Badland: Game of the Year Edition – Review zum Mobile Port

Neben Remaster Versionen gibt es einen weiteren Trend auf dem   aktuellen Spielemarkt. Ports von Mobile Games finden immer wieder ihren Weg auf die etablierten Plattformen. Nach Spielen wie ‘Angry Birds’ findet nun auch der Mobile Game Hit ‘Badland’ den Weg auf die großen Konsolen. Die ‘Badland Game of the Year Edition’ bringt dabei 60 Level mehr mit, als noch das Original bot. Ob das alleine aber reicht, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Limbo meets Rayman

Wer ein Game mit Story sucht, sollte hier gleich aufhören weiterzulesen, denn diese sucht man hier vergebens. Ihr startet direkt in den Ersten von 100 Leveln. Durch wiederholtes Drücken der X-Taste (oder Antippen des Bildschirms der Vita) haltet ihr das flatternde, schwarze Wesen Clony in der Luft. Das Ziel ist es in jedem Level, das Ende zu erreichen. Natürlich macht man es euch nicht einfach. Nur nach rechts zu steuern wäre ja auch selbst für ein Mobile Game etwas anspruchslos. Daher müsst ihr in den anfangs noch sehr leichten Leveln die Macht der Physik meistern.   Fallen und Hindernisse kommen in einer Vielzahl von Varianten daher. Herabfallende Gegenstände, schwingende Steinblöcke, Sprengfallen, Spikes und Sägeblätter sind nur einige der Gefahren, denen es auszuweichen gilt. Aber wie im echten Leben ist die Physik euer größter Feind. So kann euch die leichteste Berührung einer Falle sofort in die nächste schleudern. Einige Gegenstände können den Spielfluss verändern, nicht immer nur zu eurem Vorteil. Um besonders enge Passagen durchqueren zu können, solltet ihr ausschau nach Items halten die euren Clony schrumpfen lassen. Diese sind meist praktischerweise direkt vor solchen Stellen zu finden, doch manchmal nicht mehr erreichbar, wenn ihr realisiert, dass ihr sie benötigt. Gleiches gilt für den umgekehrten Weg, in dem ihr einen Wachstumsschub erhaltet. Seid ihr mit der großen Version eures Clony unterwegs, könnt ihr versperrte Wege aufbrechen und Hindernisse beiseite schieben. Die Verlangsamer- und Beschleunigeritems beeinflussen wie schnell das Level weiter scrollt und demnach auch, wie viel Zeit euch bleibt, auf die vor euch liegenden Hindernisse zu reagieren.

Mit vielen Clonys im Schlepptau kommt schon Mal Hektik auf.

Mit vielen Clonys im Schlepptau kommt schon Mal Hektik auf.

 

You Are Not Alone

Das Einzige was euch bei all den Herausforderungen vor dem sofortigen Bildschirmtod retten kann, ist das Klon-Item. Nehmt ihr es auf vervielfältigt sich euer Clony und ihr steuert jetzt diesen Haufen durch die Welt. Der Nachteil an dieser Sache ist das von diesem Moment an pures Chaos herrscht, insbesondere wenn gerade viele Fallen vor euch liegen. Positiv ist jedoch, dass solange es auch nur ein Clony lebend durch schafft, bleibt ihr im Spiel. Und Bonuspunkte für jeden überlebenden Klon am Ende gibt es auch noch.

Sägeblätter sind nur ein Fallentyp der euch das Überleben schwer macht.

Sägeblätter sind nur ein Fallentyp der euch das Überleben schwer macht.

 

Geteiltes Chaos

Ist euch das Spiel allein noch nicht Herausforderung genug, dann schnappt euch doch einfach drei Freunde und stürzt euch gemeinsam ins Verderben. Jeder steuert seinen Clony durch das Level, weicht Fallen aus und sammelt Items auf. Im kooperativen Modus liegt der Fokus selbstverständlich auf Teamwork. Selbst ohne Klon-Items ist es so zum Beispiel mögliche Blockaden, aus dem Weg zu rammen. Auch wenn ich diesen Mode zeitweise viel zu unübersichtlich fand, um gezielt agieren zu können, hatte ich durchaus Spaß. Anders sieht es im Versus Mode aus. Das Ziel ist es hier, das Ende des Levels schneller und mit mehr Klonen im Schlepptau als euer Gegner zu erreichen.  Mehr als ein Match brauchte es für mich allerdings nicht, um festzustellen, dass dieser Mode nicht viel Substanz hat. Für ein gelegentliches Spiel hier und da ist er gut, mehr aber auch nicht. Seltsam ist auch das ausschließlich dieser Modus von Slowdowns und Lagging geplagt ist. Im Rest des Spiels ist davon nichts zu sehen, selbst der Koop-Mode ist davon unbehelligt geblieben, was die Sache allerdings auch sehr unverständlich macht. Eine Online-Multiplayer Option bietet das Spiel darüber hinaus nicht.

Grafisch kann sich Badland durchaus sehen lassen.

Grafisch kann sich Badland durchaus sehen lassen.

 

Tolle Präsentation

Badland ist ein gelungener Stilmix des beliebten Indie Hits Limbo und dem Hintergrunddesign der Rayman-Spiele. Leider erreicht nicht die Klasse der beiden Vorbilder. Der Vordergrund im Limbo Design schafft allerdings einen sehr interessanten Kontrast zum lebendigen, bunten Hintergrund. Der Sound unterstützt die Waldkulisse mit allerhand Vogelgezwitscher die nur von Geräuschen unterbrochen werden, wenn euch ein Stein zermatscht oder eine Kreissäge zerhäckselt.

 

Fazit:

Badland Game of the Year Edition war ein Hit auf Smartphones und Tablets und hat dafür jede Menge Awards kassiert. Auch wenn sich an den Qualitäten des Titels nichts geändert haben mag, ist nach dem Test dennoch eines ganz klar. Dieses Spiel ist nicht auf den großen Konsolen zu Hause. Badland ist großartig, um fünf Minuten Wartezeit zu überbrücken, aber fesselte mich nicht stundenlang vor den Fernseher. Die GOTY ist also ein Port eines tollen Zeitfressers für Zwischendurch den man auf dem etablierten Konsolen aber nicht gebraucht hätte.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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