Death Stranding – Test zum Kojimas Strand Game

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Death Stranding - Standard Edition [PlayStation 4]
  • Das neue Sci-Fi Adventure von Hideo Kojima.
  • Erleben Sie eine riesige Open World.
  • Gaming mit Star Besetzung - u. A. mit Norman Reedus, Mads Mikkelsen und Guillermo del Torro.
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Releasedatum: 8. November 2019

Genre: Open World Action Adventure

USK: ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Sony Interactive Entertainment

Plattformen: PlayStation 4

Wir haben unzählige Trailer zu Death Stranding gesehen und ein Gaststar nach dem nächsten wurde angekündigt. Der Hype um Kojimas erstes Game nach dem Aus mit Konami war gigantisch, und der Support unter den Entwicklern ebenfalls. Mit der Decima Engine von Guerilla Games in den Händen, und dem Support von Sony hatte Kojima Productions beste Voraussetzungen für einen Neustart. Ob der Titel dem Hype gerecht werden konnte, erfahrt ihr jetzt in unserem Test.

 

Die Verbindung von Leben und Tod

Death Stranding versetzt euch in fast vollkommen zerstörtes Amerika. Nach dem geheimnisvollem Ereignis, das als Death Stranding bezeichnet wird, sind geisterhafte Erscheinungen aufgetreten, die bei Kontakt Voidouts verursacht haben. Die Explosionen sind groß genug, um ganze Städte auszuradieren. Der Regen hat plötzlich zudem alles schneller altern lassen, auf das er fiel und hat so jegliche Landwirtschaft unmöglich gemacht und die meisten Bauwerke zerstört. Ihr spielt den Porter Sam, der aufgrund seiner ehemaligen Verbindung zum wackligen Rest der Regierung gebeten wird, auf eine wichtige Mission zu gehen. Er soll die letzten verstreuten Siedlungen mit dem Chiral Network verbinden. Dieses Netzwerk soll den Austausch von Informationen und Ressourcen, sowie die Wiederherstellung von Amerika sichern. Mit einem Bridge Baby ausgerüstet, das Sam ermöglicht, die BTs zu sehen, begibt er sich jedoch widerwillig auf diese Mission, die schon bald viel größere Ausmaße annimmt als zunächst erwartet. Denn eine Terroristengruppe, die Homo Demens, sind gar nicht damit einverstanden, dass ihr die Städte vereinen wollt. Ihr Anführer Higgs hat zudem einige interessante Fähigkeiten, die für enorme Problem sorgen.

Death Stranding

Sam hat eine große Mission vor sich, die so manche Überraschung bereit hält.

 

Hallo, ich habe ein Paket für Sie

Schauen wir uns das eigentliche Gameplay von Death Stranding an, ist es recht leicht zu verstehen. Sowohl die Haupt- als auch die Nebenmissionen verlangen von euch Lieferungen von A nach B zu transportieren. Zu Beginn macht ihr dies ohne jegliche Hilfen zu Fuß über Stock und Stein und durch jegliche Witterung. Am Ziel gebt ihr die Lieferung ab und erhaltet Punkte und Likes je nachdem, wie ihr abschneidet, und verbessert so eure Porter Bewertung. Dabei beeinflussen viele Aspekte, wie gut ihr bewertet werdet. Verliert ihr eure Ladung, weil ihr stolpert oder in zu tiefes Wasser geratet, kann eure Ladung Schaden nehmen. Ebenso solltet ihr Regen meiden, dieser lässt seit dem Death Stranding nämlich alles im Zeitraffer altern, was er berührt. Das gilt natürlich auch für eure Lieferungen. Mittels eines Sprays könnt ihr diese Schäden zwar reparieren, bevor ihr die Lieferung abschließt, jedoch müsst ihr das Spray dann auch mit euch herumtragen, was eure Kapazität einschränkt. Wie schnell ihr wart oder wie optimal euer gewählter Weg war, beeinflussen ebenfalls das Ergebnis. Auf dem Weg könnt ihr in der Landschaft umherliegende oder von anderen Spielern fallen gelassene Pakete aufsammeln und ausliefern. Dafür gibt es dann Zusatzpunkte und Likes, was euer Porter Ranking verbessert. Mit besseren Werten könnt ihr mehr Last tragen oder erhaltet selber mehr Likes für eure Aktionen. Auch Gefechte können Schäden verursachen, aber diese lassen sich eigentlich immer vermeiden. Euer Abschneiden levelt zudem auch die Beziehung zu der jeweiligen Station auf und kann euch so Zugang zu neuen Tools und Konstruktionsoptionen geben, die in der Folge Lieferungen erleichtern. So baut ihr Straßen und Seilbahnen oder nutzt schwebende Hänger, um Ladung zu transportieren.

Death Stranding

Higgs und seine Homo Demens sind eine große Gefahr für eure Mission.

