Bright Memory – Das furiose Ein-Mann-Projekt im Test

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Releasedatum: 10. November 2020

Genre: Ego-Shooter

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: PLAYISM

Plattformen: Xbox One, Xbox Series S, Xbox Series X, PC

Bei vielen Spielern ging der Release der Early-Access-Version von Bright Memory im Jahre 2019 wahrscheinlich etwas unter. Auch als das Spiel dann Anfang des Jahres erschien, war es noch sehr still um das Action-Game. Die mediale Aufmerksamkeit folgte erst später. Microsoft kündigte schließlich mit Bright Memory: Infinite ein grafisch aufwendiges Next-Gen-Spiel an. Doch Moment, was hat es denn jetzt genau damit auf sich und wie gut ist das Spiel, welches jetzt schon erhältlich ist? Diese Fragen beantworte ich euch in diesem Test!

 

Geschichtsstunde

Bright Memory kann man nicht erklären, ohne ein bisschen auf die Hintergründe einzugehen. Das Spiel wurde nämlich von sage und schreibe einer einzigen Person entwickelt. Natürlich waren auch weitere Personen involviert, die etwa für Voice Acting etc. verantwortlich waren. Die Entwicklung allerdings lässt sich FYQD  zuschreiben, einem Entwicklerstudio aus China. Es handelt sich bei dem Spiel ursprünglich um Episode 1 einer mehrteiligen Reihe. Bright Memory: Infinite soll nun aber ein komplettes Spiel werden. Das Studio begann komplett von vorn mit der Entwicklung, stellte Episode 2 ein und legte den Grundstein für ein gänzlich neues Abenteuer. Basieren soll das Ganze auf dem Spiel, welches wir heute aber schon spielen können. Aber kann ein Entwickler wirklich ein so tiefgreifendes Spiel entwickeln, welches mit neuen Kniffen langfristig Spaß machen kann? Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

Bright Memory

Shelia ist die Heldin des Abenteuers.

 

Story ≠ Bright Memory

Es handelt sich bei diesem Game um einen Shooter. Vergesst in diesem Atemzug auch gleich 99% der Shooter, die ihr so kennt, denn Bright Memory ist anders! Man schlüpft in die Haut von Agentin Shelia. Diese will in einem futuristischen Setting eine Terrororganisation davon abhalten, eine seltene Substanz für dunkle Machenschaften zu missbrauchen. Die SRO-Forschungen haben eine solche nämlich zutage gefördert. Damit sollen Tote wieder zum Leben erweckt werden können, Shelia will daher Schlimmeres verhindern. Eines will ich vorweg greifen: Wer sehr viel Wert auf eine gute Geschichte, tiefgründige Charaktere und eine gute Erzählstruktur legt, der wird hier sicherlich nicht glücklich werden. Man wird mehr oder weniger in die Handlung hineingeschmissen, ohne wirklich zu wissen wer man ist, wer die anderen sind und warum man das alles macht. Und um ehrlich zu sein, ein bisschen störte mich das ganze Unwissen rund um die Geschichte auch. Doch je länger ich den Controller in der Hand hielt, umso egaler wurde mir die Geschichte.

Bright Memory

Bright Memory hat mehr zu bieten als reine Shooter-Kost.

 

Möge die Macht mit Bright Memory sein

Denn dieser rasante Shooter trägt seine Früchte in ganz anderen Bereichen. Mit futuristisch angehauchten Waffen bahne ich mir einen Weg durch die Gegner-Horden. Das Feedback bei Schüssen ist erstaunlich positiv und kenne ich so sonst nur aus AAA-Produktionen. Das saubere Gunplay spielt dabei jedoch nur einen Teil der gesamten Rolle. Shelia verfügt über einige spezielle Fähigkeiten. Mit dem Dash kann die Agentin in jede Himmelsrichtung ein zügiges Ausweichmanöver ausführen. Aber warum, es ist doch ein Shooter? Das ist nur fast richtig. Denn das kleine Highlight ist das Laserschwert, welches die Protagonistin mit sich führt. Mit diesem kann man seinen Widersachern zuvor kommen und diese per Nahkampf ausschalten. Zudem gibt es noch weitere Spezialfähigkeiten in Kombination mit dem Schwert. So kann man einen Gegner mit einem Aufwärtshieb in die Luft katapultieren und zum anderen kann man sein Schwert in den Boden rammen, was eine starke Eruption auslöst.

