Danganronpa 2 – Review zum mörderischen Schulausflug

Nach dem viel gelobten ersten Danganronpa erfreut sich jetzt die Fangemeinde an einem nächsten Teil. Nicht lange ist es her, dass wir uns mit Monokuma herumschlagen mussten. Doch ist der zweite Teil ein würdiger Nachfolger oder eher ein Reinfall? Das und noch mehr erfahrt ihr in der Review.

 

Der mörderische Trip beginnt

Wie zuvor startet das Abenteuer mit dem Beginn des neuen Schuljahres an der Hopes Peak Academy. Hajime tritt dabei an die Stelle der früheren Hauptfigur Makoto. Hajime macht sich also auf den Weg in den Klassenraum, wobei eine Tür direkt vor ihm aus dem Nichts erscheint. Etwas verwundert tritt er ein und findet seine künftigen Mitschüler vor. Alle Anwesenden scheinen jedoch etwas verwundert über die Art und Weise, wie sie in diesem Raum gelandet sind. Gemeinsam beginnen sie zu spekulieren, was hier vor sich gehen mag. Die Anspannung ist auf dem Höhepunkt, als die Studenten bemerken, dass der Raum verschlossen ist. In diesem Moment durchbricht eine hohe Stimme die hitzige Diskussion. Noch bevor sich alle fragen können, woher diese Stimme gekommen sein mag, erscheint ein Wesen hinter dem Lehrerpult. Das sprechende Hasenplüschtier stellt sich als Usami vor und eröffnet den erstaunten Studenten, dass sie deren Lehrerin sei. Die Reaktionen darauf kann man sich wohl vorstellen. Natürlich fragen sich alle was dieses Theater soll und was hier überhaupt los ist. Usami hat darauf jedoch eine Antwort, auf die keiner gefasst war. Denn sie alle sind hier …, um einen Schulausflug zu machen. Erneut herrscht Fassungslosigkeit. Mit einer Bewegung ihres Zauberstabes transformiert Usami den Klassenraum und alle stehen plötzlich an einem sonnigen Sandstrand. Das Meer rauscht von der Brandung, Vögel zwitschern und eine warme tropische Brise weht der Gruppe um die Ohren. Das ist zu viel für Hajime und so fällt dieser in Ohnmacht. Als er wieder erwacht, erblickt er Nagito der über ihn gebeugt ist, um ihn wieder auf die Beine zu helfen. In diesem Moment wird unserem Charakter auch klar, dass er sich nicht mehr daran erinnern kann, warum er an der Hopes Peak angenommen wurde, als ihn Nagito danach fragt. Nachdem sich unser Protagonist erholt hat, machen wir uns, mit Nagito im Schlepptau, auf den Weg Usamis Aufgabe zu erledigen. Ziel ist sich mit allen Anderen bekannt machen, diese besser kennen lernen, um den Gemeinschaftsgeist zu fördern. Wir erkunden also die Insel mit dem Namen Jabberwock Island und stellen uns unseren Kommilitonen vor. Dabei treffen wir sowohl auf sympathische als auch unsympathische Zeitgenossen. Wir verbringen Zeit zusammen mit den Anderen und freunden uns mit dem/der einen oder Anderen an. Doch da wir ein Danganronpa spielen fehlt natürlich etwas, Monokuma. Doch wie sollte es anders sein lässt der psychopathische Bär nicht lange auf sich warten. Als es am schönsten ist, verdunkelt sich der Himmel und Monokuma erscheint tatsächlich auf der Bildfläche. Im Park liefern sich Usami und Monokuma den Ersten in einer Reihe von vielen Kämpfen. Doch Monokuma behält die Oberhand, zerbricht Usamis Zauberstab und ändert sogar noch ihren Namen in Monomi. Von nun an soll seiner Aussage nach der tödliche Schulausflug beginnen. Er erklärt euch genau, was es damit auf sich hat. Wollt ihr an der Hopes Peak bestehen müsst ihr alle eure Kameraden töten, ohne das euch jemand auf die Schliche kommt. Schafft ihr das, habt ihr bestanden. Geschieht ein Mord, haben die Überlebenden die Möglichkeit Hinweise zu sammeln, um herauszufinden, wer der Täter sein könnte. Habt ihr genug Beweise gefunden, wird ein Class Trial abgehalten. In dieser Verhandlung werden alle Indizien auf den Tisch gebracht und es gilt den Schuldigen zu identifizieren. Wird der wäre Täter enttarnt, wird dieser mit dem Tod bestraft, wird ein Unschuldiger verurteilt, werden alle bis auf den wahren Täter mit dem Tod bestraft. Als Monokuma diese Regeln allen mitgeteilt hat herrscht natürlich entsetzen und es kommt Misstrauen auf. Von nun an entwickelt sich ein mörderisches Abenteuer gespickt mit jeder Menge Rätseln.

