Best Friends: Mein Pferd 3D – Review zum Reiterhof-Abenteuer

Wir haben die Ehre ein weiteres Spiel aus dem Hause Treva zu testen, denn Mitte März erschien Best Friends: Mein Pferd 3D. Wie schon seine älteren Geschwister ‘Mein Bauernhof 3D’ und ‘Supermodel 3D’ haben wir auch den neuen Titel unter die Lupe genommen und für euch getestet. Ob sich der Kauf lohnt, oder ihr lieber auf beiden Hufen kehrt machen solltet, erfahrt ihr in unserer Review.

 

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde

Dieser Spruch ist einer der wenigen Erinnerungen, die mir an meine Kindheit mit Bibi&Tina Hörspielkassetten geblieben ist. Und dennoch weiß ich noch ganz genau wie ich mit diesem Zitat voll und ganz übereingestimmt habe, denn ich war verrückt nach Pferden. Dieses Glück konnte ich in Best Friends Mein Pferd 3D zum Teil wiederfinden, zum Teil hätte es die 10-jährige Louisa aber auch etwas enttäuscht. So auch der Beginn des Pferdeabenteuers. Startet man das Spiel, gelangt man in das Hauptmenü, in dem man neben den Spieleinstellungen auch zwischen 3 Modi wählen kann, dem Story-Modus, dem Instant-Modus und dem Wunschpferd-Editor. Letzteres klingt spannend und irgendwie wie ein kleiner, virtueller Kindheitstraum, enttäuscht dann aber beim Öffnen umso mehr. Man kann sich nicht mal für eine Pferderasse oder eine Fellfarbe entscheiden, man darf einzig und allein das Zaumzeug, den Sattel und die Bandagen eines Pferdes wechseln. Und ist das nach Belieben geschehen, kann man sein ‘Wunschpferd’ nicht einmal speichern. Der einzige aktive Button ist der ‘Zurück’-Button, und der befördert uns schnurstracks wieder ins Hauptmenü. Im Instant-Modus kann man seine Fähigkeiten im Springreiten trainieren, auch wenn das bei genauerer Betrachtung nur bedingt nötig ist. Denn in allen drei Schwierigkeitsstufen, Anfänger, Fortgeschritten und Profi, ändert sich die Steuerung nicht, nur Hindernissen bekommen neue Namen und kommen in kürzeren Abständen hinzu. Dazu ist das Steuern der Pferde beim Springreiten sehr simpel, was für ein Spiel, das auf Grundschulkinder abzielt, keinesfalls negativ ist. (no offense, manche Grundschulkinder haben es mehr drauf als ich!) Das Pferd wird durch wiederholtes Drücken des A-Knopfes angetrieben und mit dem Bewegungssensor des 3DS wird ‘gelenkt’. Gesprungen wird durch gleichzeitiges Drücken der Schultertasten. Was den ganzen Spaß so kinderleicht macht ist aber, dass wann was gemacht werden muss, immer auf dem Screen angezeigt wird. Man kann also nur durch schlechtes Timing versagen. Apropos Timing; der Parcours muss natürlich innerhalb eines gewissen Zeitfensters bewältigt werden. Zur Belohnung gibt’s nachher im echten Spiel bei Turnieren ‘Credits’. Warum wir hier kein echtes Geld zu sehen bekommen, sondern alles mit Credits gehandelt wird, hat wohl pädagogische Hintergründe.

2_Screen_Schmuck1

Dieses glückliche Pferd hat im Schönheitswettbewerb den ersten Platz ergattern können.

