahlreichen neuen Tätigkeiten, die optische Schönheit, die hohe Quantität an neuem Mobiliar sowie Kleidungsstücken als auch die neue Fabelwesen-Ausrichtung legen zumindest den ersten Stein in Richtung kreativem Umbruch. Der Gedanke all das irgendwann schon einmal gesehen zu haben, trübt aber dennoch nicht den hohen Abwechslungsreichtum des Addons. “
    Jennifer Engelhardt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer der maritimen Urlaubs-Thematik zugewandt ist oder auch nur einen Hang für Meerjungfrauen verspürt, sollte sich das Add-On definitiv nicht entgehen lassen. Die 40 Euro könnten für die Stadtkinder unter euch aber auch in andere Erweiterungspacks etwas besser angelegt sein.

Jennifer Engelhardt
Geschrieben von
Mein Pokédex ist cooler als dein iPhone.

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