Danganronpa Another Episode – Test zum PS4 Release

Nachdem Danganronpa bereits mit einer Collection der ersten beiden Teile den Sprung auf die PS4 gemacht hat, folgt jetzt das Spin-off. Danganronpa Another Episode Ultra Despair Girls bringt den Third Person Titel von Sonys Handheld auf die Vita. Wie sich die PS4 Version insgesamt geschlagen hat, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Die Welt am Rand der Verzweiflung

Zeitlich befinden wir uns zwischen den Geschehnissen des ersten und des zweiten Teils. Als Start dient uns das kleine Appartement der jungen Komaru Naegi, der kleinen Schwester des Hauptcharakters aus dem ersten Teil. Das junge Mädchen ist seit einem Jahr in einem Apartment eingesperrt. Wer sie entführt hat und warum, das weiß die Arme nicht. Nach einem Jahr hat sie sich allerdings an die Routine gewöhnt und da sie auch versorgt wird, ist es einigermaßen erträglich. Doch eines Tages läuft plötzlich alles aus dem Ruder. Monokuma bricht durch die Tür, bereit Komaru zu töten. Sie schafft es gerade noch zu entkommen und rennt dann auch spontan der Future Foundation in die Arme, deren Anführer uns ein Megafon gibt, was uns fortan als Waffe gegen eine Armee von Monokumas dienen soll. Auf der weiteren Flucht geraten wir in die Hände der Warriors of Hope. Das Ziel der Kindergruppe ist es, eine Welt ohne Erwachsene zu schaffen. Als Mittel dienen ihnen die Monokumas, diese stehen nämlich unter der Kontrolle der Kinder. Nachdem die Kinder sich vorgestellt haben, wird schnell klar, dass sie bloß aus Spaß die Monokumas entfesselt haben, um die Erwachsenen zu töten. Da sie euch auch aus dem Weg haben wollen, statten sie euch mit einem explosiven Armband aus und werfen euch über der Stadt ab. Nach einer unsanften Landung und umringt von mordlustigen Monokumas, trefft ihr auf Toko Fukawa. Deren aggressive zweite Persönlichkeit Genocider rettet euch vor dem sicheren Tod. Von da an seid ihr zu zweit mit dem gemeinsamen Ziel zu entkommen unterwegs. Doch gibt es überhaupt einen Weg aus der Stadt?

Danganronpa Another Episode

Monokuma ist bereit für euch.

 

Mehr Puzzle Game als Shooter

Obwohl Danganronpa mit diesem Titel das Genre gewechselt hat, solltet ihr hier keinen echten Third-Person-Shooter erwarten. Ihr könnt mit eurer Megafon-Gun unterschiedliche Munitionsarten verschießen. Die Truth Bullets dürften den Veteranen der Reihe bereits bekannt sein. Die Break Bullets sind dabei eure Primärmunition, mit denen ihr die Bären direkt ausschalten könnt. Ein direkter Treffer in deren rotes Auge führt zu einem sofortigen Tod. Da hört es mit dem echten Shooter Anteil aber auch schon wieder fast auf, denn die restlichen Munitionsarten haben meist viel trickreichere Anwendungen. Die Move-Munition kann zum Beispiel Schalter und andere elektrische Geräte aktivieren. Die Dance Munition wiederum kann zur Ablenkung verwendet werden. Ein Beispiel: In einem Gebiet befinden sich fünf Monokumas. Einer davon kann Alarm schlagen und mehr Monokumas herbeirufen. Anstatt zu riskieren, Alarm auszulösen, schießt ihr Dance auf den Wach-Monokuma und dessen Tanzeinlage zieht dann die Aufmerksamkeit der anderen auf sich. Als Nächstes feuert ihr Move auf ein Auto, das daneben steht, damit dieses losfährt und alle im Weg stehenden Feinde überrollt. Die Kämpfe sind zumeist also eher Puzzle, die euch dazu bringen sollen, die verschiedenen Munitionsarten gekonnt einzusetzen. Solche Abschnitte werden oft auch durch kleine Spielautomaten eingeleitet, auf denen ihr die Gegnerpositionen im nächsten Raum sehen und euer Vorgehen planen könnt. Schaltet ihr Gegner aus, hinterlassen diese neben Munition auch Batterien, welche ihr wiederum für die Aufladung der Genocider braucht. Geht es euch nämlich doch einmal an den Kragen, könnt ihr über die Dreieck Taste zu Tokos zweitem “Ich” wechseln. Als Genocider schwingt ihr dann eure Scheren und metzelt euch durch die Gegner, ohne Schaden zu nehmen. Allerdings geht dies nur solange, bis die Batterien verbraucht sind. All eure Fähigkeiten lassen sich aber verbessern. Dafür lassen die Gegner auch wieder Monokuma Coins fallen. Hin und wieder findet ihr dann kleine Shops, an denen ihr eure Genocider Attribute verbessern und zusätzliche Effekte für eure Munition kaufen könnt. Komaru kann ihre Fähigkeiten durch Skillanleitungen verbessern, die ihr in der Welt verstreut finden könnt. Die Erste, über die ihr stolpert, ist zum Beispiel eine Lock On Fähigkeit. Ihr müsst jedoch wählen, welche Skills euch am Meisten nützen. Denn ihr könnt nur so viele Fähigkeiten ausstatten, wie ihr Punkte zur Verfügung habt. Jedes Mal, wenn ihr Gegner besiegt, erhält Komaru XP. Wenn ihr auflevelt, steigen eure verfügbaren Skillpunkte und ihr könnt mehrere oder bessere Fähigkeiten nutzen.