Bright Memory

Mit dem Laserschwert könnt ihr verschiedene Techniken anwenden.

 

Keine Zeit zum Verschnaufen

Das Schwert als solches, aber auch die Spezialfähigkeiten, können jedoch nicht unendlich oft benutzt werden. Das Schwert lässt sich immer für einige Sekunden einsetzen, bevor es in eine Cooldown-Phase geht. Dann heißt es etwas warten, bis man das Laserschwert erneut nutzen kann. Auch die Spezial-Attacken können nach Benutzung erst nach einer kurzen Abklingzeit wieder genutzt werden. Somit entsteht eine wirklich schöne Balance aus Schießereien und Nahkampf-Action. Der Flow fühlt sich dabei sogar sehr stimmig an, allerdings erfordert dies auch eine gewisse Eingewöhnungszeit. Die Möglichkeiten, die sich daraus im Kampf ergeben, sind sehr mannigfaltig und damit muss man erstmal zurechtkommen. Auch weil das Spiel total rasant ist und nahezu immer irgendetwas auf dem Bildschirm passiert. Wenn gerade keine untoten Schwertkämpfer auf mich zurennen, dann stürmt ein riesiger Säbelzahntiger auf mich zu, während im Hintergrund die ganze Erde bebt. Bright Memory ist durch und durch abgefahren!

Bright Memory

Ein mächtiger EMP-Stoß feuert die Gegner zurück.

 

Kurzes Vergnügen

Der Fokus liegt ganz klar auf den Kämpfen. Diese sind sehr fordernd, aufgrund der Komplexität aber immer spaßig und spannend. Zudem motiviert im Hintergrund ein Ranking-System bei der Ausführung von Kombinationen, damit man sich von erspielten Credits neue Fähigkeiten kaufen kann. Im Spiel selbst bewegt man sich sehr linear von Areal zu Areal, wo es dann wieder zu Kämpfen kommt. Auf dem Weg dahin halten ein paar Sprungpassagen und kleinere Puzzle-Rätsel bei Laune, die aber nie sonderlich fordern. Da sehe ich noch mehr Potenzial, gerade da das Spiel ohnehin schon sehr abgedreht ist und durch das futuristische Setting einiges an Möglichkeiten hergibt. Durch den Mix dieser ganzen Elemente macht das Spiel aber immer Spaß, bis zum Ende. Doch das ist leider sehr schnell erreicht. Nach etwa einer Stunde und 15 Minuten flimmerten die Credits über meinen Bildschirm. Und das auch nur, weil ich ein paar Mal mein virtuelles Ableben bedauern durfte. Als reine Spielzeit gab mir das Spiel sogar nur eine gute halbe Stunde an.

Bright Memory

Bright Memory bietet auch etwas ausgefallenere Gegner.

 

Bright Memory kann auch optisch überzeugen

Der gesamte Umstand, dass das Spiel auf der Entwicklungsarbeit einer Person basiert, ist umso erstaunlicher, wenn man sich die Optik des Spiels anschaut. Bright Memory wirkt an vielen Stellen schon fast wie ein Next-Gen-Spiel. Das liegt daran, dass der Entwickler eher auf einen Glossy-Look setzt. Fast alle Oberflächen reflektieren oder spiegeln, sodass man die teils doch eher mäßigen Texturen kaschiert. Manche Oberflächen-Texturen sehen dann aber wieder richtig hervorragend aus, genauso wie so manche Effekte. Es ist optisch ein kleines Wechselbad der Gefühle. Schlecht sieht das Spiel aber zu keinem Zeitpunkt aus, es schwankt eher zwischen Mittelmaß und Großartigkeit. Für eine Person ist dieser Umstand jedoch schon fast unvorstellbar gut, denn der wilde Shooter sieht besser aus, als viele, viele andere Spiele größerer Studios. Untermalt wird das Geschehen von einem treibenden Soundtrack. Brachiale Metal-Riffs, gepaart mit Drum-and-Bass-Beats passen wunderbar zum ohnehin sehr schnellen Spielgeschehen.