 

Dumme Esel und harmlose Geister

Auch wenn Death Stranding keinesfalls ein Action Spiel ist, gibt es dennoch Gefahren, die menschlichen MULES und die BTs (Beached Things). MULES sind ebenfalls Porter, die allerdings verrückt geworden sind und jetzt jeden Porter angreifen, der von ihren Scannern entdeckt wird. BTs hingegen tauchen in Regengebieten auf, ein umgedrehter Regenbogen ist ebenfalls ein Warnzeichen. Sind die BTs nah, schlägt euer Bridge Baby an und ihr könnt mit eurem Odradek Scanner dann die BTs sehen. Es ist im Normalfall sehr einfach, zwischen ihnen hindurch zu schleichen. Kommt ihr ihnen zu nah, entsteht ein schwarzes Teerfeld und Gestalten versuchen euch hineinzuziehen. Ihr könnt eure Ladung abschütteln und so aus dem Teer entkommen oder ihr lasst euch schnappen und nehmt es mit einem Catcher auf. Diesen könnt ihr besiegen und damit für eine Weile auf vollständig aus der Region vertreiben. Durch Duschen oder die Nutzung der Toilette erhaltet ihr Granaten, um BTs zu verscheuchen und aus eurem Blut erhaltet ihr Granaten, mit denen ihr sie sogar in ihre Dimension verbannen könnt. Diese Waffen sind auch effektiv gegen die Catcher und Bosse. In dem seltenen Fall, dass ihr gegen einen Catcher/Boss verliert, sterbt ihr jedoch nicht, sondern findet euch in einer Unterwasserversion des aktuellen Areals wieder und müsst zu eurem Körper schwimmen. Dort angekommen seid ihr wieder am Leben. Jedoch wird euer Ableben einen netten Krater hinterlassen haben. Am einfachsten ist es aber beiden aus dem Weg zu gehen, indem ihr euch vorbeischleicht. Und das ist auch der größte Kritikpunkt, den ich habe. Dass die BTs keine echte Gefahr sind, ist ok, aber die MULES sind ehrlich gesagt nur dumme Hindernisse. Wann immer ich mit ihnen konfrontiert war, war es ein Leichtes sie auszutricksen, sodass es immer nur ein Störfaktor war auf sie zu treffen, auf den ich gern verzichtet hätte. Upgrades für euren Scanner oder Waffen machen diese Konfrontationen noch einfacher, obwohl schon ein einfacher Schlag ins Gesicht meist bereits ausreicht. Ich finde die BTs wirklich interessant, vor allem im Kontext der Story, die MULES hingegen hätte sich Kojima gern sparen können. Je mehr sich Sam allerdings dem Ziel seiner Mission nähert, umso mehr Unstimmigkeiten werden deutlich. An dieser Stelle würde ich gern noch weiter ausführen, aber leider geht das nicht. So viel sei aber gesagt, Kojima hat sich bei der Story wirklich ausgelassen und unzählige Metaphern für “Verbindungen” in die Geschichte und das Gameplay integriert. Verbindungen, die über die Grenzen von Leben und Tod und sogar die Zeit hinaus gehen. Die Story hat mich wirklich beeindruckt und einen dauerhaften Eindruck bei mir hinterlassen. Nicht jeder wird jedoch mit dem Pacing der Story klarkommen, denn Kojima lässt sich reichlich Zeit damit, die Geschichte wirklich in Schwung kommen zu lassen.

 

Gib mir deine Hand

Auch wenn Death Stranding keinen Online Multiplayer im eigentlichen Sinn bietet, solltet ihr dennoch nicht offline spielen. Der Grund dafür ist, dass es in Death Stranding ein wirklich wichtiges Social Gameplay gibt, obwohl ihr nie andere Spieler zu sehen bekommt. Lieferungen und die Strukturen, die ihr bauen könnt, sind im Grunde Teil eines sozialen Netzwerks, bei dem Likes der NPCs und anderer Spieler eurer Rating beeinflussen. Lieferungen, die von euch oder anderen Spielern fallengelassen werden, tauchen nach einer Weile in den Spielen anderer Spieler auf. Diese können die Pakete aufnehmen und dann selbst ausliefern oder nutzen und gleiches gilt natürlich auch für euch. Liefert ihr Lieferungen anderer Spieler aus, erhaltet ihr auch Likes dieser Spieler, was sich auf euer Ranking am Ende einer Lieferung auswirkt. Ähnlich verhält es sich mit Strukturen, wie Brücken, Seilen und dergleichen. Habt ihr etwas gebaut, tauchen diese Dinge zufällig in Spielen von andern Spielern auf und diese können dann davon Gebrauch machen und Likes vergeben. Strukturen, die Likes erhalten, verbleiben im Spiel (solange sie nicht durch Timefall zerstört werden) und erscheinen dann für immer mehr Spieler. In meinem Durchgang des Spiels konnte ich diverse Male Wege abkürzen, weil ich Leitern, Fahrzeuge oder Brücken nutzen konnte, die andere hinterlassen hatten. Mit der Zeit hat sich sogar ein tolles Metagame entwickelt, bei dem Spieler in strategischen Standpunkten Ausrüstung für andere hinterlassen haben. Ich habe ebenfalls eine Gewohnheit daraus gemacht, Dinge wie Schuhe oder Granaten für andere zu hinterlassen oder Fahrzeuge in Sicherheit zu bringen. Mit jedem Tag konnte man neue Strukturen sehen und eine ständig wachsende Autobahn, die von vielen Spielern mit Ressourcen wiederhergestellt wurde. Es ist daher in eurem besten Interesse, online zu spielen.