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Welche von euren Mitschülern wohl zu einem Mord fähig sind?

 

Don’t fix it if it ain’t broken

Danganronpa 2 spielt sich im groben genau wie sein Vorgänger. Das Spiel teilt sich in drei Abschnitte, der Erkundungsmodus am Tag gibt euch die Möglichkeit mit den anderen zu sprechen, eure Beziehungen zu verbessern und Geschenke zu verteilen, die Freundschaften noch weiter vertiefen. Ist ein Mord geschehen, beginnt der zweite Teil, nämlich die Suche nach Beweisen. Hier sucht ihr die Umgebung nach Hinweisen ab und sprecht mit den Anderen, um mögliche Alibis zu finden. Seid ihr mit euren Ermittlungen fertig, startet ihr in den dritten Abschnitt, die Class Trials. Hier liefert ihr euch zusammen einen Schlagabtausch mit den Anderen und tauscht Argumente und Hinweise aus. Behauptungen von Verdächtigen müsst ihr dabei mit den gefunden Beweisen als falsch entlarven. In dieser Phase erwarten euch eine Reihe von  Mini-Games, die es zu bewältigen gilt. Seid ihr erfolgreich, wird der Schuldige bestraft, wenn nicht heißt es für euch Game Over. Allerdings gibt es auch Neuerungen. So verfügt ihr jetzt in eurem Inventar über eine Art Tamagotchi Haustier, welches sich in Abhängigkeit eurer gelaufenen Schritte im Spiel entwickelt. Regelmäßig müsst ihr dabei die Hinterlassenschaften eures Haustiers entsorgen, da sonst das Despair Meter steigt und das Tierchen, das zeitliche segnet. Schafft ihr es das Haustier voll zu entwickeln, legt es ein neues Ei und hinterlässt euch Kuma Münzen sowie Geschenke für eure Freunde. Ebenso haben die gelaufenen Schritte Einfluss auf euren Level. Je höher dieser ist, umso mehr Fähigkeiten könnt ihr in den Class Trials anlegen und euch so Vorteile verschaffen.

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Diese beiden liefern sich immer wieder ein Gefecht.

 

Wie eine Anime Serie

Grafisch zeigt sich der zweite Teil noch etwas besser als der Erste. Die Charaktere sind schön gezeichnet und die Umgebungen sind passend gestaltet. Die Videosequenzen glänzen oft mit schrägem Humor wie das gesamte Spiel. Dabei gibt es natürlich auch wieder die typischen nicht ganz jugendfreien Anspielungen. So zum Beispiel erwähnt Usami sehr früh die dicken Bälle an ihrem Zauberstab. Die Musik im Spiel unterstützt die Atmosphäre perfekt mit Sounds, die von fröhlich bis mörderisch böse und bizarr reichen. Ein weiteres Highlight sind die englischen Synchronsprecher, welche eine großartige Leistung abliefern und allen Charakteren Persönlichkeit verleihen. Allerdings gibt es einen kleinen Minuspunkt. Die Class Trials sind zwar hervorragend und machen jede Menge Spaß allerdings sind diese im aktuellen Teil etwas zu lang geraten. So verbringt ihr Mal gut und gerne zwei bis drei Stunden nur mit einer Verhandlung. Zwischendurch gibt es zwar Checkpoints aber ein Fehler kann dennoch bedeuten, dass ihr ganze Abschnitte nochmals absolvieren müsst.

Usami oder später Monomi ist das ganze Gegenteil zu Monokuma.

Usami oder später Monomi ist das ganze Gegenteil zu Monokuma.

 

Fazit:

Auch Danganronpa 2 ist wieder ein echter Geheimtipp. Die tolle Story zusammen mit sympathischen Charakteren, insbesondere Monokuma, machen sehr viel Spaß. Man fühlt sich wie in einer interaktiven Anime Serie. Wie der Vorgänger ein echter Pflichttitel für Genre Fans.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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