 

Die PS4 Version bietet schärfere Optik

Wer die Vorgänger kennt, wird eine vertraute Umgebung vorfinden. Die Umgebungen sind wie zuvor poppig bunt gestaltet und erinnern an eine Animeserie. Die PS4 Version macht dabei nicht vieles anders als die Vita Version. Ihr bekommt also lediglich alles in Full HD geboten, viel mehr aber auch nicht. In den Dialogen werden die Charaktere durch gezeichnete Avatare verkörpert, die auch recht variantenreich sind, sodass zu jeder Stimmung geeignete Visualisierungen vorhanden sind. Die Dialoge wirken dadurch noch einmal viel lebendiger. Ebenso viel Sorgfalt hat man wieder beim Soundtrack walten lassen. Viele bekannte Songs aus den Vorgängern sind erneut mit am Start, um die Danganronpa Stimmung perfekt zu machen. Dabei bedient man sich hier wieder gerne bei Pop und Rock. Wirklich toll geraten, und wie zuvor ein Aushängeschild der Reihe, sind die Sprecher, welche durch die Bank weg einen hervorragenden Job machen. Allerdings muss man mit englischen Sprechern vorlieb nehmen. Deutsche Untertitel gibt es leider auch nicht.

 

Positiv:

Für Fans der Reihe eigentlich ein Muss
Third Person Gameplay und Puzzles sind eine gute Abwechslung zum Gameplay der anderen Titel
Die Story ist wie immer schräg und düster

Negativ:

Absolut keine neuen Inhalte oder sonstigen Boni
Trotz höherer Auflösung oft zu matschige Optik
[testimonial_slider][testimonial image_url=”58912″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Marco Schmandt, Redakteur”]

“Als ich vor zwei Jahren die Vita Version von Danganronpa Another Episode Ultra Despair Girls getestet habe, gefiel mir das Konzept schon sehr gut. Und das, obwohl ich die Haupttitel als die besseren Teile empfinde. Dennoch kann ich nur wieder bekräftigen, dass der Ausflug in die Third Person Gefilde einen Blick wert ist. Das gilt natürlich insbesondere für Fans der Reihe. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich etwas enttäuscht bin über den Umfang der PS4 Version. Man hätte den Port nutzen können, um Gimmicks wie Artwork Gallerien oder ähnliches einzufügen. Stattdessen bekommt man das exakt gleiche Spiel nur eben in Full HD. Wenn man schon die Playstation Vita ihrer Exklusivtitel berauben will, dann hätte man wenigstens ein paar Boni für Fans hinzufügen können. So lohnt sich der Kauf eher für interessierte Gamer, die nie eine Vita hatten oder Fans, die trotz allem noch einmal auf der PS4 loslegen wollen.”

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Ab in die Sammlung?

Der Kauf lohnt sich für Besitzer der PS Vita Version nur bedingt. Wer aber keine Vita hat, kann wie bei den Vorgängern aber durchaus zugreifen.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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