Attack of the Unknown: Earth Invasion

Kritik zum Alienkracher

Wenn man ein Filmposter wie das von Attack of the Unknown sieht sollte einem direkt klar sein, was für einen Film man hier vor sich hat. Aber Trash ist nicht gleich Trash. Manche Filme sind wahrlich eine Qual, andere können mit der richtigen Einstellung zu richtigen Perlen werden. Ob Attack of the Unknown ein versteckter Schatz oder Schund ist erfahrt ihr hier.

 

Die Story von Attack of the Unknown

Die Story ist einfach erklärt: Eine SWAT Einheit verhaftet in Los Angeles einen Gangster und soll diesen in ein anderes Gefängnis überstellen. Während sie unterwegs sind wird die Stadt von Aliens angegriffen, die für die sogenannte “Bluternte” auf die Erde gekommen sind.

 

Unsere Kritik zu Attack of the Unknown

Wie in der Einleitung bereits angekündigt reden wir hier nicht von einem Film, von dem man allzu viel erwarten sollte. Scheinbar haben sich die Macher das gleiche gedacht – im absolut positiven Sinne. Hier wird konsequent nach dem Schema F gearbeitet und gar nicht erst versucht Innovation einzubringen, die gnadenlos scheitern und nur für unfreiwillige Komik sorgen würde. Nein, stattdessen konzentriert man sich darauf, das Wenige was man macht auch gut zu machen, und das mit Erfolg. Ja, die Dialoge sind hölzern (wobei das auch der Synchro geschuldet sein kann) und die Figuren eindimensional, aber nichts davon wirkt als hätte es mehr sein sollen. Auch die Effekte überraschen (größtenteils) positiv. Tatsächlich wird hier spärlich mit CGI Effekten gearbeitet, und wenn doch können diese sich durchaus sehen lassen.

Die Gefahr aus dem All…oder den Siebzigern

Wo wir gerade über Effekte reden kommen wir um einen Punkt nicht herum, die Aliens. An denen ist so ziemlich gar nichts digital, und das sieht man auch. Statt wie eine Gefahr sehen die Aliens eher aus, als kämen sie direkt aus den Siebzigern. Das ist ziemlich ulkig und sorgt eher für Lacher als für Angst, allerdings kann man dem Ganzen einen gewissen, (un)beabsichtigten nostalgischen Charme nicht absprechen. Erinnerungen an Klassiker wie Der Schrecken vom Amazonas sind durchaus naheliegend, und machen das Ganze trotz (oder wegen) mangelnder Ernsthaftigkeit sehr unterhaltsam.

Fazit

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Trashfilmen, schon gar nicht wenn es um Alieninvasionen geht. Zu oft hat man hier schon bei den großen Produktionen das Gefühl, einen Trashfilm zu gucken. Dementsprechend bin ich diesen Film komplett ohne Erwartungen angegangen und bin tatsächlich positiv überrascht worden. Wir reden hier immer noch von einem Trashfilm, keine Frage, aber wenn man sich der Tatsache bewusst ist kann man sich großartig unterhalten lassen, und selbst ein durchaus einfallsreicher Twist findet hier Einzug, der das Ganze noch ein wenig besser macht. ür Trashfans eine absolute Empfehlung!

 

Informationen zu Attack of the Unknown

  • Originaltitel: Attack of the Unknown
  • Laufzeit: ca. 103 Minuten
  • Heimkinostart: 10. Juni 2021
  • Altersfreigabe (FSK): ab 16 Jahren freigegeben
  • Besetzung: Richard Grieco, Robert LaSardo, Jolene Andersen, Tara Reid, Douglas Tait

Trailer zu Attack of the Unknown

Fazit:

Typischer Trash-Charme
Moderner Look mit altmodischen Aliens
Einfallsreicher Twist für sonst schnörkellosen Film
Empfehlung für alle Trash-Fans
  • Attack of the Unknown
    Fazit zu Army of the Dead

    “Es ist immer enttäuschend einen Film zu sehen, der es nicht schafft das zu sein, was er sein möchte. Da ist ein Film wie dieser, der zu keinem Zeitpunkt den Anschein erweckt, die nicht vorhandenen Erwartungen zu steigern, eine erstaunlich willkommene Abwechslung. Von dieser Selbsterkenntnis können sich einige größere Produktion eine Scheibe abschneiden.”

    Lennart Hoffmann, Redakteur

Ab in die Filmsammlung?

Wer auch nur ein kleinstes Maß an Anspruch an Filme hat sollte die Finger hiervon lassen. Für alle anderen ist dieser Film definitiv ein Gewinn für die Trash-Sammlung.

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10
Geschrieben von Lennart Hoffmann
diskutiert mit Tarantino über Trinkgeld.

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