Bright Memory

Dank vieler Reflektionen macht das Spiel optisch einiges her.

 

PC-Settings auf Konsole?

Gespielt habe ich Bright Memory auf der Xbox Series X. Doch so ganz schlüssig war mir die Umsetzung dieses Ports nicht. Denn ein Blick in die Grafikeinstellungen hinterließ ein für Konsolen untypisches Bild. Qualität der Texturen, Qualität der Schatten und Spiegelungen, all jene Optionen konnte ich in Niedrig, Mittel oder Hoch einstellen. Sogar ob ich die Antisotropischen Filter auf x16 stelle. Das sind eher Möglichkeiten, die man so nur auf dem PC findet und ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob das so seine Richtigkeit hat. Im Falle der Series X habe ich mir aber den Spaß erlaubt, alle Regler aufs Maximum zu schieben. Und siehe da, bis auf wenige Ausnahmen lief das Game absolut flüssig! Jedoch leidet das Spiel unter starken Problemen mit Tearing, weswegen ich auch V-Sync aktivieren musste. Zudem lud das Spiel teilweise nicht den nächsten Checkpoint. Diese sind allerdings fair gesetzt, weswegen ich nicht in Schimpftiraden losbrach, wenn ich mal einen kleinen Abschnitt von vorn beginnen musste.

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Positiv:

Überraschend gutes Treffer-Feedback und Gunplay
Forderndes, aber spaßiges Kampfsystem
Sehr guter Flow während des gesamten Spiels
Verhältnismäßig schöne Optik
Toller Soundtrack

Negativ:

Sehr kurze Spielzeit
Manches Mal werden kommende Checkpoints nicht geladen
Geschichte hat weder Tiefgang, noch richtiges Storytelling
Puzzle-Aufgaben kommen zu kurz
[testimonial_slider arrows=”false”][testimonial image_url=”110183″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Christian Koitka, Redakteur”]

“Wenn ich bedenke, was ein Entwickler hier geschaffen hat, dann kann ich nur meine allergrößte Anerkennung aussprechen. Bright Memory ist ein herrlich abwechslungsreicher und tempogeladener Shooter mit interessanter Nahkampf-Mechanik. Dazu sieht es auch einfach wirklich gut aus! Leider ist das Abenteuer auch sehr schnell vorbei. Ständig stellte ich mir daher die Frage, wie gut dieses Spiel wohl mit einem noch größeren Team gewesen wäre. Angesichts des niedrigen Preises von 7,99€ geht der Umfang aber in Ordnung. Für das Geld bekommt man einen sehr intensiven und spaßigen Shooter, der nur leider an einer kaum existenten Story oder Erzählstruktur krankt. Doch die Investition lohnt sich doppelt, denn mit dem Kauf erhält man automatisch das kostenlose Upgrade, wenn Bright Memory: Infinite im kommenden Jahr erscheint. Angesichts des tollen Einstands freue mich schon sehr darauf und traue FYQD in Zukunft noch einiges zu!”

[/testimonial][/testimonial_slider]

Ab in die Sammlung?

Wer schnelle und rasante Action mag, der sollte trotz der enorm kurzen Spielzeit zugreifen. Der geringe Kaufpreis macht es zu einem sehr fairen Deal. Zudem erhält man mit dem Kauf auch nächstes Jahr das kostenlose Upgrade auf Bright Memory: Infinite!

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Geschrieben von Christian Koitka
Redakteur im Bereich: Games

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