Dark Souls 2: Crown of the Ivory King – Review zum finalen DLC

Diesen Monat erschien der Letzte von insgesamt drei DLC s für den Rollenspielhit Dark Souls 2 (Review: Hier). Nachdem die ersten Teile (Test: DLC #1 , DLC #2) schon zu überzeugen wussten, begutachten wir nun den finalen Teil. Ob der DLC überzeugen kann, wie seine Vorgänger zuvor erfahrt ihr in unserer Review.

 

Es wird kalt

Unser Krieger ist erschöpft, nach langen erbitterten Kämpfen gegen furchterregende Drachen, Feuer spuckende Kreaturen und finsteren Kriegern, sitzen wir nun am Leuchtfeuer und bereiten uns auf den finalen Kampf vor. Zwei Kronen haben wir schon mutig erobert. Nun geht es in den letzten Kampf um die Ivory Crown. Die ersten beiden Inhalte führten uns in monströse Pyramiden und in die Fabrik des Alten Eisenkönigs. Nun führt uns der Weg in eine vereiste Tempel-Ruine. Kalter Wind strömt um uns, sobald wir die frostige Spielwelt betreten. Die gesamte Spielwelt schreit danach, dass ihr nicht willkommen seid. Die Spielwelt ist so gestaltet, dass ihr einige Bereiche mehrmals besuchen müsst. Das liegt daran, da einige Bereiche durch Eisbrocken zu Beginn blockiert sind. Auch einige Kisten und Truhen lassen sich erst nach im Laufe des Spiels öffnen. Um diese freizulegen, muss man ein Rätsel lösen und eine mysteriöse Person treffen. Jedoch müsst ihr nie den kompletten Weg bewältigen, durch Abkürzungen lassen sich die Laufwege verkürzen. Besonders auffallend ist die hohe Anzahl an Kisten und Truhen, die euch mit wichtigen Items versorgt. Dabei sind unter anderem neue Waffen, Zaubereien, Ringe und vieles mehr. Scheinbar will sich From Software bei den hartnäckigen Spielern bedanken, die sich wochenlang durch die Welt in Dark Souls 2 kämpfen und auch nach unzähligen Toden nie aufgaben.

Auf in den Kampf

Auf in den Kampf

 

Ein letzter Kampf noch

Widerwillig packen wir uns unser Schwert und Schild und nehmen den Kampf gegen die zahlreichen Gegner auf. Diese sind euch wieder zahlreich überlegen und vielfältig gestaltet. Neben Kristall-Ungeheuern, die es in diversen Ausführungen gibt, igel-artige Eiswesen warten auf uns, auch bizarre Zombie-Hunde, hinterhältige Priesterinnen und mehrere heroische Bossgegner wollen bekämpft werden. Dark Souls typisch wird unser Krieger mehr als einmal auf den Weg zur Krone das Leben verlieren. Im Gegensatz zu den vorherigen DLC ist die Gegneranzahl nun etwas gewachsen. Dadurch seht ihr euch ständig einer Überzahl an Gegnern gegenüber. Nur wer taktisch klug agiert, wird die Übermacht bezwingen. Falls die Gegenüber auch nach zahlreichen Versuchen, stets die Oberhand behalten und unbezwingbar erscheinen, ist es nicht schlimm Hilfe von einem menschlichen Mitspieler zu rufen. Ganz im Gegenteil, denn einige Areale sind hierfür besonders geeignet. Denn mit Hilfe ist es deutlich einfacher durch das neblige Areal, in der ihr von unzähligen Gegnern hinterhältig attackiert werdet, zu gelangen, dass man noch genügend Heiltränke für den darauf folgenden Kampf, mit dem Bossgegner, im Inventar hat. Wer schon einmal an einen Souls-Titel Hand angelegt hat, der weiß, wie schwer ein Kampf gegen die Bossgegner ist. Zudem erschweren euch mehrere hinterhältige Fallen das Leben. Bis ihr den finalen Bossgegner besiegt und die letzte Krone in euren Besitz habt, werden rund acht bis zwölf Stunden vergehen.

Dem Tod stets im Auge blickend

Dem Tod stets im Auge blickend

 

Fazit:

Aus technischer Sicht hat sich im Gegensatz zu den vorherigen DLCs und dem Hauptspiel wenig getan. Wer schon diese nicht hübsch fand, wird dies beim dritten DLC auch so sehen. Jedoch kann die kreative Beschaffenheit der Umgebung wieder überzeugen. Denn ein Eislevel hat es in Dark Souls 2, welches mit stetig abwechselnden Settings hervor sticht, bisher noch nicht gegeben. Und auch hier treten die Stärken von From Software wieder hervor. Die Messlatte wurde mit den vorherigen DLCs “Crown of the Sunken King” und “Crown of the Old Iron King” sehr hoch gesetzt. “Crown of the Ivory King” kann mit diesen auf einer Höhe einordnen. Ein Hoch auf From Software. Bisher hab ich rund 150 Stunden in Dark Souls 2 investiert, bin unzählige Male gestorben und habe die Bossgegner verflucht, die ich auch nach dem 20. Versuch nicht besiegen konnte. Andere Spiele hätte ich danach nie wieder angerührt, doch nicht Dark Souls 2. Nach einigen Tagen pause, wird der Boss wieder versucht und besiegt. Nach den unzähligen Versuchen und des Scheiterns haben sich die Bewegungen und Attacken des Gegners unbewusst eingeprägt. Dieses Spielsystem wurde wieder hervorragend in die DLCs übertragen. Doch nach nun rund 150 Stunden und dem Ende des dritten DLCs, stimmt es mich traurig, dass es zu Ende ist. Eine größere Ehre kann es aus meiner Sicht nicht für ein Videospiel geben. From Software, danke!

 

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de