Batman: Arkham Origins Blackgate – Review zu Batman’s Handheld Ausflug

Nachdem wir den dunklen Ritter bereits durch das Asylum und Gotham begleitet haben, entführt uns der Enwickler Armature, in das namesgebende Gefängnis Blackgate. Große Ambitionen hatte Armature bei der Entwicklung und entschied sich sogar für Batman in 2,5D zu präsentieren. Ob das Spiel ein würdiger Vertreter der Reihe ist, erfahrt ihr in der Review.

Die Comic Grafik passt sehr gut zum Spiel.

Die Comic Grafik passt sehr gut zum Spiel.

 

Der Urlaub ist gestrichen

Drei Monate sind in Gotham vergangen, seit sich Batman Black Masks Attentätern stellen musste. Seitdem ist Batman zur gefürchteten Legende geworden. Auf unserer nächtlichen Patrouille kreuzen wir den Weg von Catwoman, welche ihre soeben gemachte Beute begutachtet. Nach einem kurzen Geplänkel mit den Wachleuten entkommt Catwoman und Batman begibt sich auf Verfolgungsjagd. Diese Sequenz ist gleichzeitig das Tutorial. Nicht Lange und der dunkle Ritter stellt die diebische Katze. Doch schon zwei Wochen später gibt es neuen Ärger, nämlich im Hochsicherheitsgefängnis Blackgate. Gordon informiert uns darüber, das die Verbindung zur Gefängnisleitung, nach einem Aufstand, abgebrochen ist. Die Schurken Black Mask, Joker und der Pinguin haben das Gefängnis übernommen und in drei Areale geteilt. Der Pinguin beansprucht den Zellenblock, der Joker die Administration und Black Mask den Industriebereich. Da der Pinguin auch Geiseln hält, ist euer Ziel klar und ihr macht euch daran den Bösewichten den Abend, zu verderben.

 

Alle Umgebungen sind in 2.5D gehalten.

Alle Umgebungen sind in 2.5D gehalten.

 

If it’s not broken, don’t fix it

Spieler, die mit den großen Kosolenbrüdern der Batman Reihe vertraut sind, werden hier mit der Steuerung sehr schnell warm werden. Mit den Richtungstasten wechselt ihr zwischen euren Gadgets, mit L1 zielt ihr und mit R1 wird gefeuert. Springen im klassischen Sinne ist nicht mehr vorgesehen, stattdessen ist dies jetzt nur an dafür vorgesehenen Stellen möglich. Die meiste Zeit navigiert ihr mit euren Enterhaken durch die Level. Diese Mechanik wirkt dabei etwas seltsam, da die Grapnel Gun hier sogar schon bei recht kleinen Hindernissen zum Einsatz kommt. An der grundlegenden Steuerung hat man nicht gerüttelt. Mit Viereck schlagt ihr zu, mit Dreieck wird gekontert und mit Kreis duckt ihr euch. Was allerdings negativ auffällt, ist das die Steuerung recht unpräzise ist.Das wird am Deutlichsten in den Bosskämpfen. Diese werden teilweise zur echten Geduldsprobe, wenn ihr wiederholt von vorne beginnen müsst, weil man wieder Mal nicht schnell genug ausweichen konnte. Aber auch das Detektivfeature wirkt etwas nutzlos. Das Scannen der Umgebung, mit Berührung des Bildschirms, ist meistens nicht notwendig, um weiterzukommen. Das Spiel selbst zwingt euch jedoch, an gewissen Stellen, diese Funktion zu nutzen, auch wenn euch die Lösung bereits klar ist.

 

Detective View ist auch wieder dabei.

Detective View ist auch wieder dabei.

 

Batman in 2.5D

Bei der Präsentation hat man sich für eine Darstellung in 2.5D entschieden, ähnlich der Metroid Serie. Das wirkt teilweise sehr interessant. Jedoch stellt man schon nach kurzer Zeit fest das diese Entscheidung mehr Einschränkungen mit sich bringt, als man sie von einem Arkham Game erwarten würde. Die Levels sind absolut linear und häufiges Backtracking lässt die Umgebungen schnell langweilig werden. Auch hat man es der 2.5D Darstellung zu verdanken, dass man hier fast nur noch mit dem Enterhaken durch die Level fliegt. Einziger Lichtblick sind hier die Zwischensequenzen, welche im Stil eines Comics gehalten wurden. Hier kommt durchaus Stimmung auf. Außerhalb dieser Sequenzen wirken die Charaktermodelle und die Grafik allerdings eher wie eines der Mobile Games. In Sachen Sound sollte man am Besten auch nicht einen Arkham City Maßstab anlegen. Die Soundkulisse wirkt zwar vertraut und passend, jedoch zu keiner Zeit so gut wie in Asylum und City.

 

Der Joker hat einige Überraschungen für euch bereit.

Der Joker hat einige Überraschungen für euch bereit.

 

Soll es das Gewesen sein

Enttäuschend ist aber vor allem wie wenig es zu entdecken gibt. Hatte man die Hauptgeschichte von Arkham City hinter sich, gab es immer noch jede Menge zu entdecken. Abgesehen von einigen Indizien zu Nebenfällen, die ihr durch das Scannen der Umgebung findet, Teilen für fünf freischaltbare Kostüme und Anzugupgrades gibt es kaum etwas zu entdecken. Selbst bei den Nebenfällen reicht das bloße Entdecken des Hinweises. Habt ihr die zu einem Fall gehörenden Hinweise gefunden, schaltet ihr ein Artwork frei. Nichts davon vermag es euch langfristig an das Spiel zu binden.

Fazit:

Armature haben bei diesem Projekt große Erwartungen geschürt, konnten diesen aber nicht gerecht werden. Die Geschichte ist recht belanglos, die Technik krankt an vielen Stellen und in Sachen Nebenaufgaben hat man am falschen Ende gespart. Das Gefängnisszenario wirkt außerdem recycelt und einfallslos. Dennoch erkennt man Potenzial für zukünftige Spiele. Allerdings sollte man noch die letzten 0.5D beim nächsten Mal draulegen und ein komplettes 3D Abenteuer servieren. Das Batman Universum bietet dabei ja mehr als genug Stoff, auch außerhalb der Arkham Reihe. Als Fazit bleibt zu sagen, Batman Arkham Origins Blackgate ist ein gutes, extrem unfertig wirkendes Spiel mit durchschimmerndem Potenzial. Fans dürfen aber getrost einen Blick wagen.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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