Crossing Souls – Test zum 80er-Jahre Indie-Titel

Die 80er Jahre üben eine einzigartige Faszination aus, wie kaum ein anderes Jahrzehnt es vollbringt. Vor allem im Bereich Popkultur gibt es so viele Dinge, auf die im Laufe der Zeit immer wieder Anspielungen und Referenzen gemacht werden. Crossing Souls ist ein Indietitel, der dies vollends beherzigt und vor 80er-Charme nur so sprüht. Es gibt Anspielungen auf Filme, Spiele, Musik und noch viele weitere Sachen aus dem Jahrzehnt. Wir verraten euch in unserem Test, ob es zu einem gelungenen Gesamtpaket verpackt wurde.

 

Geisterhafte Geschehnisse

Goonies, Stand by Me, sucht euch ein Beispiel aus, denn Crossing Souls vereint Geschichten aus genau solchen Filmen zu einer eigenen, die zwar nichts groß neu erfindet, aber dennoch funktioniert. Eine Gruppe von fünf Freunden entdeckt eine Leiche und findet bei ihr einen mysteriösen pinken Stein, der sie in Geschehnisse führt, die bis ins Übernatürliche reichen. Sie sind damit dazu in der Lage, ins Reich der Toten zu blicken und mit den Verstorbenen zu sprechen. Doch dieses mächtige, magische Artefakt zieht auch Fieslinge an, welche das Objekt für sich beanspruchen wollen. Und dafür gehen sie über Leichen. Ist die Story originell? Nein, aber sie wird so liebevoll erzählt, dass jedes Kind der 80er sofort in Nostalgie schwelgen wird. Zum Großteil wird die Geschichte innerhalb des Spiels mit Textboxen erzählt, ab und an spielen jedoch auch kurze Zwischensequenzen im nostalgischen Cartoonlook, allerdings ohne Sprachausgabe. Diese Sequenzen gehen wirklich nur wenige Sekunden, sind jedoch ein netter kleiner Zusatz.

Auch eine tolle Art, ein Spiel zu beginnen.

 

Talentierte Fünfergruppe

Ihr spielt die fünf Kids Chris, Matt, Charlie, Big J und Kevin im Wechsel. Jeder von ihnen hat einzigartige Fähigkeiten, die beim Erkunden der Umgebung alle zum Einsatz kommen. So kann Chris zum Beispiel als einziger Leitern und Ranken hochklettern, während Matt mit seinen Raketenschuhen große Abgründe überwindet. Charlie schleudert sich mit ihrem Springseil an Pfählen entlang, Big J kann große Kisten schieben und Kevins Fähigkeiten werden wir aus Spoilergründen mal nicht preisgeben. Auch im Kampf steuern sich alle Kids unterschiedlich. Chris hat seinen Baseballschläger, Charlie ihr Springseil, Matt seine Schusswaffe und Big J haut mit seinen Fäusten drauf. Bei Crossing Souls handelt es sich um ein typisches Action-Adventure. Ihr erkundet die Umgebung, besiegt diverse Gegner wie Schläger in der Stadt oder wildes Getier im Wald und löst Rätsel, um den Weg fortzusetzen. Wenn ihr gründlich genug erkundet, dann findet ihr auch versteckte Kisten mit allerlei Sammelzeug, was euch zwar nicht in der Geschichte weiterhilft, aber euren Sammeltrieb befriedigen sollte. Im Inventar könnt ihr euch diese Kleinode anschauen, welche sich allesamt in Form von Anspielungen auf 80er-Videospiele, -Musik und -Filme präsentieren.

Ganz im Stil von Indie nutzt Charlie ihr Sprungseil als Peitsche.

 

Abwechslung garantiert

Das Gameplay von Crossing Souls stellt sicher, dass ihr euch nie langweilt. Immer wieder wird das Geschehen von abwechslungsreichen Elementen aufgelockert. Da gibt es zum Beispiel eine Verfolgungsjagd mit Fahrrädern (E.T. lässt grüßen), eine Stealth-Mission mit Scheinwerfern und interessante Bossgegner, die nicht alle nach dem gleichen Schema besiegt werden müssen, sondern bei denen man nach ihrer Schwachstelle suchen muss. Auch das Element des Totenreichs wird clever mit eingebunden. So können euch manche Gegner jederzeit angreifen, ihr seht sie jedoch nur, wenn euer Duat-Stein aktiviert ist. Vor allem in Rätselabschnitten kommt der Stein oft zum Einsatz, um unsichtbare Plattformen sichtbar zu machen und durch magische Portale zu teleportieren. An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken, nicht selbstverständlich für einen Indie-Titel.

Bei den Bosskämpfen geht’s teilweise ganz schön heiß her.

 

80er pur

Wie bereits in der Einleitung erwähnt versprüht das Spiel nur so den Charme der 80er Jahre. Dies spiegelt sich vor allem in der bunten Retro-Pixeloptik wieder. Natürlich ist sie ein wenig moderner angehaucht, sodass man im Vergleich zu den meisten 80er-Jahre-Spielen auch ein paar mehr Details erkennen kann. Das Ganze aus dem Park schlägt aber der Soundtrack, der einen typischen Synthesizer-Sound an den Tag legt. Wer die volle 80er-Packung sucht, der kommt an diesem Titel einfach nicht vorbei.

 

Positiv:

80er-Feeling pur
Extrem abwechslungsreich
Tolle Retro-Optik
Synthi-Sound
Nette Gimmicks für Sammelfreaks

Negativ:

Story nicht besonders originell
Durchwechseln der Charaktere etwas schwammig
  • Crossing Souls – Test zum 80er-Jahre Indie-Titel
    “Wie oft muss ich es eigentlich noch sagen? Steht ihr auf die 80er-Jahre? Dann holt euch dieses Spiel. Selbst wenn euch dieses bedeutende Jahrzehnt nicht 100%ig zusagt, stecken in Crossing Souls dennoch so viel Liebe und Spielspaß, dass es auch abseits von 80er-Fans eine Empfehlung wert ist. Vor allem der Abwechslungsreichtum des Spiels weiß zu beeindrucken. Und für ein aufregendes Abenteuer mit Magie, Geistern und Action ist doch schließlich jeder zu haben, oder?”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Crossing Souls ist ein Muss für 80er-Jahre-Fans, aber auch sehr empfehlenswert für alle anderen Liebhaber von guten, spaßigen Action-Adventures.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

1 Kommentar

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