Battle Worlds: Kronos – Test zum Insider Strategiespiel

Vor langer, langer Zeit erschien mit Battle Isle 2 eines der beliebtesten Strategiespiele, die es zu dieser Zeit gab. Trotz das Battle Isle 2 recht beliebt war, erschien bis heute kein offizieller Nachfolger. Doch vor knapp drei Jahren erschien mit Battle World: Kronos ein indirekter Nachfolger für den PC. Nun erscheint eine Playstation 4 und Xbox One Portierung und wir verraten euch jetzt ob diese, was taugt.

 

Dröge futuristische Story

In der futuristischen Welt von Battle World Kronos herrscht Krieg. Denn nachdem der Herrscher von Kronos dahin geschieden ist, tobte ein erbarmungsloser Kampf um die Nachfolge. Nachdem im Laufe des Krieges mehrere Atomwaffen nahezu die ganze Welt zerstörten, flohen die Überlebenden auf den Nachbarplaneten Rhea. Einer der Überlebenden war der neu gewählte Herrscher. Jedoch starb auch er nach 200 Jahre und eine Armada von Kriegsschiffen nähert sich dem Planeten Kronos, um einen Kampf um die Nachfolge zu führen. In Battle World Kronos gibt es eine zweiteilige Kampagne mit 13 Missionen. Jede der Mission kann dabei bis zu fünf Stunden dauern. Demnach kann man, bis man alle Missionen bewältigt hat, rund 30 – 40 Stunden mit dem Spiel verbringen. Allerdings ist die Kampagne in drögen Texttafeln inszeniert, wodurch man die Geschichte schnell wegklickt. Die Missionen sind insgesamt recht abwechslungsreich gestaltet. So muss man mehrere Inseln erobern, wichtige Plätze taktisch gut verteidigen und einnehmen, Transporter retten oder zugefrorene Flüsse überqueren, bevor diese auftauen, während man unter feindlichem Beschuss steht. Neben der Kampagne gibt es noch mehrere Challenge Karten. Auf denen muss man unter anderem mehrere feindliche Einheiten dezimieren oder darf keine eigenen Einheiten verlieren.

Ein Großteil der Story wird über Textnachrichten vermittelt.

Ein Großteil der Story wird über Textnachrichten vermittelt.

 

Packende taktische Kämpfe

Der Grund, warum man Battle World Kronos spielt, liegt nicht an der Geschichte. Vielmehr wegen dem gelungenen Gameplay und den vielen taktischen Möglichkeiten, die das Strategiespiel bietet. Im Spiel befehligt und baut man eine Vielzahl von verschiedenen Einheiten, die jede ihre eigenen Vor- und Nachteile besitzen. Insgesamt gibt es im Spiel 31 verschiedene Truppentypen. Diese reichen von Schiffen oder Buggys bis hin zu futuristischen Kampfrobotern. Ein Buggy zum Beispiel hat den Vorteil, dass er über zwei Felder angreifen kann. Der Nachteil beim Buggy hingegen ist, dass er im Nahkampf relativ wehrlos ist und nach wenigen feindlichen Angriffen funktionslos wird. Während der verschiedenen Runden befehligt man eine Armada aus einer Vielzahl an Einheiten, die man über das Hexfeld befehligen kann. Auch hier unterscheiden sich die Einheiten, da jede Einheit sich unterschiedlich weit bewegen kann. Trotz dessen man viele Einheiten kontrolliert, verliert man zu keinem Zeitpunkt den Überblick über das Geschehen. Auch das Kampfsystem funktioniert hervorragend intuitiv. Wer schon einmal ein rundenbasiertes Strategiespiel gespielt hat, wird sofort zurechtkommen. Beim Angriff mit einer Einheit kassiert das Ziel zuerst den Schaden. Lebt die feindliche Einheit nach dem Angriff noch, schießt sie erst dann zurück. Je nachdem wie gut unser Angriff war, desto geringer ist der Schaden, den man durch den Gegenangriff erleidet. Jedoch muss man bedenken, dass sich die Einheiten nur einmal verteidigen können. Demnach lohnt es sich, die feindlichen Einheiten in einem Zug mehrfach mit verschiedenen Einheiten anzugreifen. Bei den Kämpfen kommt vor allem die gelungene KI zur Geltung. Denn diese beherrscht das Kampfsystem nahezu perfekt und ist dadurch ein ebenbürtiger Gegner. Diese beherrscht das Kampfsystem so gut, dass man sich nahezu keinen Fehler erlauben darf. So stellt sie ihre Einheiten stets clever, sofern es möglich ist, immer außerhalb unserer Angriffsreichsweite auf. Auch wenn man die eigenen Einheiten falsch aufstellt. Sind die eigenen Einheiten im Kampf erfolgreich, können diese bis zu zweimal im Level aufsteigen. Mit jedem Levelaufstieg kann man zwischen mehreren Upgrades auswählen. Diese Upgrades steigern die Bewegungsreichweite, können mehrere Gegenangriffe nutzen oder viele weitere neue Fähigkeiten enthalten. Auch hier bietet es sich an, die Upgrades sinnvoll einzusetzen. Denn je nach Einheit sind nur bestimmte Upgrades sinnvoll. Sind die eigenen Einheiten im Level aufgestiegen ist es umso bedauerlicher, wenn diese im Kampf gestorben sind und daher auch für das gesamte Spiel weg sind. Dies liegt zum einen daran, dass man nur eine bestimmte Anzahl an Einheiten pro Spiel besitzt, aber auch daran, dass einem die Einheiten über die Zeit ans Herz gewachsen sind. Die Steuerung mit dem Controller ist sehr intuitiv. Jede seiner Einheiten kann man auswählen und über das Hexfeld ziehen. Dadurch, dass man zum Ende jeder Runde noch eine Nachricht erhält, das man noch Einheiten hat, die einen Zug vollführen können, vergisst man diese auch nicht zu bewegen oder mit ihnen eine Aktion zu tätigen.