 

Decima ist absolut beeindruckend

Die Entwickler von Horizon Zero Dawn Guerilla Games hatten Kojima ja den Code für deren Decima Engine gegeben. Während der Entwicklung von Death Stranding hat Kojima Productions so einiges aus der ohnehin schon beeindruckenden Engine rausgeholt. Obwohl die Farbpalette in Death Standing eher grau und trist ist, beeindrucken die Landschaften aber dennoch. Wenn ihr über eine steinige, graue Lichtung kommt und sich plötzlich ein Tal mit saftig grünem Gras zeigt, ist das seltsam spektakulär. Hinzu kommen Wettereffekte und insbesondere der Timefall Effekt, der sichtbar Dinge um euch altern lässt. Viel Arbeit ist zudem deutlich sichtbar auch in die Animation der ganzen Hauptcharaktere geflossen. Gesichter wirken extrem lebensecht und natürlich und Kojima hat es sich nicht nehmen lassen, viele Extraanimationen für Norman Reedus einfügen zu lassen. Zum Beispiel deutet er selbst auf die Dusche, sollte er schmutzig sein oder schnappt sich die Kamera, wenn ihr ihm auf die Nerven geht. Dialoge und Soundtrack sind auf einem ebenso hohen Niveau. Wenn ihr durch die geisterhaft leere Landschaft wandert und plötzlich ein Song startet, ist das meist perfekt getimt und unterstützt die aktuelle Atmosphäre. In Sachen Präsentation, Optik und Sound leistet sich Death Stranding keine Schwächen und kann wirklich beeindrucken.

Death Stranding - Standard Edition [PlayStation 4]
  • Das neue Sci-Fi Adventure von Hideo Kojima.
  • Erleben Sie eine riesige Open World.
  • Gaming mit Star Besetzung - u. A. mit Norman Reedus, Mads Mikkelsen und Guillermo del Torro.
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Positiv:

Obwohl das Gameplay eine große Fetch Quest ist, motiviert es ungemein
Social Gameplay ist sehr kreativ gelöst und gibt Gefühl der Verbundenheit mit anderen Spielern
Bosskämpfe sind spektakulär, ebenso wie das Design
Die Story entfaltet sich langsam, aber ist spannend und sehr emotional mit einigen spaßigen Momenten
Die Leistungen der Darsteller und die Qualität der Animationen sind beeindruckend
Die Decima Engine liefert spektakuläre Landschaften
Der Soundtrack ist exzellent ausgewählt und sorgt für eine großartige Atmosphäre

Negativ:

Story braucht eine Weile, um in Gang zu kommen
MULES sind viel zu dumm und stören daher leider eher
  • Death Stranding
    “Die Review für Death Stranding war ehrlich gesagt eine komplizierte Angelegenheit. Denn trotz meiner Begeisterung für das fertige Produkt und seine Message und Qualität, kann ich dennoch Aspekte sehen, die nicht jedem gefallen werden. Kojima hat hier seiner Kreativität absolut freien Lauf gelassen und das kann man sowohl positiv als auch negativ sehen. Neben einem wirklich fesselndem, wenn auch sehr ruhigem Gameplay und einem extrem erfrischenden Social Game und faszinierender Story, gibt es auch jede Menge Kuriositäten. Das Gameplay kann nach etwas Eingewöhnung voll überzeugen und immer neue Tools und Möglichkeiten machen euren Job effizienter. Die Story ist dabei wie ein Big Budget Film angelegt und die Performances können sich wirklich sehen lassen. Die Verflechtung von Gameplay, Story und dem Social Game Aspekt machen Death Stranding zu etwas ganz Eigenem. Der wirklich stimmungsvolle und von Kojima ausgewählte Soundtrack fügt sich perfekt in die tristen, aber wunderschönen Landschaften ein. Death Stranding gehört für mich zu den Titeln dieser Generation, die man gespielt haben sollte. Und ist eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Death Stranding erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?

Death Stranding ist ein essentieller Titel und sollte auf jeden Fall zumindest einmal gespielt werden.

Marco Schmandt
Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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