 

Mein geheimer Traum wird wahr: Ein eigenes Gestüt

Im Story-Modus geht’s dann endlich los; wir dürfen unseren eigenen Pferdehof eröffnen. Bevor das geschieht, müssen noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Nachdem Geschlecht und Frisur für den Protagonisten ausgewählt wurden, darf man sogar, großzügigerweise, zwischen gleich drei unterschiedlichen T-Shirts wählen. Ist das erledigt, ist unser erstes Pferd dran. Hier können wir uns endlich eine Pferderasse aussuchen, allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Vierbeiner einzig und allein durch ihre Größe. Kein Kommentar. Dann kann man sich noch für eine Fellfarbe und eine besondere Eigenschaft, wie z.B. ‘Gescheckt’, entscheiden. Hat man sich und seinem Pferd dann noch Namen gegeben, kann es losgehen. Man überblickt seine Aktionen im Spiel aus der Vogelperspektive und steuert seine Figur nach belieben mit dem Circlepad oder dem Touchscreen. Es gibt verschiedene Gebäude auf deinem Gestüt, wie zum Beispiel dein Haus, welches PC und Bett beherbergt, oder den Pferdestall. Es gibt aber auch Gebäude, die im Verlauf des Spiels ‘renoviert’ und somit freigeschaltet werden müssen, wie zum Beispiel die Reithalle oder das Therapiezentrum. Dein Pferd im Stall muss natürlich gepflegt werden, was sich in einer Reihe von einigermaßen spaßigen, teils eher aufwendigen, Minispielen bewerkstelligen lässt. Durch regelmäßige und liebevolle Pflege gewinnt dein Pferd an Vertrauen und bleibt natürlich auch stets gesund. Gefüttert werden muss das Pferd logischerweise auch, und nach einem anstrengenden Tag auf dem Springreiten-Trainingsplatz ist es auch schon mal sehr müde. Das Ziel des Spieles ist es, die Aufgaben zu erfüllen, die einem im Steuerfeld am oberen, rechten Touchscreenrand vorgegeben werden. Diese werden von Zeit zu Zeit immer anspruchsvoller und zeitintensiver. Im Großen und Ganzen gibt es schon recht viel zu entdecken, vor allem dank des StreetPass süße Fohlen züchten und trainieren ist mir positiv aufgefallen. Das Spielgeschehen schreitet in einem Tagesrhythmus voran; das heißt, dass man pro Tag eine gewisse Anzahl an Stunden zur Verfügung hat, um seine täglichen Pflichten als Pferdewirt zu erledigen. Um Änderungen wirksam zu machen, z.B. die Renovierung eines Gebäudes, muss ein Tag vergangen sein. Dies kann man aber auch im Menü unter ‘Tag beenden’ erzwingen. Nervig ist nur, dass gewisse Aktivitäten, wie z.B. Turniere, nur an bestimmten Wochentagen stattfinden.

3_Screen_Turnier

Turniere finden leider nur Sonntags statt.

 

2004 lässt grüßen

Grafisch ist Best Friends Mein Pferd 3D keine besondere Glanzleistung. Im Verhältnis zu anderen Spielen des Entwicklerstudios ist Mein Pferd 3D aber um einiges besser geworden. Trotz dieser Entwicklung sind die Texturen hübsche Pixelhaufen und der 3D-Effekt tut irgendwie in den Augen weh. Im Allgemeinen wirkt alles etwas lieblos gestaltet, allem voran die Pferde. Ich rate ebenfalls dazu, den Ton auszustellen, denn die Musik ist äußerst repetitiv und unpassend. Diese Musik hätte ich eher in einem DVD-Menü von Erwachsenenfilmen vermutet.

*Anmerkung: Leider ist das Spiel bei mir einige Male ohne ersichtlichen Grund abgestürzt, und das bereits nach dem 2. Mal spielen. Es bleibt zu hoffen, dass es sich bei mir um einen Einzelfall handelt.

4_Screen_Huf

Das Säubern der Hufe ist als Minispiel gestaltet.

 

Fazit:

Für pferdeverrückte Kinder ohne grafische Ansprüche ist das Spiel definitiv solide. Der Story-Modus ist für Kinder ausreichend umfangreich gestaltet, auch wenn es einiges gibt, das stört, wie beispielsweise dass Turniere nur Sonntags stattfinden. Verschiedene Minispiele sorgen für ein wenig Abwechslung.

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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