Über das Hexfeld bewegt man seine Einheiten.

Über das Hexfeld bewegt man seine Einheiten.

 

Technisch etwas altbacken

Grafisch präsentiert sich Battle World: Kronos überaus solide. Hier merkt man deutlich, dass das ursprüngliche PC Spiel auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Nichtsdestotrotz sehen sowohl die Einheiten als auch die Umgebungen gut aus. Zudem sorgen Raketeneffekte, die Kämpfe und viele weitere Effekte für eine gute Portion Atmosphäre. Zudem sieht man schon beim Anblick der Einheit, in welchen Zustand diese sich befindet. Während unbeschädigte Einheiten aussehen, als wenn sie frisch aus der Fabrik kommen, tritt bei beschädigten Einheiten gut und gerne mal Qualm aus. Fast zerstörte Einheiten brennen sogar leicht, woran man sofort erkennt, dass man diese schnell in Sicherheit bringen sollte. Soundtechnisch geht das Spiel auch in Ordnung. Während einer Partie sorgt ein Score für die perfekte spannende Untermalung. In den Zwischensequenzen sind die Gespräche vertont. Allerdings sind die Textnachrichten, die man während einer Partie erhält, nicht vertont, wodurch man diese durchlesen muss.

Hat eine Einheit einige Kämpfe gewonnen, steigt die im Level auf. Und kann verbessert werden.

Hat eine Einheit einige Kämpfe gewonnen, steigt die im Level auf. Und kann verbessert werden.

 

Fazit:

Battle World Kronos ist ein hervorragender Nachfolger zu Battle Isle 2 geworden. Die taktischen und kniffligen Kämpfe sind recht spannend und fordernd geraten. Dies liegt vor allem an der guten KI des Gegners, die keinen Fehler verzeiht und dadurch spannende Kämpfe erlaubt. In das Kampfsystem muss man sich erst mal reinfuchsen, um alle taktischen Möglichkeiten und Feinheiten zu verinnerlichen. Hat man diese allerdings verstanden brilliert das Spiel. Was eher unspannend geraten ist, ist die dröge Story. Die dazu lediglich in Textfenstern präsentiert wird. Wer ein taktisches Rundenstrategiespiel auf der Konsole sucht, der wird bei Battle World Kronos definitiv fündig. Durch den guten Preis (20€) kann man auch die Abstriche in der Grafik und der Präsentation der Geschichte verkraften. Zumal das Kampfsystem, der wichtigste Punkt des Spiels, hervorragend funktioniert.

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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